Ist mein Partner ein Narzisst?

    • (1) 17.05.18 - 11:57

      Ich sitze gerade vorm Bildschirm und lese Dinge über Narzissmus, Partnerschafts-Gewalt, CHoleriker, aber mag nicht glaube, dass dies auch auf meine Beziehung zutrifft :(

      Ich habe vor 6 Jahren meinen Partner kennengelernt - da war ich gerade 1 Jahr Single und in Scheidung lebend (ich war 10 Jahre und in frühem Alter mit meinem Ex zusammen und wir hatten uns auseinander entwickelt, aber sehr freundschaftlich getrennt). In der Single Zeit habe ich viel erlebt, viel verändert, viel verarbeitet, gute und sehr beschxxx Affairen gehabt und einen beruflichen Aufstieg gefeiert.

      Und war an einem Punkt, wo ich mich mit mir selbst angefreundet hatte und entweder den einen oder erstmal keinen Partner (oder Affaire) haben wollte.
      Dann traf ich ihn. Und sofort war da eine Verbindung. Und Herzflattern.
      Wir haben uns Hals über Kopf verliebt; ich wusste aber, dass er eine Freundin hat - seit 7 Jahren - aber auch eher nur noch "WG artig" zusammenlebt und ich konnte auch nicht vernünftig sein...
      2 Wochen nach unserer allerersten Begegnung gab es einen Kuss und er hat sich von seiner Ex getrennt. Wir sind sehr schnell zusammen gezogen. Haben da Leben genossen und viele Reisen gemacht. Ich lernte schnell seine Familie kennen, er meine.

      Er war anfangs oft verunsichert und war eifersüchtig (das so eine starke erfolgreiche Frau sich für ihn interessiert). Streit gab es die ersten Monate eher selten, und wenn, weil er sich versetzt oder eifersüchtig fühlte und ich vielleicht genervt und nicht so reagiert habe, wie er gehofft hat (weil ich trotzdem xyz machen wollte, wie ich es mir vorgenommen hatte).

      Im Laufe der Zeit gab es ca. 1x im Monat Streit - ich kann nie sagen warum, es ging nie um wesentliche Dinge wie Unordentlichkeit, Unpünktlichkeit, Lügen oder so.
      Wohl aus irgendeiner Sache aus dem Nichts.
      Und am Ende wusste ich nicht mehr, wer was wie genau nun gesagt hat. Nur dass ich wohl etwas falsches gesagt und getan haben sollte und mich entschuldigen sollte.
      Und dass er total aufbrausend wurde. Türen und Dinge flogen. Ich bin dann auch irgendwann drauf angesprungen, habe Türen geschmissen, den Hörer aufgelegt, bin raus aus der Wohnung usw.
      Ich kannte mich so nicht; aber ich wurde impulsiv und aggressiv.

      Wie gesagt, wir reden hier von ca. 1x pro Monat.

      Und ich versuchte mit ihm zu reden und zu verstehen. Ich wusste von einer sehr schwierigen Kindheit, bekam aber nur Fragmente, einzelne Sätze (Vater unbekannt, Onkel nahm sich das Leben, Mutter zwischenzeitlich abgehauen, bei der Oma zT aufgewachsen)...aber bis auf diesen einen schrägen Tag pro Monat hatte (und hab) ich einen Partner der mit im Haushalt anpackt, mir Blume mitbringt, mit dem ich Lachen kann, der Leidenschaft hat, und laut Aussage die Vergangenheit der Jugend verdrängen möchte, da er in der Jugend wohl einmal beim Psychologen war und mich bittet, dies zu akzeptieren - auch, dass er nicht viel darüber sprechen möchte, um alte Wunden auszukramen.
      Er ist ein sehr hilfsbereiter, freundlicher Zeitgenosse, immer mit einem kleinen Scherz auf den Lippen, und kommt schnell mit Menschen ins Gespräch. Etwas, wo mir selbst manchmal die Leichtigkeit fehlt und das habe ich auch immer an ihm bewundert (nach wie vor).
      Und ich habe auch gemerkt, dass er für Dinge, die er tut, oder mitbringt, Anerkennung und Aufmerksamkeit braucht. Ich gebe auch viel und gerne und versuche mich auch im Alltag daran zu erinnern, dass wir aufmerksam sein sollten. Ich gebe, organisiere, mache, überrasche etc. auch sehr sehr viel. Weil ich einfach aus der früheren Beziehung auch weiß, wie wichtig es nicht im Nebeneinanderher zu verfallen).
      An den meisten Tagen läuft der Alltag daher friedlich, gemütlich, mit Spaß, mit kleinen schönen Anekdoten (und natürlich auch mal müde, kränkelnd, genervt von der Arbeit...das normale eben).
      Und das macht alles so verwirrend.

