Ehefrau schießt mit Kanonen auf Spatzen Seite: 2

                  • (26) 19.06.18 - 20:49

                    Ach komm, hör auf auf die Tränendrüse zu drücken.

                    Wenn ihr alles scheißegal wäre, dann würde sie sich kein Magenband einsetzen lassen wollen.

                    Wenn der eigene Körper nicht mehr funktioniert, dann ist das ein Ausnahmezustand.

                    Aber ja, ich korrigiere eine Aussage in meiner doch so gemeinen Antwort: Nicht nur Männer scheinen unsensibel zu sein, hier treiben sich anscheinend ein Haufen Mädels rum, die mindestens genauso unsensibel sind....und ich bin es diesmal nicht.

                    • Ach ja klar, wäre die TE eine Frau, die sich beklagen würde, dass ihr Mann ne faule Socke ist, den ganzen Tag nur zu Hause abhängt und die Kinder vor dem TV parkt und sich das Essen reinschaufelt, dann würde jeder der armen Frau zureden, diesen Typen so schnell es geht zu verlassen.
                      by the way: das Magenband wird dort gar keine Probleme lösen!
                      Dazu muss man nämlich an sich selbst (!) arbeiten, die Ernährung umstellen, aktiv werden, sein Leben selbst in die Hand nehmen und all die Ausflüchte und Ausreden einpacken.

                      "Und ich bin es diesmal nicht"
                      #rofl Der war echt gut!

      Hallo,

      irgendwie liest sich das so, als ob Deine Frau depressiv ist. Was für eine Krankheit hat sie denn? Ich glaube, sie braucht Hilfe. Und Du bist ein toller Mann, lass Dich nicht runter ziehen, ich glaube einfach, sie ist krank und überfordert.

      LG

    (31) 19.06.18 - 12:15

    Erst einmal Kopf hoch... Für jedes Problem gibt es eine Lösung auch wenn die Situation noch so ausweglos erscheint.
    Du hast das Problem sehr detailliert beschrieben, dennoch kann man nur wage Vermutung stellen. Ich befürchte deine Frau leidet an einer Depression. Ich selbst durch lief bereit einmal den beschriebenen Werdegang deiner Frau. Lustlosigkeit, selbstzweifel, emotional unausgeglichen. Ich dachte die Welt sei gegen mich und ich wäre für nichts gut genug. Ich hatte das Glück selbst zu realisieren das etwas mit mir nicht stimmte und begab mich in Therapie. Mein Mann unterstützte mich ausnahmslos. Jetzt geht es mir super und meine selbstreflektion ist besser als je zu vor. Ich glaube deiner frau geht es ähnlich, sie fühlt sich schrecklich und zweifelt an sich selbst. Was sich wiederum in ihrem Umfeld wieder spiegelt und in dem Umgang mir ihren Mitmenschen. Das heißt aber nicht das du oder die Kinder die Ursache dafür sind. Frauen neigen dazu, tiefste innere Empfindungen in sich hinein zufressen bis es sich durch depression oder andere körperliche oder seelische Erkrankungen einen Ausweg sucht. Du solltest dir einen ruhigen Moment such und liebevoll das Thema ansprechen. Ihr ihre Veränderungen deutlich machen und ich klar sagen das du sie unterstützt, was auch immer sie bedrückt zu überwinden. Sollte sie dennoch ausweichen, dir Vorwürfe machen oder sich weiter in ihre Depression steigern. Bleibt dir nur noch eine Konsequente Reaktion. Nicht jeder Mensch ist bereit Hilfe anzunehmen und sich seinen Problemen zustellen. Und leider schaden diese Menschen nicht nur sich selbst sondern auf Dauer auch ihrem Umfeld. Und gerade Kinder sollten in ihrer Entwicklung so wenig wie möglich mit den Problemen der Eltern belastet werden, ist es doch schon anstrengend genug Zuwachsen und sich zu entwickeln.
    Ich hoffe du findest einen weg, der für euch alle eine Bereicherung ist und ich wünsche dir viel kraft alles noch kommende durch zustehen.

