Narzissmus in der Familie

    • (1) 11.04.18 - 20:58
      Ratsuchende123

      Hallo,

      Es hat sich herausgestellt, dass meine Schwiegermutter eine Narzisstin ist.

      Mit dieser Diagnose erklärt sich einiges für mich. Warum sie ihre vier Kinder so extrem unterschiedlich behandelt. Warum sie sich stets um alles andere gekümmert hat, außer um ihre Kinder, als diese klein waren. Warum sie immer nach außen so extrem korrekt spielt, zuhause aber alles nach ihrer Pfeife tanzen muss.

      Ich habe sie bisher immer als einen sehr freundlichen Menschen kennengelernt. Jedoch nur unter der Prämisse, dass man ihrer Meinung ist. Um Ärger zu vermeiden, habe ich ihr bisher bei vielen Themen einfach nur beigepflichtet. Ich hielt sie unter dem Punkt einfach nur für "etwas schwierig", für mich war es aber okay, da ich sie nur etwa alle 3 oder 4 Monate einmal sehe. Diese Diagnose hat meine Ansichten über sie jedoch schlagartig verändert.

      Vor allem, weil sie sich seit etwa 3 Monaten extrem rachsüchtig und übergriffig verhält. Die Reaktionen darauf, wenn wir mal nicht nach ihrer Vorstellung handeln, werden extremer. Sie greift mich neuerdings persönlich an, obwohl ich ihr nichts getan habe. Dazu instrumentalisiert sie das gemeinsame Kind von mir und ihrem Sohn. Sie bekommt richtig krasse emotionale Ausbrüche, ich sehe den Hass in ihren Augen, was mich extrem erschrocken und erstaunt hat, weil sich ihre Wut bisher nie gegen mich gerichtet hat.

      Ich merke, wie dieses Verhalten meinen Mann triggert. Er ist, bedingt durch seine Kindheit, emotional ziemlich instabil, reagiert extrem auf negative Kritik und hat Probleme damit seine Emotionen zu regulieren.
      Wenn ich ihn zu seiner Kindheit bzw der Mutter ausgefragt habe, kamen von ihm sehr widersprüchliche Antworten. Er sagt einmal, dass seine Mutter stets eine tolle Mutter war und immer für ihn da war. Ein ander Mal sagt er, dass seine Geschwister und er nur mit Videospielen abgespeist wurden, um Ruhe zu geben. Und dass die Mutter nur mit ihrer Arbeit und den wechselnden Männern beschäftigt war.
      Oder er sagt, dass seine Mutter die Kinder immer alle gleich behandelt hat. Ein ander Mal sagt er jedoch, dass er stets das schwarze Schaf der Familie war und für die Fehler seiner Geschwister büßen musste.

      Als ich ihn auf seine Widersprüche hingewiesen habe, sagte er abschließend zu dem Thema "ich habe die schlechten Dinge tief in mir vergraben und möchte nie wieder daran denken müssen."

      Puh. Für mich ist das extrem harter Tobak.

      Ich habe ihm zu einer Therapie geraten, um die Geschehnisse aufzuarbeiten, jedoch lehnt er das ab.

      Vielleicht könnt ihr mir helfen?
      Wie gehe ich am besten mit der narzisstischen Schwiemu um?
      Wie begegne ich am besten den Kindern einer Narzisstin?
      Sollte ich meinen Mann weiter zu einer Therapie "überreden"? (Jedoch macht diese ja auch nicht viel Sinn, wenn er nicht selbst einsieht, dass es ihm gut tun würde...)

      Habt ihr selber derartige Erfahrungen mit Narzissten machen müssen?
      Ich würde mich auch über Erfahrungsberichte freuen. Dann merkt man, dass man nicht so ganz allein mit so einem Problem ist.

      Liebe Grüße.

      • (2) 11.04.18 - 21:45

        Ich denke, eine Therapie macht nur Sinn wenn dein Mann selber eine machen möchte. Überreden bringt nichts.

        Zur Schwiegermutter würde ich möglichst viel Abstand halten. Zu den "Pflichtterminen" Weihnachten, Ostern, Geburtstag gehen und sonst wenig Kontakt haben.

        (3) 11.04.18 - 22:30

        Wie kam es denn zu dieser Diagnose?

