Schneller Heiraten als "angedacht"?

    • (1) 19.04.18 - 12:48
      Ehe-Ja-Nein-Viell.

      Hallo,

      ich lebe nun relativ frisch mit meinem Partner zusammen und es fühlt sich toll an, wir sind auch schon einige Zeit zusammen und ich weiß für mich, dass es der Mensch ist, mit dem ich alt werden will.
      Wir sind Ende 30, Anfang 40...

      Nun ist es beruflich so, dass wenn wir Heiraten würden, wir monatlich etwa 400€ sparen würden, einerseits durch die Steuerklasse und andererseits durch die Möglichkeit der Familienversicherung.
      Wir hatten auch schon mal (eher nüchtern) drüber gesprochen, dass wir in einem Jahr heiraten wollen, jedoch ist es wie gesagt beruflich so, dass wir ab Herbst monatlich 400€ sparen würden.

      Wäre das für euch ein Argument, schneller zu heiraten?

        • (5) 19.04.18 - 18:38

          Aber an der Liebe ändert so eine Heirat ja nichts.
          Dass man, wenn man wegen Steuer- oder sonstiger Vorteile heiratet, jemanden heiratet, den man liebt würde ich jetzt mal voraussetzen.

          • (6) 19.04.18 - 18:42

            Ich nicht. Es gibt Leute, die aus rein steuerlichen Gründen Vernunft Ehen eingehen. Mein Beweggrund für meine Hochzeit war rein emotional, die praktischen Gründe waren mir vollkommen unwichtig. Eine Hochzeit sollte meiner Meinung nach als Hauptgrund die liebe haben. Wer aus rein praktischen gründen heiratet, der tut das nicht, weil er sein lebrn nur und einzig mit dieser eintn Person verbringen will sondern weil es für ihn Vorteile bringt. Und das hat mit ehe nun gar nichts zu tun.

            • (7) 19.04.18 - 18:47

              Mein Beweggrund, mit meinem Mann für immer zusammenbleiben zu wollen war rein emotional.
              Aber wenn es die ganzen Vorteile nicht gäbe, die so eine Ehe halt mit sich bringt, dann wären wir wahrscheinlich einfach unverheiratet zusammengeblieben.

              • (8) 19.04.18 - 18:53

                Ok. Wie gesagt, für mich ist es absolut irrelevant, ob eine Ehe Vorteile für mich hat oder nicht ich habe geheiratet, weil mein Mann eben DER Mann meines Lebens ist und ich bis zu unserem Tod eben nur und einzig ihn als meinen Mann bezeichnen will. Weil ich mir ein lebrn ohne ihn weder vorstellen kenn noch es für mich in Frage käme, auch nur einen Tag ohne ihn zu verbringen. Weil er eben MEIN Mann ist. Und weil ich dieses versprechen vor Gott gegeben habe, ist es mir noch wichtiger. Eine Ehe gibt msn nicht so schnell auf wie eine Beziehung. Msn kämpft und bemüht sich mehr darum. Was das für Vorteile mit sich für mich persönlich bringt, hat nie eine Rolle bei der Überlegung zu heiraten gespielt. Und tut es auch jetzt nicht. Eher habe ich Nachteile davon, zumindest was die Steuerklasse angeht. Aber das ist mir völlig egal. Deshalb habe ich nicht geheiratet. Sondern weil ich einzig und allein IHN will und offiziell "Mein Mann " sagen kann.

                • (9) 19.04.18 - 19:05

                  (Vorweg: ich will dich von gar nichts überzeugen, ich diskutiere nur um des Diskutierens Willen, weil ich die verschiedenen Sichtweisen interessant finde. )

                  Über meinen Mann würde ich jetzt genau das gleiche schreiben#verliebt:-).
                  Ich hatte in den 10 Jahren vor der Hochzeit und auch in den bisher 18 Jahren danach gar nicht das Bedürfnis, die Beziehung aufzugeben und es gab auch keine Notwendigkeit zu kämpfen Deswegen hätten wir nicht heiraten müssen. Als meinen Mann“ hab ich ihn wenn es sich ergab auch vorher bezeichnet.
                  Aber wenn du gläubig bist und dir das Versprechen vor Gott was bedeutet, dann kann ich das nachvollziehen. Das war bei uns halt nicht der Fall.

                  • (10) 19.04.18 - 19:08

                    Keine Sorge, ich diskutiere auch gern um des diskutierens Willen. Ich bin nicht streng gläubig. Aber mir bedeutete eine kirchliche Hochzeit mit allem drum und dran extrem viel. Und eine Ehe ist für mich in erster Linie ein Versprechen vor Gott. Das standesamtliche ist Pflicht und rechtlich bindender. Aber das ist für mich das uninteresaanteste bei der Hochzeit. Mir ging es um ein Versprechen sich bis zum Ende seines Lebens aneinander zu binden. Das war mir wichtig.

