Freund wird immer abwesender...

    • (1) 21.04.18 - 18:46
      Hilflose..

      Hallo,
      bin seit einiger Zeit stille Mitleserin, doch nun muss ich auch endlich mal Dampf ablassen.
      Mein Freund und ich sind seit 5 1/2 Jahren zusammen.Ich habe bereits einen Sohn von 6 Jahren.Wir sind nach 8 Monaten bereits zusammen gezogen, war damals noch in der Ausbildung zur Altenpflegerin. Natürlich kriselte es hin und wieder einmal bei uns.Aber in letzter Zeit( seit ca 3 Monaten) kracht es zwischen uns ganz gewaltig.Wir sind seit Dezember 2017 in der Verbraucherinsolvenz. Er verdiente damals im Durchschnitt 1300 Euro mittlerweile 2750 Euro ( davon werden 500 Euro an den Insolvenzverwalter gezahlt).Ich habe monatlich ca 1800 Euro zur Verfügung.Allerdings gibt es zurzeit immer öfter Streit da mein Freund sich anscheinend lieber in seiner Scheinwelt flüchtet und unser hart verdientes Geld ins Casino steckt.Ich weiß nicht mehr weiter.Wie soll ich dazu noch reagieren??? Trennung? Gibt es für uns noch eine Chance??
      Sorry für den langen Text, bin immernocg ganz aufgewühlt

      • Er verdient 2750 netto? (oder doch brutto?)

        Falls er die 2750 netto verdient und keine weiteren Unterhaltsverpflichtungen etc hat dann sind die 500 Euro an den Insolvenzverwalter auf jeden Fall zu wenig. Da können noch ordentliche Schwierigkeiten auf ihn zukommen! Hat er sein aktuelles Gehalt auch mitgeteilt?

        Im Casino Geld verspielen ist der nächste Punkt. Wenn man sich das leisten kann, ja dann bitteschön machen (der Betreiber freut sich), das kann dein Freund aber nicht.

        Hast DU zumindest Deine Finanzen mittlerweile im Griff?

        Mit einem Menschen der immer nur in Scheinwelten (egal aus welchem Grund) flüchtet kann man auf jeden Fall auf Dauer nicht glücklich werden....

        • 2750 Netto.
          500 Euro werden vom Insolvenzverwalter direkt abgezogen, mal mehr mal weniger.Mein Freund arbeitet in der Dauernachtschicht und da ist das Geld ja nicht pfändbar.
          Ich habe meine Finanzen absolut im Griff und habe eindeutig draus gelernt.Als Mutter muss ich für mein Kind da sein.Und den Fehler habe ich einmal gemacht.Habe heute mit meiner Mutter gesprochen und werde vorübergehend bei ihr unterkommen. :)

      (4) 21.04.18 - 21:05
      Spielsuchtpartnerin

      Hi, das ist spielsucht. Mindestens Tendenz dazu.
      Ob die Beziehung sowas aushält, wird sich zeigen.
      Mein Rat, und ich weiß wovon ich rede: kein Bargeld rumkriegen lassen, PIN Nummern von bankkarten ändern etc. Nicht einlullen lassen. Du hast ein Kind, das musst du ernähren können.
      Sprich mit dem Insolvenzverwalter, wie sehr du drin hängst, wenn er was platzen lässt.
      Ich hab mit meinem Freund spielsucht inkl. Therapie, Nachsorge und nun freiwillige weiterbehandlung durchgestanden. Oft ist das die Hölle. Es ist schwer jemanden zu lieben, dessen Gedanken sich oft durch die Krankheit völlig absurd verhalten. Wir haben diesen weg geschafft. Aber da war kein Kind im Spiel. Ich denke, mit löwenmamagefühlen hätte ich nicht solange mitgemacht, sondern geschaut Kind und mich da raus zu holen.
      Darüber hinaus: such dir eine vertraute, mit der du reden kannst. Such dir eine Selbsthilfegruppe. Spielsucht ist hart für den Partner. Meist findest du nur Alkoholiker Gruppen, diese beschäftigen sich aber genug mit der coabhängigkeit vom Partner, um dich unterstützen zu können. Und: stell ihm gegenüber finanzielle Hilfe ein. Ich hab meinem auch oft den Arsch gerettet. Langfristig schiebst du so aber nur den Tiefpunkt raus und nix ändert sich.

      • Das hatten wir schon am Anfang unserer Beziehung durch.Aber nachdem nun die Krankheit seines Vaters bekannt wurde, verrennt er sich wieder in seine Scheinwelt.Aber diesmal muss er da alleine durch.Ich muss jetzt nur noch für meinen Sohn da sein.Und ich muss schon genug machen, in der Alten und Krankenpflege gibts ja so schon kaum Freizeit ^^

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