Ich denke oft böse Dinge

    • (1) 14.05.18 - 22:32
      bienennest

      Guten Abend,
      es geht darum, dass mir immer wieder auffällt, dass ich sehr oft böse Dinge denke.
      Ich finde es selbst schlimm. Aber ich kann nichts dagegen tun.Eigentlich betrifft das ausschließlich nahe stehende Personen. So habe ich schon über meine eigene Mutter gedacht: wenn sie sterben würde, es wäre mir egal. Oder: Blumen pflanze ich dann keine.
      Es betrifft oft meinen Mann. Wenn wir Streit haben, denke ich: wenn er jetzt gegen einen Baum fährt und nicht mehr wieder kommt, ist es mir auch egal.
      Ich denke Dinge, die man sich niemals wagen würde auszusprechen. Weil sich das einfach nicht gehört.
      Aber die kommen mir in den Kopf. Dann denke ich: wie kannst du nur so etwas denken?
      Oder ich denke: wie kann man nur sowas anziehen, wenn man so fett ist. Oder: Die sieht so grässlich aus, dass sie (verwitwet) bestimmt nie wieder einen Mann findet.
      Oder: das Baby ist so hässlich. Bin ich froh, dass ich nicht mit so einem Gnom herum laufen muss usw.
      Manchmal denke ich, ich bin nicht normal und außer mir denkt niemand so etwas.
      Geht es jemandem vielleicht ähnlich? Oder bin ich einfach nur abnormal?

      • (2) 14.05.18 - 22:38

        Das ist durchaus normal solange die Gedanken nicht permanent sind.

        Jeder denkt mal schlimme Dinge.

        Zugegeben, über jemanden, den ich liebe denke ich so was nicht. Aber die Gedanken sind bekanntlich frei. Du darfst denken, was du willst. Dafür muss man sich auch nicht schönen. Und ich wette, jeder hat s hin mal gräfliche Dinge gedacht. Man meint es ja meist auch nicht so. Solche Gedanken kommen, wenn man eh wütend oder enttäuscht ist. Und so lange man es nur denkt, schadet man damit auch niemanden. Von daher, alles halb so wild.

        (4) 14.05.18 - 23:54

        Das klingt bei dir alles noch sehr normal.
        Ich hab hier einen schönen Bericht in Abgrenzung zu aggressiven Zwangsgedanken
        https://www.google.de/amp/s/www.vice.com/amp/de/article/dpea5k/ich-habe-furchtbare-angst-davor-meine-eltern-umzubringen

        Ich hab mir früher auch Gedanken gemacht, warum ich manchmal so aggressive Gedanken haben kann (mein Selbstbild von mir ist eher das einer liebevollen Persönlichkeit), aber Hass ist eben auch ein Teil von mir.
        Ich habe auch festgestellt, dass so ein Gedanke bei mir eher kommt, wenn ich mir hilflos vorkomme/mich einer Situation nicht entziehen kann (z.B in einer Straßenbahn, wenn jemand sich total daneben benimmt und man nicht rauskommmt)- evolutionär bin ich dann wohl auf "Flucht oder Kampf" getrimmt und da Flucht keine Option ist, kommen dann Aggressionen. Solange davon nix nach außen kommt, ist das kein Problem mehr für mich.
        Ich akzeptierte es- und dadurch wurde es noch weniger!
        Ich glaube daran, dass ich eigentlich ein guter Mensch bin (aber eben nicht perfekt) und dazu gehört eben auch das gesamte Emotionsspektrum.
        Solange du nicht aufgrund dieser Gefühle schädigend/gemein handelst und keiner wegen dir leiden musst: Die Gedanken sind frei!

      • Manche Leute sind sehr emotional und wenn sie wütend sind, schreien sie rum. Also nicht, dass sie den Partner lieber tot sehen wollen, sondern eher auf dem Level "Du hast sie doch nicht mehr alle." Dann knallen sie mit der Tür, hauen auf ein Kissen, weinen ein bisschen und dann ist die Wut meist verflogen. Diese extrovertierten Menschen mussten auch lernen, dass es Grenzen gibt, die nicht überschritten werden dürfen wie zum Beispiel das Gegenüber zu schlagen oder ihm lauthals den Tod zu wünschen

        Andere sind introvertierter und denken sich ihren Teil... und zügeln sich dabei nicht, immerhin hört das Gegenüber ja nicht, was sie denken. Und da kann man ansetzen und sich antrainieren, dass es Grenzen gibt, die auch in Gedanken nicht überschritten werden. Wenn der Gedanke kommt "hoffentlich fährt er gegen den Baum", dann schiebt man diesen Gedanken aktiv zur Seite und sagt sich: "Nein. Er ist mein Mann und ich bin jetzt gerade wütend auf ihn, weil... Aber, ich liebe ihn auch, weil... Deswegen will ich ihn nicht verlieren." Man ersetzt also negative Gedanken durch positive.

