Kinder und Kosten

    • (1) 31.03.18 - 11:33
      Relenzia

      Wenn ich sehe, was im Freundeskreis an Kosten für erwachsene Kinder anfällt, bin ich sprachlos.
      Hier gibt es im Moment auch einen Thread, der das Thema Studium und die Finanzierung desselben thematisiert.
      Bei den Summen wird mir schlecht.
      Gerade wenn die Kinder erwachsen sind, ist man.als Mutter oder Vater ja meist auch schon älter und dann noch diese Summen verdienen um teilweise mehreren Kindern Miete und Lebensunterhalt zu bezahlen, finde ich heftig.
      Mir wird jetzt bewusst, dass ich froh sein kann, nur 1 Kind zu haben, was eine Lehre gemacht hat und eigenes Geld verdient seit es 16 ist.
      Diese Kosten sollten sich mal Leute vor Augen halten die allen Ernstes drei oder mehr Kinder wollen.
      Diese finanziellen Verpflichtungen können dazu führen, dass Eltern sich regelrecht abrackern müssen um das aufzubringen. Finde ich nicht richtig.
      Meine Eltern hatten mehrere Kinder und wir haben jeder etwas Geld bekommen, als,wir 18 wurden.
      Sowohl die die studiert haben, als auch die mit Lehre.
      Das wäre ja auch total unfair wenn das Kind was studiert, finanziell unterstützt wird und womöglich Miete und Lebensunterhalt bezahlt bekommt und das Kind was eine Lehre macht geht leer aus.
      Meine Freundin macht es genauso, Sohn 1 hat eine Ausbildung gemacht, Sohn 2 studiert.
      Beide bekommen das Gleiche Geld, Sohn 1 hat eine Einmalzahlung bekommen und Sohn 2 bekommt 300 Euro im Monat auf 4 Jahre verteilt, dann kommt das aufs selbe raus.
      Studiert er länger, bekommt er nichts mehr. Das weiß er auch und wird sich daher sicher bemühen in Regelstudienzeit fertig zu werden.
      Ich bin AE, ich hätte auf Hartz 4 Niveau leben müssen, wenn meine Tochter studiert hätte, und ich ihr 700 oder 800 Euro im Monat hätte zahlen müssen, da hätte ich selbst meine Miete nicht mehr zahlen können.
      Ich kenne niemand, der seinen Kindern 700 Euro im Monat geben kann , schon mal gar nicht 2 oder sogar mehreren gleichzeitig, da käme man ja schnell auf Tausende pro Monat.
      Ich hatte 5000 Euro gespart für meine Tochter, was ich schon nicht schlecht finde, und ihr gegeben als sie mit 18 auszog.
      Hätte sie voll finanziert von mir studiert, wäre das Geld nach 1 Semester weg gewesen.
      Für 8 Semester käme ich dann auf 40.000 Euro, bei 2 Kindern auf 80.000 und das nur fürs Studium.
      Dann sind die Kosten bis zur Volljährigkeit ja regelrecht Peanuts.
      Da frag ich mich wer bei den Summen überhaupt noch Lust hat Kinder zu bekommen.
      Ich verstehe jeden der darauf gerne verzichtet und das Geld lieber für sich behält.

      • (2) 31.03.18 - 11:55

        Deswegen gibt es doch Bafög. Damit eben Kinder auch studieren können, wenn ihre Eltern es sich nicht leisten können.
        Und beim Bafög-Antrag wird genau ausgerechnet, wieviel die Eltern an Unterhalt zahlen müssen. Und ja, das können dann durchaus auch 650€ sein. Soll ich das meinem Kind verwehren oder es zwingen in Wohnortnähe zu studieren und zuhause wohnen zu bleiben, weil seine Eltern leider zuviel verdienen und es keinen Bafög-Anspruch hat?
        Das fände ich unfair.

        Grüsse
        BiDi

        • (3) 31.03.18 - 12:10

          Und wenn das zweite Kind dann anfängt zu studieren wird das doch nochmal neu berechnet, also was die Eltern insgesamt leisten können oder ?
          Also wenn man jetzt 600 Euro zahlen musste fürs erste Kind und das zweite fängt dann auch mit dem Studium an, dann bleibt es doch bei den 600 Euro ,wenn das Einkommen der Eltern gleich geblieben ist?
          Bekommen dann beide 300 oder wie wird das dann geregelt?
          Oder erhält ein Kind weiterhin 600 Euro und das zweite Bafög in gleicher Höhe?

          • (4) 31.03.18 - 13:11

            Ja, es wird neu berechnet. Ich glaube, bei uns war das so (3 Geschwister zeitweise gleichzeitig im Studium), das der Älteste nach wie vor mit Elternunterhalt abgedeckt war, die Mittlere zusätzlich und die Jüngste komplett Bafög erhielt. Das ist aber schon eine ganze Zeitlang her...

