Mann der Schwiegermutter untergetaucht

    • (1) 03.04.18 - 15:35
      WirWissenNichtWeiter

      Hallöchen.
      Ich weiß nicht, ob das in die Kategorie hier gehört. Falls nicht sorry!

      Ich schreibe einfach mal alles nieder, vielleicht hat ja jemand eine Idee zu unserer Problematik. Und falls nicht, konnte ich das jetzt zumindest nochmal alles in meinem Kopf sortieren...

      Meine Schwiegermutter lebt seit ca 8 Jahren getrennt von ihrem Mann. Es gab schon lange Streitigkeiten (u.a. durch sein Alkoholproblem) und immer wieder war auch eine Scheidung im Gespräch. Eines Tages ist er einfach gefahren und kam nicht wieder. Kontakt bestand noch sporadisch immer Mal wieder. Sie haben 3 Kinder (alle erwachsen, einer davon ist mein Mann). Meine SchwiMu lebt immer noch in deren Haus und "bedient" sich auch weiterhin an dem gemeinsamen Konto, welches sie haben. Von dort läuft auch noch der Kredit für das Haus.
      Jetzt ist seit ca 2 Jahren komplett Funkstille. Der älteste Sohn, der als Einziger noch regelmäßig mit ihm telefonierte, hat seitdem auch keinen Kontakt, da der Vater eine neue Handynummer/gar kein Handy mehr hat. Eine Adresse kennt niemand. Nur der Arbeitgeber ist bekannt. Ein riesen Konzern mit viiiieelen vielen Arbeitnehmern.

      Nun ist es so, dass der Kredit für das Haus "ausläuft" bzw verlängert/verändert/oder sonst was werden muss. Außerdem kamen nun schon mehrere Briefe/Mahnungen von der Gemeinde, da er keinen gültigen Personalausweis besitzt. Geschweige denn eine gültige Krankenkassenkarte.

      An einen Anwalt hat sich meine SchwiMu natürlich auch schon gewandt, schon allein, weil sie endlich die Scheidung und damit einen dicken Schlussstrich will. Aber auch der findet nicht heraus, wo er wohnt. Nur die Stadt ist bekannt. Demnach kann auch nichts an ihn zugestellt werden. Zumindest nicht so leicht. Einige Schreiben wurden jetzt über den Arbeitgeber an ihn übermittelt. Der stellt sich aber langsam auch quer. Irgendwie ja auch verständlich, finde ich.


      Und nun gehen uns langsam wirklich die Ideen aus, was man tun kann. Mir tut meine Schwiegermutter wirklich leid. Sie weiß absolut nicht, was sie jetzt tun soll. Sie möchte gerne aus dem Haus raus. Verkaufen geht aber nicht, ohne ihren Mann. Für eine Scheidung wäre sie nun auch endlich bereit, aber das geht eben auch nicht allein.


      Danke fürs Lesen. Jetzt hab ich zumindest mal alles zusammengefasst, und frage mich immer noch, wie man so ein A**** sein kann...

      Hat jemand Ideen, Erfahrungen, oder die Nummer von einem Privatdetektiv? 😂

      • Wenn dem Arbeitgeber die Adresse bekannt ist, muss er sie gegenüber Behörden nennen. Ich würde die Adresse des Abeitgebers jedem nennen, der was von dem Mann will. Bank, Rathaus usw. Auch wenn es ein Riesenkonzern ist, hat er eine Personalbteilung, die mit wenigen Klicks die Adresse hat. Wie hilflos stellt sich denn dieser Anwalt an? In dem Moment, wo die Scheidung eingereicht wird und als ladungsfähige Adresse die Firma angegeben wird, gibt diese die Adresse ans Amtsgericht raus, weil sie garantiert nichts mehr damit zu tun haben will.
        Privatdetektiv ist Quatsch, kostet einen Haufen Geld und wenn es eine Pfeife ist? Lieber mit Behörden Druck machen, ist sinnvoller. LG Moni

        • (3) 03.04.18 - 15:58
          WirWissenNichtWeiter

          Das habe ich nicht gut formuliert. Der Arbeitgeber hat die Adresse auch nicht. Die waren so "nett" und haben das über Abteilungsleiter, Schichtleiter etc. an ihn weitergeben lassen. Haben jetzt aber auch gesagt, dass sie sich da raushalten wollen. Er kommt brav zur Arbeit, macht seinen Job, und geht wieder. Die haben jetzt komplett auf Durchzug geschaltet.

