Angst vor Veränderung... Streit mit Mann...

    • (1) 28.05.18 - 07:34

      Guten Morgen...

      Dies könnte ein längerer Text werden... Sorry und danke an die, die ihn trotzdem lesen und mir dann eventuell auch noch antworten...

      Gestern hatte ich einen wahnsinns Streit mit meinem Mann... Es ging eigentlich nur um eine Kleinigkeit, aber ein Satz von ihm hat mir unheimlich zugesetzt...

      Also ich muss noch 6 Wochen arbeiten. Ich habe aber noch ziemlich viel Urlaub, kann diesen aber betriebsbedingt nicht komplett abbauen, habe mir daher nun jeden Freitag frei genommen.

      In zwei Wochen haben wir Sperrmüll (unser Esszimmer wird zum Kinderzimmer) und in der Woche wollen wir dann auch das Kinderzimmer sowie eine neue Couch liefern lassen.

      Jetzt habe ich mich erdreistet, und für den Freitag in genau dieser Woche einen privaten Termin gemacht, da ich diesen Termin in der Woche sonst immer erst eine Stunde nach meiner Arbeit habe, wo ich dann immer schauen muss, wie ich diese Stunde füllen soll, habe ich eben gesagt, dass ich Freitags nun immer frei habe und somit auch vormittags kann...

      So, für meinen Mann war aber wohl klar, dass wir die Dinge an dem Freitag liefern lassen, da ich ja eh frei habe. Als ich nur den Termin erwähnte (ich wollte ja noch weiter sagen, dass ich dann aber erst ab 13 Uhr auf die Möbel warten kann, aber soweit kam ich gar nicht) wurde mein Mann sofort sauer, dass das ja anscheinend viel wichtiger wäre als die Möbel und wieso soll er sich denn frei nehmen (was ich ja gar nicht verlangt habe) schließlich sei das ja was für unser Kind und nicht für ihn...

      Tja und da war es bei mir aber vorbei...

      Ich geben für unser Kind eigentlich so gut wie alles auf... Ich bleibe zwei Jahre zu Hause, werde höchstwahrscheinlich nicht mehr an meinen alten Arbeitsplatz kommen, was für mich sehr schwer ist, aber trotzdem mache ich alles was von mir als Mutter irgendwie erwartet oder verlangt wird. Und dann wird mir vorgeworfen, weil ich einmal einen Termin habe, dass mir unser Kind bzw die Möbel nicht wichtig sind?

      Mein Mann wollte ursprünglich die zwei Monate Elternzeit nehmen, jetzt ist er aber der erste Mann in seiner Firma, der das vor hat. Der Chef ist absolut nicht davon begeistert, so dass mein Mann jetzt schon am überlegen ist nur den einen Monat zu nehmen...aber am liebsten würde er ja doch sogar seinen Urlaub opfern statt Elternzeit zu nehmen... Und mir wirft er so etwas vor?


      Ich habe nun einmal ne mords Angst vor dem was vor uns steht. Ein Kind ist nicht irgendeine Anschaffung... Und je näher der Termin rückt umso bewusster wird mir, dass mein altes Leben dann ja gar nicht mehr existiert... Ich habe meinen Job sehr gerne gemacht die letzten 8 Jahre. Ich werde meine Kollegen sehr vermissen... Und das macht mir Angst... Diese Veränderung. Bin ich dann nur noch Hausfrau und Mutter?
      Ich habe Angst, das diese Angst schlimmer wird. Ich denke, sobald unsere Tochter da ist, lösen sich meine Ängste in Luft auf, aber darf ich diese Angst nicht haben?

      Für mein Mann ändert sich die Freizeit aber für mich alles... Schaffe ich das? Es ist irgendwie so selbstverständlich, dass ich das mache, ich werde es ja auch machen. Aber irgendwie gibt mir mein Umfeld das Gefühl, ich würde mich ja gar nicht auf unsere Tochter freuen und somit habe ich das Gefühl man sieht mich als schlechten Mensch...