        Wenn man jemanden unvorteilhaft gekleidet sieht, trainiert man sich an zu denken: "MIR würde dieses Kleid nicht gefallen. Aber ihr anscheinend. Geschmäcker sind halt verschieden." anstelle von "sie sieht echt hässlich aus".

        Es ist total menschlich wütend zu werden. Und auch ganz normal, wenn der erste Gedankenblitz nicht nett ist. Das Problem kommt, wenn man diese negativen Gedanken zu lange zulässt und nicht aktiv zügelt. Dann hat man nämlich irgendwann eine so negative Sicht auf den Partner, dass man ihn am liebsten los wäre.

        ich habe solche Gedanken nicht und hoffe, auch viele weitere Menschen in meiner Umgebung nicht. Es ;-)
        Den Artikel mit den aggressiven Zwangsgedanken fand ich sehr gut.

      • Ich denke bis zu einem gewissen Grad ist das normal. Solche Dinge denke ich leider auch immer mal wieder. Früher habe ich auch öfters mal vor meinem Mann äußerst bissige Kommentare über andere fallen lassen. Bis er mich gefragt hat, ob mir das eigentlich noch auffällt #schock
        Ich habe lange drüber nachgedacht und mir überlegt warum ich das mache. Antwort: mangelnder Selbstwert. Indem ich andere runtermache, erhöhe ich mich vermeintlich. Aber bei Anderen erreiche ich damit das Gegenteil.
        Seitdem arbeite ich an mir und versuche bei anderen erstmal das Positive zu sehen, denn
        ich will ja auch nicht dass jemand so abschätzig über mich urteilt.
        Ich befürchte nämlich schon, dass so eine negative Aura irgendwann nach außen abstrahlt und das möchte ich nicht ;-)
        Nichtsdesto trotz bin ich aber eher realistisch und nicht als verblendeter Gutmensch unterwegs. Wenn das Kind häßlich ist, dann ist das halt so- aber deswegen kann es ja trotzdem superlieb sein und schließlich ist die Hauptsache dass die Mutter Ihr Kind toll findet :-)
        Fazit, behalte deine Gedanken weiterhin für dich und achte darauf. Versuche sofort wenn du etwas Negatives denkst, es in positive Bahnen zu lenken- denn du weißt ja:
        Karma is a Bitch :-p
        #winke

        (8) 15.05.18 - 08:34

        Hey das ist ganz normal. Es ist aber wichtig damit richtig umzugehen wenn man Probleme damit hat.
        Akzeptiere diese Seite als Teil von dir! Mach dir bewusst wenn diese Gedanken kommen und versuche ihnen auf den Grund zu gehen. Dann kannst du sie bewusst begrüßen als Teil von dir und sagen "Da ist ja das Teufelchen wieder!" und dann wird es auch schon bald wieder gehen.
        So kannst du dem Ganzen die Brisanz nehmen. Es sind nur die Leute ein Problem die ihre Impulse ausleben. Ich denke auch oft sehr abschätzig über meine Mitmenschen. Das geht aber schnell vorbei so wie bei dir auch.

        (9) 15.05.18 - 08:51

        Mit welchen Recht nimmst DU in Anspruch so über Andere zu denken?!
        Zu fett, häßlich usw....

        Bis du die Tollste?Nein!
        Bis du fehlerfrei?Nein!
        Und zig Leute denken auch so von dir!
        Du lenkst dich von dir ab bzw. lässt Aggressionen raus, die sich anstauen vielleicht dadurch das du dich nicht durchsetzen kann ....so fühlst du dich gut, bist aber letztlich ganz klein und ja, so ergeht es vielen und viele denken auch so wie du.

        Es gibt verschiedene Geschmäcker und das ist gut und interessant so.Stell dir vor alle wären wie du....oh man....möchte vermutlich kaum jemand und wenn doch, wäre es doch öde.

        Man kann sich seinen Teil denken, aber auch dazu, dass wenn es deinem Gegenüber gefällt, dann soll er es auch anziehen oder machen, genau wie du selber oder ziehst du nur an was der gesellschaft gefallen könnte...

        Leben und Leben lassen...

        Und ein Kind als häßlich oder Gnom zu sehen, ist schon sehr armselig...