        Es ist für Narzissten ja eher untypisch, dass sie brav zum Psychiater eiern und dann
        überall verbreiten:

        - Hey ich bin Narzisst, cool oder?-

        • (4) 11.04.18 - 22:40
          Ratsuchende123

          Sie ist schon länger in psychologischer Behandlung. Jedoch aufgrund ihrer körperlichen Erkrankung.

          Dort kam stellte ihr Therapeut die Diagnose.

          Mein Schwiegervater hat sich damit dann meinem Mann anvertraut.

          • (5) 11.04.18 - 23:12

            Narzisstischer Mütter richten einen enormen Schaden bei ihren Kindern an.

            Dein Mann ist in einem Umfeld permanenter Unsicherheit aufgewachsen und er scheint, außer der Verdrängung, keine Bewältigungsstrategien für seine Kindheitstraumen entwickelt zu haben.

            Da sollte er auch therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, damit er ein unbeschwerteres, unbelasteteres Leben zu führen vermag und sich emotional von der Mutter loslösen kann.

            Mein Vater war Zeit seines Lebens massiv durch eine unverarbeitete stark traumatisierende Kindheit geprägt.

            Solche Menschen können gute und wunderbare Charaktere sein aber keine guten Väter.

            (6) 11.04.18 - 23:40

            Falls Du einen guten Draht zu Deinem Schwiegervater hast, würde ich mich mit ihm über Dein Problem mit den Widersprüchen unterhalten. Wie hält er es mit seiner Frau aus? Wie hat er Deinen Mann als Kind erlebt?

            • (7) 12.04.18 - 08:59
              Ratsuchende123

              Wie ich oben schon schrieb, hat mein Mann viele wechselnde Partner bei seiner Mutter erlebt. Sie war von seinem Vater viele Jahre getrennt, haben letztendlich aber wieder zueinander gefunden.

              Mein Mann sagt, dass sein Vater in seiner Kindheit und Jugend nicht anwesend war.
              Mein Schwiegervater ist auch nicht gerade eine einfache Person. Er ist sehr kühl und hält sich stets zurück, redet nie über Gefühle oder was ihn beschäftigt, er macht alles mit sich selber aus. Es hat mich schon sehr erstaunt, dass er meinem Mann von dieser Diagnose erzählt hat - das ist eigentlich gar nicht seine Art.
              Ich persönlich finde, dass mein Mann in einer sehr giftigen Familienatmosphäre aufgewachsen ist. Eine narzisstische Mutter und ein Vater, der sich nie für ihn interessiert hatte.
              Mir kamen diese Verhältnisse schon von Beginn an irgendwie kühl und "anders" vor, aber dass da soooo viel dahinter steckt.. das konnte ich nicht ahnen.

      (8) 11.04.18 - 22:37

      Liebe Ratsuchende123,

      durch die Widersprüche, die sowohl Dein Mann als auch Du empfindest, fühle ich mich an meine Kindheit erinnert.

      > Wie gehe ich am besten mit der narzisstischen Schwiemu um?

      Ich schließe mich an, sowenig Kontakt wie möglich. Solange Du ein gutes Bauchgefühl hast, ist alles ok. Wenn nicht, darfst Du jederzeit gehen bzw. Dich komplett abgrenzen. Auch ohne große Diskussionen, die kann Dein Mann für Dich abblocken.

      Mal völlig salopp und nur nach meiner eigenen Erfahrung gesprochen, hat ein "Narzisst verloren", sobald er übergriffig und extrem wird. Denn dann scheinen ihm "die Felle davonzuschwimmen" und er wird in irgendeiner Art panisch und alle(s) soll nur noch weg, weg, weg .... Als Außenstehende kann man sich dann eigentlich zurücklehnen und gelassen abwarten, bis die Schnappatmungen vorüber sind.

      Auf der anderen Seite tut man gut daran, in der "charmanten Zeit" auch nicht jedes Wort zu glauben, in dem Sinne, dass diese Meinung wirklich Bestand hat.

      > Wie begegne ich am besten den Kindern einer Narzisstin?

      Für mich war es hilfreich, dass Menschen meine Widersprüche wahr genommen haben. Und mich genauso als Mensch mit Widersprüchen akzeptiert haben.

      > Sollte ich meinen Mann weiter zu einer Therapie "überreden"?

      Wenn es zu einem Problem in Eurer Beziehung wird, würde ich sogar darauf drängen (evtl. dann gemeinsam).

      • (9) 11.04.18 - 22:51
        Ratsuchende123

        Danke für deine Antwort.