            Grüsse
            BiDi

      (6) 31.03.18 - 12:27

      Ja, man sollte schon vorher auch rechnen, hilft ja nix.

      Für Studenten gibt es auch Forderungen wenn die Eltern eher wenig verdienen.

      Wir werden voll finanzieren müssen (und ja, Kind will unbedingt studieren). Ich rechne mit sicher 1500 Euro Kosten pro Monat (für beide insgesamt).

      Ist halt so. Und: wir sind ja auch dazu verpflichtet. Punkt.

      LG

    • Kommt immer auf die Kinder bzw. Die Eltern an.
      Der Höchstsatz Bafög liegt bei 800eur ca. Wenn ich mich nicht täusche. Mehr braucht ein Student auch beim besten Willen nicht zum Leben. Ich finde das sogar eigentlich viel Geld. Ich kam vor 5 Jahren mit 760eur Ausbildungsgehalt zurecht und konnte mir zudem noch ein Motorrad leisten. Weiß zwar heute nicht mehr wie ich das gemacht hab, aber es ging :-D
      Wenn die Eltern meinen das Kind braucht einen höheren Lebensstandard, dann müssen sie das finanzieren. Ansonsten lebt man eben als Student, wie die meistens Studenten eben leben. Reduziert :-) und jobben nebenbei schadet auch nicht und ist in den meisten Fällen möglich. Dann müssen die Eltern auch keine 700eur zuschießen, sondern vielleicht noch 200-300.

      • (8) 31.03.18 - 13:24

        Der Bafög-Höchstsatz sind 649€, wenn's Kind nicht zuhause wohnt. 739€, wenn das Kind nicht mehr in die Familienversicherung kann.
        Ein Zimmer im Studi-Wohnheim kostet hier im Schnitt 300€ (WG-Zimmer sind auch nicht billiger zu kriegen), ca. 300€ Semesterbeitrag (also 50€ / Monat), bleiben 300€. Ohne Nebenjob wird es da schnell eng.

        Grüsse
        BiDi

    (9) 31.03.18 - 13:39

    Ich finde Eltern MÜSSEN das nicht!

    Ich habe von meinen Eltern nichts bekommen, weder zum Führerschein, noch zum 1. Auto oder irgendwelche Summen zum 18. Geburtstag. Mit 16 habe ich gejobbt und mir Führerschein, Auto und die 1. Wohnung mit Mietkaution, Möbeln und die Küche, die ich übernommen habe, selbst finanzieren müssen. Hat es mir geschadet? Nein! Als ich ausgezogen bin, hätten mir meine Eltern Unterhalt zahlen müssen - haben sie aber nicht und ich hätte auch nicht drum gebettelt oder sie gehasst, weil ich weiß, dass sie selbst keine großen Sprünge machen könnten.
    Ich finde es mehr als fraglich, ob man als Elternteil dauerhaft für seine Kinder brechen muss, nur weil sie sich entscheiden ins Ausland zu gehen, zu studieren oder ne Weltreise zu machen.

    • (10) 31.03.18 - 14:42

      Das ist keine moralische, sondern eine rechtliche Frage.
      Eltern MÜSSEN die erste Ausbildung ihrer Kinder durch Unterhaltsleistungen unterstützen.

      Und wir sprechen hier von einer Ausbildung: Nicht von einer Weltreise oder einem Auslandsjahr oder dem Führerschein.

      Und für eine Ausbildung bricht man sich doch nicht dauerhaft. Regelstudienzeit sind 4 Jahre. Wenn man soviel verdient, das das Kind keine andere Unterstützung erhält, dann sollten die 4 Jahre schon drin sein. Das weiss man doch, bevor man ein Kind bekommt.

      Grüsse
      BiDi

      • (11) 31.03.18 - 15:57

        Jetzt darf man nur Kinder bekommen, wenn man mehrerer zehn Tausende von € vorher auf m Konto hat um den Kindern dauerhaft was in Hinter zu stecken? Es heißt ja nicht, dass ich nicht mein möglichstes tue um meine Kinder zu unterstützen. Trotzdem finde ich, dass die ab einem gewissen Alter selbst für sich sorgen müssen. Die können ruhig nebenher auch arbeiten. Ich weiß doch nicht, wie ich in 20 Jahren da stehe, über was für ein 'Vermögen' in verfüge oder nicht.
        Ich bin der Meinung, dass solche Erwartungen, dass man Studium und den kompletten Lebensstandard eines erwachsenen Kindes finanzieren soll, dazu führt, dass viele keine Kinder kriegen!

        • (12) 31.03.18 - 19:28

          Es ist völlig egal, was Du wie findest: Du bist gesetzlich verpflichtet. Und ebenso sind die Unterhaltssätze festgelegt. Ende / Aus.

