Haushaltsgeld Seite: 2

        • Was sollte ein gemeinsames Konto denn ändern? Da lässt er sich sein Gehalt eben auf ein anderes Konto auszahlen und auf dem gemeinsamen Konto sind dann genau die 8 EUR drauf, die jetzt auf ihrem Konto drauf sind. Es handelt sich offensichtlich um ein zwischenmenschliches Problem, kein banktechnisches.

          Wir haben z.B. auch getrennte Konten und berechnen regelmässig die Höhe einer angemessenen Ausgleichszahlung, damit der Zugewinn gleichmässig verteilt ist.

          • Ausgleichszahlung...Zugewinnn...angemessen....Ja, das schreit nach einer tollen Beziehung. Bravo. Viel "Spaß"noch. #rofl #klatsch

            • Ich habe mit meiner Frau noch nie über Geld gestritten. Ich finde es wichtig, dass Vermögen und Einkommen fair aufgeteilt werden. Die Leute können von mir aus lachen, aber wenn man hier in den Foren mitliest, was so alles passiert, würden viele Leute mit unserer Lösung sicher besser fahren. Über Geld zu diskutieren ist sicher nicht besonders romantisch, aber eine faire Lösung, bei der kein Partner benachteiligt wird, und die überdies hinaus auch tragfähig ist, wenn einem der Partner etwas zustossen sollte, bindet beide Partner in die Verantwortung ein, eliminiert einen typischen Streitherd, und verhindert, dass Geld bei Streitigkeiten als sachfremdes Druckmittel eingesetzt wird.

              Gibt's hier und im RL zuhauf: "Wir lieben uns doch", "brauchen wir nicht", "wie unromantisch". Man muss in diesem Forum wirklich nicht lange suchen, um dann die Negativbeispiele zu sehen, was alles passieren kann, wenn mal ein paar Jahre ins Land gezogen sind.

              • Nun, deine Theorie trifft zu, wenn man immer zu wenig Geld hat und/oder wenn ein Partner sehr zum Geldrauswerfen neigt. Wir verdienen in etwa beide gleich (weil ich jetzt die 5er Lohnsteuerklasse habe, damit mein Mann nicht so traurig ist ;-)), haben mehr als genug Geld und sind beide sparsame Menschen. Außerdem bedeutet uns Besitz sehr wenig - außer unser Haus, aber das haben wir ja gemeinsam. Wir sprechen größere Ausgaben ab, weil wir das normal finden, nicht weil es ein Partner "so will". Der Luxus, den wir uns gönnen, ist Reisen, aber auch das machen wir gemeinsam.

                Wir hatten durchaus auch Zeiten, wo einer sehr wenig verdiente (am Anfang der Ehe studierte mein Mann noch, dann war ich mal ein paar Monate länger als 1 Jahr in Elternzeit - bzw. auch das Elterngeld ist ja weniger als der Verdienst). Das war aber vorher so abgesprochen und der andere leistet ja in der Zeit andere Beiträge für die Familie als finanzielle (z.B. macht der, der mehr daheim ist, halt einfach mehr im Haushalt). Deshalb finde ich es erniedrigend, wenn dann einer "Taschengeld" vom anderen bekommt. Das geht doch nicht.

                • Es geht nicht um "Taschengeld", sondern darum, dass der Vermögenszuwachs bei beiden etwa gleich ausfällt. Ich wüsste nicht, was daran erniedrigend sein sollte.

                  Weisst du, wie oft ich in diesem Forum schon Zeugs wie "gemeinsames Konto leergeräumt", "musste Vorschuss beim Sozialamt beziehen" (sinngemäss, der tatsächliche Name der deutschen Behörde fällt mir gerade nicht ein) usw. gelesen habe? Das geht bei uns nicht. Das hat nebenbei den Effekt, dass man bei allfälligen Betrugsfällen als Familie noch liquide bleibt. Die Differenz zwischen unseren zusammengezählten Einkommen und unseren zusammengezählten Ausgaben wird auf unsere Konten verteilt. Ich zahle ausserdem noch zusätzlich in ihre Pensionskasse ein, da ich ja "Schuld" daran bin, dass sie in die Schweiz gezogen ist und ihr mehrere Beitragsjahre fehlen.