        Mich machen diese Widersprüche fertig.
        Da ich ihn so gerne helfen würde das alles zu bewältigen. Für mich scheint er aber noch zu sehr in ihrer Spirale gefangen zu sein.

        Die Momente, in denen er sich gegen seine Mutter äussert, kommen meistens von ihm alleine.
        Aber sobald ich ihn auf ein Fehlverhalten seiner Mutter Hinweise, springt er für sie sofort in die Bresche. "Sie meint es nicht so", "ich kenne sie, das hat sie nur falsch rüber gebracht", "Jaa,Jaa, meine Mutter ist immer die Böse".

        Das ist wirklich schwierig für mich.

        Verstehe ich also richtig, dass Du ebenso einen narzisstischen Elternteil hattest?
        Darf ich fragen wann Du zu dieser Erkenntnis gekommen bist? Was war der ausschlaggebend Punkt und wie gehst Du damit um?

        • (10) 11.04.18 - 23:03

          Für mich hört es sich danach an, als ob Dein Mann sehr viel bewältigt und aktuell verarbeitet. Er hat eine Frau und Kind, die er nun gegen seine Mutter lernt zu verteidigen.

          Solange er dabei insgesamt noch relativ entspannt bleiben kann, ist er doch eigentlich auf einem guten Weg - in seinem Tempo.

          Deine Fragen möchte ich Dir nicht in einem öffentlichen Forum beantworten.

          • (11) 11.04.18 - 23:06

            Ich danke Dir trotzdem für Deine Worte und respektiere es, dass du nicht auf meine Fragen antworten möchtest.

            Ich wünsche Dir alles Gute

        Hallo.

        Ich kann dich sehr gut verstehen. In meiner Kindheit habe ich wohl sehr viel erlebt, was der Kindheit deines Mannes ähnelt.
        Das schlimme ist, dass Kinder solcher Eltern (bei mir ist es auch die Mutter und der Vater macht mit) denken, es sei alles normal was da passiert. Kinder denken von Natur aus, dass Mama und Papa sie lieb haben und suchen die Schuld bei sich selbst. Vor allem wenn man immer wieder gesagt bekam, dass man schuld ist, sich entschuldigen soll...
        Solche abnormalen Dinge, die kein vernünftiger Mensch verstehen kann, sind leider Alltag in narzisstischen Familien.

        Dein Mann wurde als Kind immer niedergemacht, er sollte gehorchen bzw spuren und wehe wenn nicht. Als betroffenes Opfer solcher Machenschaften verdrängt man all die schlimmen Dinge, um nicht wahnsinnig zu werden. Man verharmlost unterbewusst alles, was die Eltern tun. Weil sie einem immer eingeredet haben, dass sie die einzigen sind, auf die man zählen kann, „Blut ist dicker als Wasser“, „erzähle niemandem was Zuhause passiert“ ...
        Warum sagt man seinem Kind sowas?
        Man hat Angst, dass es rauskommt, dass jeder es wissen könnte.

        Ich könnte noch ewig weiterschreiben und erzählen ...

        Wenn du möchtest, kannst du mir eine private Nachricht schreiben.

        Ich wünsche euch alles Gute, falls man sich nicht mehr liest. Dein Mann sollte unbedingt Hilfe suchen, bzw ihr solltet das gemeinsam tun.
        Ohne meinen Mann hätte ich mir in der aktuellen Situation glaube ich schon was angetan.

(13) 12.04.18 - 11:51

Ich wüsste nicht was das durchkauen seiner Kindheit immer und immer wieder bringen soll.
Viel mehr ist die jetzige Lebenssituation doch wichtiger. Da würde ich ansetzen. Ist er glücklich usw. Kann er sich abgrenzen, wie läuft es mit euren Kindern?
Ich halte es immer für besser für die Zukunft etwas zu tun als immer in der Vergangenheit zu wühlen.

Und ja ich hatte auch eine sehr schwere kindheit. Es nützt mir wirklich nix da immer wieder darüber zu reden. Ich schaue eher wie es mir mit der gegenwärtigen Situation gut gehen kann.
In dir hat er doch eine sehr einfühlsame Partnerin gefunden die Verständnis für ihn aufbringt #herzlich

  • (14) 12.04.18 - 13:47

    Ich möchte ja nich seine Kindheit mit ihm durchkauen.
    Ich möchte ihm helfen zu verstehen, dass seine Mutter ihm nicht gut tut.