          Aber es steht Dir natürlich frei, die Anmeldung Deines Kindes für die Oberstufe einfach nicht zu unterschreiben...

          Grüsse
          BiDi

          • (13) 31.03.18 - 19:37

            Mir ist es im Moment ziemlich Latte, zu was ich gesetzlich verpflichtet bin. Wie gesagt, ich weiß nicht wo ich in 20 Jahren stehe - vielleicht bin ich garnicht mehr auf der Welt oder so pleite, dass meine Kinder GESETZLICH VERPFLICHTET sind, mir Unterhalt zu zahlen - wer weiß!

          (15) 01.04.18 - 12:00

          So hab ich es tatsächlich gemacht , naja ,fast.
          Wir haben uns unterhalten und ich hab beiden Kindern nahe gelegt, nach der 10.eine Ausbildung zu beginnen.
          Mein Mann ist leider berufsunfähig geworden und ich war zeitweise arbeitslos.
          Das Geld war daher sehr knapp, wir hätten also weder finanziell unterstützen können noch müssen.
          Jahrelang von Bafög leben und jobben um auszukommen, war für unsere Kinder keine schöne Vorstellung.
          Beide haben also eine Ausbildung gemacht und haben uns damit wirklich auch entlastet, weil beide Geld verdient haben mit 16 und uns damit finanziell unterstützen konnten.
          Als wir Kinder bekommen haben, sah es noch ganz anders aus, wir haben beide gut verdient, hatten sichere Jobs.
          Drei Jahre länger Schule und anschließend noch 4 oder 5 Jahre Studium,das ist schon ein riesengroßer Unterschied, finanziell gesehen für die Eltern.
          Beide haben ihren Meister gemacht , sind selbständig und verdienen sehr gut, es kommt ihnen zugute dass Handwerker überall gesucht werden und sie besser verdienen als so mancher Akademiker.
          Sie finden gar keine Auszubildenden weil alle studieren wollen, was finanziell nicht unbedingt dazu führt dass man später besser da steht.
          Ich denke meine Enkel werden ebenso nicht studieren und es machen wie die Eltern, also Ausbildung und sich anschließend selbständig machen oder das Geschäft der Eltern übernehmen.

      Hallo

      Du weißt aber auch das deine Kinder dir später mal das Altersheim aussuchen können.#rofl

      Alles in den hintern stecken ist hier auch nicht aber das was denen in der erstausbildung,Studium zusteht schon.

      Meine 14 jährige hat sogar jetzt einen ferienjob um ihr Taschengeld aufzubessern.

      Lg

      • Es ist ja nicht so, dass ich meine Kinder später nicht unterstützen möchte - nur denke ich, dass die Kinder ab einem gewissen Alter auch was für ihr Leben tun müssen. Oft kommt es mir so vor, auch in meinem Umfeld, dass man alles dem Kind bezahlt. Das finde ich nicht nötig. Die sollen auch lernen mit Geld umzugehen und sehen wie hart es ist, Geld selbst zu verdienen. Dass deine Tochter einen Ferienjob hat ist wirklich toll, da wird sie es auch bestimmt mehr zu schätzen wissen, wenn sie sich davon was tolles kauft ;)
        Ich gehe im Übrigen davon aus, dass ich bevor ich ins Altenheim komme, schon und Gras beiße 😂😅

(18) 31.03.18 - 16:13

Und das ist dann bestenfalls kein Studium sondern eine Lehre, man kann den Kindern ja nahelegen erst mal einen Beruf zu erlernen und dann zu studieren oder ein duales Studium zu machen.
Direkt nach dem Abi tu studieren , machen eh längst nicht alle, meine Tochter kam ja jetzt auch mit der Idee ins Ausland zu gehen.
Dadurch kamen wir ja überhaupt erst auf das Thema,was sie nach dem Abi machen will bzw. was nach dem Auslandsaufenthalt kommt.
Ich hab bisher gar nie gesagt, dass ich dafür bon.dass sue auszieht, sie sagte das von sich aus und ich hab das nicht gefordert oder vorher thematisiert.
Nur meine 2.Tochter fragte wie sie es machen soll während der Ausbildung.
Da sagte ich, dass sie gerne noch hier bleiben kann, aber ich es schon für gut halte, dass sie auszieht, sobald sie fertig ist und genug Geld verdient.
Gedroht, hier jemand raus zu werfen oder womöglich seit Monaten zu sagen, dass sie mit 18 raus müssen, war nie Thema.
Es wurde vor ein paar Wochen einmalig darüber gesprochen und das ging von meiner älteren Tochter aus.

(20) 31.03.18 - 14:58

Doch müssen sie, sofern sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind. So einfach ist das.