                    • (11) 19.04.18 - 19:19

                      Für das Versprechen hätten wir aber nicht unbedingt einen Standesbeamten gebraucht;-).
                      Es ist ja durchaus aus Liebe, dass man die Rechte und Pflichten, die so eine Ehe mit sich bringt, genau mit diesem Menschen teilen will und nicht mit irgendeinem anderen. Aber wenn man sie alle gar nicht hätte...#kratz

                >>Ok. Wie gesagt, für mich ist es absolut irrelevant, ob eine Ehe Vorteile für mich hat oder nicht ich habe geheiratet, weil mein Mann eben DER Mann meines Lebens ist und ich bis zu unserem Tod eben nur und einzig ihn als meinen Mann bezeichnen will.<<
                So habe ich auch sehr lange gedacht.
                Angedacht war, wir heiraten irgendwann. Zusammen bleiben wir eh, rechtlich war alles geregelt, wozu also Stress machen...Naja, irgendwann haben wir mal die steuerrechtliche Seite ins Auge genommen und uns dann entschieden, zu heiraten. Er war vorher schon mein Mann und er ist es bis heute.
                Man sollte also nicht mehr so pauschal sagen, man heiratet nur der Liebe wegen, würde die Ehe steuerliche Nachteile bringen, wärst sicher auch Du nicht verheiratet, oder?

                • Doch, wäre ich. Weil es mir völlig egal ist, ob mir etwas steuerliche vor- oder Nachteile bringt. Mein Herz entscheidet sowas. Ich hätte auch geheiratet, wenn es keinen Vorteil oder nur Nachteile für mich gegeben hätte. Ich habe ja auch Nachteile von der Ehe. Nämlich eine deutlich niedere Steuerklasse (5). Aber das ist mir egal.

                  • Na dann bist Du ja vom ganz alten Schlag, was ich wirklich nicht böse meine ;-) und das ist auch in Ordnung so.
                    Ich sehe das eben heut nicht mehr so eng und hätte mit steuerlichem Nachteil nicht geheiratet.

                    (16) 20.04.18 - 12:18

                    Wenn euch diese Steuerklassenaufteilung nicht gemeinsam Vorteile brächte, hättet ihr sie doch nicht wählen müssen. Letztendlich habt ihr gemeinsam dann doch sicher mehr Geld?

                    • (17) 20.04.18 - 12:20

                      Du kannst ja nur 4/4 oder 3/5 wählen. Und für 4/4 sollten beide gleich viel verdienen. Mein Mann verdient 1000 Euro monatlich mehr als ich. Also haben wir gar keine andere Wahl als 3/5.

                      • (18) 20.04.18 - 12:27

                        Weil ihr mit 4/4 insgesamt weniger hättet, oder nicht?
                        Damit profitierst du doch auch von der besseren Steuerklasse deines Mannes. Wir haben auch 3/5.

                        • (19) 20.04.18 - 12:31

                          Genau, mit 4/4 hätten wir insgesamt weniger. Aber auf meiner lohnabrechnung und dem, was ich letztlich monatlich verdiene, habe ich durch die ganzen Abzüge sehr viel weniger. Unverheiratet hätte ich lohnsteuerklasse 1 und damit nicht so viele Abzüge. Aber genau das ist mir ja egal. Ich rechne doch nicht, was ich weniger oder mehr durch eine Heirat habe. Das ist mir doch in einer Ehe völlig gleichgültig.

                          • (20) 20.04.18 - 12:48

                            Was *ich* hab ist in einer Ehe oder eheähnlichen Beziehung völlig gleichgültig. Es zählt ja, was *wir* zusammen haben.

                            Ihr habt euch also insgesamt finanziell verschlechtert und gemeinsam weniger Geld als ihr unverheiratet zusammen hättet?

                            Ich find ja auch den Freibetrag bei der Erbschaftssteuer ein gewichtiges Argument für die Ehe.

                            (21) 20.04.18 - 12:52

                            Bei uns gibt es eben nicht nur und ausschließlich ein uns sondern daneben auch ein mein und dein.

                            Und ja, natürlich haben wir uns finanziell durch die Ehe verschlechtert. Aber wegen weniger gemeldet haben auf die Ehe verzichten ist doch schwachsinn, wenn einzm Geld nicht so wichtig ist wie die Ehe an sich. Und genau das ist es bei uns. Geld ist uns weniger wichtig als die Ehe als eben diese.

                            (22) 20.04.18 - 13:15

                            Mein und dein, im Sinn von sein Motorrad und meine Bücher, sein Werkzeug, meine Backformen? Selbstverständlich.
                            Aber unser Geld und unser Haus.Und da kommt verheiratet bei uns mehr raus als unverheiratet.

                            (23) 20.04.18 - 13:17

                            Nun, bei uns gehört das haus ausschließlich meinem Mann. Seine Großeltern haben es erbaut, sein Vater hat es ihm vererbt, seine Mutter hat lebenslanges im Haus und ich bin hier nur eingezogen. Aber gehören tut es komplett meinem Mann allein.

                            (24) 20.04.18 - 13:18

                            Lebenslanges Wohnrecht

                            (25) 20.04.18 - 13:31

                            Ja, okay, sowas gibt es hier auch, mein Mann hat auch noch sein halbes Elternhaus und eine halbe Wiese, womit ich nichts zu tun hab.

                            Aber das führt schon wieder zu weit weg . Ich meine ja das Einkommen. Teilt ihr das auch in mein und dein; dann wäre 3/5 Ja wirklich ungünstig?

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