    Manchmal sieht er das selber.
    An anderen Tagen aber schwärmt er von seiner Mutter wie toll sie immer alles gemeistert hat, wie liebevoll sie doch ist und dass sie ihn immer behütet hat.
    Die Schuld für alles Schlechte schiebt er dann seinen Geschwistern oder den damaligen Partnern zu.

    Ich möchte ihm helfen zu begreifen, was da passiert ist. Damit er sich besser abgrenzen lernt.
    Sein älterer Bruder hat dies unlängst verstanden und schon vor Jahren den Kontakt zu der Mutter abgebrochen.
    Dieser ist in der Familie natürlich der Böse Sohn über den niemand sprechen darf.

    • Ich melde mich mal...nicht wirklich weil ich dir eine große Hilfe sein kann...
      Aber um dir zu sagen, dass du nicht alleine bist.
      Bei mir ist es die neue Freundin meines Vaters, die pathologisch narzisstisch ist.
      Mittlerweile besteht zu beiden kein Kontakt mehr.
      Es tut mir viel mehr weh, immer und immer wieder an dem Versuch, ein normales Verhältnis zu haben, zu scheitern, als gar kein Verhältnis zu haben.
      Kontaktabbruch. Das Einzige, was dir helfen kann.
      Du änderst sie nicht. Das liegt in der Natur der Sache bzw. Störung.

Also eine richtige Diagnose kann ich bei meiner Mutter nicht vorweisen, wäre auch nicht typisch für Narzissten, da sie sich ja für die Größten halten (aber dennoch Komplexe ohne Ende haben).
Ich vermute daher bei meiner Mutter den Narzissmus, da ich mich eingehend mit dem Thema beschäftigt habe und alles 1:1 auf meine Mutter übertragen konnte (ww.narzissmus.org z.B. oder Vergiftete Kindheit von Susan Forward)
Machen kannste da nix, außer damit leben oder es lassen mal so ganz platt gesagt.
Ich habe mich für letzeres entschieden vor 5 Jahren und lebe sehr gut damit.

(17) 12.04.18 - 17:21

Hallo,

vorab, mir fehlen für einen definitiven Rat zu viele Infos. Hat sie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder -akzentuierung, wie lautet denn die exakte (!) Diagnose, wie wurde diese überhaupt gestellt?! Für die Diagnose einer Störung einer narzisstischen PS braucht es doch etwas mehr als eine körperliche Grunderkrankung und dann erfolgte Diagnostik "nach Augenschein". Vielleicht ist ja auch der behandelnde Arzt narzisstisch und fühlte sich regelrecht berufen, mal was psychiatrisches zu diagnostizieren... who knows

Aber, mein genereller Tipp im Umgang mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen: Kränkungen vermeiden. Mein völliger Ernst. Einfach nicht kritisieren, dann sind das angenehme Zeitgenossen. Sollen sich doch Psychotherapeuten mit ihnen abplagen...

Womit wir beim nächsten und echt wichtigeren Punkt sind. Wieso bitte, fühlst du dich eigentlich derartig berufen, deinem Mann die Therapeutin zu machen?! Du sprichst von Dingen, die ihn triggern ohne zu wissen, dass sie ihn triggern; du drängst ihn zu einer Therapie; mal ehrlich. Du stößt ihn auf Widersprüche, die er sich vielleicht selbst gar nicht erklären kann (oder auch einfach nicht möchte) und drängst ihn in eine Bewältigung, die er aktuell nicht wünscht. Ich finde das von dir nicht in Ordnung und auch echt übergriffig. Du bist dabei, die Beziehung in eine ganz üble Schieflage zu manövrieren, bei dem ihr nicht mehr auf Augenhöhe seid, weil du in eine therapeutische Rolle wechselst (dabei kannst du das gar nicht. PUNKT) und ihn analysierst.

Was ist da bei DIR eigentlich los?

LG

  • (18) 12.04.18 - 22:58

    Hallo,

    also zu aller erst muss ich wirklich mal los werden, dass ich Deine Antwort hier sehr übergriffig finde. Du dichtest Dir hier Sachen dazu, die gar nicht meiner Intention entsprechen und fährst teilweise völlig an meinen Fragen vorbei.

    Erstens kenne ich die exakte Diagnose nicht. Ich sitze nicht dabei, wenn sie ihre Stündchen abhält.

    Und wie ich schon schrieb, habe ich sie nie gekränkt. Im Gegenteil. Ich pflichtete ihr stets bei - trotz dessen hat sie mich sehr persönlich angegriffen.