      Denn diese Streit um nichts und aus dem nichts haben mich regelmäßig überrannt. Ich habe dann nach und nach alles mögliche versucht: Weggehen, leise und verständnisvoll sein, brüllen, sachlich sein...ohne Erfolg. Nur habe ich es geschafft, mich irgendwann soweit in den Griff zu bekommen bzw meine eigene plötzliche Aggression zu verstehen. Die kam immer dann, wenn wir diskutiert und diskutiert haben, zB im Bett (aus dem nichts) und ich wollte eigentlich schlafen, oder weil ich nicht mehr wusste, ob wir das direkt ausdiskutieren können und um eine Pause bat, und er immer weiter hinter mir her kam und nicht aufhören wollte. Wie sagt man so schön: Wenn Flucht nicht mehr geht, dann nur noch Gegenangriff. Und da er recht groß und trainiert ist half wohl für mich nur noch kratzen, beißen, treten um ihn von mir weg zu bekommen. Ich wollte Ruhe haben, durchatmen und er kam immer hinter her.
      Darüber habe ich mit ihm geredet und das ist auch schon lange nicht mehr aufgetreten.

      Ich merke zunehmen, wie ich eher in eine Art Schockstarre falle.
      Mein absoluter Schwachpunkt ist, dass ich mich schnell rechtfertige, vor allem wenn der erste Satz eine Anschuldigung ist, die nicht zutrifft. Und dann unterbreche ich ihn direkt. Und das reizt ihn bis zum Umfallen. Er wirft mir mangelnden Respekt vor, dass ich ihn verachten würde.
      Und dass alles immer nach meiner Nase tanzen müsste. Seine Bedürfnisse wären immer nur 2-rangig. Dass ich ihn damit fertig machen würde.
      Nur: Wenn ich ihn reden lasse, dann redet und redet er. Und ich kann und darf auf nichts reagieren. Ich habe es mit Handzeichen versucht usw.
      Er sagt dann nur, dann wüsste ich mal, wie es ist, nicht zu Wort zu kommen.
      Und wenn er dann geendet hat und ich will darauf was äußern, dann geht er weg oder bricht das Gespräch ab. Sagt Dinge wie, ich will jetzt nicht mehr darüber reden. Ich solle in ein anderes Zimmer gehen, er will mich bis zum nächsten Tag nicht sehen etc.
      Wenn ich das dann tue, steht er doch dann wieder vor mir nach einiger Zeit und beschuldigt mich, es sei mir wohl alles egal, ich würde ja nicht mal mehr mit ihm reden... und fängt wieder an eine Diskussion herauf zu beschwören.

      Und nun kommt das, was es am schlimmsten macht:
      Vor 3 Jahren sind wir Eltern geworden. Unser Sohn war sehr sehr gewünscht, aber zu dem Zeitpunkt eigentlich noch nicht geplant. Mit der Schwangerschaft und erst Recht nach der Geburt ist es oft eskaliert. Die Streits nahmen zu. Ich war natürlich oft müde, er auch, die Situation neu, aber er wurde oft von 0 auf 100 richtig sauer und laut, schubste mich in der Schwangerschaft dann auch schon einmal aufs Bett, fing an, mich nachzuäffen, wenn ich weinte, beschimpfte mich...aber warf mir nach wie vor mangelnden Respekt ihm gegenüber vor und das seine Interessen ja nie zählen würde.
      Ich hatte die ersten Tage nach der (etwas schwierigen) Geburt starke Schmerzen und war total übermüdet - und er warf mir vor, ich wäre nur am jammern und flennen.
      Wenn er in so eine Phase kam, dann verspannte sich sein ganzes Gesicht, er war so hart, das war für mich ein anderer Mensch.
      Irgendwann gab er dann auch zu, er sei eifersüchtig auf den Kleinen - obwohl er sein ein und alles ist. Er wollte immer Vater werden - weil er ja auch selbst nie einen hatte (nur einen aggressiven Stiefvater). Er liebt seinen Sohn abgöttisch, ist eher der weniger strenge Part in der Erziehung und tut wirklich wirklich alles, wenn es dem Kleinen nicht gut geht.

