Streit, mein Mann sagt, ich mache zu viel für mich

    • (1) 22.04.18 - 15:12
      Piloni

      Hallo,
      Wir haben zwei Kinder im Gundschulalter, ich arbeite viel da ich selbständig bin, mein Mann arbeitet auch ,aber in Teilzeit, 32 Stunden.
      Am Wochenende brauche ich Zeit für mich, gehe joggen, möchte ausschlafen und einfach vorm PC sitzen.
      Ich weiß, dass das nicht ok ist, und versuche daher auch, dass wir einmal im Monat Sonntags was unternehmen.
      Ich habe eine 6 Tage Woche und bin Sonntags platt und oft genervt von Aktivitäten wie Spielplatz wo so viel Rummel ist oder Zoo...
      In der Woche komme ich gegen 20.00 nach Hause, dann bon ich froh wenn die Kinder schlafen, was aber mittlerweile nicht mehr der Fall ist , da sie jetzt älter sind.
      Oft ist es dann noch laut hier und das stört mich schon, denn warum können die Kinder sich nicht ruhig beschäftigen?
      Ich sehe es schon ein, dass ich wirklich wenig da bin und oft genervt, wenn ich zu Hause bin.
      Mein Mann versucht mich zu verstehen, aber sagt auch dass er findet, ich müsste weniger arbeiten, aber wie soll das gehen?
      Wenn ich versuche, Zeit mit der Familie zu verbringen,wird es mir schnell zu viel. Ich merke einfach dass ich eigentlich nur Ruhe brauche.
      Nun ist mir klar dass das mit Familie nicht vereinbar ist, aber mein Bedürfnis nach Zeit für mich uns Ruhe ist nun mal da und auch essentiell für mein seelisches Gleichgewicht.
      Wo kann da ein Kompromiss sein?
      Ich fühle mich zunehmend unwohl, da ich weiß dass ich da die Erwartungen nicht erfülle und das führt dazu, dass ich mich noch mehr zurück ziehe.
      Vielleicht sollte ich noch erwähnen,dass ich eine leichte Form von Autismus habe und oft depressiv bin.

      • (2) 22.04.18 - 15:19

        Nun, erstmal möchte ich dich fragen, warum ihr euch für mehrere Kinder entschieden habt, wenn du doch so ein großes Bedürfnis nach ruhe hast. Das das mit einem Kind nicht umsetzbar ist, hat man ja spätestens nach dem 1. Kind merken müssen. Dann würde ich dir vorschlagen, dass du dir berufliche Entlastung suchst indem du einen stellvertretenden Mitarbeiter oder Chef einarbeitest, so kannst du dir beruflich mehr Freiheit und somit mehr Freizeit schaffen. Und dann würde ich dir dazu raten, therapeutischE Hilfe in Anspruch zu nehmen um mit den Depressionen umgehen zu lernen und mit deiner autismus Erkrankung besser umgehen zu lernen.

        • (3) 22.04.18 - 16:22

          In Therapie bin ich fast seit 20 Jahren mit Unterbrechungen und gehe regelmäßig auch zu einem Psychiater.
          Es wird mal besser und mal schlechter, ist aber nicht weg therapierbar, ich hab schon viel erreicht, und arbeite immer noch an mir, aber anscheinend genüge ich den Ansprüchen nicht und werde das auch nie.

          • (4) 22.04.18 - 16:28

            Den Ansprüchen genügen klingt nicht danach, als ob die jemals klar gewesen ist, was Familie sein eigentlich bedeutet. In einer Familie ist man für einander da, verbringt gern zeit mit ihr und sie ist einem höchstens ab und zu mal lästig. Man WILL mit seinen Kindern zeit verbringen. Das hat nichts mit Ansprüchen zu tun sondern mit dem Grundgedanken einer Familie. Liebe, nähe, Geborgenheit, Zuverlässigkeit, erziehen, zeit mit einander verbringen WOLLEN, die Menschen gern um sich zu haben um IHREN Willen nicht um damit etwas für sich zu erreichen. Du hingegen siehst in einer Familie nur etwas, was DIR etwas bringt. Der Gedanke ist aber völlig falsch in einer Familie. Msn tut Dinge uneigennützig um andere glücklich zu machen. Du hast eine Familie aus den falschen gründen gegründet.