    Und in keinem Satz habe ich erwähnt, dass ich meinem Mann die Therapeutin machen will. Wie kommst Du darauf?! Ihn zu einer Therapie zwingen??! Junge, Junge...
    Ich habe ihm dazu geraten eine Therapie zu machen. Ja. Ich habe auch überlegt, wie ich ihn umstimmen könnte, weil ich es für eine gute Methode finde über das Geschehene zu sprechen und es zu verarbeiten. Sowas geht doch nicht spurlos vorbei?!
    Gerade den Punkt, wenn er erwähnt, dass er diese schlechten Erfahrungen tief in sich vergräbt, finde ich sehr alarmierend.
    Wenn er das dann immer noch strikt ablehnt, tja - dann ist das so. Aber zwingen würde ich ihn niemals.

    Was bei MIR los ist?! Ich SORGE mich!

    Für mich ist es selbstverständlich meinem Mann beizustehen und ihn zu stärken und ihn mit seinen Problemen nicht alleine zu lassen. Und wenn er jetzt noch nicht bereit dazu ist, soll er wenigstens wissen, dass ich jederzeit hinter ihm stehe und ihn bei der Bewältigung nicht alleine lasse!

    Vielleicht ist es ja eine Methode für Dich die Probleme naher Angehöriger nicht in Deine Welt zu lassen und die Scheuklappen aufzusetzen...

    So viel dazu.

    • (19) 13.04.18 - 05:36

      Hallo,

      oha. Wie konnte ich es wagen...
      Hm, da wird nichts hinzugedichtet, das ist alles deinem Ursprungsbeitrag zu entnehmen. Ich kann trotzdem nur wiederholen, dass du die Aufmerksamkeit mal mehr auf dich richten solltest und was da bei dir los ist.

      Machs gut!

      • Mhh, also ich kann dem ursprungsbeitrag nicht entnehmen was du hier behauptest. ich sehe eine frau, die sich einfach sorgen macht und versucht sich in den mann einzufühlen
        ich finde es auch nicht fair von dir, einem in so einer lage sowas an den kopf zu schmeissen

        @TE ich verstehe, dass du dir sorgen machst! das würde jede liebende frau machen ! ich kann dir nicht viel helfen, aber ich wünsche euch alles gute!

        • (21) 13.04.18 - 07:06

          Ich finde es eigentlich sehr mühselig, einzelne Textpassagen zu kopieren, aber nun denn.

          "Ich merke, wie dieses Verhalten meinen Mann triggert."
          Allein das ist übergriffig. Sie hat überhaupt keine hinreichende Distanz, um stellvertretend für ihren Mann Trigger zu identifizieren.

          "Er ist, bedingt durch seine Kindheit, emotional ziemlich instabil, reagiert extrem auf negative Kritik und hat Probleme damit seine Emotionen zu regulieren."
          Auch dies ist übergriffig. Die Ursachenforschung obliegt jedem Einzelnen alleine und sollte wenn überhaupt in einem geschützten Setting erfolgen.
          Leider bleibt es nicht bei Schlussfolgerungen, sondern es geht weiter:

          "Wenn ich ihn zu seiner Kindheit bzw der Mutter ausgefragt habe, kamen von ihm sehr widersprüchliche Antworten."

          Dass die Ausfragerei dazu führt, dass er sich mit seiner Vergangenheit, und darüber hinaus auch noch ungeschützt auseinandersetzen muss, ist ebenfalls übergriffig. Wozu soll das denn führen?

          Macht sich hier eigentlich keiner mal Gedanken darüber, wie er die Konfrontation mit diesen Inhalten bewältigen soll und was für eine Belastung das darstellt?!

          "Er sagt einmal, dass seine Mutter stets eine tolle Mutter war und immer für ihn da war. Ein ander Mal sagt er, dass seine Geschwister und er nur mit Videospielen abgespeist wurden, um Ruhe zu geben. Und dass die Mutter nur mit ihrer Arbeit und den wechselnden Männern beschäftigt war.
          Oder er sagt, dass seine Mutter die Kinder immer alle gleich behandelt hat. Ein ander Mal sagt er jedoch, dass er stets das schwarze Schaf der Familie war und für die Fehler seiner Geschwister büßen musste.

          Als ich ihn auf seine Widersprüche hingewiesen habe..."

          Und hier wird endgültig die Augenhöhe verlassen und nach offensichtlich wiederholter Befragung erfolgt eine weitere ungeschützte Konfrontation. Die er dann wie bitte bewältigen soll? Habt ihr darauf mal eine Antwort?