      Wir haben uns zum Glück die Elternzeit komplett geteilt, aber irgendwie war auch da der Wurm drin. War ich zu Hause und er im Büro, müsste ich doch verstehen, wie anstregend das ist. War er zu Hause und ich im Büro, müsste ich doch verstehen, wie anstrengend das doch mit so einem krabbelnden Zwerg ist (und ja viel anstregender als meine Phase zu Hause, wo der Kleine noch kleiner war).

      Wie gesagt, aus 1x im Monat Streit wurde es häufiger, einfach weil wir beide natürlich auch mehr zu stemmen hatten im Alltag. Er warf mir u.a. auch vor, ich würde ihn nicht mehr körperlich an sich ran lassen, ich wäre so auf Abstand, er vermisse den Sex.
      Bei letzterem musste ich ihn wirklich eine Zeit lang vertrösten, da ich eine Narbe hatte, die dann auch weh tat. Aber ich streichelte ihn oft, nahm seine Hand, gab ihm einen Kuss...und sagte ihm auch, wie er darauf käme, und warum er abwartend in der Ecke sitzen würde, anstatt sich auf dem Sofa auch mal an mich ranzukuscheln...irgendeinen Grund, warum ich handeln sollte und er nicht, gab es immer. Aber auch das haben wir dann irgendwann geklärt und besprochen und in den Griff bekommen.

      Und trotz der Negativ-Schilderungen waren uns sind natürlich alle Tage dazwischen schön und erlebnisreich. Unser Kleiner liebt uns, ist glücklich, ein Sonnenschein, wächst und gedeiht. Wir haben seit 1 Jahr einmal im Monat "kindfrei" für 3 Tage und Nächte (ist dann bei Oma & Opa/ meinen Eltern) und da haben wir dann auch Zeit für uns und das hilft enorm.
      Der Schlaf wurde wieder grundsätzlich mehr (außer zT bei meinem Partner, der leidet oft unter Schlafstörungen), aber ich war auch wieder leistungsfähiger, konnte zu Hause und im Job viel schaffen und die Freizeit kam auch nicht zu kurz.

      Es kam also wieder "nur" alle 3-4 Wochen zu einem Streit, dann aber heftig.

      Ich habe immer versucht, den Kleinen die Streits nicht mitbekommen zu lassen (nach wie vor immer noch über Dinge, die ich nicht mehr weiß, also nicht mal über "wer hat mehr Windeln gewechselt!). Ist natürlich auch hier und da einmal schief gegangen, das hat mich auch wirklich geschmerzt.
      Vor allem wurde ich sauer, denn oft fing der Streit abends zum Abendbrot oder beim Zubettgehen an, wenn mein Partner dann herum tobte und polterte und ich Angst hatte, der Kleine wacht auf. Dann zíschte ihn an, leise zu sein und wenigstens auf den Kleinen Rücksicht zu nehmen. Dann kam so etwas wie, da ließe er sich nichts vorschreiben, er sei schließlich genauso erziehungsberechtigt und sowas...

      Stand ein Wochenende an, wollte er bei einem Streit sofort mit unserem Sohn zu seiner Familie (wohnen 1,5 Stunden entfernt) fahren, damit ich mal in Ruhe über mein Verhalten nachdenken könne und mal abschalten, denn ich bräuchte wohl mal eine Pause, ich wäre ja nur noch zickig etc.
      Einmal hatten wir aber an dem Wochenende was vor und ich konterte darauf, dass er gerne fahren könne, aber ich mit unserem Sohn das geplante unternehmen möchte. Da sagte er "er ließe unser Kind nicht alleine bei einer so hysterischen Mutter"...der Streit eskalierte weiter, ich weinte, er drohte mit Jungendamt... traurig aber wahr.

