Innerlich-getrennt, wer noch? Seite: 5

      • Hallo,

        Vorweg gesagt, ich habe die komplette Diskussion nicht gelesen.

        War früher, sprich vor den Kindern, alles anders? Hast du das gerne gemacht was dein Mann jetzt gerne macht und umgekehrt? Du möchtest seine Freunde und er hatte Spaß mit dir in die Stadt zu gehen?

        Wenn nein, warum habt ihr geheiratet, warum Kinder bekommen?
        Erwachsene Menschen ändern sich in ihren Gewohnheiten kaum. Man geht Kompromisse ein, mal mehr mal weniger.

        Vllt hätte dir das alles früher klar werden sollen, oder kam die Erkenntnis erst mit der Geburt der Kinder?

        Ich würde auch gerne Dinge machen, die ich aber nicht machen kann. Unsere Kinder begleiten wir die wenigste Zeit unseres Lebens, dann steht uns alles wieder offen.

        VG

        (102) 20.06.18 - 22:18

        Ich muss sagen, dass ich sehr erstaunt bin, wie vielen das hier so geht.

        Es ist fast schon erschreckend. Nicht nur in diesem threat, so generell hier im Forum.

        Ich für mich kann mir nicht vorstellen in einer solchen Situation zu verharren (darin landen kann jeder)

        Mein Mann ist mein bester Freund und die Liebe meines Lebens. Wir haben theoretisch auch mal über eine Trennung gesprochen, also was mit erspartem Geld passiert, das wir uns Wohnungen in der Nähe zueinander suchen und das unsere Tochter eine Woche da und die andere da verbringt. Ich kenne dieses Modell von anderen und das funktioniert prima. Solche Sachen eben aber weder er noch ich könnten uns Momentan vorstellen und zu trennen. Aber sollte sich das ändern, tuen wir das sofort. Wir verdienen beide nicht die Welt aber würden beide gut über die Runden kommen, ohne das einer dem anderen etwas zahlen müsste oder finanziell sehr viel schlechter gestellt ist als jetzt wo wir ein Paar sind. Mir war es immer wichtig, dass ich nie in ein Abhängigkeitsgefüge gerate.

        Wir kennen uns seit 13jahren, sind seit 11jahren ein paar und 5 davon verheiratet.
        Als wir damals zusammen gekommen sind war ich 17 und er 21 Es Null gepasst. Wie Feuer und Wasser. Nach einem Jahr offizieller “Trennung“ haben wir es nochmal probiert weil wir nicht ohne einander konnten. Nichts von wegen aufgewärmt schmeckt nicht. Seit dem ist alles super. Ab der Schwangerschaft (sehr viele Komplikationen) waren wir dann quasi eine Einheit. (Wir haben auch Krisen, wir leben nicht nur mit rosaroter Brille auf unserer Einhornfarm) aber wir können mit den Macken des anderen Leben und reden viel über Probleme/Gefühle etc.

        Unsere Tochter belastet das Thema Trennung manchmal seit Bekannte von uns vor zwei jahren auseinander gegangen sind. Da sie es nicht verstehen kann, dass Eltern sich nicht mehr lieben. (Schwer auch, sie sieht ja nur uns) Manchmal wenn sie bei uns schlafen möchte und es nicht passt, dann erkläre ich ihr auch, dass Verknallte manchmal auch alleine sein müssen damit die verliebt bleiben. Dann lacht sie immer beschämt oder fragt uns ob wir wieder knutschen :D ich möchte mich nicht nur als Mama und meinen Mann als Papa sehen. Er ist ja immernoch der attraktive Typ von früher ;)

        Ich möchte ihr nie vorleben unglücklich in einer Beziehung zu bleiben und ich empfinde es auch als unfair, den Kindern die große Last aufzuerlegen, dass man sich wegen ihnen nicht getrennt hat. Sie quasi der Grund für das Unglück der Eltern sind. Denn das kommt bei Kindern auch an. Meine Mutter hat mir damals auch gesagt sie kann nicht mit uns gehen weil sie kein Geld hat für uns.

        Ich wünsche allen unglücklichen da draußen alles Gute. Ich hoffe ihr finden euren Weg zum Glück, auch wenn es nicht der ist, den ich oder andere gehen würden.