          Wem diese Konfrontation was nutzt, sei zudem mal dahingestellt. Wozu diese zielführend sein soll, sei ebenfalls dahingestellt. Echte Sorge jedenfalls ist anteilnehmend und begleitend - wenn derjenige sich selbst äußern möchte und drückt sich nicht in konfrontativen und wiederholten Befragungen aus.
          Ich würde mir das als Partner verbitten.

          LG

          • ohmann, jetzt geht die Verteidigung los .....

            ich versuche dich nochmal darauf hinzuweisen: weder du noch ich wissen wer die TE und ihr mann sind. wie lange sind sie zusammen? keine ahnung? ich bin sehr lange mit meinem zusammen und ich erkenne schnell was bei ihm los ist. es gibt menschen, die sind wie offene bücher, andere haben ein ewiges pokerface. ich nehme es einfach so hin, wenn die TE sagt, dass ihren mann das triggert. Kann doch sein? vielleicht legt er dann sofort extreme verhaltensweisen an den tag? oder kommentiert es irgendwie? wer weiss..

            und das, was die TE über ihren mann weiterhin sagt, kann doch alles stimmen. weisst du das? vielleicht war ihr mann ja schon einmal in einer therapie und es wurde dort festgestellt? oder er hat es selber erwähnt?

            und zu der "Ausfragerei".. wir wissen ebenso wenig in welchem ausmass das war. waren es vorsichtige nachfragen? war das ein verhör? oder waren es einfach fragen einer frau, die sich für die vergangenheit ihres mannes interessiert? ich tippe auf letzteres..

            und dass sie ihn auf die widersprüche hinweist, finde ich völlig legitim. jetzt mal ein ganz simples beispiel: wenn du mit deiner freundin telefonierst und sie dir sagt, sie wäre beim sport, 3 minuten später sagt sie aber, wie toll sie die fernsehsendung findet, die sie sich grade anschaut, dann würdest du doch auch fragen: "Ähm, bist du jetzt beim sport oder guckst du TV?"

            ich würde auch erst einmal versuchen erste informationen zu bekommen, was da eigentlich mit meinem mann los wäre ... wenn er sich dann nicht professionell helfen lassen möchte, würde ich das auch akzeptieren. wenn er mich nach einigen nachfragen bitten würde, mit dem thema aufzuhören, würde ich das tun.

            so und jetzt schluss mit den rechtfertigungen und dem tamtam. ich würde dich einfach bitten dass du dir vielleicht mal überlegst dass nicht alles schwarz und weiss ist. die dinge gehen meistens viel tiefer.

            • (23) 13.04.18 - 07:43

              Ähm....
              Ich verteidige oder rechtfertige nichts, ich argumentiere - und zu meiner Argumentation stehe ich weiterhin, ob du mich darum bittest, das auf der Basis eigener Unterstellungen (Schwarz-Weiß-Denke) zu unterlassen oder nicht. Kratzt mich wenig...

              Leider bist du zudem in keinster Weise auf die Argumente eingegangen, sondern redest komplett daran vorbei.
              Das wird mir zu anstrengend.Dazu gehört auch der schlecht kaschierte persönliche Angriff am Ende.

              Gehab dich wohl und have a nice day!

              • Dazu gehört auch der schlecht kaschierte persönliche Angriff am Ende. #kratz#kratz

                öhm, okay........

                wenigstens in einer sache sind wir uns einig: es macht keinen sinn und ist zu anstrengend.
                ich wünsche dir ebenfalls einen schönen tag

          (25) 13.04.18 - 08:19
          selbst betroffen...

          ich will mich an der Stelle mal bei dir bedanken.... warum....
          ich habe selbst, eine sehr schlechte Kindheit... und einen Ex der das selbe mit mir gemacht hat, wie die Te mit ihrem Mann!!!! das hat dazu geführt das ich mich noch schlechter gefühlt hab.... ich beekam eine Esstörung (magersucht) wurde immer depressiver... er hörte nicht auf mich nach meiner Vergangenheit, auszufragen... (sexueller MB). Ich kam in die Psychatrie. hab dort gemerkt was mein Ex mir antut trennte mich..... Heute, habe ich einen Freund der weis über meine Vergangenheit aber bohrt nicht darin rum. wen ich reden will hört er nur zu und wen nicht... läßt er mich in Ruhe.

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