Ich glaube es geht nicht mehr

    • (1) 12.04.18 - 19:01
      Lau lala

      Ich hab ein Problem, ich bin fast 34 Jahre alt, hab ein einjähriges Kind absolut Wunschkind, ich bin verheiratet seit 9 jahre wir sind aber zusammen seit fast 13 Jahre.
      Wir hatten immer wieder kleine Schwierigkeiten, als wir uns kennen gelernt haben war natürlich anders dann hat er mit Medizinstudium angefangen, er hat kaum zeit für uns gehabt, ich hab mich immer gefreut irgendwas mit ihm unternehmen zu können war aber selten der Fall, ich hatte damals mit ihm mehrmals gesprochen uns alles gesagt wie ich mich fühle (wie ein Möbel in der Wohnen) er hat immer die Familien Planung verschoben , sagte immer bald, in einem Jahr , noch ein Jahr, machmal hat er mich nicht angefasst als ich sagte ich hab Eisprung , das war verletzend wir haben uns ein paar Wochen getrennt und nach viele Gespräche, sind wir wieder zusammen gekommen.
      Dann wurde ich endlich schwanger und wir haben ein wunderschönes Kind bekommen und wir beiden lieben ihm aber zwischen uns beide ist alles anders als schön.
      Wir streiten uns an dauernd, er fühlt sich von mir schlecht behandeln und ich mich von ihm auch, er fragt nicht mehr wie es mir geht und ich fühle mich wirklich sehr müde und frustriert.
      Er Arbeit und ist den ganzen Tag weg und sehr oft musst er auch zuhause arbeiten uns für uns 3 bleibt wenig zeit, ich hab hier Freunde aber keine wirkliche unterstützen.
      Er ist ein netter Mann, aber irgendwie gehe ich ihm auf die nerven , er sagt alles ist schön und wenn er nach Hause kommt ist alles shit, (nicht wegen unserem kind.)
      Ich fühle mich traurig und frustriert, ich realisiere dass ich nur dieses Leben habe und dass meinen Wunsch von eine große Familie zerstört ist, ich kann mir nicht vorstellen weitere Kinder zu haben nicht unter diese Umstände, und das tut mir sehr weh denn wenn ich etwas mir so sehr gewuscht habe war das, ich hab das Gefühl ich hab so viel für diese Beziehung geopfert und jetzt tut das weh.
      Vor ein paar Tage haben wir uns gestritten und wieder versuch aber gestern wieder er kam nach Hause ich war fertig , seit Tage schlafe ich kaum unser Kind ist krank und ich kümmere mich in der Nacht und tagsüber auch um ihm, ich nehme Rucksicht und ich weiß dass er einen klaren Kopf für die Arbeit braucht ,ich denke aber er kann hören wie mein Tag so war aber anscheinend stört ihm das.
      manchmal fühle ich mich als alleinerziehende
      Eigentlich spüre schon das wir verschiedene Wege gehen er sagt er liebt mich , er möchte dass alles klappt, dass wir zusammen glücklich sind aber nach ein paar Tage handelt er wieder wie früher ich glaube es ist bei ihm nichts angekommen jedes mal wenn das passiert.
      Ich weiss nicht was ich tun soll
      Tut mir leid die Rechtschreibfehler.
      Für euch einen schönen Abend noch.
      Und danke für lesen ;)

      • Du hast doch gewusst, dass ein Medizinstudium und die Arbeit als Arzt kein 08/15 Job ist. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Daher verstehe ich nicht was du erwartest. Der Arbeitstag eines Arztes ist nunmal lange und anstrengend mit zusätzlichen Diensten.
        Das sich das nach der Geburt nicht ändert, dürfte dir doch klar gewesen sein, alles andere wäre naiv.

        • (3) 12.04.18 - 20:17

          Was man hätte anders machen können ist für ihre jetzige Situation egal.
          Außer man geht von der bei urbia scheinbar verbreiteten Ansicht aus, Fehler in der Vergangenheit machen Unglück im Jetzt so verdient, dass man keine Hilfe mehr bekommt.