                  Am Rande: "Uns bedeutet Besitz sehr wenig - ausser unser Haus" klingt in Schweizer Ohren etwas seltsam, ich würde ein Haus als die ultimative Form des Besitzes ansehen, nur 15% der Bevölkerung wohnen in einem, das ihnen (bzw. Partnern, Eltern etc.) gehört, aber das ist nun themenfremd.

          Da bin ich echt über meinen Mann noch mehr froh, wenn ich sowas hier lese. Bei uns war Geld noch NIE NIE NIE ein Thema, wir sind ein Paar und rechnen nicht hin und her geschweige denn mit Haushaltsgeld.
          Es zahlt mal der eine, mal der andere - denn im Grunde ist doch alles ein Topf.

    (33) 06.05.18 - 09:42

    Hallo

    Sorry, aber das lässt du dir gefallen? Ihr seid doch ein Ehepaar! Versehe da dieses deins und meins nicht. Er behältt sein Gehalt, Kindergeld alles für sich und teilt dir 450 Euro zu für 5! Persoenen?
    Das geht gar nicht. Ich würde ihm mal vorrechnen, was allein an Unterhalt den Kindern zustehen würde.

    (34) 06.05.18 - 09:50

    Sind es auch seine Kinder? Reiche die Scheidung ein und lass den Unterhalt berechnen. Da wird der Herr sich aber wundern, dass du weit mehr als 450€ bekommen wirst.

    Was für ein widerlicher „Mann“ und „Vater“.

    Wenn ich darüber nachdenke, dass mein Mann sein letztes Hemd für uns geben würde und deiner euch mit 8€ dastehen lässt, krieg ich das kotzen. Und weil du dir das gefallen lässt und deinen Kindern so vorlebst, bist du nicht besser.

    (35) 06.05.18 - 09:50

    Ok, wenn du dein Hobby von deinem Geld finanzierst. Aber was macht denn dein Mann mit dem, was er verdient? Sein gesamtes Einkommen wird ja wohl kaum für Versicherungen und Rückzahlungen draufgehen.

    Ich persönlich bin kein Freund von getrennten Konten in der Ehe. Wenn man das trotzdem möchte: Ausgaben, die die gesamte Familie betreffen, sollten von einem gemeinsamen Konto abgehen. Dein Mann kann nicht verlangen, dass du von deinem Mini-Verdienst alle durchfütterst. Die Kinder sind ja auch zur Hälfte seine. Wenn du zwei Minijobs hast, gehe ich mal davon aus, dass du den größeren Teil der (unbezahlten) Familienarbeit machst. Das muss auch jemand machen, sonst wäre eine Familie mit drei Kindern gar nicht möglich.

    Seid ihr in finanziellen Schwierigkeiten? Dann könnte ich verstehen, dass dein Mann dein Hobby vielleicht für zu teuer empfindet.

    Redet doch mal miteinander. Schmeißt euer Geld zusammen. Macht einen Plan mit Einnahmen/Ausgaben/Sparen. Und vom Rest bekommt jeder Partner etwas Geld für ein Hobby.

    • (36) 06.05.18 - 10:11

      Hallo,
      Er bezahlt Versicherungen, Darlehen und die paar EUR an seine Mutter (wohnen bei ihr mit im Haus).

      Ich mach die komplette Hausarbeit, kümmere mich darum, dass die Kinder alle zu ihren Hobbys gebracht/geholt werden. Manchmal hilft mein Mann, räumt Geschirrspüler aus und er macht seine Wäsche. Nachdem ich seine beim Waschen immer aussortiert habe und er irgendwann ohne Kleidung da stand.
      Es ist für mich "okay", dass ich den Haushalt mache. Sofern ich nicht arbeiten gehe. Darüber beschwere ich mich nicht.

      Es wäre anders bestimmt schöner, aber ich bin kein Mensch, der einen anderen erwachsenen Mensch Arbeit "zuteilt". Wenn er sieht, dass der Mülleimer voll ist, muss ich ihn dann darauf hinweisen? Dann geh ich lieber selbst...

(37) 06.05.18 - 10:00

Guten Morgen,

Mit so vielen Antworten hab ich nicht gerechnet. Danke dafür.
Leider ist das keine ausgedachte Geschichte, sondern die harte Realität.

Ich hab in meinem Post vergessen zu erwähnen, dass ich das Kindergeld überwiesen bekomme. Das kommt aber erst am 10. Ich fand das sonst immer recht "praktisch". Erste Hälfte vom Monat das Geld von meinem Mann (und eben für "Sonderausgaben" das Geld von mir), die 2. Hälfte dann eben das Kindergeld.