      Manchmal hatte ich das Gefühl, ich stülpt mir etwas über, was ich nicht bin oder verabeitet etwas an mir- er selbst würde das als Psycho Quatsch und Hirngespinst ablegen.
      Aber in den Jahren mit mir hat sich der Kontakt zu seiner Mutter immer weiter reduziert - er fährt sie kaum noch besuchen, Sie und Ihr Mann können aus x Gründen (darüber ist mein Partner sehr traurig, weil er glaub "wo auch ein Wille ist, ist auch ein Weg"), die 1,5 Stunden nicht zu uns fahren, haben den Kleinen in 3 Jahren vielleicht 5 Mal gesehen (wenn wir dann ein WE dort waren - was auch schwer ist, das sowohl mein Partner, als auch seine Mutter an manchen Wochenende arbeiten müssen). Letztes Jahr ist es schließlich sogar dazu gekommen, dass seine Mutter seinen Geburtstag vergessen hat (nachdem sie ihm zunehmend auch Geld schuldete und er eine Regel-Überweisung nicht mehr für sie übernimmt). Er tat es ab, mir hat es das Herz gebrochen. Dennoch sagt er, er habe seine Mama sehr lieb. Seine Oma (irgendwie auch seine Mama) liebt er auch, aber besucht sie auch immer weniger bzw soll ich ihn regelmäßig daran erinnern sie anzurufen. Das wirft bei mir immer viele Fragezeichen auf.
      Manchmal glaube ich, er steht zwischen Verantwortungsgefühl (seine Mutter, Oma) und seinem eigentlichen Leben und seiner Familie und will auch selbst gar nicht unbedingt oft da hin (schiebt das zT aber mir in die Schuhe und sagt "wir müssen jetzt aber mal wieder nach xxx).
      Eigenes Thema schätze ich...

      Vor 2 und vor 4 Wochen dann war ich an einem Punkt, wo ich nicht mehr konnte. Mein Partner wirkte zunehmend distanzierter und wurde bei jedem Satz oder wenn der Kleine mal etwas bockte total laut und gereizt. Hat geknurrt. Auch den Kleinen angemotzt.
      Ich habe bei mir gemerkt, wie es mich zunehmend verunsichert. Eine falsche Bewegung, ein falsches Wort...und er ging hoch.
      Wir wollten zu meiner besten Freundin und ihrem kleinen Sohn fliegen: Am Vorabend enstand ein Streit, er sagte dann, er fliegt nicht mit, fährt zu seiner Familie, dann kurz darauf: wenn er den Kleinen aber nicht mit zu seiner Familie mitnehmen dürfte (der Sohn meiner Freundin ist quasi auch der kleine Freund von unserem Sohn...daher sollte er schon mitfliegen, wir hatten Familienaktivitäten geplant), dann würde er nun beim Jugendamt morgen Früh nachfragen, ob ich denn bei geteiltem Sorgerecht einfach dennoch mit dem Kleinen fliegen dürfte.
      Das hat mich so verletzt. Ich fühlte mich wie im Krieg und hatte laut meinem Partner wieder irgendwas falsches getan oder gesagt oder ihn unterbrochen und nicht ausreden lassen...iuch weiß es nicht mehr.
      Am nächsten Tag eine halbe Stunde bevor das Taxi kam, sagte er dann, ob ich denn möchte, ob er mitkommt. Ich zeigte auf die gepackten Taschen und antwortete, dass doch für uns 3 gepackt wäre, er wollte ja nicht, ich hätte doch nie was anderes gewollt. Ich bin nicht darauf eingegangen, ich bin an diesem tag sehr sachlich geblieben. Ich glaube er hatte gehofft, dass ich ihn anflehe mitzukommen.
      Danach kurz darauf wieder ein Streit wo er erst alle Türen knallt und dann ins Bett geht und abschließt, mich im Wohnzimmer sitzen lässt (wir wollten gerade zu Abendbrot essen) und ich dort schlafen musste. Und irgendwie gar nicht zu Wort kam.
      Danach habe ich erstmal 2 Tage gebraucht; dann habe ich ihm eine Nachricht geschrieben, weil das Päckchen und die Trauer in mir immer größer wurden und ich nur so zT wirklich mit ihm kommunizieren kann.
      Ich schrieb ihm, dass ich die Distanz merke, dass mir die Ausbrüche Angst machen, dass ich zunehmend verunsichert sei und diese Person nicht sein will, dass ich solche Sätze mit Jugendamt nicht mehr hören will, dass es mich kaputt macht usw.
      Er lenkte überraschenderweise ein. Sagte er wisse auch nicht, was derzeit mit ihm los wäre. Er hätte seine Wutausbrüche lange Zeit schon viel besser im Griff gehabt. Er sei oft müde, würde schlecht schlafen, sei frustriert im Job, aber er liebt und brauche uns doch, wir seien das allerwichtigste in seinem Leben, er will das nicht kaputt machen. Und ich teilte ihm mit, er muss doch kommunizieren, was er will und braucht; zB am Wochenende mal Zeit für Bewerbungen oder um sich Gedanken zu machen, wohin er sich entwickeln will. Wir kriegen das doch alle hin und geplant, ohne das einer zu kurz kommt.
      Er möchte halt wenig von der Zeit mit uns missen, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt geglaubt, er versteht es.

