Mutter werden weil es so gehört oder man im Alter nicht alleine ist

    • (1) 15.04.18 - 14:04
      Pi 2

      Hallo,
      Gibt es hier Frauen, die sich dem gesellschaftlichen Druck gebeugt haben und deshalb Mutter geworden sind?
      Wo vielleicht der Mann auch sagt, lass es uns machen, damit Ruhe ist?
      Der nicht unbedingt abgeneigt ist, aber sagt, er kann auch ohne Kind leben?
      Oder weil man Angst hat im Alter allein zu sein? Das kann doch auch passieren, wenn man Kinder hat und die sich eben nicht kümmern können oder wollen.
      Das erlebe ich gerade bei meinen eigenen Eltern, sie sind allein obwohl sie vier Kinder haben.
      Also ein Kind bekommen aus Vernunftsgründen und weil man es satt ist, schief angesehen zu werden?
      Auch wenn man es sich nicht wünscht?
      Kann das funktionieren?

      • (2) 15.04.18 - 14:08

        Ich kenne absolut niemanden, der ein Kind bekommen hat, "weil es sich so gehört". Ein Kind muss man wollen und sich bewusst sein, dass es Liebe und Geborgenheit braucht. Dass es das lebrn eine hränkt und msn sich und seine Bedürfnisse erstmal zurück stellen muss zugunsten des Kindes. Das sind die Grundvoraussetzungen um ein Kind zu brkomnen. Wer das alles nicht kann oder will, sollte lieber auf ein Kind verzichten..Denn es geht letzten Endes zu Lasten des Kindes, wenn es eigentlich nicht willkommen ist. Und als Eltern hat man eben auch die Verantwortung für das Wohlergehen des Kindes zu sorgen. Ein Kind, das geboren wird, weil es "dazu gehört ", ein Kind zu brkomnen und dann eben nicht wirklich willkommen ist, kann man doch keinem Kind antun.

        • "Ich kenne absolut niemanden, der ein Kind bekommen hat, "weil es sich so gehört"."

          Ich schon. Leider. Auch wenn es kaum zu glauben ist, solche Leute gibt es tatsächlich. Und wie es den Kindern in so einer" Familie" geht, kann man sich lebhaft vorstellen...

      Sorry...aber ich empfinde deinen Text als absoluten Käse...was für einen gesellschaftlichen Druck??? Leben wir in SaudiArabien, wo es von den Menschen erwartet wird, sich fortzupflanzen? Nein...selbst wir, die 10 Jahre ungewollt Kinderlos waren, haben nie so einen Druck erlebt. Klar haben manche gefragt, ob man Kinder will. Ein einfaches"hat leider noch nicht geklappt: hat genügt. Genauso bei Freunden, die keine wollen.
      Den Druck macht man sich doch selbst..
      Bekomm Kinder wenn du das möchtest, aber dann behandle sie auch gut oder lass es halt.

    • Das sind dann genau die Leute, die ein paar Jahre später hier posten und ihre Kinder bereuen.

      Es gibt doch so viele gewollt kinderlose Paare. Ich kann da jetzt keinen gesellschaftlichen Druck erkennen, sich fortpflanzen zu müssen. Konzentriert man sich eben auf seine Karriere, Reisen, teure Hobbies, was weiß ich. Meinetwegen auch Ehrenämter. Das ist doch heutzutage kein Problem mehr.

      Wenn allerdings der Partner ein Kind möchte und man selbst nicht, dann ist es schwer, einen Kompromiss zu finden. Daran kann dann durchaus die Beziehung zerbrechen.

      Ich nehme jetzt mal an, du hast deine Kinder aus „gesellschaftlichem Druck“ bekommen? Sonst würdest du ja nicht alle paar Wochen unter immer neuem Schwarztnick ein Thema dazu aufmachen.
      Anscheinend funktioniert es nicht, sonst würde es dich ja nicht so beschäftigen.

    • (7) 15.04.18 - 14:42

      Hallo,
      ja, das kenne ich. Eine sehr gute Freundin, die nie Kinder wollte, hat in eine sehr einflussreiche und wohlhabende Familie eingeheiratet. Mit dieser Heirat muss sie einige Dinge erfüllen, als Frau von, Schwiegertochter von...dazu gehörte es auch Kinder zu bekommen. Sogar seitens der Schwiegerfamilie mit kleinen Auflagen, wie geringem Altersabstand, am liebsten erst einen Jungen, dann ein Mädchen usw. besetzt.
      Mit Sicherheit waren auch freie Stücke dabei, ihr Mann hat sie nicht vergewaltigt, aber ich weiß, dass sie kinderlos als Karrierefrau auch sehr gut hätte leben können, nun hat sie eben zwei Kinder, die natürlich auch geliebt sind. Ich denke übrigens, dass es sowas recht häufig gibt...

      • (8) 15.04.18 - 14:52

        Ja, so in etwa stellt es sich dar.
        Es gibt eben Gesellschaftliche Verpflichtungen, dazu gehört auch, dass man Kinder hat, in bestimmten Kreisen ist das auch so, da kann man als Frau nicht sagen, dass man keine Kinder möchte.

