Manchmal fehlt mir jede Kraft...

    • (1) 13.04.18 - 13:13
      anonymkraftlos

      Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und was ich damit bezwecken will. Ich kann mit keinem darüber reden. Alle erwarten ja jetzt, dass es endlich mal gut läuft und nicht wie all die Jahre immer nur schlechte Nachrichten von mir kommen. Aber meine Pechsträhne reisst nicht ab. Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher, als endlich mal Ruhe im Leben.

      Mein Mann und ich waren eineinhalb Jahre getrennt. Seit November 16 sind wir wieder zusammen. Ich habe einen Sohn aus einer früheren Beziehung und zwei Kinder mit ihm. Er ist fast 6 Jahre jünger als ich.

      Vor unserer Trennung habe ich lang gekämpft. Eineinhalb Jahre Ehetherapie liegen hinter uns. Nach der Trennung gestand er, dass er kein Interesse daran hatte. Nach der Trennung fiel er in ein Loch und machte eine Therapie. Er hatte nicht damit gerechnet, dass ich das wirklich durchziehe.

      Ich bin schon viel in meinem Leben umgezogen. Nach der Trennung dann erst in ein älteres Haus und nach einem Jahr ganz weg. Ich war überzeugt, dann wird erst alles besser. Bis eine Freundin sagte: Egal wo du hinziehst. Du nimmst dich selbst mit. Ab da war mir klar, wie sehr ich eigentlich auch mit mir selbst kämpfe. Im November 16 kamen mein Mann und ich wieder zusammen. Anfangs noch voller Zweifel und viel Streit. Nach und nach löste sich das und wir suchten in der alten Heimat eine Wohnung. Dooferweise kündigte ich meine Wohnung zu schnell und musste übergangsweise zu meiner Mutter ziehen. Ich mache mir viele Vorwürfe darüber, was ich eigentlich meinen Kindern angetan habe.

      Endlich sollte alles besser werden. Es war schon Ende November. Ich hatte große Pläne für das kommende Jahr. Ich selbst wollte endlich auch wieder arbeiten. Mein Mann und ich sind während unserer Ausbildungen zusammen gekommen. Geld war immer rar. Endlich ging es bergauf. Wir wieder als Familie ab Januar 18 in einer neuen Wohnung. Dann hielt ich einen positiven Test in der Hand. Ich war mehr als geschockt. Hin- und her gerissen. Herz ja, Verstand nein. Erst entschied ich mich dafür, dann zweifelte ich wieder. In meiner Verzweiflung rief ich meine Schwester an. Die, die selbst keine Kinder möchte, weil sie die Freiheit liebt. Sie bestärkte mich darin, dass jetzt die Zeit sei an mich zu denken. Ich flehte zu Gott, er soll mir ein Zeichen schicken, das ich es behalten soll. Aber was kam, war die Bestätigung darin, dass ich damit alleine da stehe. Mein Mann war eher dagegen. Er war aber sowieso komisch. Seit einer Weile schon. Verfiel in alte Muster und war ständig schlecht gelaunt. Ich hatte keine Kraft mehr und arbeitete wie mechanisch die Termine ab. Zwei Tage nach dem Abbruch brach ich selbst zusammen. Ich hatte den größten Fehler meines Lebens gemacht. Niemals mehr wieder kann ich ihn gut machen. Erst ein Gespräch mit meinem Mann, in dem wir entschieden, dass vielleicht irgendwann nochmal ein Kind passt, wenn wir als Familie zusammen gewachsen sind und es finanziell besser läuft, half mir teilweise darüber hinweg.

      Dann kam Weihnachten. Mein Mann schlecht drauf wie immer. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fuhr er abends, wie so oft, zu seinem morgendlichen Arbeitsort. Doch diesen Abend kam er zurück. Um mir zu sagen, dass er die Beziehung, die er im Sommer 16 begonnen hatte, erst jetzt beendet hat und ein Kind entstanden ist.

      Ich saß da und konnte nicht glauben was ich gehört hatte. Ich hatte mein Kind weg geworfen wie ein Stück Müll und er hat mich über ein Jahr lang betrogen und bekommt ein Kind mit einer anderen? Er weiß bis heute nicht, warum er nicht geschafft hat sich zu trennen. Und warum er nicht auf Verhütung geachtet hat. Warum ich mich nicht getrennt hab? Ich hätte die neue Wohnung nicht allein bezahlen können. Die Kinder haben sich darüber gefreut, dass wir endlich wieder zusammen leben. Und tatsächlich, es lief besser. Auch mit unserer Beziehung.

      Sein Sohn wurde Mitte Januar geboren. Er fährt jede Woche einmal hin. Übernimmt Verantwortung. Und ich? Das sollte mein Jahr werden. Ich sitze jetzt zu Hause. Kann nicht arbeiten, weil er sonst mehr Unterhalt zahlen muss. Eigentlich wäre ich jetzt schwanger. Mein Kind ist weg. Jetzt versuche ich für die anderen drei stark zu sein. Aber es läuft nicht gut. Die Großen haben Probleme mit den Noten seit dem Umzug. Der Mittlere wird gemobbt. Die Kleine hat Probleme im Kindergarten zu bleiben. Ich kämpfe und kämpfe und kämpfe...... heute ist wieder ein Tag, an dem ich keine Kraft mehr habe und mich frage wie es weiter gehen soll. Ich will doch nur, dass endlich alles gut ist...

