Unterschiedliche Erziehungsstile

    • (1) 04.05.18 - 12:38

      Hallo

      mein Mann und ich haben uns immer öfter in den Haaren wegen der Mithilfe der Kinder am Haushalt. Wir haben 4 Kinder und ich arbeite 30 Stunden, da finde ich, sollten die Kinder doch auch einiges im Haushalt mit helfen. Ich bin weder ihre Putzfrau noch ihr Dienstmädchen. Natürlich haben sie keine Lust darauf und es wird mehr schlecht als recht und mit viel Motzen erledigt. Wenn überhaupt. Wir haben zwei große (Teenies) und zwei Kleine (Kiga und Grundschule) und ich finde jeder sollte seinen Beitrag leisten hier. Doch meinem Mann brauche ich damit nicht zu kommen, schließlich macht er selbst sehr wenig :-( Wie geht ihr damit um? Ich habe schon gesagt ich werde bald streiken und überhaupt nichts mehr machen. Das kann es aber auch nicht sein. Danke für einen Rat!
      GLG Antipasti

      • Das hat nichts mit Erziehungsstil zu tun.

        Dein Mann hat vermutlich Angst, dass er auch mehr tun muss, wenn die Kinder dazu herangezogen werden.

        • Dass er nicht viel macht außer den Garten und die Autos, daran habe ich mich schon gewöhnt. Er arbeitet auch viel. Aber die Kinder sollten sich Nachmittags schon auch Zeit nehmen um ihre Zimmer, ihre Bäder in Ordnung zu halten, Spülmaschinen aus und einräumen oder Wäsche aufzuhängen. Es ist auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung und ich verstehen schon dass sie lieber Freunde treffen oder chillen. Aber jeder sollte mit anpacken, oder nicht?

          • >>>Aber jeder sollte mit anpacken, oder nicht?<<<

            Ja sicher.

            Um das "anzuordnen" brauchst du keine Zustimmung deines Mannes. Allerdings fällt dir das mit der Mithilfe der Kinder etwas spät ein.

            • ich versuche das schon lange einzuführen, aber ich stehe da alleine mit meiner Meinung. Und immer hieß es, sie sind noch so klein, lass sie doch. Nun ist meine Tochter schon 14 und hat immer noch keinen Bock.

              • Wenn es bei euch so läft, dass das Ressort "Haushalt" nur deine Sache ist, sollte dein Mann sich gefälligst raushalten, WIE du das organisierst.

                Er hat gut reden, die Kinder zu "schonen", die Mehrarbeit hat ja nicht er, aber macht sich damit Liebkind bei den Kindern. Warum kümmert dich, was er dazu sagt?

                >>>Nun ist meine Tochter schon 14 und hat immer noch keinen Bock.<<<
                Das liest sich schon fast lustig. Bock auf Hausarbeit entwickelt sich ganz sicher nicht mit zunehmendm Alter, eher im Gegenteil.
                Ich würde einen Teufel tun und drei Bäder putzen. Schließ mal für ein paar Tage zwei davon ab mit der Begründung, dass mit diesem Luxus Schluss ist, wenn das nur auf deinen Rücken geht.

                • "Bock auf Hausarbeit entwickelt sich ganz sicher nicht mit zunehmendm Alter, eher im Gegenteil."

                  Sogar sehr genau genommen im Gegenteil: Der Bock ist ja durchaus da, wenn die Kinder klein sind. Allerdings muss man sich auch mithelfen lassen, selbst wenn das Ergebnis subperfekt ist. Dies zuzulassen fällt meiner Erfahrung nach den Hausfrauen sogar schwerer als den Hausmännern.

              Ich bin bald 38 und habe noch immer keinen Bock. Das ist ja nicht der entscheidende Punkt. Es geht darum, dass man die notwendigen Tätigkeiten, auf die keiner Bock hat, fair aufteilt.

    Je nach Alter finde ich es völlig Legitim das die Kinder mit anfassen.
    Wir haben eine 13 jährige Tochter, diese MUSS ihre Wäsche selbst waschen und aufhängen macht sie das nicht hat sie ebend nichts anzuziehen... sowie tägl.die Tiere (2 Katzen und Hund) füttern.
    Der kleine ist 9 der saugt tägl. Das Wohnzimmer und sammelt die Pfandflaschen die sich komischerweise immer in die Zimmer der Kinder verirren am Wochenende wieder ein.
    Beide müssen abwechselnd den Tisch decken oder abdecken und hin und wieder bei der Spülmaschine helfen....

    Das muss auch sein denn wir Arbeiten beide und ich kann mich nicht zerreissen und habe auch keine Lust am Wochenende ständig zu Putzen.
    Mein Mann muss derzeit Kochen und kümmert sich um unsere Autos wenn Reparaturen anstehen oder ebend um den Garten...

    Und wenn doch mal etwas liegen bleibt ist das auch kein Weltuntergang...
    Aber wenn die Kinder nicht mit anfassen und alles an mir kleben bleibt dann hab ich am Wochenende keine Zeit für Spas oder Ausflüge und wir bleiben alle daheim zum Putzen das will hier niemand und deswegen läuft das eigentlich recht gut..

    Liebe Grüsse

    • So stelle ich mir das auch vor, doch es läuft einfach nicht. Sie räumen nicht auf, er sagt es sind doch Kinder, gönne ihnen den freien Nachmittag mit Freunden usw. Dabei dauert das Bad putzen vielleicht 30 Minuten. Oder Wäsche aufhängen 10 Minuten. Aber wenn man keine Lust hat, dann geht es natürlich nicht und sie berufen sich dann auf ihn.

Warum forderst du Mithilfe von deinen Kindern und nicht auch von deinem Mann?
Macht doch einen Plan mit den Aufgaben, die zu machen sind und teilt sie dann auf.

  • mein Mann macht den Garten, Sachen am Haus und wenn etwas mit den Autos ansteht. Da er oft erst um 19 Uhr heim kommt, bleibt nicht so viel Zeit und ich erwarte dann auch nicht, dass er noch etwas machen soll. Doch die Kinder sind teilweise um 13 Uhr oder 16 Uhr zu Hause und ich finde schon, sie könnten etwas machen. Ich muss oft 3 Bäder putzen, weil es sonst so dreckig ist, dass man keinem Besuch das zumuten kann. Ich hätte schon erwartet, dass die Teenies ihr Bad selbst putzen. (12 und 14) Oder Wäsche aufhängen, Spülmaschine ausräumen, die Kleinen sollen wenigstens Tisch decken und abräumen, ihre Zimmer aufräumen usw.

    • Aber das hat ja dann nichts mit deiner Überschrift zu tun. Du hast es schlicht vernachlässigt, deine Kinder in die alltäglichen Sachen einzubeziehen.

      Bei mir müssen meine Kinder (4 und 6) auch schon Sachen machen. Z.Bsp. Tischdecken: wenn sie es nicht machen, bleibt ihr Platz eben ohne Teller, Besteck usw. Ihre Wäsche aufräumen.... sonst ist irgendwann keine Unterhose mehr da. Das haben sie auch recht schnell verstanden und außerdem bleibt dann für alle mehr Zeit, zusammen schöne Dinge zu machen.

    Aber warum sollten sie, wenn du es doch machst?

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