        (103) 20.06.18 - 23:15

        Ihr wisst schon alle das ihr nur DIESES EINE LEBEN habt oder? 15 Jahre zusammen bleiben damit die Kinder keine Trennung durch machen müssen??? Wirklich? Ich habe auch eine Tochter, ich möchte mir nicht ausmalen wie ich reagieren würde wenn sie ihr Leben so "verschwendet" und ich möchte mein Leben genauso wenig verschwenden. Es gibt für uns nur dieses eine. Was macht ihr dann mit, Hmm, ich sag mal knapp 60 Jahren und Erwachsenen Kindern, ihr trennt euch, und dann? noch gute 10 Jahre bis der Körper langsam in den Verfall Modus schaltet und man sich ins Grab legt. Tolle Aussichten 👍 Ihr fragt euch jetzt schon ob es das gewesen ist und wollt dann weitere 10, 15 Jahre in diesem Leben bleiben um sich dann was zu fragen? Also ich lebe mein Leben so wie ich es will und das MIT Mann UND Kind. Aber ich bin glücklich in meinem Leben so wie es ist, mit meinem Mann so wie er ist, mit meinem Kind, so wie sie ist und mit mir, so wie ich bin. Wäre ich das nicht würde ich es ändern den meine absolute Horror Vorstellung ist, ich, 80 auf einem Stuhl vor dem Fenster, blicke in die Ferne, lasse mein Leben an mir vorüber ziehen und stelle fest ich war 70 Prozent von diesem unglücklich, ich habe mein Leben verschwendet oder ich habe aus Angst nichts gewagt.
        Nein, sorry, so möchte ich nicht enden. Ich möchte mit 80 ein Lächeln auf meinen Lippen haben und sagen können "ich hatte ein tolles Leben"
        Für jeden Menschen ist Glück etwas anderes, jeder stellt sich sein Leben anders vor. sicher ist meine Vorstellung von Glück für jemand anderen eine Horror Vorstellung, das ist auch okay, jeder soll leben wie er möchte aber wenn man doch schon etliche Jahre für sich selbst weiß das man sein Glück nicht erreicht hat. wenn man merkt nein, das war's noch nicht. ich bin nicht glücklich, dann sollte man das doch ändern. Ihr könnt mich jetzt für naiv halten, ihr könnt sagen das ich mir das alles so leicht vorstelle oder das ich leicht reden habe...ja, vielleicht, doch ich bleibe dabei
        Wir haben nur dieses EINE Leben.

          • (105) 21.06.18 - 10:55

            Ganz genau das denk ich auch immer.
            Zeit zurück drehen geht halt nicht. DAS wäre ne echte Alternative. Aber Trennung? Nee, würde mich noch unglücklicher machen.

            (106) 23.06.18 - 23:36
            DasMachtMichTraurig

            Wie kann man wissen wie die Alternative aussehen wird? Nur weil du denkst das es schlechter wird muss das ja nicht so werden. Ich meine ganz ehrlich meine Zukunft ohne meinen Mann wäre auch schwieriger...finanziell zumindest, das ist das was du meinst? das es finanziell schlechter aussehen würde? Ja, möglich aber ganz ehrlich andere schaffen es auch sich zu trennen, finanziell Einbußen zu ertragen und ihr Glück weiter zu suchen. Ich weiß nicht, ich kann jetzt vielleicht leicht daher reden weil ich glücklich bin in meinem Leben aber mir persönlich ist Geld nicht so wichtig und mit Kindergeld, unterhält und ein wenig Arbeit nebenbei bekommt man glaube ich auch das nötigste gestemmt 💁‍♀️ glaube ich jedenfalls.

      Wer frei sein will, muss Geld verdienen. Selbst wenn du von deinem Mann getrennt bist, wirst du nicht frei sein, wenn du kein eigenes Geld hast. Ob sich die Firmen so sehr auf eine Frau mittleren Alters freuen, die jahrelang minimal berufstätig war?

      Ehrlich gesagt erschreckt mich dieser gesamte Thread. Er scheint die dunkle Kehrseite all dieser "Fremdbetreuung kommt für uns nicht in Frage, mein Mann ermöglicht es mir, zu Hause zu bleiben, ich genieße lieber die Zeit daheim" Threads zu sein.

      Warum sorgen Frauen nicht besser für sich?

      Dass man wegen der Kinder alles versucht, verstehe ich. Aber dass man nicht gehen kann, weil man kein Geld hat, das ist doch schlimm und bitter!

      Klar ist arbeiten anstrengend und den Mann davon zu überzeugen, dass zumindest die Kinderbetreuung ihn genauso viel angeht wie die Mutter, auch. Aber in einer Ehe ohne Liebe gefangen zu sein ist doch noch anstrengender, oder?

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