              • (7) 22.04.18 - 18:09

                Mit dieser Antwort komit MAN Kindern gut. Es geht um zeit miteinander. Wer die nicht miteinander verbringen WILL, sollte keine Familie gründen WOLLEN. Es geht nämlich um zeit miteinander und nicht darum, dass nur einer einen nutzen von Familie hat.

                • (8) 22.04.18 - 18:11

                  Woher nimmst du denn die Überzeugung, dass das, was du für normal, gut und richtig hältst, für den Rest der Menschheit gelten muss? Menschen gründen aus ganz unterschiedlichen Motiven Familien und haben verschiedene Prioritäten und Wünsche, die sie damit verbinden.
                  Deine Selbstgefälligkeit mag für dich funktionieren. Menschen, die nach Rat suchen, hilft sie nicht.

                  • (9) 22.04.18 - 18:17

                    Du willst mir jetzt nicht sagen, dass Kinder es toll finden, mit einem Elternteil so gut wie nie zeit zu verbringen?

                    Die sucht aber hier keinen Rat, sondern es ist der immer wiederkehrende Troll, dem seine Kinder lästig sind und sie am liebsten garnicht zu Gesicht bekommt. Und das ist ein Thema was immer und immer wieder zum Aufmsichen taugt wie man sieht #augen

          (11) 22.04.18 - 20:26

          Ist denn dieses genervtesten von Familie immer da, brauchst du immer soviel Ruhe?

          Oder gibt es auch hier Phasen?

          (12) 23.04.18 - 06:03

          Familie LEBT man und hat garnichts mit Ansprüchen erfüllen zu tun.
          Wenn einem alles zu viel wird dann setzt man Prioritäten. Du hast die gesetzt....Für deine Arbeit.

          (13) 23.04.18 - 11:36

          Hallo,

          ich bin der Ansicht, dass deine anhaltende Instabilität die Krux ist. Darüber hinaus ist die Krux, dass du sehr viel arbeitest und dann vor dem Hintergrund deiner eigenen Instabilität für alles weitere nicht mehr belastbar bist. Das geht so nicht, da kannst du sehr wohl selbst ansetzen, in dem du bzgl. Arbeit die Belastung reduzierst, um für andere Dinge und Verbindlichkeiten wieder belastbarer zu sein. Wenn du das jedoch nicht möchtest, dann hast du ja deine Prioritäten gesetzt und deine Familie sollte das Recht haben, zu wissen, wie deine Haltung hierzu lautet.

          Aber davon abgesehen.

          Wer zur Hölle hat dich für untherapierbar erklärt und welche Form der Therapien hast du gemacht? Und bist du jetzt überhaupt in einer? Kriegst du ne Medikation?

          LG

    (14) 22.04.18 - 15:22

    Wie viele Stunden arbeitest du denn in der Woche und als was.
    Benötigt ihr dringend das geld oder würde auch weniger alle Ausgaben decken?

    Und täglich grüßt das Murmeltier.... #augen

(17) 22.04.18 - 15:36

Du willst mehr Zeit für dich. Du willst, dass die Kinder schlafen, und Dünste am besten unter der Woche gar nicht zu Gesicht bekommst. Du willst am Wochenende ausschlafen.
Und du brichst dir nen Zacken aus der Krone ein mal am Sonntag im Monat was mit der Familie zu unternehmen, dann aber nur zu deinen Bedingungen.

Ich wünsche deinem Mann und dir baldmöglichst die Erkenntnis, dass Familie auch ohne Dich geht. Du ausziehen kannst und schlafen, arbeiten und die Kinder nicht mehr sehen musst. Und dein Mann hoffentlich eine Frau mit mehr Familiensinn findet.

  • (18) 22.04.18 - 15:38

    Ich wollte es nicht schreiben, aber gedacht habe ich das selbe.