        Du solltest lernen dich selber zu lieben mit allem was dich auch stört, denn das macht interessant, auch wenn manche vielleicht den Kopf schütteln...


        Ansonsten warte ab, es gibt ja das "nette" Karma....das lehrt in der Regel, früher oder später, jeden mal so einiges zu überdenken und dem auch anzugehen.

        • Du benimmst dich gerade nicht besser. Denken kann jeder was er will. Das ist weder verwerflich noch sonst was. So lange man es nur denkt schadet man niemandem.

          Ich finde Deinen Beitrag sehr übertrieben.
          Dein "Leben und leben lassen" kannst Du getrost mal selbst beherzigen!
          So viele andere Leute haben hier geschrieben, dass es völlig normal ist, dass man mal so denkt. Und ich kann mich nur anschließen. Warum soll man z.B. bei einem dicken Menschen, der sich unvorteilhaft kleidet auch NICHT denken, dass er das Kleidungsstück mal besser nicht angezogen hätte? Und auch Du wirst gewisse Dinge als "schön/hübsch" und "hässlich" empfinden. Das ist ein völlig normales Gedankenmuster. Und damit läßt auch niemand "Aggressionen raus". Es ist schlicht eine Wertung, nicht mehr. Solange man es nicht laut ausspricht und die Person damit verletzt, ist doch alles gut!
          Jeder urteilt über andere. Das ist ein ganz normales menschliches Verhalten.
          Und jetzt komm mal wieder runter von Deinem hohen Roß!

      Einige deiner Gedanken hab ich auch hin und wieder (was z.B. die Klamottenwahl mancher Leute angeht #schein), allerdings keine Todesfolgen bei mir nahestehenden Personen... das finde ich dann doch ganz schön heftig ehrlich gesagt #zitter

      Hallo!
      Gerade recht aktuell habe ich genau zu dem Thema einen Text geschrieben. Wenn Du ihn lesen magst! HIer!

      Sind Gedanken frei ?
      oder
      Warum es manche schaffen!

      Regelmäßig draußen an der Luft fangen die Gedanken mit wilden Geschrei das Bockspringen an. Manche völlig ungestüm, ohne Sinn und Verstand. Mit dem Ergebnis sich noch gerade so vom Bock abzustoßen, irgendwo zwischen Flug und Landung aber hängenbleiben, um komplett der Länge nach hinzuschlagen und verletzt und bewegungsunfähig auszufallen.

      Wenige schaffen es sich grazil und elfengleich leicht, aber schwungvoll über das Hindernis zu schwingen und trotzdem wie ein Fels in der Brandung sicher zum Stand zu kommen.

      Die übrigen Gedanken sind verwirrt. Sie verstehen nicht, was vor ihnen passiert. Sie wollen den am Bodenliegenden zu Hilfe eilen und kommen doch nicht durch. Breitbeinig und ohne auch nur ein bisschen zur Seite zu treten, bleiben die felsartigen Gedanken genau da wo sie landen einfach stehen. Sie können gar nicht anders. Sie wirken zwar leicht und beschwingt. Wenn sie aber erst einmal stehen, werden sie schwer und unfähig sich von der Stelle zu rühren. So kommt eins zum anderen und nichts geht mehr. Wer Probleme hat, sich das Szenario vorzustellen, dem hilft vielleicht ein Bildnis im menschlichen Kontext, welches jeder kennt.

      Menschen überall. Ein lautes Summen und Brummen ist zu hören. Man kann sich nicht bewegen. Es wird geschubst, gedrängelt. Gemischte Gerüche von süß bis „man weiß es nicht“, liegen der Luft. Man fragt sich nicht zum ersten Mal, was man hier eigentlich macht, obwohl Sonntag ist und bis vorhin doch alles in Ordnung war. Und wieder wird geschubst und gedrängelt. Man sieht auch gar nichts, außer dicke Steppjacken. Wenn schlecht läuft bekommt man von Zeit zu Zeit noch einen Rucksack in die Fresse oder von hinten die Hacken mit einem Kinderwagen blutig gefahren. Darin ein 5-jähriger Junge, der versucht seinen Weg mit einer Zuckerwatte zu markieren. Und gerade dann, wenn man denkt, „Jippie, jetzt geht’s voran!“ , bleibt der Vordermann abrupt stehen und bestellt Currywurst-Pommes am Seitenstand.