          • (4) 12.04.18 - 22:06

            Sie kann sich doch Hilfe holen. Familie, Freunde, Babysitter.
            Dennoch ist sie an der jetzigen Situation nicht unschuldig.
            Jammern und die Schuld beim anderen suchen, weil er sich nicht ändern will bzw beruflich nicht anders kann, hilft ihr auch nicht.

      Nun ja, nicht umsonst werden viele Ehen in den ersten Lebensjahren mit Kindern geschieden. Es ist einfach die krasseste Umstellung überhaupt und in fast jeder Beziehung gibt es in genau diesen Jahren extrem viel Streit. Nur, das sagt einem keiner (oder nur beste Freundinnen, und dann auch nur wenn sie wissen, dass du diese Situation auch schon kennst). Ein jeder suggeriert so eine rosa Ponyhof-Welt, wenn dann das Wunschbutzi endlich mal da ist. Genau das Gegenteil ist der Fall und zwar deshalb (Liste ist nicht vollständig und es muss auch nicht alles zutreffen, das meiste aber sicherlich schon):

      -Wenig Schlaf/unruhiger Schlaf
      -Ein anderes Wesen, das STÄNDIG über dein Machen, Tun, über dein Leben bestimmt
      -Der Partner, der daheim ist, langweilt sich schrecklich, weil er den ganzen Tag nichts auf die Reihe bekommt, ist aber gleichzeitig frustriert, weil er dennoch zu NICHTS Zeit hat. Er lechzt nur so danach, dass der Partner ENDLICH, ENDLICH heimkommt und er in Ruhe duschen, kacken oder die Wäsche waschen kann.
      -Der Partner, der in der Arbeit ist, ist danach (verständlicherweise) k.o., bekommt aber sofort einen Säugling in die Arme gedrückt.
      -Der Partner, der daheim ist, bekommt keine Anerkennung wie im Job.
      -Dem Partner daheim fehlen die Inputs, die Gesprächsthemen beschränken sich schnell auf Windelinhalt, Breivorlieben, etc. - einfach weil man ja nicht viel erlebt. Dementsprechend ist es für den Partner, der arbeitet, sehr unattraktiv, sich mit dem Partner zu unterhalten.
      -Die halbe Welt, v.a. Medien, suggeriert irgendwelche Erwartungen an junge Eltern, v.a. Mütter. Väter wissen das oft gar nicht (weil sie keine Zeit haben für Apothekenumschau, urbia und co.) und verstehen gar nicht, wo das Problem liegt, wenn man dem Säugling zwischendurch mal eine Flasche zur Muttermilch gibt, während sich die Mama den ganzen Tag den A... aufreißt, um nur ja bedürfnisorientiert zu erziehen, zu stillen, nicht zu oft zu baden, den Sonnenschutz perfektioniert, Babymassage, Pekip und Babyschwimmen belegt, um das Kind zu fördern, die perfekte Breifolge ausklügelt und der Herr dann unbedarft fragt: "Was ist denn GOB? Und kann das Kind nicht einfach mittags den Grießbrei haben, wenn man unterwegs ist, weil sich der einfacher zubereiten lässt als das Gläschen?"
      -Eine "Du-musst-glücklich-sein"-Erwartungshaltung da ist und die Mamas sich als Versager fühlen, wenn sie grad nicht so glücklich sind, nach 4 Stunden Schlaf eine vollgekackte Windel zu wechseln.

      Ich würd sagen: Nicht aufgeben, das könnt ihr auch in 1-2 Jahren noch. Nimm dir Zeiten für dich raus, auch ein Mediziner hat mal frei und kann sich ums Kind kümmern. Schlimmstenfalls musst du dir halt einen Babysitter suchen oder eine Aktivität mit Babybetreuung. Fahr mit ner alten Freundin und dem Baby für ein paar Tage weg, geh viel an die frische Luft. Mach dir DEIN Leben so, dass du zufrieden damit bist.

    (8) 13.04.18 - 12:21

    Ist Deutsch Deine Muttersprache?
    Welchen Beruf hast Du vor der Schwangerschaft ausgeübt?

Top Diskussionen anzeigen