      Es wird für mich einfach nur immer realer, und wenn dann sowas kommt, dass mir etwas wichtiger als mein Kind sei, könnte ich durchdrehen. Sieht denn keiner, was ich aufgebe?

      Ich weiß nicht, ob mich hier überhaupt jemand versteht, wahrscheinlich auch nicht...

      Kann ich überhaupt eine gute Mutter sein, nur weil ich einmal einen Termin an den Tag gelegt habe, wo mein Mann wollte dass da die Möbel kommen? Ich habe doch nur einmal nicht an irgend einen Termin gedacht. Sonst denke ich immer für andere mit...

      Ich könnte noch mehr schreiben, aber das ist ja jetzt schon so viel... Danke wenn du bis hier hin gelesen hast...

      vee-jay SSW 28+2

      • (2) 28.05.18 - 07:43

        Ich bin mal kurz und knapp 🙃ich finde das übertrieben von dein Mann !
        Ist wahrscheinlich die Anspannung ... du übertreibst nicht !ich kenne das! Ich bin in der 16 Woche und mache mir auch Gedanken wie das alles sein wird .. aber ich werde nicht zweifeln denn ein Kind verändert zwar dein Leben Umfeld aber auch zum guten !! Die liebe die du bekommen wirst ist unbezahlbar!!
        Es si d auch die Hormone .. lass es auf dich zukommen .. es wird alles gut 😊
        Ich wünsche dir eine restliche gute Kugelzeit und alles liebe 💕

        (3) 28.05.18 - 07:49

        Hallo,

        ich verstehe vollkommen, was du meinst.

        Ich habe auch die Möbel auf einen Tag gelegt, an dem mein Mann (normalerweise hätte er da Homeoffice gehabt) eine Schulung hatte.

        Wegen Komplikationen musste ich während der Zeit aber zum FA. Da gab es auch Diskussionen. Mein Mann hat seine Schulung schließlich abgesagt und das Möbelunternehmen kam nicht, was dann noch ärgerlicher war.

        Seine Chefin ist auch nicht begeistert, dass er in Elternzeit will, obwohl er halbtags noch arbeiten will. Die hat ihm bereits angedroht, er könne nicht mehr in die Abteilung zurück usw. Wenn die wüsste, dass ihm das ziemlich egal ist, weil die Arbeit in anderen Abteilungen besser ist #rofl

        Rede mit deinem Mann noch mal. Ich habe dein Problem meinem Mann gerade kurz umrissen, weil er gerade ins Zimmer kam. Er meinte nur: "ich würde dem Mann es Husten"

        LG
        Lenneth + Julius inside (30+2)

        (4) 28.05.18 - 07:53

        Hallo vee-jay.

        Ich kann mich der Antwort von Valensiana anschließen.

        Ich finde auch, dass dein Mann etwas übertreibt. Bestimmt hat er heute Nacht auch nochmal drüber nachgedacht und lenkt ein. Ich drücke dir die Daumen. Und Deine Gedanken/Zweifel sind normal.
        Ich hatte das auch vor dem ersten Kind.
        Und es war schon so, dass die Zweifel dann wie weggeblasen waren. Du machst das schon alles richtig 😘

        Ich wünsche Dir alles Gute! Das wird schon! 🤗
        LG Ella

      • (5) 28.05.18 - 07:55

        Guten Morgen🤗!
        Erstmal tut es mir Leid, dass du so einen blöden Streit hattest. Ich verstehe dich total gut. Aber hast du mit deinem Mann mal über deine Gefühle und Ängste gesprochen? Ich meine mal abgesehen von dem Streit... Vielleicht ist ihm gar nicht so bewusst, was das alles für dich bedeutet. Gesellschaftlich, du hast es eh angedeutet, wird von dir erwartet, dass du das alles auf dich nimmst und dich dabei auch noch gut fühlst. Und ich glaube viele Leute denken nicht daran, dass es auch noch eine zweite Seite gibt (trotz aller Freude usw.). Ich finde es super, dass du einen Termin für dich ausmachst und dabei die Möbel vergessen hast 😉. In Zukunft wird es sicher nicht leichter Termine für dich zu vereinbaren. Und trotzdem finde ich es unheimlich wichtig, dass man sich auch als Mama Zeit für sich nimmt! Und dass ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben (was einem ja oft auch suggeriert wird). Ich finde, dass man (mehr oder weniger) ausgeglichen sein muss, um eine zufriedene und gute Mama zu sein. Also nimm dir ganz bewusst viel Zeit für dich und besprich mit deinem Mann, warum das wichtig ist 😉. 🤗