          Er ist überall noch mit der alten Adresse gemeldet. Das ist ja das Schwierige. Sämtliche Mahnungen etc landen bei der Schwiegermutter.

          Das mit dem Privatdetektiv war auch eher ein Witz 😉
          Aber danke dir trotzdem!

          • Die Schwiegermutter soll auf alle Briefe schreiben: zurück an Absender. Adressat unbekannt verzogen. Auf keinen Fall behalten. So kommt am ehesten was in Gang. Wenn Du googelst: Adressermittlung von Untergetauchten, springen einige Adressen raus von Leuten, die sich damit beschäftigen, vielleicht findet ihr was. Am besten wäre, wenn man eine polizeiliche Handhabe hätte. Die fahren dann in die Firma und haben den Knaben vor sich zur Befragung. Hat er nichts angestellt, wofür man ihn anzeigen kann? Ich will ja niemand anstiften, was zu konstruieren, aber vielleicht gäbe es ja was ???

            • (5) 03.04.18 - 16:25
              WirWissenNichtWeiter

              Vielen Dank, das liegt schon eher im Rahmen des Machbaren. Unschuldig ist der gute Herr ganz bestimmt nicht 😉

              Für's Zurückschicken der Briefe ist es vermutlich zu spät. SchwiMu gehört leider zu den Menschen, die meinen "das regelt sich schon irgendwie". Sie merkt jetzt erst, dass sich der ganze Mist nur gehäuft hat und jetzt alles auf einmal kommt 🤷

              Wir wissen von dieser ganzen Sache auch erst seit ca 6 Monaten und versuchen natürlich zu retten, was zu retten ist.

          Geht nicht irgendwas wie von Amts wegen an der jetzigen Adresse abmelden?

          Auch die Scheidung müsste man doch einreichen können, und sei es per "Aushang bei Gericht"

          Wenn sie das Haus eh verkaufen will, dann könnte auch eine Teilungsversteigerung eine Option sein.

          Aber eigentlich sollte der Anwalt ihr in all diesen Punkten aufzeigen was geht und was nicht. Was sagt der dazu?

          LG

          • (7) 03.04.18 - 16:31
            WirWissenNichtWeiter

            Abmelden geht nur, wenn er dabei ist.

            Bei der Teilversteigerung ist die Befürchtung (auch vom Anwalt), dass das Haus dann weit unter Wert weggeht. Es ist zwar nicht mehr das Neueste, aber die Lage ist seeehr sehr gefragt.

            Die genauen Aussagen des Anwaltes kenne ich leider nicht, da ich bei den Gesprächen nicht dabei bin. Mein Schwager (Ältester Sohn) ist meist dabei, und hält uns auf dem Laufenden. Das ist dann immer über 3 Ecken, daher ist es umso schwieriger alles zu Überlicken... Auch der Anwalt kann nicht viel tun, ohne dass er zumindest Brief XY "sicher" an den Mann der SchwiMu zustellen kann.

            • "Bei der Teilversteigerung ist die Befürchtung (auch vom Anwalt), dass das Haus dann weit unter Wert weggeht. Es ist zwar nicht mehr das Neueste, aber die Lage ist seeehr sehr gefragt."

              Das passt nicht so ganz zusammen.

              Verfolgt doch mal Versteigerungen bei euch in der Gegend und schaut ob der erzielte Preis unter oder über der Schätzung liegt.