  • (32) 19.06.18 - 13:19

    Hi,
    wenn man zu dick ist, ist es schieirig sich zu bewegen und sitzt halt nur noch bewegungsunfähig herum ...vor dem TV und futtert weiter.
    Denk bitte nivct, das eine Magenverkleinerung helfen wird, wenn sie jetzt schon faul ist, überhaupt einen Schritt zu gehen, oder überhaupt irgendetwas zu machen.

    Die Kinder tun mir leid, lass sie so lange wie möglich in der Krippe/Kiga, damit sie dort Bewegung haben werden, oder suche jetzt wenigstens schon Plätze, wenn sie noch nicht betreut werden.
    Deine Frau scheint komplett mit Kids und Haushalt überfordert zu sein.
    Ist noch Geld für eine Putzfrau übrig?

    Macht sie irgendetwas, um gesünder zu werden, ist sie überhaupt motiviert?

    lg
    lisa

    Ich vermute deine Frau ist einfach zu tiefst unglücklich und unzufrieden. Das wird zum einen sicherlich mit der körperlichen Veränderung, bzw dem Übergewicht zu tun haben und zum anderen würde ich über das Diagnostizieren einer postnatalen Depression nachdenken. Es leiden so so viele Frauen nach der Geburt eines/mehrere Kinder daran. Leider wird es oft nicht wahrgenommen. Sie hat keinen Ausgleich, ist viel alleine, daraus resultiert keine eigene Identität mehr zu haben, nur noch Mutter oder Ehefrau zu sein. Die Putzmaschine die funktionieren muss. Das Ergebnis: das genaue Gegenteil und trotzdem vollkommene Überforderung. Die Frage ist hast Du die Kraft den kommenden Weg mit deiner Frau zu gehen und sie zu unterstützen oder nicht? Es wird viel Zeit und Kraft brauchen. Geht gemeinsam und sprecht mit dem Hausarzt oder besorgt Euch einen Termin zum Vorgespräch beim Psychologen. Alles Gute

    (34) 19.06.18 - 14:30

    hallo,

    du gehst mit Sachverstand daran, für sie ist es eine emotionale Kiste...
    mit reiner Logik kommst du hier nicht weiter.

    Wieweit könnt ihr euch emotionale Nähe und Sicherheit noch geben? bz wollt euch diese geben? Das wäre eher ein Schlüssel...

    Kannst du dir eine Putzfrau leisten?

    Ob sie sich selbst helfen will oder helfen lassen wird, ob du die Kraft hast, das durchzustehen - bei ungewissem Ausgang...
    es ist für euch beide nicht leicht!

    Für eure Beziehung ist es eine extreme Herausforderung. Vielleicht kannst du dir Hilfe holen?

    lg

    Hallo!
    Für mich klingt Deine FRau psychisch Krank oder zumindest extrem angeschlagen und wenig belastbar und "alltagstauglich". Zumindest auf alle Fälle extrem unzufrieden.
    Ist sie irgendwie in Behandlung?

    Lg Sportskanone

    (36) 19.06.18 - 15:55
    2centsjustparking

    Na, dann wird es mal langsam Zeit, der Madame Beine zu machen.

    Angenommen, eine Frau hätte einen solchen Text verfasst: In 98 Prozent der Fälle wäre der Typ dann ein fauler Hund, der schleunigst zu verschwinden hat, da er die Kinder vernachlässigt, die Frau abwertet und emotional mit Worten misshandelt und ansonsten stumpf aufm Sofa hockt, zockt und Bier trinkt. Also, da gäb es weniger Kuschelantworten a la och, die Arme ist sicherlich depri und vernachlässigt deshalb sich und andere, lässt alles verwahrlosen und verkümmern und verhält sich weil die Arme ja depri ist auch noch verbal unterirdisch. Nein, einem Mann dem würde der Hintern aufgerissen und jede Frau, welche die dreiste Überlegung noch hätte, mit diesem zusammen zu bleiben, würde hier von den Foristinnen massakriert und als blöde beschimpft.