LG

(21) 01.04.18 - 08:10

Ganz deiner Meinung!!

(22) 31.03.18 - 14:57

Ich finde das total amüsant, wenn erwachsene Menschen plötzlich merken, dass Kinder auch dann noch Geld kosten, wenn sie aufhören, niedlich zu sein :-)

Meine Stiefsöhnen haben beide studiert bzw. studieren noch. Sie haben jeder von jedem Elternteil Runde 400 Euro im Monat bekommen. So beschissen die Beziehung zwischen den beiden Expartnern war, beiden war wichtig, dass die Kinder ihr Studium durchziehen konnten. Nr.1 hat mit 28 seinen Master gemacht, Nr. 2 ist noch dabei. Genauso wird mein Sohn, sollte er studieren wollen, unterstützt werden. Es muss drin sein, dass er wohnen und sich ernähren kann, ohne ab dem 20. von Billigbaguette zu leben. Sämtlichen Luxus muss er sich eben selbst verdienen. Da man sich hier in Berlin schon um WG-Zimmer kloppen muss, muss man mit 300-400 Euro allein für die Miete rechnen. Dann mit noch mal 350 Euro über den Monat zu kommen, finde ich nicht einfach. Vielleicht braucht man ja auch mal eine neue Hose oder ein paar Schuhe oder die Kaffeemaschine gibt den Geist auf.

Während der Ausbildung ordentlich zu unterstützen finde ich viel wichtiger, als Jugendlichen jeden Killefitz zu erfüllen.

Sollte er während der Ausbildung zu Hause wohnen bleiben, würde ich ihm weiter Kost und Logis anbieten und das KG als Taschengeld ausbezahlen. Überschlagen kommt das mit Strom, Internet, Versicherungen, inkl. KV auf das Gleiche raus.

LG

Hi,

es muss ja nicht jeder die Deluxeversion des Studierens haben. Ich hatte ein kleines Zimmer, das in einem Keller lag und viel billiger war als das Studentenwohnheim. Ich habe im Keller alleine gelebt, war manchmal etwas einsam, hatte aber den Vorteil, dass ich lernen konnte, wann ich wollte.

Klar gab es Leute, die alleine eine 2 Zimmerwohnung mit Hausmeisterservice und Tiefgarage für den Flitzer hatten. Ich finde es eher schlimm, wenn Kinder den finanziellen Absprung nicht schaffen - meine Cousine, trotz 1,5 Jobs ruft ernsthaft jedes Mal ihre Eltern an, wenn am Haus eine Reparatur ansteht. Völlig irre.

GLG
Miss Mary

(24) 01.04.18 - 00:48

Deshalb sollte man sich vorher überlegen, ob man e sich leisten kann oder will. Unsere Kinder (wir bekommen das 3te) werden alle den Führerschein bezahlt bekommen sowie teilweise Unterstützung. Sie werden nebenbei einen (Mini)Job annehmen müssen, wenn sie studieren. Definitiv! Aber wir wollten such kein Einzelkind haben. Es bleibt auch definitiv bei drei Kindern, denn die Kosten sind ein großer Faktor für uns.
Allerdings können wir recht entspannt sein... mein Mann kann nur noch mehr verdienen als jetzt, außer er nimmt ein unterbezahlten Job an o. Ä. Daher seh ich das ganze recht entspannt, man muss die Kinder nicht voll Finanzieren. Studieren ist einfach teuer, mein Mann macht derzeit sein Master

  • (25) 01.04.18 - 12:11

    Man kann aber auch arbeitslos werden oder krank bzw berufsunfähig.
    Meine Eltern konnten sich drei Kinder auch leisten, bis mein Vater dann berufsunfähig wurde durch eine schwere Erkrankung und schließlich zum Pflegefall.
    Meine Mutter hat nicht genug verdient und musste schließlich ganz aufhören um meinen Vater zu pflegen.
    Da war kein Denken mehr daran, die Kinder finanziell zu unterstützen, wir mussten schon als Kinder schauen wie wir klar kommen da meine Mutter ihre Kraft für meinen Vater gebraucht hat.
    Und das ist kein Einzelfall, wenn man.Kinder bekommt kann man halt nicht wissen, wie sich die finanzielle Situation entwickelt.
    Es muss nur ein Elternteil dauerhaft krank werden, was ja mit zunehmendem Alter immer wahrscheinlicher wird, also wenn die Kinder groß sind,.ist man selbst auch älter und die Wahrscheinlichkeit größer, dass es gesundheitlich hakt.
    Ich kenne das im Freundeskreis so, Mutter Brustkrebs, oder Vater plötzlich an der Dialyse, Depressionen oder querschnittsgelähmt durch Autounfall.
    Die Kinder werden dann zur Nebensache und sind quasi auf sich gestellt,auch wenn sie noch kleiner sind.

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