Hätte ich lieber den Mund halten sollen? Teil 2

    • (1) 05.06.18 - 22:12
      Mundverbot

      Ihr Lieben,

      da mein Posting zu unübersichtlich geworden ist und ich euch gerne vom Wochenende berichten möchte, eröffne ich hier den 2. Teil:

      Nach einem unschönen Telefonat letzte Woche Dienstag, bei dem mein Mann mir mitteilte, es würde keine Lösung geben und er das Telefonat mit diesen Worten beendete, kam er für ein verlängertes Wochenende nach Hause.
      Mein Mann war bester Laune, redete ohne Unterlass von belanglosen Dingen und ständig schwirrte Besuch um uns herum. Irgendwann ergriff ich die Chance und stellte ihn zur Rede. Laut meinem Mann gäbe es kein Redebedarf, am Telefon sei bereits alles gesagt worden.
      Im Großen und Ganzen, ableitend von dem Gespräch, hängt alles von mir ab. Wie die Stimmung ist, ob die Beziehung läuft.
      Hatte ich einen anstrengenden Tag und bin gestresst davon, bezieht mein Mann es sofort auf sich.
      Schlage ich vor etwas zu unternehmen - mehrfach - und mein Mann entscheidet sich aber lieber für seine Interessen / Projekte und ich ziehe mich demzufolge etwas zurück, ist es nicht richtig, da ich dann angeblich kein Interesse an ihm habe.
      Obwohl ich meinen Mann bei seinen Aktivitäten hier auf dem Grundstück gerne mal besuche um zu sehen was er da zaubert, versteht er es nicht so, dass ich seine Nähe suche.
      Ich gebe ihm zu wenig körperliche Nähe.
      Wenn ich meinem Mann gegenüber äußer "Schatz, ich vermisse dich und hätte dich gerne bei mir", macht er sich Gedanken wie es werden würde, wenn wir uns mal länger als zwei Wochen nicht sehen können. Ich hingegen sehe es als Kompliment meinem Mann mitzuteilen, dass ich ihn vermisse.
      Dass wir uns alle zwei Wochen sehen, sieht er als Luxus.
      Meine Verunsicherung wegen des Desinteresses und den Unternehmungen mit den neuen Damen kann er nicht nachvollziehen.
      ...ich könnte noch so einiges schreiben...
      Im Grunde hängt alles von mir ab. Ich MUSS funktionieren, kann mir keine Schwäche erlauben und muss zusehen, dass ich immer positiv auf ihn reagiere. Ganz ehrlich? Das schaffe ich nicht!

      Wegen der finanziellen Lage haben wir uns hingesetzt. Er hat für sich nun wöchentlich 100€ und für uns zuhause 200€ als Wochenbudget berechnet.

      Mein Mann ist seit Sonntag wieder beim Lehrgang und kommt auch erst im Juli zurück. Zwischenzeitlich könnte ich ihn mit den Kindern besuchen kommen.
      Mein Mann gibt sich, obwohl er scheinbar verstanden hat worum es mir geht, keine Mühe.
      Die Telefonate sind kühl und knapp. Er interessiert sich nicht für meine Termine oder wie unser Tag war. Es kommen keine Whatsapp, in denen es nicht um alltägliche Dinge geht.
      Ich bin sehr sehr traurig und auf der anderen Seite fühle ich mich komplett leer. Ich fühle mich komplett antriebslos obwohl ich immer eine Kämpferin war und ich nie aufgegeben habe. Aber ganz ehrlich? Ich kann diese Beziehung nicht alleine führen, ich kann nicht für alles verantwortlich sein...

      Abstand. Das ist das was ich ihm gerne vorschlagen würde. Keine Hoffnung auf eine nette Nachricht und keine Hoffnung auf ein schönes Telefonat am Abend. Wer keine Hoffnungen an den Tag legt, kann auch nicht enttäuscht werden.
      Aber wie soll ich es ihm vermitteln? Ich habe begriffen, solch heikle Themen haben nichts in einem Telefonat zu suchen. Macht es eine Mail oder SMS besser? Ich wüsste nicht mal wie ich es begründen sollte. Stelle ich damit nicht die Weichen in´s komplette Aus? Oder gebe den Startschuss sich da etwas Neues zu suchen?

      Ich weiß es nicht #schmoll

      • Dein Mann wünscht also, dass Du die Beziehung pflegst, ihm ständig Aufmerksamkeit schenkst und alleine dafür verantwortlich bist, was zu Hause und zwischen Euch läuft?

        Nein, so kann das natürlich nicht funktionieren. Du hast also die Wahl, etwas zu verändern oder hinzunehmen, dass Du eine sehr einseitige Ehe führst.

        • (3) 05.06.18 - 22:43

          Ich habe die Wahl etwas zu verändern? Oder meinst du jemanden?
          Ich habe nicht das Recht meinen Mann zu verändern.