    • (19) 22.04.18 - 17:23

      Und ich denke mir gerade, das viele von euch anders denken/schreiben würden, wenn hier ein Mann diese Geschichte geschrieben hätte! Ein Mann, der ne 50+ Stunden Woche hat, und das Geld nach Hause bringt, dafür aber im Ausgleich auch öfter seine Ruhe haben will, ist gesellschaftlich noch weitaus akzeptierter, als wenn eine Frau dieses Arbeitspensum hat.

      Klar heißt es dann auch immer "der Mann muss doch an der Familie teilhaben! Der Mann will/soll doch auch was von seinen Kindern haben!", aber trotzdem ist es heutzutage anscheinend immer noch Gang und Gäbe das die Frau einen Mini-/Teilzeitjob hat und gleichzeitig zu Hause alles schmeißt, während der Mann durch viel Arbeit das Hauptgeld nach Hause bringt, dafür aber nicht viel mit Haushalt und Kindern zu tun hat. Ist der Fall mal anders herum, heißt es "Familienplanung war halt eine Fehlentscheidung von dir!". Wie oft sagt ihr tatsächlich solche Sätze zu Männern mit 6 Tage Woche und anstrengendem Job? Sehr schade...

      • (20) 22.04.18 - 17:26

        Nein, das gleiche würde ich auch eintn mdnn schreiben..Ich verstehe weder mdnn noch Frau, die eine Familie gründen aber sich keine zeit für eben diese nehmen. Die kinder müssen das nämlich ausbaden..Ich finde sowohl Väter ganz furchtbar, die ihre Familie kaum sehen und die sich eben auch keine zeit für sie nehmen WOLLEN als auch Frauen. Familie heißt eben, für seine Kinder da zu sein und dies auch zu WOLLEN. Warum sonst gründet man eine Familie?

        Wenn mein Mann so denken würde und wir ihm lästig wären, wäre er die längste Zeit mein Mann gewesen

        • (22) 22.04.18 - 17:46

          Dann Respekt an euch beide, wenn ihr tatsächlich JEDEM Mann mit Managerposten oder ähnlichem diese Aussage entgegen bringen würdet! Die meisten Frauen ticken da tatsächlich anders...

          • (23) 22.04.18 - 17:54

            Mein Mann ist in der Landwirtschaft groß geworden, die Eltern haben beide von morgens 6.00 bis abends 20.00 gearbeitet und sein Bruder tut das heute noch, zusammen mit seiner Frau und die haben auch Kinder und kaum Zeit
            Urlaub ist da gar nicht drin, im Sommer ist Erntezeit, dann sind 80 Stunden normal und das wenn die Kinder Ferien haben.
            Mein Mann und unsere Kinder helfen dort im Sommer auch meist mit damit die Arbeit überhaupt zu schaffen ist.
            Von daher fahren wir im Sommer eh nicht weg.
            Da hab ich noch nie gehört, Landwirte dürften aufgrund dieser völlig obligatorischen Arbeitszeiten keine Kinder bekommen.

            • (24) 22.04.18 - 18:01

              Da arbeiten bzw. Helfen die Kinder aber auch mit und verbringen so zeit MIT ihren Eltern und genau darum geht es. Um zeit MIT einander.

              • (25) 22.04.18 - 18:23

                Die ersten 8 bis 10 Jahre können sie noch nicht helfen und sind dann den ganzen Tag zu Hause, bei Großeltern oder Tanten.
                D.h in den ersten Lebensjahren verbringen die Kinder eben kaum Zeit mit den Eltern.
                Im Kuhstall ist es viel zu gefährlich für kleinere Kinder, ebenso bei der Ernte bzw.Feldarbeit.
                Du stellst dir das zu idyllisch vor.
                Mein Mann ist von seiner Oma groß gezogen worden, die Eltern haben beide keine Zeit gehabt.
                Erst als er mit anpacken konnte, ist er langsam etwas mehr eingebunden worden und hat etwas mehr Zwit mit den Eltern verbracht.

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