        (6) 28.05.18 - 08:00

        Guten morgen, ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum dein Mann wegen diesem einen Termin so ein Fass aufmachen muss??? Es sind doch nur Möbel die geliefert werden sollen - das kann man doch auf Nachmittags legen - warum hat er damit denn so ein Problem??? Verstehe ich nicht 🤔 ihr habt euch doch beide für dieses Kind entschieden - da kann er jetzt nicht einfach an allem herrummäkeln. Auch das er seine 2 Monate Elternzeit in Frage stellt, finde ich persönlich echt dreist von ihm. Es ist völlig egal, ob das vorher in seiner Firma noch keiner gemacht hat. Wenn er diese Zeit anmeldet, darf ihm sein Chef das nicht verwehren. Aber leider ist es bei uns hier in Bezug auf diese Themen, immer noch so, wie anno dazumal...der Mann vetdient das Geld, die Frau bleibt zu Hause - Punkt 🙈 die Elternzeit wurde doch genau deshalb eingeführt, damit auch Väter mehr Zeit für ihre Kinder haben...in meinem Bekanntenkreis ist ein Paar, bei dem
        ist es genau anders herum. Der Mann nimmt die volle Elternzeit und seine Frau nur die 2 Monate. Er wird als Weichei abgestempelt - sie als karrieregeil 🙈 ich finde es super, wie die beiden das machen. Sie verdient deutlich mehr in ihrer gehobenen Position - die beiden unter sich haben kein Problem damit, nur die lieben Mitmenschen...als Frau gibt man ja fast alles auf, wenn ein Baby kommt, dass verstehen aber die Männer nicht und sehen das ganz anders...das du selber nun auch Bammel hast vor den ganzen Veränderungen, die so ein Kind im Leben mit sich bringt, ist völlig normal und auch nicht schlimm. Dein ganzer Tagesablauf wird sich ändern, aber glaube mir, dass lächeln deines Babys wiegt das alles wieder auf 😊 und du kannst den Kontakt zu deinen Kolleginnen und Kollegen doch trotzdem aufrecht erhalten. Außerdem wirst du im Park, beim KiArzt oder auf Spielplätzen jede Menge neue Bekanntschaften finden - da wird sich bestimmt auch eine neue Freundschaft oder Aktivität entwickeln 😉 klar verändert ein Baby alles - aber es kommt immer darauf an, was man selber daraus macht ☺️ liebe Grüße

      • (7) 28.05.18 - 08:10

        Nur so als tip,dein Mann kann nicht nur 1 Monat elternzeit nehmen ,er muss mindestens 2 nehmen :-) und ja dein Mann übertreibt ,halte den ganzen Stress für eine lapallie ,vielleicht ist er einfach mal schlecht drauf .

      (9) 28.05.18 - 08:10

      Hm wenn die Möbel für diesen besagten Freitag anstehen , kommen die ja wann sie angeben , sagen wir mal zwischen 8 und 16 Uhr .
      So ist es bei uns zumindest also eine große zeitliche Spanne , was ich auch nachvollziehen kann für die Lieferanten.
      Warum man dann einen Termin macht am Freitag und erst später wieder da ist obwohl der Mann arbeitet , verstehe ich nicht , sorry für die ehrlichen Worte.

