Frage an euch! Sehe ich das zu eng?

    • (1) 18.04.18 - 14:13
      Lottimaus739

      Hallo, wie seht ihr das?
      Ich bekomme morgen eine Ausschabung. Wir hatten uns so aufs Baby gefreut aber leider hat es sich gleich zu Beginn der Schwangerschaft nicht weiterentwickelt.
      Mein Mann hat in zwei Wochen Prüfung,auf der Arbeit herrscht Engpass an Mitarbeitern und er soll ab morgen jemanden vertreten.
      Als er gestern auf der Arbeit war, haben wir kurz telefoniert. Er wollte wissen was der Arzt gesagt hat. Als ich meinte das ich am Donnerstag zur Ausschabung ins Krankenhaus muss und nicht weiß ob ich morgens, mittags oder abends dran komme, weil die mir das nicht sagen könnten, meinte kein Mann: '' Und ich muss mir dann jetzt Donnerstag frei nehmen?'' (wir haben ein kleines Kind,was morgen betreut werden muss).
      Ich war total platt, dass war seine einzige Sorge. Er meinte, wie stellen sie sich das vor, du kannst doch nicht den ganzen Tag da warten. Und er habe eh so wenig frei zur Zeit...
      Ich meinte dann,dass ich es gerade voll gemein finde und erwartet hätte,dass er sowas sagt wie... kein Problem, dass bekommen wir alles hin, Hauptsache dir geht es schnell wieder besser. Heute meinte er, dass es außer Frage stehe, dass er sich für mich frei nimmt.und dann so auch nicht meinte...
      Keine Ahnung. Ich war echt enttäuscht

      (4) 18.04.18 - 14:26

      Du hast doch erst gestern geschrieben
      https://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/5063561-wurdet-ihr-kampfen-oder-aufgeben?page=2

      Dein Mann ist ein Arschloch. Ich würde um so einen Menschen mit Sicherheit nicht kämpfen und nein, du siehst das nichts zu eng.

      • (5) 18.04.18 - 14:31

        Ich weiß es.nicht. es kommen auf sofort Entschuldigungen, wie gestern Alles Gute Pralinen und heute eine Zeitschrift für den langen Krankenhaus Tag. Das ist doch total hin und her. Mal so Mal so. Es ist keine leichte Entscheidung,klar benötigt man mehrere Denkanstöße

      (7) 18.04.18 - 14:33

      Nein, ein Arschloch ist er nicht. Ich weiß nur nicht ob ich mit seinen Fehlern glücklich werden kann

      • #winke

        Ich glaube, du musst eine Entscheidung treffen. Entweder du gehst den Weg weiter mit ihm zusammen oder nicht.
        Entscheidungen zu treffen ist wichtig, damit man eben nicht immer wieder an den gleichen Punkt kommt und sich im Kreis dreht und sich immer wieder die gleiche Frage stellt.
        Natürlich kann man Entscheidungen nach einiger Zeit überdenken oder verändern, aber erst einmal muss sie getroffen werden.

        Versuche dir bewusst zu machen, was deine Wünsche/Bedürfnisse sind und dann schau, ob das mit deiner Beziehung vereinbar ist.

Erstmal tut es mir leid, was Dir passiert ist.
Zu Deiner Frage: Ich finde, du solltest dem, was Dein Mann gestern gesagt hat, nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Für euch beide ist es eine schlimme Situation: Du hattest eine Fehlgeburt, Dein Mann steht beruflich stark unter Stress und trauert bestimmt auch. Da liegen die Nerven mal blank.
Er hat es ja heute revidiert und richtig gestellt.
Vergiß einfach das Telefonat gestern und sammele Kraft für die Ausschabung.
Alles Gute!

  • (10) 18.04.18 - 14:32

    Danke das du mir nicht gleich was vorwirfst!

    • Willst du wirklich nur tolle Dinge hören, wie super dein Mann ist? Warum fragst du eigentlich überhaupt? Du heulst jeden Tag wie schlimm dein Mann ist, wenn man dann mal deiner Meinung ist, ist er doch nicht mehr so schlimm!? Entscheide dich mal!
      Und ja, er IST schlimm. Mit so einem könnte ich keine Minute mehr verbringen.

      • (12) 18.04.18 - 14:48

        Ja, ich weiß nicht ob unsere Ehe hält. Ein pures Arschloch iat er dennoch nicht. Er hat viele gute Seiten,die andere Männer nicht haben. Er hilft immer und viel, ist ein liebevoller Vater und auch Ehemann. Er ist fleißig und immer für alle da. Sein Fehlverhalten ist es, in manchen Momenten sein Herz auf der Zunge zu tragen und laut zu denken. Und das er, wenn er sauer ist manchmal kein Ende findet und früher extrem impulsiv war. Ich hätte.mich längst getrennt,wenn es sich nicht gebessert hätte. Bei jedem kleinen Rückschlag bekomme ich Zweifel ob ich das noch kann und ob wir das wirklich komplett in den Griff bekommen. Ich selbst bin aber auch sehr sensibel und habe auch meine Fehler. Es ist nicht leicht sich zu trennen wenn vieles auch passt und wenn man ein Kind hat,dem man Familie nicht nehmen möchte. Da tauchen zur Zeit einfach viele Fragen auf. Irgendwann werde ich es wissen. Sorry das ich mir den Rat aus der Öffentlichkeit suche. Vielleicht war es auch einfach total die dumme Idee. Denn wenn ich hier nur negativ über meinen Mann schreibe, rät natürlich auch jeder zur Trennung. Logisch!

        • (13) 18.04.18 - 17:15

          Okay, dann eine alternative Empfehlung:

          Lass dich weiter psychisch und emotional missbrauchen, ertrage dies, manipuliere dich selbst, in dem du deine Grenzen nicht wahrst und ignoriere, dass manche Dinge einfach schlichtweg unverzeihlich sind.
          Kurz gesagt, spalte das ganze gemeine, hässliche, fiese ab, weil er im Kern ja ein "Guter" ist, nur halt ab und an mit dir so schlecht umgeht, dass du in den ganzen dir zugefügten Verletzungen nachvollziehbarer Weise feststeckst und meinst, keinen Ausweg mehr zu haben,

          Wann willst du anfangen, dein Leben zu leben statt es zu ertragen und hinzunehmen...? Ich frag ja nur.

Erst einmal tut es mir Leid, dass ihr diese schlimme Erfahrung einer Fehlgeburt machen müsst und ich wünsche Dir eine gut verlaufende OP.

ZU Deiner Frage:

Du befindest Dich gerade in einer emotionalen Ausnahmesituation - er aber auch.
Natürlich wünscht Du Dir bedingungslose Unterstützung für den Krankenhausaufenthalt und er hat ja auch bekräftigt, dass er sich freinimmt und tut was er kann. Für mich klingt es so, als wüsste er gerade nicht, wo er anfangen soll: Bei der Arbeit hat er viel zu tun, gleichzeitig ist zu Hause ein Kleinkind zu betreuen und die Frau muss ins Krankenhaus. Dazu trauert er selbst ja auch um die beendete Schwangerschaft.

Falls Du es schaffst, würde ich an Deiner Stelle versuchen, die Enttäuschung beiseite zu schieben, Dich mit ihm in Ruhe zu unterhalten, wie der Tag morgen am besten für alle ablaufen kann. Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, dass Großeltern, Freunde oder Nachbarn Euer Kind betreuen und er den ganzen Tag bei Dir im Krankenhaus sein kann?

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