      Nun ist das neueste, dass wenn er etwas direkt äußert (sonst war es ein "ich hätte ja vorher noch gerne dies gemacht, aber ich darf ja nicht...völliger Quatsch...anstatt zu sagen "alle klar, wir können gleich los, ich will aber vorher noch kurz dies machen), aber manches geht ja nicht immer - ich erfülle ihm gerne viele Wünsche, aber alles geht natürlich nicht sofort), dann bekomme ich nun den Vorwurf, es würde nur um meine Anliegen gehen und ich hätte doch selbst gesagt, er solle usw. Und das hätte ja keine Bedeutung etc.
      Seine Wünsche sind aber eher in der Natur, dass er nicht fragt: Du am Wochenende brauche ich mal Zeit für, kriegen wie das hin usw, sondern ich liege schon im Bett, er kommt 10 Min später und stellt fest, da steht kein Wasser an seiner Bettseite (er braucht das nachts, nicht ich), legt sich dann aber hin und fragt mich, ob ich es holen kann. Nein sage ich dann, weil ich schon am Einschlafen war und dann geht der Streit los. Als ein Beispiel.
      Gestern hat er dann rumgetobt, sein Bettzeug genommen, so viel rumgedonnert und ist auf die Couch, dass der Kleine wach wurde und weinte. Ich habe ihn beruhigt, er schließ schnell wieder, aber konnte die Nacht kaum schlafen.
      Wie soll das weitergehen? Wie kriegt er sich in den Griff?
      Heute Morgen ist er dann nur gereizt, spricht hart, guckt hart, ich bin verunsichert, bin froh als er schon los ist zur Arbeit,...und warum ich das jetzt alles schrieb...weil unser Kleiner heute morgen auch sofort rumzickte und mein Partner anfing "ihr beide habt was gegen mich" "ihr seid nur am motzen" "euch kann man nichts recht machen" "ich halte das nicht mehr aus"...und auch unseren Sohn anmotzte uns das Badezimmer verließ...und mein 3jähriger plötzlich meine Hand dann nahm. das hat mich fertig gemacht und ich weiß jetzt nicht mehr weiter. Auch wenn wir uns kurz danach alle zusammen gerissen und noch gefrühstückt und unser Sohn mit uns beiden gekuschelt hat.

      • Das ist ein sehr langer Text. Ich habe nur Stücke gelesen. Sorry!

        Du liebst ihn und er dich.

        Wie wäre eine Paartherapie?

        Wenn er sich erst mal weigert, dann geh erst mal alleine. Vielleicht zeigt ihm das, dass du wirklich daran arbeiten willst und es nicht bedeutet gescheitert zu sein!

        (3) 17.05.18 - 12:34

        Hallo,

        vollkommen unabhängig davon, welche vermeintliche "psychische Störung" oder auch gar keine dem Verhalten deines Partners zugrunde liegt: Wieso machst du diesen Stress mit? Wozu das alles noch?
        So wie ich das aus deiner Einleitung heraus entnommen habe, warst du mal eine starke, gestandene Frau. Was ist mit der passiert? Und was meinst du, wie diese Version von dir wohl reagiert hätte, wenn man ihr gesagt hätte, wie der Mann und die Beziehung sich entwickeln wird?
        Ich denke, es ist mehr als an der Zeit, wieder die taffe Frau von einst rauszukramen. Notfalls auch mit entsprechender Unterstützung. Aber den Psychoterror, den der mit dir abzieht, kannst du doch nun wirklich nicht mehr als Liebe bezeichnen.

