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    • (1) 08.04.18 - 20:16

      Hallo,
      meine Frau und ich haben uns getrennt. Am 1. Juni 2015 ist meine Frau aus unserer Wohnung ausgezogen. Unser gemeinsamer Sohn, 5 Jahre alt, lebt seitdem bei mir. Der Grund für unsere Trennung sind psychische Probleme meiner Frau, und die sind vielfältig! Im ersten Lebensjahr hat sie den Kleinen noch gut betreut, aber schon überhaupt nichts im Haushalt gemacht, das habe alles ich gemacht und daran hat sich bis zu unserer Trennung nichts geändert. Im Laufe des zweiten Lebensjahres des Kleinen viel mir auf, das er vieles nicht konnte, was andere Kinder in seinem Alter längst beherrschten. Ich habe sie zur Rede gestellt, bekam aber nur Ausreden zu hören. Die Beziehung zwischen uns beiden erwachsenen verschlechterte sich zusehends aber vor allem die Beziehung zwischen ihr und unserem Kind wurde schlechter und wirkte auf mich sehr kalt. Wenn ich von der Arbeit heim kam, hing der Kleine nur an mir, was ich aber zunächst für normal hielt. Ich habe dann aus mehreren unmissverständlichen Situationen herausfinden können, das meine Frau süchtig nach Fernsehen, nach Facebook und vor allem nach Handy war. Es gab für sie nichts mehr wichtigeres als SMS zu schreiben, und das tat sie den ganzen Tag ununterbrochen. Gegen Ende des zweiten Lebensjahres des Kleinen wurde sie dem Kind über immer aggressiver. Im März 2015 kam ich früher von der Arbeit heim und meine Frau hatte mein Kommen scheinbar nicht bemerkt. Während sie einen Küchenschrank gerade einräumte räumte der Kleine schon den nächsten aus. Als sie das bemerkte schrie sie ihn an, packte ihn unter den Armen und warf ihn praktisch weg. Er hob dabei mit Füßen vom Boden ab und als er wieder aufsetzte knickten ihm die Beine ein, er knallte mit den Knien auf den Boden und weinte ganz schlimm. Ich hab ihn hoch gehoben, getröstet und bin mit ihm mit dem Bobbycar in den Wald gefahren. Meiner Frau hatte ich gesagt, das, wenn wir zurück kommen, eine Lösung her muss. Sie schrieb mir dann via SMS "Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, ich kann kurzfrstig nach Waldbreitbach!" Eine psychische Klinik in der Nähe von Neuwied. Das lief dann allerdings völlig aus dem Ruder weil sie nur angab, Depressionen zu haben, den gesamten Rest verschwieg sie. Na ja, zumindest hat sie danach eingesehen, das sie ein Problem hat! Wir haben dann beschlossen uns zu trennen. Ich sagte ihr, das Fabi, unser kleiner Sohn, bei mir bleiben würde. Zunächst wollte sie das nicht, Aber dann kam kurzzeitig eine Einsicht. Sie sagte sogar, der Kleine müsse bei mir bleiben, um ihn vor sich selbst zu schützen. Am 1. Juni 2015 ist sie dann zunächst in eine Wohnung bei ihrer Oma eingezogen. Zwei mal hatte sie den Kleinen am Wochenende bei sich. Als sie Fabi am dritten Wochenende Sonntags heim brachte war Fabi nur am heulen und am schreien. Er wollte nicht mit ihr reden, nicht von ihr berührt werden und sie aus unerer Wohnung haben. Am Abend, als der kelien schlief, habe ich ihr im Telefonat gesagt, das ich unser Kind nicht mehr geben werde. Von da an durfte sie Fabi nur noch bei uns daheim besuchen. Aber auch diese Besuche waren eine absolute Katastrophe. Ich hatte mich dann ans Jugendamt gewandt und wir bekamen eine Familienhilfe, die meine Frau bei ihren Besuchen von Fabi betreute. Ein bißchen hats geholfen, meine Frau ist einiges ruhiger geworden. Die Familienhilfefrau legte meiner Frau nahe, dringend eine Psychotherapie zu machen, sie sprach von Depressionen, einer bipolaren Störung, Medien und Handysucht. Eine Therapie zu machen empfehle ich meiner Frau schon seit drei Jahren. Die Familienhilfe kommt aber nicht mehr. Das Jugendamt war auf Grund mangelnden Erfolges nicht bereit, der Familienhilfe die Fahrtkosten in den Westerwald zu der Wohnung meiner Frau zu übernehmen. Die familienhilfefrau war vier mal bei uns zu hause, weil sie und die zuständige Frau vom Jugendamt das so empfahlen. Die Familienhilfe hat mir und dem Jugendamt gegenüber gesagt, das Fabi eine wirklich sehr enge Verbindung zu mir hat, das ich eine , so wörtlich, superklasse Art hätte, mit Fabi umzu gehen und er bei mir wirklich unter idealen Bedingungen aufwächst. Nach wie vor darf meine Frau unseren Sohn nur bei mir daheim besuchen und auch nicht alleine mit ihm raus gehen. Meine Frau ist richtig süchtig nach Anerkennung. Statt einen Vollzeitjob zu machen arbeitet sie wieder über eine Zeitarbeitsfirma in einer Bäckereifabrik für 600€ im Monat, weil angeblich dort 5 oder 6 Männer hinter ihr her sind. Wenn sie Türke oder Araber hört rutscht ihr der Verstand zwischen die Beine. Ihre Wohnung ist ein Dreckstall der seines Gleichen sucht. Man erstickt vor Staub und schmutz, überall liegen Sachen herum, Kleidung und alles, was man liegen lassen kann und gespült wird erst, wenn die Würmer schon drin rum kriechen. Vor drei Monaten war sie noch arbeitslos und das Arbeitsamt rückte ihr auf die Pelle. Nun hat sie mit denen beschlossen, das sie im Juli dieses Jahres in einer Institution eine Umschulung machen will, da sie keinen Beruf hat. Kauffrau für Büromanagement will sie dort lernen. Meine Frau hat während unsere Zeit schon viele Jobs angenommen. Bei allen ist entweder entlassen worden oder ging selbst, weil sie überall Affairen angefangen hat, die zu Schwierigkeiten führten, oder wenn eine Kollegin oder Kollege nicht so mit ihr konnte, hat sie immer gesagt, sie würde gemobbt. Die Frau eines meiner Freunde arbeitet auf dem Arbeitsamt und die hat mir gesagt, das es durchaus passieren kann, dass das Arbeitsamt die gesamten Lehrgangskosten sowie den bis dahin gezahlten Unterhalt an meine Frau zurück verlangt, wenn sie die Ausbildung aus einem nichtigen Grund abbricht. Und gerade das ist sehr zu befürchten. Eigentlich würde ich mich gerne scheiden lassen. Aber viele Freunde und Bekannte haben mir gesagt, das noch nicht für alle Familiengerichte selbstverständlich ist, dass das Kind beim Vater lebt. Viele haben mir naheglegt, zu warten, bis Fabi fünf Jahre bei mir ist. Aber wie kann ich mich davor schützen, das die Schulden, die meine Frau in der Zwit noch macht, nicht dann auch von mir zurück verlangt werden?
      Entschuldigt bitte diesen sehr langen Text. Es ist dennoch nur das allerwichtigste.
      Vielen Dank schon für Eure Hilfe!