    Also, setz deiner Frau ne Deadline, bis Datum x hat sie sich zu bewegen und in Therapie zu begeben, oder sie fliegt achtkant raus.

(39) 19.06.18 - 16:49
Donnerwetter1234

Nachdem ich deinen Text gelesen habe war auch mein erster Gedanke ob sie nicht unter einer psychischen Erkrankung leidet. Insbesondere der Satz mit den 9-10 Wäschekörbe lässt mich stutzig werden, dies hört sich fast schon zwanghaft an und mir stellte sich die Frage ob sie nicht unter einer Angst-/ Zwangsstörung leidet..
Grade bei psychischen Erkrankungen dauert es lange bis man sich öffnen kann und bereit ist das ganze anzupacken.
Leider spreche ich aus Erfahrung und habe selbst mehr als 10 Jahre gebraucht um mich meiner engsten Familie anzuvertrauen.
Ich würde versuchen sie behutsam darauf anzusprechen und gegebenenfalls gemeinsam Hilfe zu suchen.
Liebe Grüße

Hallo,
was mir aus deinen Antworten nicht ganz klar wird ist, ob sie nebenbei auch arbeitet?

Davon abgesehen hatte ich noch zwei Gedanken zu deinem Eingangstext:

Die vielen angefangenen "Projekte" könnten auf ADS hinweisen, das kann auch zu einer Überforderung im Haushalt führen.

Und dann musst du dir vor Augen führen, dass sie das Leben mit Kleinkin(ern) schon einmal durch hat, und nun eigentlich die Zeit käme wo sie sich nur noch um sich (und den Partner) kümmern müsste. Stattsessen macht sie nun ein zweites Mal genau das, was sie vor 20 Jahren schon gemacht hat. Da nun wieder von vorne anzufangen kann extrem belastend sein. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Bei uns war aber von Anfang an klar, dass der Papa einfach bei sehr belastenden Dingen weitaus mehr leisten muss als ich. Sprich, wenn ich merke eine schlaflose Nacht packe ich einfach nicht, dann muss er es machen, da gibt es kein: "gestern bin ich aufgestanden, heute musst du!"

Sowieso finde ich es besser man setzt sich zusammen und überlegt nicht was jeder alles leistet, also nach dem Motto ich-mache-viel-mehr-als -du, sondern sich überlegt, was brauche ich als Ausgleich/Freizeit/Erholung. Und wie kann man gemeinsam erreichen das jeder noch trotz Familie Lebensqualität empfindet. Während du die Kinderzeit vielleicht als Ausgleich zum stickigen Bürojob empfindest, ist es für sie vielleicht einfach dasselbe was sie den ganzen Tag macht und damit eben einfach nur zusätzlich anstrengend....

Ich finde es sehr gut, dass du dir so viele Gedanken machst, ich glaube du hast jetzt ganz viel Input bekommen und ich wünsche dir viel Erfolg!

LG S.

  • Meine Frau hat während unserer Beziehung zwei mal für etwa 1 Jahr jeweils gearbeitet. Jedes Mal sah sie die Schuld an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim AG. Ich habe sie aufgrund ihrer Schilderungen bei ihrer Entscheidung immer unterstützt.

(42) 20.06.18 - 19:18

Ein BMI über 40 passiert nicht durch schlechte Angewohnheiten. Da steckt eine psychische Komponente mit drin.
Depression bringt nicht primär Trauer sondern v.a. eine grosse Antriebslosigkeit mit. Die beschreibst Du finde ich in vielen Aspekten.

Was kannst Du tun?
Bei den Kindern puffern was sie nicht leistet. Entweder selber oder Du organisierst was mit Tagesmutter oder Krippe. Sie sollen nicht darunter leiden.
Arbeit abnehmen wird ihnen Heilungsprozess nicht vorantreiben. Ich würde mir Hilfe für Angehörige und individuelle Beratung suchen.

In meiner ehemaligen Schwiegermama liebe wurde dem depressiven Part das Ultimatum gestellt an der Heilung zu arbeiten oder die Trennung würde kommen. Das war nach Jahren der Durchbruch. Es kann ein harter Weg auch vor Dir liegen.

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