      Und mit der Aussage es sei nicht für ihn , das hat er sicher nicht so gemeint wie er es in Rage gesagt hat. Er denkt denke ich wie ich , warum da wenn da die Möbel irgendwann kommen!? 🌸

      • (10) 28.05.18 - 08:25

        Du hast es leider falsch verstanden, oder ich habe es nicht deutlich genug ausgedrückt...

        Die Möbel (bzw. Ein Teil davon) stehen im Möbelhaus bereit zur Anlieferung, wir warten nur auf etwas, damit alles auf einmal geliefert werden kann.

        Wenn wir Bescheid bekommen, dass nun alles da ist, müssen wir uns mit der Spedition in Verbindung setzen und einen Liefertermin ausmachen.

        D.h. es steht ja bis jetzt noch kein Termin fest. Mein Mann würde den nur gerne dann machen, wenn ich eh schon frei habe, (verstehe ich ja auch). jetzt habe ich jedoch den freien Tag bis Mittags verplant. Weil ich einmal Mal nicht an andere Dinge gedacht habe. Es ist eben so, dass es öfters vorkommt, dass mein Mann meine freien Tage verplant... Letztens hatte ich einen freien Tag und er dachte dann ich könnte sein Wagen ja dann zur Inspektion in eine andere Stadt bringen und mich drei Stunden da hin sitzen. Habe ja Zeit... Gut am Ende hat er es dann selber gemacht. Aber ich empfinde es einfach für schade, dass er es irgendwie für selbstverständlich sieht, dass ich mich um solche Dinge kümmere...

        • (11) 28.05.18 - 08:36

          Ahhh ok jetz verstanden , sorry !😊

          Ich würde trotzdem da sein und jeibrnbtermin an diesem Tag haben , ich bin da bissl anders 😊

          Du wirst das schon machen

          • (12) 28.05.18 - 08:43

            Schon okay 😉

            (13) 28.05.18 - 09:01

            Eben ist doch Wurst ,dann sagt man einmal den Termin ab ,da bricht man sich doch keinen Zacken aus der Krone .wenn ich so Aufrechnen würde ,wären wir nicht mehr verheiratet .solche Situation gibt es doch immer mal und die sind es doch nicht wert sich längerfristig zu streiten .das sind lapalien .dann kann man ja genauso sagen ,wieso hast du dich denn nicht hingesetzt und die inspektion für ihn gemacht ? Ich find man sollte nicht aufrechnen .hauptsache ist doch das Kinderzimmer ist da und wenn du freitags frei hast ,liegt es für mich auch Nahe,dass man es dann macht ,ist doch am praktischsten . Anbratzen hätte er dich nicht sollen ,aber wie ich schon sagte ,vielleicht einfach einen schlechten Tag gehabt und Brast .sowas passiert halt mal ,man selbst ist auch mal so .

        (14) 28.05.18 - 09:05

        Niemand hat Anrecht deine Zeit einzuteilen. Das solltest du ihm schleunigst klar machen. Und auf solche Debatten würde ich mich partout nicht mehr einlassen wenn es um derartige Banalitäten geht. Das Kind kommt ja nicht nächsten Montag oder?
        ;)

(15) 28.05.18 - 08:15

Und ansonsten ,was machst du dir für einen Druck ?! Bleib entspannt .. was andere erwarten ist doch völlig Wurst ,du musst machen was DU möchtest und wenn du nach einem Jahr oder sogar nach Mutterschutz schon wieder arbeiten WILLST ,dann wäre das auch okay .mich juckt überhaupt nicht was andere denken ,ich bleibe 3 Jahre bei meinem Kind zuhause weil ICH das so will und nicht weil es irgendwer erwartet ,für mich ist das mein Wunsch ❤️Ich vermisse die Arbeit für diese Zeit auch nicht ,weil ich weiß dass ich mein Leben lang noch arbeiten werde ,mein Kind ist nur kurz klein .jeder sieht das anders ! Mach doch einfach ,dass was du für richtig hälst und wenn du 2 Jahre zuhause zu viel findest ,dann geh halt vorher arbeiten :) jeder ist sein eigener Chef !