        Das ist kein Einzelfall.
        Nicht jeder Mensch möchte Kinder haben weil die so wunderbar sind, ne, da hängt oft auch Erbvermögen, Familienunternehmen, Praxen u.v.m. dran.
        Wie sagt man so schön, Eigentum verpflichtet ;-)

    (10) 15.04.18 - 18:11

    Ich finde, das ist nicht die richtige Motivation.
    Man kann auch MIT Kindern im Alter allein sein.
    Entweder es besteht Kiwu oder nicht.

    (11) 15.04.18 - 19:22

    Ich bin so ein Kind ... Meine Eltern haben geheiratet, weil sie beide mit über 30 noch Single waren. Sie sind nicht unglücklich. Die Rahmenbedingungen haben gepasst. Sie haben sich als Paar gefunden und sind nun aufeinander eingespielt und sicher glücklicher als Menschen, die aus blinder Liebe heirateten.

    Sie haben sich aber nie in die Elternrolle eingefunden. Als Kind leidest du entsetzlich, weil du genau spürst, was passiert, aber nicht begreifst, dass es nichts mit dir persönlich zu tun hat. Bei mir war das Resultat enorme Selbstzweifel, sehr viel Einsamkeit und sehr viel Druck. Ich setzte mir selbst immer Ziele, die ich nicht erreichen konnte.

    Gebracht im Sinne von "im Alter alleine sein" bringt es sicher nichts. Wir spechen seit Jahrzehnten nur das Nötigste - das geht von meinen Eltern aus. Rufe ich nicht an, meldet sich niemand. Tu dir das nicht an. Und vor allem, tu das einem Kind, das nichts dafür kann und Liebe braucht, nicht an.

    (12) 15.04.18 - 19:57

    Ich kenne niemanden, aber die Antworten, die hier totales Unverständnis zeigen, kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich gibt es das - und oft. Genau so wie viele Paare auch heiraten, weil es komisch aussieht, nach einigen Jahren nicht geheiratet zu haben. Genau wie viele ein Haus finanzieren, weil das viele so machen. Scheint ja nicht verkehrt zu sein? Was sollen die anderen denken?
    Die Einstellung, die dann so vorherrscht wird wohl so oder so ähnlich lauten: Warum nicht? Aber ein autonomer Wunsch ist das eben dann vom Ursprung an her nicht.
    Das heißt nicht, dass es schlecht ist. Das heißt nicht, dass es sich um schlechte Eltern handelt. Sie wachsen in die Rolle liebevoller, toller Eltern hinein. Umgekehrt gibt es einige Eltern, die mit Anfang/Mitte 30 das erste Kind kriegen, es total planen und am Ende eher dabei abkacken, sich scheiden lassen etc.
    Dachte im ersten Moment: Warum schreibt da jemand anonym? Ist doch ne ganz legitime Frage. Als ich die Antworten las war dann klar wieso. Wird ja ganz schön gehackt :)

    • Nur handelt es sich bei einem Kind um ein Lebewesen. Ein Kind ist nicht auf der Welt, weil es selbst das so wollte sondern weil andere darüber entschieden haben, das es zur Welt kommt. Ein Tina kann sich nicht gegen das eigentlich nicht gewollt sein wehren, es ist auf gedeihen und Verderb den Gefühlen der Eltern ausgeliefert. Und wenn es nicht erwünscht ist und nur da ist, weil man das halt so macht und ein Kind zum lrbtn dazu gehören muss, merkt das ein Kind und geht seelisch vor die Hunde. Wie msn das wissentlich und willentlich einem Kind antun kann, ist mir ein Rätsel.

      • (14) 15.04.18 - 21:07

        Ich denke die aller meisten liebe ihre Kinder am Ende abgöttisch - egal aus welchem Grund man sie bekommen hat oder ob es gar keinen Grund gab.
        Realistisch gesehen gibt es Wunschkinder, die von ihren Eltern kacke behandelt werden und die anderen Kinder (passende Bezeichnung fällt mir nicht ein) die von ihren Eltern perfekt umsorgt werden. Und anders rum kann man es genau so formulieren.
        Da jetzt ne Statistik draus zu basteln ist was für Weihnachten...da gibtes wieder Spekulatius ;-). Das wäre völlig sinnlos über Proporze zu diskutieren.

        Ich kann verstehen dass das aus der Sicht von Leuten, die oft jahrelang drauf warten müssen ein Kind zu kriegen unverständlich klingt. Aber das Natürlichste der Welt muss meistens nicht so streng geplant und gewollt sein, damit das am Ende rund läuft.
        Fast jeder kennt überforderte und schlechte Wunscheltern. Fast jeder kennt die Zufallseltern, die das grandios machen und ihre Kinder bis zum Himmel und zurück lieben.
        Warum sollte es auch anders sein.

    Sehe ich genauso :-)

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