      • Bis hierhin:

        "Ich sitze jetzt zu Hause. Kann nicht arbeiten, weil er sonst mehr Unterhalt zahlen muss."

        hatte ich Mitleid mit Dir. Aber nicht arbeiten zu gehen, obwohl man will und kann, damit der Mann für sein Kind nicht mehr Unterhalt zahlen muss? So ne Denke gibts vermutlich nur im Vollersorgerland Deutschland.

        • (3) 13.04.18 - 13:43
          anonymkraftlos

          Es ging dabei nicht um den Unterhalt für das Kind. Den zahlt er und dabei zählt mein Einkommen bis 1000 Euro auch gar nicht.

          Es geht darum, dass sie selbst Unterhalt für sich einfordern kann. Dafür zählt jeder einzelne Euro von mir selbst. Und ich seh nicht ein, arbeiten zu gehen, um ihr Leben zu finanzieren. So lange wir nicht wissen, ob sie Unterhalt für sich selbst fordert, werde ich nicht arbeiten gehen.

          Die Berechnung ist so oder so schon nicht fair. Mein Großer, der Stiefsohn meines Mannes, wird überhaupt nicht berücksichtigt. Natürlich... eigentlich muss der leibliche Vater für ihn aufkommen. Das tut er aber nicht. Also sorgt mein Mann mit für ihn.

          Aha...sie soll also arbeiten gehen, damit seine Geliebte finanziell schön abgesichert ist??? Im Leben würd ich das nicht machen...
          Zumal ich ihn nach der Nummer eh verlassen würde..

          (7) 13.04.18 - 23:11

          Eigentlich ist nicht die andere die geliebte sondern sie wenn man es genau nimmt.

          Mit der anderen war er seit Sommer zusammen und hat sie dann mit ihr betrogen ab november.
          Also ist wie gesagt sie die Affäre eigentlich in meinen Augen;-)

          Ist auch eher anzunehmen da er von ihr den Abbruch wollte und seine Freundin war ja mit ihm zusammen weiter und hat das Kind bekommen. Also scheint er da auch entweder keinen Abbruch gefordert zu haben oder die andere Frau hat ihr Kind halt behalten auch wenn er es am Anfang auch nicht wollte (da kann man aber nur mutmaßen)

          Aber ich frag mich ehrlichgesagt einfach nur wie man mit so jemandem zusammen bleiben kann. Der Kerl ist echt .... und wird sich wohl auch nie ändern wenn sie bei ihm bleibt da er jetzt weiß das er alles mit ihr machen kann und sie eh artig bei ihm bleibt.

          • Naja...sie ist immer noch seine Ehefrau...dass der Typ ein Arsch ist, ist klar

            • (9) 13.04.18 - 23:30

              Klar auf dem papier schon.
              Aber viele bleiben ja verheiratet wegen Kostengründen oder so.
              Wenn Sie dann neue Partner haben sind das ja dann die Partner, trotz eheurkunde.
              Jeden mit dem sie daneben schlafen würden wäre die Affäre in meinen Augen. Auch wenn es die Ehefrau ist.

              Aber ist ne ziemlich philosophische Frage auch eher denke ich ;-)

              Ben Arsch ist und bleibt er wohl egal wer nun Freundin und wer geliebte war/ist.

              LG

              • In meinem Verständnis von Geliebter weiß man aber im Normalfall davon, dass man nur die zweite Geige spielt.

                • (11) 14.04.18 - 09:37

                  Ich sag ja schwierig ;-)

                  Und nach deiner Definition wäre dann keine die geliebte gewesen. Denn die Freundin wusste ja auch nicht das er wieder mit der Ehefrau ins Bett steigt neben ihr, genauso wie die Ehefrau nichts von der Freundin wusste.

                  Richtig wäre einfach wenn beide den Kerl absägen und sich nicht so behandeln lassen. Egal wer nun geliebte war und wer nicht.

                  Ich wäre mir da einfach mehr wert als für so einen das betthässchen zu sein.

    Ich würde dir dringend zu einer Therapie raten; alleine um die Abtreibung zu verarbeiten, aber auch, dass dein Mann dich so betrogen und belogen hat.
    Ich würde keine Minute länger bei ihm bleiben, um ehrlich zu sein. Es gibt auch andere (günstigere) Wohnungen und das du jetzt Zuhause bleibst, damit er nicht mehr Unterhalt zahlen muss geht gar nicht....
    Es hört sich so an als würdest du schleichend daran zerbrechen - du musst was tun! Für dich! Sei mal egoistisch!

    Ich wünsche dir alles Gute!

    • (13) 13.04.18 - 13:46

      An der Therapie bin ich dran. Hier in der Gegend bekomme ich aber vor einem halben Jahr keinen Platz. Eigentlich bräuchte ich sofort etwas.

      Danke für deine lieben Worte.

(14) 13.04.18 - 14:05

Warum hast Du nicht verhütet? Direkt nach der Versöhnung schwanger?! Warum hast Du abgetrieben? Sorry, jeder ist seines Glückes Schmied. Das hast Du Dir alles selbst eingebrockt.

Top Diskussionen anzeigen