(16) 28.05.18 - 08:21

„Ich gebe für mein Kind so gut wie alles auf.“
Bist Du Dir sicher, dass das die richtige Einstellung ist?!
Das arme Kind, mit so einer Hypothek großzuwerfen...

  • (17) 28.05.18 - 08:28

    Das ist doch glaub ich auch die falsche Sichtweise .man muss sich überhaupt nicht aufgeben für ein Kind . Und das was mal einschränkt für eine Zeit ,macht man doch auch irgendwie gerne . Aber das hört sich ja so an ,als ginge die eigene Welt unter ,wenn man Mutter wird .

    Was für ein bekackter Kommentar!!! Die TE schreibt von Ihrer Abgst vor Veränderungen und davor, dass Gefühl zu haben das sich das Leben nur für sie komplett ändern wird... und das ist alles was dir dazu einfällt? Traurig!

    Du hast vermutlich lieber gar nicht erst ne gescheite Ausbildung gemacht und mal richtig angefangen in einem Job zu arbeiten in dem du gut bist und der dir Spaß macht, sondern dich direkt für Kinder geopfert. Herzlichen Glückwunsch!!

    • Ja klar... Ich habe studiert, bin 37, aber wenn ich das Gefühl gehabt hätte für ein Kind alles „aufzugeben“ hätte ich entweder keins bekommen oder wäre nach dem Mutterschutz direkt wieder arbeiten gegangen. Unser Kinderwunschweg hat 5 Jahre gedauert inclusive Fehlgeburt, künstlichen Befruchtungen etc. Wenn die TE meint sie müsste alles aufgeben - ich finde schon dass das für‘s Kind ne große Hypothek ist...

      • Dann schon nd wir beide in der exakt selben Situation. Umso weniger kann ich verstehen, dass du dann gar keine Empathie dafür übrig hast, dass man noch Angat hat, dass sich alles ändert.
        Mir geht es so, gerade wegen meines höheren Alters und der langen KiWu-Zeit, dass ich auch mal denke „krass, jetzt wird es doch noch ernst“. Ich würde dieses von der TE verwendete Wort „aufgeben“ mal nicht überbewerten, es geht doch um die menschliche Angst, dass eine Situation auf einen zukommt, auf die man sich nicht vorbereiten kann.

        • (21) 29.05.18 - 09:15

          Danke!

          Du scheinst mich zu verstehen!!
          Es gibt irgendwie kein anderes Wort dafür, welches weniger grausam klingt.

          Es war auch nur aus dem Kontext gegriffen und des gesamte "Problem" wurde dadurch leider nicht von jedem erkannt.

          Bei uns sind die letzten Jahre wirklich scheiße gewesen, mehrere Todesfälle in der Familie meines Mannes, dadurch resultierende Probleme zwischen Angehörigen und psychische Belastungen.

          Der Kinderwunsch war auch bei uns bereits lange da. Leider hat es wegen mir (Endometriose, linker Eileiter zu) lange nicht geklappt. Als wir dann in der KiWu Klinik waren, lastete auf mir ein enormer Druck, den ich mir vielleicht auch selber gemacht habe... Ich weiß es nicht, ich fühlte mich sehr unwohl in dieser Klinik, und ebenso gab mir die ganze Situation das Gefühl, dass ich es alleine halt nicht schaffe und Hilfe brauche um Mutter zu werden.

          Noch schlimmer, zwischen durch dachte ich, ich sei es eben nicht wert Mutter zu sein...

          Was die Psyche mit einem Macht in so einer Situation ist grauenvoll...

          Dann durften wir Ende letzten Jahres doch plötzlich positiv testen... Zu einem Zeitpunkt, wo in der Familie meines Mannes wieder alles grauenvoll lief und wir dachten wir würden jetzt auch noch seinen Vater verlieren...