Ich hab einen Job in einer Schule. Es hieß anfangs, dass ich mit meinen Stunden hochgeschraubt werde. Momentan arbeite ich dort im 2 Wochen Wechsel. Das ist eben eine gute Arbeit, wegen den Ferien. Bis vor 3 Wochen hatte ich zusätzlich einen Putzjob abends. Es hat "gereicht".

Mein Mann ist Finanzbeamter und mein neues Hobby kostet mich "nur" den Sprit dorthin. Klar summiert es sich, aber dafür nehm ich nicht das von meinem Mann verdiente Geld, sondern meines.

Es stand vor Jahren die Trennung im Raum. Ich war Anfang letzten Jahres beim Anwalt. Und dann haben wir entschieden, es nochmal zu versuchen. Es lief wie gesagt besser, mit einigen "schlechten" Tagen. Aber das ist denke ich normal. Dass er sich jetzt so derbe verhält, hätte ich ihm trotz aller Umstände nicht zugetraut.

Mir ist egal, wie er mit mir umgeht etc. Würde es nur darum gehen, dass ICH kein Geld zur Verfügung hätte... Aber es sind eben auch seine Kinder, die nichts zu essen haben :(

(43) 06.05.18 - 10:31

Hi,
wenn ich mit einem solch knausrigen Oberarsch verheiratet wäre, würde ich dafür sorgen, dass ich mehr arbeite, als nur zwei Minijobs. Du machst dich total abhängig von ihm. Was ist mit deinem Beruf? Kannst du darin nicht arbeiten?
Allerdings habt ihr beiden ja mal beschlossen, dass du wegen der Kinder zu Hause bleibst, was ja grundsätzlich in Ordnung ist. Er muss sich nicht um die Kinderbetreuung kümmern und du leistest einen kleinen Beitrag zur Finanzierung. Ein Modell, das man leben kann und das, was erwirtschaftet wird, steht dann beiden gleichermaßen zur Verfügung.
Dein Mann sieht das wohl anders, also müsst ihr dieses Modell ändern...


vlg tina

(44) 06.05.18 - 11:18

Gehe zu ProFamilia o. ähnlichen Einrichtungen. Die beraten dich meist kostenlos.
Lass deinen Unterhalt ordentlich berechnen und präsentiere das deinem Assozialen Mann. Als Finanzbeamter wird er ordentlich verdienen und dich UND seine kinder speist er mit lächerlichen 450€ ab?? Eine Haushaltshilfe würde ihn genausoviel kosten!

Dir stehen Hobbys genauso zu! Ein eigenes Leben und Interessen. Ich würde sehr ordentlich auf den Putz hauen und mich nicht länger an der (Schwäbischen-extrem-sparsam) Leine hängen lassen.

Solche Typen gehören genauso schlecht behandelt und ihnen mal klar gemacht, was es bedeutet auch noch betteln zu müssen...

Es gibt viele Beratungsstellen für Frauen in deiner Situation!

(45) 06.05.18 - 11:21

Hallo!

Sorry, aber du musst da raus, so schnell es geht. Erst mal zum Anwalt für Unterhalt für Dich und die Kinder.

Der Kerl würde allen ernstes seine Kinder verhungern lassen, das geht echt nicht!

(46) 06.05.18 - 11:59

Hi,

zuerst einmal solltest du dir wirklich Hilfe suchen und dein Leben ordnen und in den Griff bekommen. Du hast dich total abhängig gemacht und wirst selbst nicht die Kraft haben dich da alleine raus zu strampeln.

In deinem Text fehlen viele Informationen.

Wenn ich dich richtig verstehe hast du 580 Euro Kindergeld, 450 Euro Haushaltsgeld und dein selbst erwirtschaftetes Geld. Eigentlich sollte das für den Monat reichen und nicht am 05ten leer sein.

Kann es sein das ihr generell darüber streiter das du zuviel Geld aus gibst?

Aber egal, hier klagen hilft nicht.

Job suchen der was abwirft, dazu eine nicht zu teure Wohnung und Unterhalt berechnen lassen. Sann kannst du sehen ob du alleine klar kommst.

Gruß Ornella

(47) 06.05.18 - 12:37

Ich sehe das nicht so krass wie die anderen hier ("du musst da raus"), kenne allerdings deine älteren Beiträge nicht.