              LG

    Sie soll zum Bürgeramt gehen und ihn abmelden. Dafür muss sie eine Auszugsmitteilung ausfullen. Das Amt prüft dann und meldet ihn ab. Wenn er keine gültige Meldeadresse mehr hat und in Steuerklasse 6 landet, wird er sich schon bewegen und sich an seinem Wohnort anmelden. Dann eine Melderegisterauskunft einholen und schon wisst ihr, wo er wohnt.

    • (10) 03.04.18 - 16:40
      WirWissenNichtWeiter

      Danke sehr! Das werde ich mir gleich mal notieren.
      Ich weiß natürlich auch nicht wieviel "verloren" geht, von den Dingen die der Anwalt sagt und vorschlägt. Wie gesagt, das läuft alles über ein paar Ecken...

Keine Ahnung, wie das in Deutschland läuft. In der Schweiz ist es so, dass das Gericht spätestens bei der zweiten unentschuldigten Abwesenheit zu einem Gerichtstermin davon ausgeht, dass man auf rechtliches Gehör verzichtet und danach aufgrund der vorliegenden Akten entscheidet. Um danach das Verfahren neu aufzurollen, braucht man schon einen sehr triftigen Grund. In Deutschland wird es wohl so ähnlich sein, ansonsten könnte man sich in Deutschland durch Nichterscheinen vor einer Scheidung oder einem x-beliebigen anderen Gerichtsurteil drücken.

Ein Anwalt sollte so etwas doch in die Wege leiten können. Eine zustellfähige Adresse hat er ja, seinen Arbeitgeber. Sein Anwalt wird ja dann vermutlich in seiner ersten Antwort dem Gericht mitteilen, dass weitere Korrespondenz an ihn gerichtet werden soll.

Hmm. Diese Firma, sei sie noch so groß, wird vermutlich geregelte Arbeitszeiten haben. Man könnte sich ja zu jedem Schichtwechsel vor die Tür stellen und auf ihn warten, um ihm dann etwas zu überreichen oder mitzuteilen. Ist vielleicht ein wenig umständlich, aber irgendwann muss er ja da rein bzw raus.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass Anwälte und Gerichte keine Möglichkeit haben, über den Arbeitgeber eine Zustellung zu erzwingen. Ich verstehe, dass das für den AG unbequem ist, aber als große Firma hat es ja auch eine soziale Funktion zu erfüllen. Ich verstehe nicht, warum da nicht von ganz oben mit dem Herren Tacheles geredet wird?!

Wenn du helfen willst, dann würde ich deinen Mann tatsächlich zu den Schichtwechseln für ne Stunde vor der Tür platzieren. Die Wahrscheinlichkeit das er ihn dann erwischt ist recht hoch. Nach Feierabend würde ich sogar dreist hinter ihm herfahren und dann sieht man ja, wo der gute Herr einkehrt.

Seit Jahren kommt ihr nicht vorwärts, dafür braucht man keinen teuren Privatdetektiv...Nur ein bisschen Zeit.

Deine Schwiegermama tut mir aufrichtig leid und ich wünsche ihr, dass ihr da was geregelt bekommt!

  • (13) 03.04.18 - 19:00
    WirWissenNichtWeiter

    Danke für die Vorschläge.
    Ihm am Ausgang "aufzulauern" kam uns natürlich auch in den Sinn.
    Leider hat die Firma mehrere Ausgänge. Und ich meine nicht 3-4 Türen, sondern wirklich Kilometer voneinander entfernte Tore, durch die man das Werksgelände verlässt. Es war damals schon so, dass er nicht durch das seiner Abteilung nahegelegenste Tor raus- & rein fährt. Warum auch immer.

    Ich werde mich da jetzt vermehrt hinter klemmen und mal ein wenig Druck bei Mann, Schwager & Co machen.
    Die haben alle die Einstellung "Bisher ging es ja auch irgendwie".

Hallo, ich würde persönlich zum Finanzamt gehen und mich als Noch-Ehefrau ausweisen. Vielleicht geht es so.
Ansonsten ihm den Geldhahn zudrehen. Das Konto leer räumen und ihn zwingen zu agieren.

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