        LG

        Puhhh, wirklich langer Text.

        Ich muss aber auch sagen, dass es so wirkt, als würdet ihr euch wirklich lieben. Er wird seine Phasen sicherlich als Abwehr,echanismus aus der Vergangenheit haben. Nur sie scheinen ja immer mehr zuzunehmen.

        Aber anstatt in einem Forum bei hobbypsychologen zu fragen, solltet ihr euch wirklichprofessionelle Hilfe suchen. Warum er so ist wie er ist und warum du so reagierst, wie du reagierst, solltet ihr beide zusammen mit einem Psychologen mal aufarbeiten.

        Es scheint nicht als wärt ihr an dem Punkt, dass ihr nicht mehr zueinander findet, aber den solltet ihr auch nicht übergehen.

        Sucht euch Hilfe und arbeitet alles auf. So wie ich das sehe, wird nur das euch helfen.

        Tut ihr das nicht, schadet das in erster Linie eurem Kind. Min weiß nie wie schlimm solche Ausbrüche in Zukunft noch werden, wenn man jetzt nicht handelt. Und alleine die Tatsache, dass er’s dem kind - einem Kleinkind! - vorwirft, er habe was gegen ihn... ohne Worte und da besteht einfach so dermaßen dringend Handlungsbedarf in Bezug auf sein Selbstwertgefühl und sein Selbstbewusstsein.

        Alles gute!

      • Ich finde nicht dass er sich nach einem Narzissten anhört. It habt Probleme und Streit... ihr solltet wirklich zur paartherapie

        Der Text ist mir definitiv viel zu lang um alles zu lesen.

        Ich erkenne hier keinen Narzissten. Nur was mir auffällt, dass du deine groben Fehler und Makel anscheinend nicht erkennst und dich für eine "starke Frau" hältst, es kommt bei mir so rüber, als hieltest du dich ihm gegenüber überlegen. Bei dem Lebenslauf bist du für mich keine "starke Frau", eher vielleicht eine dominierende.

        Narzisstischen Anzeichen kann ich höchstens auf deiner Seite erkennen. Ein bißchen Selbstverliebtheit ist ja noch normal. Schwierig wird es, wenn es krankhafte Züge annimmt.

        Hat dein Partner eigentlich eingewilligt, dass du eure Geschichte in dieser Ausführlichkeit veröffentlichst? Wer euch kennt, wird euch doch todsicher in der Geschichte wieder erkennen.

      Hallo,

      es klingt nicht nach Narzisst! Ich habe mich damit auseinandergesetzt wegen 2 Bekannten, deren (Ex-) Männer welche sind und an Eurem Muster erkenne ich keinen Narzissten

      Er hat aber einen anderen gewaltigen Dachschaden und Du musst jetzt hoffentlich erkennen, dass es für Dich Zeit wird, zu gehen und auch um Euren Sohn zu schützen.

      Geh und soll er doch seinen Psychokram alleine austoben. Viel Erfolg und Glück Dir und Deinem Sohn dabei.

      (9) 17.05.18 - 15:04

      Dein Text erinnert mich an traurige Mama von gestern #schock

      man man man was gibt es nur für Männer /Menschen

      du solltest das sehr ernst nehmen und doch genau informieren. Narzistische Züge sind auf alle Fälle erkennbar. Da gibt es ja auch die verschiedensten Ausprägungen. Er wirkt auch sehr pedantisch. Auf jeden Fall hat er ein Problem geehrt zu werden. Da liegt eine massive Störung vor. Wahrscheinlich seine Kindheit die sich grausam anhört. Er buhlt ja auch weiterhin um Aufmerksamkeit bei seiner Mutter. Du wirst ihm das nie geben können was er braucht und es wird schlimmer und schlimmer. Und dein Sohn wird älter und älter. Er bekommt alles mit. ich bekomme schon beim schreiben Gänsehaut. Sie zu das er aus eurem Leben tritt. Er soll sich Hilfe holen. Er macht euch kaputt.

      ich wünsche dir alles Gute. Halte durch

      kulo#liebdrueck

    (11) 17.05.18 - 15:20

    Er buhlt um die Aufmerksamkeit seiner Mutter, er möchte, dass du dich für ihn aufgibst damit du deine Aufmerksamkeit nur noch auf ihn fokussierst - er liebt dich, er stößt dich weg, er liebt dich, er stößt dich weg... Hört sich nach Borderline an. Und da kannst du nichts tun. Wenn er keine Einsicht hat und an sich arbeitet, geht eure Beziehung kaputt und du gehst mit ihr kaputt. Und alle seine zukünftigen Beziehungen auch.