          Diese Schwangerschaft ist ein riesen Geschenk für uns, ein Blickpunkt. Gleichzeitig fühlte ich aber auch wieder diesen Druck... Was wenn ich das Kind verliere? Wie würde mein Mann diesen nächsten schlimme Schicksalsschlag verkraften? Würde er es überhaupt schaffen? Er hat mich nie unter Druck gesetzt. Dennoch kamen mir diese Gedanken, da ich ja nun mehrere Jahre erlebt habe, wie es ihm gehen kann, wenn jemand wichtiges stirbt bzw. sogar mehrere innerhalb eines Jahres.

          Es war wirklich schwer.

          Und vielleicht kommen auch daher meine Ängste. Es ist eben wieder eine Veränderung. Diesmal ja Gott sei Dank eine positive, aber ich musste nun mal die letzten Jahre irgendwie alles am Laufen halten. Und jetzt habe ich Angst mit der Verantwortung alleine da zu stehen. Was Schwachsinn ist, das weiß ich ja selber. Mein Mann hilft mir wo er kann. Und das liebe ich an ihm so sehr!

          Es war einfach dieser eine Spruch von ihm und dann der Streit und dann kamen eben wieder diese Gedanken und Erinnerungen...

          Und daher dachte ich hier ist vielleicht die ein oder andere Frau, die eventuell ähnlich empfunden hat...

          Es ist einfach zu Urteilen, wenn man die Geschichte dahinter nicht kennt...

          Ich danke dir!

      Vor allem finde ich diese Formulierung „Hypothek fürs Kind“ auch total albern. Meine Mutter hat früher tatsächlich sehr viel aufgegeben und das auch später bereut. Das hatte aber keinerlei Auswirkungen auf mich. Warum sollte ich mich dann schlecht fühlen als Kind? Meine Mutter war erwachsen und hat ihre eigenen Ebtscheidungen getroffen. Damit habe ich nichts zu tun... so leid es mir tut, aber den Schuh muss sich doch dann das Kind nicht anziehen?!

(23) 28.05.18 - 08:42

Hier die TE!

Danke für Eure Antworten.
Einige scheinen zu verstehen, was ich meine. Danke für eure lieben Worte 😘

Ich werde aber hier auch falsch verstanden. Es wird ein Satz genommen und dieser wird auf die Goldwaage gelegt.

Ich habe auch geschrieben, dass meine Ängste mit Sicherheit verschwinden, sobald unsere Tochter einmal da ist.
Es geht mir nur darum, dass ich ja schon alles mir mögliche mache, aber eben wegen einem Termin (wo ja die Anlieferung der Möbel noch gar nicht feststeht, da wir den Termin noch mit denen klären müssen) gesagt bekomme, dass mir der Termin wichtiger wäre als die Dinge für unser Kind. Nur weil ich den Termin nicht verschieben möchte. Wenn ich den nämlich an einem anderen Tag in dieser Woche (Mo - Di) legen werde, klappt es wieder erst eine Stunde nach Feierabend. Das heißt ich muss gucken, was ich in dieser Stunde machen kann, um die Zeit rumzukriegen, und dann bin ich auch erst spät abends wieder zu Hause.

Dieser eine Vorwurf, war mir einfach zu viel...

Mein Mann weiß eigentlich davon, dass ich Angst vor dieser Veränderung habe. Aber nur weil ich Angst habe, bedeutet dass doch nicht, dass diese Veränderung schlecht sein muss? Auch hier wird mir unterschwellig suggeriert, dass es anscheinend falsch war ein Kind zu bekommen...

Darum geht es doch gar nicht. Wir haben lange gebraucht, um schwanger zu werden. Es ist ein Wunder, dass es auf natürlichem Wege geklappt hat. Und ich freue mich auch auf diesen kleinen Menschen.

Es ist doch nicht verwerflich Angst vor etwas neuem zu haben? Es ist ja nun Mal eine Veränderung. Für mich die größte meines Lebens... Darf ich meinem bisherigen Leben aber deshalb nicht etwas nachtrauern? Ich soll also nur funktionieren?