          • "Etwas" meint nicht "jemanden" und schon gar nicht Deinen Mann. Du kannst Deine Situation, Dein Verhalten verändern und aus seiner Haltung Konsequenzen ziehen. Er hat eine Machtposition eingenommen, anscheinend ist er sehr egozentrisch eingestellt und meint, er könne von Dir als seine untergebene und ihn bedingungslos liebende Partnerin alles fordern, muss aber selbst rein gar nichts für Dich tun. Und an der Beziehung arbeiten schon gar nicht. Aufmerksamkeit holt er sich auch lieber von anderen Frauen, außer die sind nicht da, sondern nur Du. Dann genügt ihm das, bis er wieder unterwegs ist. Und seine Aufmerksamkeit gilt in nahezu keinem Fall Dir, wozu sollte er sich auch anstrengen? Er hat Dich ja ganz sicher in der Tasche.

            Ich würde das nicht hinnehmen, sondern ihm zeigen, mit wem er es zu tun hat. Aber wie gesagt, Du kannst es auch akzeptieren und so weiter leben.

        • Hallo!
          Für mich erschreckend deine Antwort....sie zeigt wie sehr er Dich schon im Griff hat :-(.
          Du hast etwas Entscheidendes vergessen...!! DICH!!
          Was willst Du? was muss passieren dass es DIR gut geht?
          Ich wünsche Dir den Kopf und die Kraft genau das umzusetzen!
          Liebe Grüße Iris

    (7) 05.06.18 - 22:37

    Mir fällt gleich eins auf. "Er hat für sich 100 Euro und für uns 200 Euro berechnet." Das heisst was? Er teilt dir das Geld zu oder was? Gleichzeitig sollst du zu Hause die Stellung halten und er muss gar nichts machen?
    Ich glaube dein Mann braucht mal eine klare Ansage und danach die Koffer vor die Tür gestellt. Er soll am besten gleich dort bleiben, wo er ist. Mann, lass dir das nicht gefallen.

    • (8) 05.06.18 - 22:46

      Wir haben gemeinsam berechnet, was wir für Extraausgaben diesen Monat haben und was wöchentlich zum Leben bleibt. So ist er bei vier Leuten auf 100 € für ihn und 200 € für uns gekommen. Natürlich kommt diese Rechnung nicht ganz hin, dennoch bin ich damit einverstanden.

Hallo,

Ich hatte den ersten Teil gelesen, aber nicht darauf geantwortet....

Aber nun, dein Mann gibt sich keine Mühe mehr, dann gib du dir auch keine mehr.
Lass ihn mal links liegen und warte ab was kommt.
Hast du die Möglichkeit die Kinder mal abzugeben und auszugehen? Dann tu das und tu dir selbst was Gutes, zeig ihm das du auch nicht darauf angewiesen bist.
Eine Beziehung erfordert immer Arbeit , aber von beiden und nicht nur von einem.
Es macht ein wenig den Anschein, als würde er auf der Fortbildung sein Jubgesellenleben ausleben, es ist bequem so, weil du es ja so mitmachst und brav zuhause wartest, Kinder und Haus hütest.
Er hat ja gar keinen Grund das zu ändern, denn du machst das mit und genau deswegen will und wird er auch gar nicht bemerken wie es dir damit geht.

Nimm dein Glück selber in die Hand und lebe das auch so aus. Wenn du das schaffst, dann strahlst du das auch so nach außen hin aus und vielleicht merkt er dann auch mal wieder was.
Wenn nicht, dann weißt du zumindest das da ohnehin kein Interesse mehr an euch als Paar vorhanden ist und dann musst du für dich deine Konsequenz daraus ziehen.
Aber so geht es ja auch nicht weiter und diese Probleme gehen weit über die finanziellen hinaus, wie ich finde.

LG

  • (10) 05.06.18 - 22:54

    Meinst du nach dem Motto wie du mir, so ich dir?
    Da ich ja aber eh schon für alles verantwortlich bin, werde ich dann im Umkehrschluss auch wieder dafür verantwortlich gemacht werden. Es ist ein Rattenschwanz!

    Eine Kinderbetreuung zu organisieren ist total schwierig, trotz zahlreicher Versuche. Aber es stimmt. Ich muss unbedingt was für mich machen und mit dem ewigen Warten aufhören.

    • Jein. Wenn man nach dem Motto geht, dann wird es tatsächlich eine totale Sackgasse und man fängt an im Kreis zu drehen.

      Nur musst du einzig und allein für DICH einen Weg finden zufrieden mit deinem Leben zu sein und das bist du in deiner Situation nicht, was verständlich ist.
      Für ihn ist im Moment alles völlig selbstverständlich, du bist da, hälst ihm den Rücken frei und er zieht sein Ding durch, ohne sich einen Kopf machen zu müssen.