    (12) 17.05.18 - 15:36

    dieses einfache Beispiel mit der Wasserflasche am Bett erschrickt mich total. Das ist so krass. Er ist einfach krank. Diese Situation mit der Flasche am Bett kenne ich zu gut von zuhause und viele andere sicher auch. Und normale Reaktionen darauf sehen anders aus. Bei uns ist es so das je nachdem wer den anderen fragt ob er die Flasche holen kann derjenige einfach aufsteht. ja vielleicht auch mal etwas genervt wenn das jeden Abend derselbe ist aber am Ende wird doch immer darüber gelacht #rofl

    • (13) 18.05.18 - 09:38

      Das Beispiel mit der Flasche hat mich auch verstört...
      wenn bei uns sowas ist, sage ich ganz leise, dass ich sooo einen Durst habe. Dann lacht mein Mann und holt mir was zu trinken 😂

      Der Mann der TE scheint mir permanent drauf zu lauern, dass er Vorwürfe machen kann und aus der Haut fahren kann.
      Narzissmus erkenne ich eigentlich nicht. Aber sein Verhalten ist definitiv krankhaft.

      Es bringt nichts zu sagen, was ich machen würde. Jedoch kann das Kind in dem Umfeld nicht gesund aufwachsen....

(14) 17.05.18 - 15:47

Hallo,

dein Partner ist kein Narzisst...und du auch nicht wo einer Person hier behauptet *augen roll*

Dein Partner hat eine starke psychische Störung und sollte sich behandeln lassen...aber ich schätze er ist nicht einsichtig und wird das wohl nicht machen...dan hab wenigstens du den Mumm und steh deine Frau!

Lass dich nicht so unterdrücken und so behandeln! Allein schon wegen deinem Kind...die bekommen alles mit und werden später entweder selbst so, haben den gleichen Hang zu solchen Partnern oder bekommen anderweitig einen psychischen Knacks weg...

Dir und deinem Kind zu liebe solltest du dringend etwas unternehmen und ihm klar machen, dass er mit dir nicht so umgehen kann!

Alles Liebe dir und deiner Familie <3

(15) 17.05.18 - 16:31

Hallo

ich habe tatsächlich alles gelesen.;-)
Solche Störungen wie bei deinem Mann, treten meist erst nach Jahren in Erscheinung und werden deshalb vom Partner auch zunächst verharmlost.
Einige Verhaltensweisen hat mein (Ex)Mann auch an den Tag gelegt.
Auf jeden Fall ist das für euer Kind beunruhigend, schädlich und stressig.

Ich kann dir nur dringend raten, so bald wie möglich auf einer Ehe Therapie zu bestehen.
Sollte er dies verweigern, würde ich mir alleine therapeutische Hilfe suchen.

Diese Persönlichkeiten schaffen es den Partner immer weiter zu verunsichern und dauerhaft klein zu halten.

Er bedroht und bestraft dich ja jetzt schon regelmäßig.
Hält er dich eigentlich für beschränkt oder warum kommt er dir mit dem Jugendamt???

Wenn du wirklich eine starke Frau bist, hol dir fachliche Hilfe und schütze deinen Sohn.

Ich finde die Diagnose seines gestörten Verhaltens eigentlich egal---ich denke du weißt ,dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Besser wird das von alleine nicht.

L.G.

  • (16) 17.05.18 - 19:18

    Hey.
    Habe ein Jahrzehnt in einer verdammt ähnlichen Beziehung gelebt - nur ohne Kind.

    Was mein Ex für ein Problem hat: Unzufriedenheit, ebenfalls eine andere Kindheit, ...

    Wer verbal schon keine Hemmschwellen kennt, bei dem fallen zumeist auch andere Grenzen.

    Im Endeffekt war es ein Jahrzehnt; ein Jahrzehnt des kostbaren Lebens, wo man doch faule Kompromisse geschlossen hat und ein Leben gelebt hat, was man SO nicht ganz wollte.