Finde ich irgendwie sehr schwer zu verdauen.

  • (24) 28.05.18 - 08:52

    Glaube du verstehst das was falsch ,das meinte niemand so . Vielleicht fühlst du dich auch zu schnell angegriffen ?auch von deinem Mann ? du machst aus einer Mücke (meiner Meinung nach ) einen Elefanten .er war brastig ,hätte vielleicht einen schlechten Tag und einfach nur -entschuldige - einen furz quer .da sagt manchmal Sachen die man gar nicht so meint . Vielleicht hat er eben auch Ängste .ich hätte mich in dem Moment auch geärgert ,aber auch schnell wieder vergessen .du gibst dem ganzen mehr Wichtigkeit ,als es eigentlich hat .jeder sagt mal Sachen ,wenn er schlecht drauf ist . Du machst dir selbst den Druck mit der Erwartung anderer .Natürlich bedeutet ein Kind auch Neuland und auch Verzicht,sonst braucht man keines bekommen .Davor hat jeder auch Angst .Aber du schreibst hier von alles aufgeben und dass das von einem erwartet würde .Das ist definitiv nicht der Fall .Als Mutter macht man immer alles falsch .Wenn du 3 Jahre zuhause bist ,hast du keine Lust zu arbeiten ,gehst du nach Mutterschutz los ,bist du die Rabenmutter .es geht überhaupt keinen was an ,was du machst .du selbst musst glücklich sein .und wenn dir zwei Jahre zuviel sind ,dann gehst du halt schnell wieder arbeiten . Ängste sind in einem gewissen Maß normal ,jedoch hört es sich bei dir schon nach mehr an oder es sind einfach nur die Hormone :) wenn das Kind so gewünscht war ,dann versuche das positive zu sehen und nicht nur was alles negativ ist . Wann das Zimmer kommt ist doch letztendlich egal ,dann sagst du deinen Termin halt ab und gibst nach .oder es kommt an einem anderen ah .man braucht das erste Jahr sowieso kein Zimmer :) Versuch etwas ruhiger zu werden bzw gelassener und lass es dir egal sein was andere denken .Das wirst du als Mama noch oft genug merken ,dass man sich ein dickes Fell anschaffen muss .

(25) 28.05.18 - 08:49

Also ich finde, und nimm mir das bitte nicht übel, dass du dich ziemlich in deiner Opferrolle befindest.

„Sieht denn keiner was ich alles aufgebe“, ist da ein Satz, der mich nachdenklich stimmt.
War das Kind nicht gewollt?

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass man sich auf sein Kind freut. Das tust du wahrscheinlich auch, allerdings wohl auf deine Art und Weise und so wie es klingt, fühlst du dich unter Druck gesetzt, weil deine Gefühle bei anderen nicht als normal gewertet werden?
Da ist nicht diese unbändige Vorfreude, die pure Mutterliebe?
Das ist für viele Menschen unverständlich und vielleicht geht es auch deinem Mann so.
Vielleicht zehrt es auch an seinen Nerven, dass du dich nicht so freust oder ihm Vorwürfe machst, was du alles aufgibst.
Ihr dürft nicht anfangen aufzurechnen wer was tut! Und wenn die Elternzeit im Unternehmen deines Mannes schwierig ist, kann ich ihn da verstehen. Ich hätte es auch schön gefunden, wäre mein Mann 2 Monate zu Hause geblieben, aber das Unternehmen war sehr konservativ eingestellt, sodass wir unsere gemeinsamen 3 Wochen die er Urlaub hatte, sehr intensiv genossen haben.

Ich denke du solltest auch nach Geburt schauen, wie deine Gefühlslage ist und auch nicht scheuen dir Hilfe zu holen.

Aber vor allem solltest du vernünftig mit deinem Mann sprechen.

Viele Grüße und viel Kraft!
Lisa mit Ben (8) und Paul (22 Monate) an der Hand und Krümel (7 Wochen) im Bauch ♥️

Top Diskussionen anzeigen