      So, oder zumindest ähnlich fies, stelle man sich also das Bild unserer Gedanken vor. Nichts geht mehr voran, bis folgendes passiert:
      Ein Gedanke kommt. Ein ganz Neuer. Vielleicht gerade erst eingereist, frisch von der Uni oder anderswo einfach raus geflogen. Egal! Es ist ein Großer und Mächtiger. Viel größer und mächtiger, als die Bisherigen.
      Dieser kommt also. Keiner weiß wann oder woher er kommt oder auch warum. Wenn er aber kommt, dann merken es alle. Die Ungestümen, die Felsenfesten, die Verwirrten. Denn dann geht ein heftiger Ruck durch die kopfeigene Turnhalle und die große Gymnastikmatte wird unter allen Gedanken weggezogen, so dass alle wild durcheinanderpurzeln. Panik bricht aus. Schrilles Geschrei, irres Gelächter ist zu hören und prallt unbeherrscht von den schallfreundlichen Wänden. War es schon immer so leer hier drin? Das Durcheinander so laut? Ich denke ja! Aber nur so lange, bis der neue mächtige Gedanke seine laute Stimme erhebt und es schlagartig still wird. Neue Gedanken können sehr einschüchternd und autoritär sein! Wer da nicht kuscht, fliegt raus. Wer raus fliegt, kann sich wieder neu entfalten. Er wird wieder groß, stark und mächtig und sucht seine Chance beim nächsten armen Tropf. Er wird somit selbst wieder zu einem großen Gedanken.
      Sei´s drum. Selten, wenn dann aber mit großem Hallo, kommt lange genug kein neuer Gedanke dazu und der letztmächtigste schafft es bis zum Ende der Halle. Dann feiern alle Gedanken zusammen ein großes Fest. Jubel bricht aus unter den Ungestümen, den Felsenfesten, den Verwirrten. Dieser eine große mächtige Gedanke hat es geschafft. Dabei ist es den anderen Gedanken völlig egal, ob dieser eine Gedanke schon tausende Male anderswo raus geflogen ist und sich bei näherer Betrachtung als völlig bekloppt herausstellt.
      Hier und jetzt hat er es geschafft! Warum es manche schaffen, wäre damit geklärt. Ob die Gedanken frei sind? Da gibt es ja so einige, die frei herumlaufen, obwohl sie eingesperrt gehören. Man tut sich und seinen ganzen artigen und lieben kleinen Gedanken im Kopf durchaus etwas Gutes, öfter mal ganz still zu sein und zu lauschen, wer da gerade herein poltern möchte. In diesem Sinne sind wohl Gedanken frei, sollten es vielleicht auch bleiben und man tut gut daran, die Türen doppelt zu verriegeln. Mit Schlüssel und Zahlenschloss.

      Lg Sportskanone

      Hi
      Deine Gedanken sind doch ganz normal, nur wenn du sie aussprichst, solltest du aufpassen.

      Und an jedem hässlichen Baby, gibt's auch was hübsches und wenn es der Strampler ist :-D

      Und wenn ich in Jeans schon Größe 54 habe, denke ich bei Gewichtsgenossinen in weißen Leggins auch, Scheiße!! Das hättest du mal besser sein lassen, oder welcher verdammte Hersteller lacht sich jetzt kaputt.

      Auch habe ich manchen Menschen, manchmal nicht nur die Pest an den Hals gewünscht, sondern.......Stups. ..... das ist dann so ein Gedanken, wenn es ne steile Treppe gibt. Gedanken, nur nicht laut aussprechen.

      Und jeder, auch noch die Person die Oberheilig ist oder nur so tut, hat auch manchmal so Gedanken. Wir können doch nicht alles für gut befinden und gut ist. Soviel Stimmungsaufheller verschreibt doch einem niemand, oder?

      Alles gute
      Claudia

      Hallo.

      "böse" Gedanken hat sicher jeder mal. Grad wenn man wütend ist.
      Ist halt auch eine Art Ventil für den Menschen, mal Luft abzulassen, ohne, dass einen anderen stört.
      Wo ich aber Grenzen setzen würde ist, wenns an so Dinge geht wie mit dem Baum.
      Da denk ich dann an den unwahrscheinlichsten Fall, dass es tatsächlich so kommt wie in meinem üblen Gedanken.
      Rational weiß man dann ja, dass man für den Unfall des Anderen nichts kann. ABER. Macht man sich dann nicht irrational doch irgendwie später Vorwürfe?
      Das der Gedanke Wirklichkeit geworden ist.
      Ich würde mir da selbst Grenzen setzen. Man kann Gedanken auch unterdrücken. Braucht sie nicht weiter "ausführen" innerlich. Quasi gleich einen Stopp setzen.

      VG!

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