Du hast monatlich 588€ Kindergeld, 250-300€ von deinem Gehalt und 450€ vom Gehalt deines Mannes zur Verfügung. Also 1238-1288€ für tägliche Anschaffungen und Ausflüge. Miete, Versicherung musst du davon nicht bezahlen. Größere Anschaffungen wie Auto, Urlaub oder Waschmaschine wahrscheinlich auch nicht. Ich finde das nicht zu wenig Geld, insbesondere für eine Familie in der nur einer voll arbeitet und der andere nur sehr wenig.

Eine andere Sache ist, wie du und dein Mann anscheinend miteinander umgeht. Ihm passt etwas nicht und er zieht daraus sehr radikale Konsequenzen. Anscheinend ohne mit dir vorher darüber zu reden, ob man etwas ändern könnte und er ist auch bereit, eure Kinder mit hineinzuziehen. Das ist natürlich sehr unschön, aber wir können hier nicht darüber urteilen, was dafür die Gründe sind. Auf der einen Seite des Spektrums wäre es möglich, dass dein Mann ein Psychopath ist, der dich klein halten will und dem dazu jedes Mittel recht ist. Auf der anderen Seite des Spektrums ist aber ebenso ein Szenario denkbar, in dem deine Streit-/Kommunikations-Kultur genauso unterirdisch ist und er deshalb keinen anderen Weg weiß, an dich heranzukommen. Und dazwischen gibt es jede Menge denkbarer Konstellationen, die sein Verhalten erklären könnten.

Verhungern werden deine Kinder sicher nicht, du kannst doch mit ihnen bei der Oma essen gehen. Gerne auch mit der Erklärung dazu, dass ihr Sohn bisher vergessen hat, dir das Haushaltsgeld zu überweisen.

Und dann müsst ihr beide vernünftig miteinander reden. Was genau stört ihn an deinem Hobby und gibt es eine Lösung mit der ihr alle glücklich seid?

  • (48) 06.05.18 - 12:48

    "Was genau stört ihn an deinem Hobby"

    Vielleicht der "Bekannte"...?

    https://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/4967371-freundschaftsdienst-bezahlung

    • (49) 06.05.18 - 15:44

      Du bist ja wieder gut im Stöbern ;-)

      Also das würde mich aber auch annerven, wenn mein Mann lediglich 250€ zum Haushaltseinkommen beitrüge, aber genug Zeit hätte, täglich einer Bekannten zu helfen. Der zu diesem Zweck verfahrene Sprit wäre nur ein zusätzlicher Aspekt.

      Auf der anderen Seite bezahlen manche natürlich viel Geld für eine Reitbeteiligung und da gehört Stall ausmisten vermutlich ebenfalls dazu. Insofern hat hier die TE durch ihren Bekannten einfach eine günstige Gelegenheit gefunden, sich dieses Hobby zu ermöglichen.

      Da soll sie sich nochmal mit ihrem Mann zusammensetzen und Unstimmigkeiten klären und eine Lösung finden.

      • (50) 06.05.18 - 15:59

        "Du bist ja wieder gut im Stöbern ;-)"

        #schein Danke, aber mich interessierte die Vorgeschichte.

        Obwohl ich sonst immer als erstes den Impuls habe, aufseiten der Frau zu stehen, sehe ich es wie du und eine Vorschreiberin, vielleicht gibt es da schon länger Diskussionen ums Geld. Mich brachte auch ihre Aussage drauf, dass sie es praktisch fände, wann die diversen Zahlungen eingehen würden. So ein Empfinden hatte ich seinerzeit vor über 20 Jahren, als ich überhaupt noch nicht gut mit Geld umgehen konnte und zudem auch noch aufs Geld achten musste: Am Ersten kam der Zuschuss zum Lebensunterhalt meines Kindes vom Sozialamt, am Zehnten kam der Kindesunterhalt, am 15. meine Ausbildungsvergütung und am 20. kam das Kindergeld - und so hangelte ich mich von Auszahlung zu Auszahlung durch den Monat.

        Es ist übrigens ein Bekannter, nicht eine Bekannte... Vielleicht wurmt ihn das auch, neben der Tatsache, dass sie trotz des Alters der Kinder beruflich nicht wirklich wieder eingestiegen ist.

Top Diskussionen anzeigen