    Ob er sich ändern kann, ob Therapien etwas bringen... i don't know. Das haben wir nie versucht.

    Liebe war DAS aber keine, auch wenn man meint, dass nur Liebe solche Emotionen auslösen kann. Ich war leer, ausgesaugt, hatte keine Lust mehr "zu kämpfen", keine Lust mehr auf diese Person, dieses aus heiterem Himmel in der Hölle sitzen ...

    Pack' Deine Sachen - egal wie weh es Dir tun mag. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

    Und wenn man öfters die Frage "würde ich ihn nun lieber hinter der Tür oder vor der Tür sehen" - mit "dahinter" beantwortet ... gehe, es ist an der Zeit.

Hallo!

Es ist doch eigentlich egal, ob er nun ein Narzisst ist, oder einfach nur verzweifelt ein Ventil für seinen Frust sucht, und ihm deswegen JEDER noch so geringe Grund recht ist, um einen Riesenstreit anzufangen - etwa deine Weigerung nochmal aufzustehen und eine Flasche Wasser für ihn zu holen. Selbst wenn du losdackeln würdest und das Wasser holen, dann würde er wahrscheinlich Vorwürfe machen, dass du nicht von selbst überprüfst, ob er noch genug Wasser hat, weil er dir wohl gleichgültig wäre.

Es geht ihm um den Streit, nicht um den Grund, und du wirst dabei ja gerne gnadenlos runtergebügelt.

Ob du nun Dominant bist - puh, ich finde ja, das ist egal. Wenn das wirklich sein Problem sein sollte, dann könnte er das doch super im Rahmen einer Eheberatung ansprechen. Wenn er dazu nicht bereit ist, wäre die Sache für mich beendet. Diese dauernden Streits, die massiven Vorwürfe, immer gleich mit dem Jugendamt drohen, das ist einfach nichts. Und jetzt zieht er auch noch euer Kind mit rein, der Kleine muss es nicht nur mit anhören, wenn ihr euch im Schlafzimmer anschreit, sondern wird direkt mit einbezogen. Das geht nicht.

Kurze Antwort auf den langen Text: das ist alles sehr schwierig und verfahren, aber nach Narzissmus klingt es nicht. Paar- und auch Einzeltherapie wäre hier hilfreich (für Euch beide).

Wirklich ein sehr langer Text :-)

Ich würde euch empfehlen, mal einen Kurs zum Thema gewalltfreie Kommunikation zu machen. Das könnte vielleicht viel verbessern.

Dann würde ich mit deinem Mann mal reden, dass er ja auch ein Vorbild für euren Sohn darstellt und dieser sich an ihm orientieren wird. Ich bin auch eher aufbrausend und manchmal ungerecht (kann es aber in dem Moment schwer einschätzen, ob ich mich objektiv zu recht ärgere oder nicht) und der Wunsch, dass meine Tochter diese giftige Art nicht in sich trägt, ist mein größter Motor, mich zu ändern.

Vielleicht kannst du auch ein Protokoll von euren Streits führen, wenn (falls) du das sachlich bzw. wohlwollend später verwenden kannst, um mit deinem Partner zu reden. Das wäre nämlich interessant zu wissen, ob er aus der Distanz betrachtet sein Verhalten und insbesondere den Grund für seinen Ärger immer noch als angemessen betrachtet.

Z.B. "Rüdiger kam nach mir ins Bett und bat mich, ihm Wasser zu holen. Ich lehnte ab, da ich bereits kurz vor dem Einschlafen war. Daraufhin entstand ein Streit, der auch lauter wurde. Dieser dauerte 30min. Zum Ende sagte er, er würe am Wochenende alleine mit unserem Sohn zu seinen Eltern fahren. Ich solle mich erst beruhigen und sei zu hysterisch für unseren Sohn."

Vielleicht kann dein Mann sogar ebenfalls Protokoll führen. Es wäre nämlich interessant, was genau an deinem Verhalten er als hysterisch empfindet. Du hast nämlich nichts dergleichen beschrieben, höchstens Weinen, falls er das meinen sollte.

Dann könntet ihr später abgleichen, ob eure Erlebnisse übereinstimmen und was ihr im Nachhinein von eurem eigenen Verhalten denkt.

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