      Gruß

      Hans

      • Wow, das ist eine sehr traurige Situation. Du meisterst das aber sehr gut. Soweit ich weiss, kann man schon vor vollendeter Scheidung eine Gütertrennung vereinbaren. Am besten setzt Du Dich da mal mit einem Anwalt zusammen. https://www.scheidung.de/gueterstand-der-guetertrennung.html

        Alles Gute und viel Kraft. Gut das der Fabi Dich hat.

        Es gibt in Deutschland keine Sippenhaft. Solange du nix unterschreibst sollte dir nix passieren.

        LG

        hallo!

        Auf jeden Fall kannst du eine Gütertrennung jetzt schon vereinbaren.

        Und nachdem dein Sohn schon fast drei Jahre nur bei dir lebt, nur sehr wenig Kontakt stattfindet, an mehreren Stellen die psychischen Probleme deiner Frau aktenkundig sind, während du ein stabiles und Liebevolles Umfeld geschaffen hast, wäre es sehr seltsam, wenn ein Richter das anders sieht. Auch das Jugendamt wurde bestätigen, dass das Kind bei dir besser aufgehoben ist.

      • (5) 09.04.18 - 00:04

        Ehegatten haften nicht für die Schulden des anderen. Du kannst dich entspannen.

        Du haftest nicht für fremde Schulden, auch nicht für die deiner Frau. Ob du ihr aufgrund ihrer Erkrankung zu Unterhalt verpflichtet bist, der dann ggf ggn den von ihr zu zahlenden Kindesunterhalt aufgerechnet würde, solltest du jedoch abklären. Und du solltest dich wirklich schnellstmöglich scheiden lassen.

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Richter deiner Frau das Kind zusprechen würde - nicht bei diesem Hintergrund.

        Ich würde dir empfehlen, einen Rechtsanwalt aufzusuchen, um auf diese Fragen eine Antwort zu erhalten.

      Suche dir einen fähigen Anwalt und reiche die Scheidung ein. Das Kind ist kontinuierlich bei dir. Du hast ja Fürsprecher. Schau auch mal bei www.vatersein.de rein, bevor du aktiv wirst.

      Dass du nicht für ihre Schulden hättest, haben dir ja die Anderen schon gesagt.

      LG

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