      Du musst ihm also bewusst machen das du nicht selbstverständlich bist und das alles was du tust, keine Selbstverständlichkeiten sind.
      Da kann man sich Stunden an den Tisch setzen und das ausdiskutieren, aber das bringt in den wenigsten Fällen was.
      Darum ist es wichtig sich um sich selbst zu kümmern, denn dann gewinnst du eine so starke Ausstrahlung, wo er merken wird „ok, sie kann auch ohne mich, wenn sie will“ und dann hat er die Chance umzudenken.

      Klar, mit Kinderbetreuung ist immer schwierig, verstehe ich. Ein Babysitter kostet ja auch nicht wenig und Verwandtschaft ist auch nicht immer auf Abruf da.
      Dann musst du eben dann ansetzen, wenn seine Fortbildung zu Ende ist.
      Dann bist du eben auch mal dran und ziehst DEINE Hobbys und Interessen durch und zwar so, dass nicht ständig du mit den Kids allein da hängst und er sein Ding durch zieht.
      Einfach mal nach dem Motto „wollen wir gemeinsam am Wochenende was unternehmen?“ blockt er das wieder ab, sagst du einfach „gut dann gehe ich mit xy aus“.
      Natürlich kann man das nicht ewig so durchziehen, aber so das er auch merkt das du noch eine eigenständige Person bist und nicht nur die wartende Ehefrau auf Abruf.
      Manchmal braucht einer einen ordentlichen tritt in den Hintern, um wieder wach zu werden.

Den räumlihen Abstand habt ihr ja. Was passiert denn, wenn du dich nicht bei ihm meldest? Er scheint eure Beziehung für sehr sicher zu halten, für etwas, wofür man nicht kämpfen muss, was selbstverständlich "läuft". Und das auch nur nach seiner Nase. Reichlich egoistisch hört sich das an. Und ein Desinteresse am Partner ist kein gutes Zeichen.
Fehlt er dir denn wirklich, wenn er weg ist?
Und nein, solche Dinge klärt man weder am Telefon, noch per whatsapp, Mail oder sms.

  • (13) 05.06.18 - 23:00

    Es würde das obligatorische "Guten Morgen" per Whatsapp kommen und irgendwann abends, wenn er die Lust dazu findet oder mit seinem Kram durch ist ein "Telen?" folgen.
    Ja, er fehlt mir sehr wenn er weg ist. Wobei ich jetzt gerade einfach nur verwirrt, traurig, leer bin. Ganz konfus eben.
    Ich soll dann jetzt vier Wochen einfach so weiter machen wie bisher? Ihn in dem Glauben lassen alles sei i.O.? Fühlt sich falsch an.

    • (14) 06.06.18 - 14:44

      ....aber was genau fehlt dir denn an diesen Mann?!
      Da ist doch absolut gar nichts was einer Frau fehlen kann, du könntest dir auch irgendeinen Nachbarn dahin setzen, das wäre auch nicht mehr....

      Du solltest klarer sehen und das ist, dass deine Ehe vorbei ist.
      Nur er fordert, nur du bist Schuld, nur du musst machen....wer bitte, lässt denn sowas mit sich machen?!
      Wer bitte will denn von so einen Mann noch begehrt und geliebt werden?!

      Ich würde meine Sachen regeln und zusehen alleine auf den Beinchen stehen zu können und vor allem würde ich mich nicht mehr bei ihm melden.
      Kann sein das er dann angekrochen kommt wenn er merkt das dumme Frauchen fängt ja mal das Denken an, aber das dauert nicht lange, sobald er dich wieder zum Lämmchen gemacht hat, macht er weiter wie gehabt...kann aber auch sein, dass er dir wieder die Schuld zuschiebt und meint der ganze Ehemist sei deine Schuld.

      Nun, letzteres wäre für dich am besten, dann ist endlich das Ende vernünftig eingeleitet....aber egal wie, eure Ehe ist vorbei...außer nartürlich du möchtest dich weiter für so blöd verkaufen lassen...

      ..
      Lass ihn rudern, kapsel dich endlich ab....man, man, man...sowas hat man doch nicht nötig

      Und sorry, zu glauben das er nicht mit ner Anderern ins Bett hüpft...puuuh...so naiv kann man doch echt nicht sein?!

      Außerdem würde ich mal aufhören zu glauben was er sagt, jemand der so ist, sagt 100pro niemals immer die Wahrheit, auch wenn man sich das vormacht!

      • (15) 06.06.18 - 19:45

        Ich musste bei deinem Text doch etwas schmunzeln und so wirklich fühle ich mich auch nicht angesprochen. Auch wenn ich weiß was du mit "dummes Frauchen" meinst, so kann ich diese Meinung nicht teilen.
        Dumm wäre es zu warten, bis es irgendwann besser wird oder sich hoffentlich etwas ändert. Oder Stillschweigen über diese Geschichte zu wahren, machen zu lassen und zu gucken, wie sich unser Leben entwickelt.
        Du wirst bemerkt haben, dass ich über diesen Punkt hinweg bin, bzw nicht viel Hoffnung darin investiert zu haben.

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