Trennung der Kinder wegen aufschieben?

    • (1) 21.06.18 - 12:07
      HabeMaleineFrage

      Weiter haben sich ja viele gemeldet, die innerlich schon getrennt sind. Als Grund für die fehlende Konsequenz wurden dabei oft die Kinder genannt.

      Was mich mal interessieren würde: Wart ihr denn vorher, als ihr noch keine Kinder hatte, besser darin schlechte Beziehungen aufzulösen oder bleibt ihr auch sonst häufiger länger als es guttut? Sind die Kinder der wahre Grund oder ist das auch ein bisschen vorgeschoben?

      • Ich denke, eine Kombination aus allem.
        Natürlich hast du mit Kindern mehr Verantwortung zu tragen und wirst alleine schon deshalb eine Trennung nicht so leichtfertig durchziehen.
        Auch kommt noch der Wirtschaftsfaktor dazu. Meist arbeiten - grade die Mütter - gar nicht oder nur Stundenweise und verdienen natürlich nicht üppig...
        ...da kommt eine Trennung auch nicht grade gut.

        Ich kenne doch das eine oder andere Paar in meiner unmittelbaren Umgebung, die nur zusammen sind, weil sich keiner aus der Komfortzone bewegen möchte. Weil klar. Eine Trennung zerstört auf beiden Seiten einen gewissen, erarbeiteten Komfort...das Haus...die Urlaubsreisen...das schicke Auto...der schnöde Mammon eben..das geht in vielen Fällen fliegen, wenn die Beziehung scheitert.
        Und wer will noch mal bei Null anfangen? Wie unangenehm.
        Und dann kommt sicher auch noch dazu, dass man dem Kind natürlich RAMAFAMILIE bieten will. Das kannste als AE nicht. Das bremst in vielen Fällen sicher auch aus.

        All sowas halt.

        Gruss
        agostea

        Interessante Frage

        Ich glaube Gründe findtet man realtiv schnell einige 😏
        Nach gestern würde ich doch
        Tippen auf das dazugehörige Bankkonto in einige Fälle . 🤔
        Offizielle Ausrede vielleicht,
        Hoffnung auf Besserung 😅
        Oder auch, es ist doch besser wie nichts....
        Immerhin zeugen manche ja trotzdem Kinder,in diesem Zustand schon. & daaaann kommt den Kinder wegeen.. 😖


        Ich bin nicht sicher, ob du mit, der Wahrheit hier rechnen kannst.
        Ich bin aber mal gespannt, was so kommt🙄

        (4) 21.06.18 - 13:22

        Nicht jeder hat einen reichen Mann und kann mit ausreichend Unterhalt rechnen. Wenn dann noch Betreuungsprobleme hinzu kommen wegen der Arbeit....

            • Na und. Trotzdem kann Frau sich ihr Leben selbst finanzieren. Und mit einer ordentlichen Ausbildung ist das erst Recht kein Problem.

              • (8) 21.06.18 - 21:41

                Und was ist mit der Arzthelferin? Verkäuferin? Bürokauffrau? Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die allermeisten Frauen haben KEINEN Job, von dem sie zwei oder mehr Kinder ernähren könnten. Plus Wohnung, Auto und allem drum und dran! Wenn man nur 300 - 400 Euro Unterhalt pro Kind bekommt, und das ist bei einem "Otto-Normalmann" realistisch, wenn überhaupt, sind keine Sprünge drin. Nicht ansatzweise.

                • Da muss ich dir recht geben , ich bin zB Zahnarzthelferin in Teilzeit , trotz einiger Fortbildungen etc ist das "netto" eigentlich ein Witz. Stunden aufstocken wäre hier bei uns und näherer Umgebung nicht möglich , da die Betreuungsmöglichkeiten für nachmittags nicht gegeben sind, Schule / KiGa ist mittags aus - fertig. Sieht in großen Städten wahrscheinlich anders aus... Familie ist hier auch keine , von daher mehr Stunden machen obwohl man es will oder finanziell bräuchte - geht nicht. Früher , als ich alleine war, Vollzeit gearbeitet habe, eine kleine 1 Zimmer Wohnung hatte, da kam ich zurecht finanziell...

                  Dann stell ich mal provokant die Gegenfrage:

                  Woran liegts? Warum dümpel ich in einem Beruf herum, mit dem ich mein Leben nicht selbständig finanzieren kann? Kann es vielleicht sein, dass von vorneherein darauf spekuliert wird, dass man irgendwann geheiratet wird und man somit versorgt ist?
                  Das war ja mal die gängige Denke damals...als den Mädchen gesagt wurde, sie müssen nichts lernen, oder wenn doch, genügt Schneiderin/Verkäuferin...etc. - denn sie würden ja eh irgendwann heiraten.

                  Das ist aber eine Denke, die sollte 2018 nicht mehr üblich sein. Das es offenbar aber doch noch so ist, finde ich schade. Und vermute, dass da doch eine gewisse Bequemlichkeit hintersteckt.

                  Das ist durchaus ein Problem, klar. Ich habe so einen Fall im Bekanntenkreis.
                  Ist ja auch ok, wenn das Familiengefüge funktioniert und jeder damit zufrieden ist.
                  Aber es wird zu einem Problem, wenn es eben nicht mehr funktioniert. Wenn "Mann" vielleicht auch nicht mehr funktioniert und die Frau dann mit voller Breitseite ihre selbstauferlegte Abhängigkeit zu spüren bekommt.
                  Was ist dann?

                  Ich finde, der Preis ist hoch, den Frau bezahlt, wenn sie sich auf dem Partner (wirtschaftlich) ausruht.

                  • (11) 22.06.18 - 10:41

                    Irgendeiner muss euch reichen Schnepfen ja die Bude putzen, die Kauleiste reinigen und euch die Brötchen verkaufen. Also kommt mal wieder runter von eurem hohen Roß! Solch aufgeplusterten Tussen, die behaupten, ja ach so viel zu verdienen, würde man den sozialen Abstieg von Herzen wünschen.
                    Was arbeitet ihr denn so Tolles, dass ihr so viel verdient?! Bei zwei größeren Kindern kommt man in Deutschland je nach Region mit 3000-4000 Euro netto für die normalsten Sachen grad so hin. Und ich glaube nicht, dass mehr als 10 % der Frauen einen Nettoverdienst (abzüglich Kindergeld) von 2600 - 3600 Euro mit nach Hause bringen. Im Gegensatz zu den meisten Männern!

                    • Nein, ich bin keine reiche Schnepfe. Von daher fühle ich mich von deinem Statement nicht angesprochen.
                      Ich habe einen ganz normalen Null - Acht - Fuffzehn - Beruf, bin nicht mal besonders qualifiziert.
                      Ich habe zwei Kinder, bin unverheiratet. War paar Jahre alleinerziehend, lebe inzwischen in einer Partnerschaft. Allerdings gehe ich auch weiterhin voll arbeiten - und das alleine aus dem Grund, weil ich es vor mir nicht rechtfertigen könnte, dass mein Partner mich und meine Kinder finanziert.

                      Ich weiss also, wie teuer das Leben ist. ich weiss, wie teuer Kinder sind. Ich weiss auch, wie hart es ist, Vollzeit- Berufstätigkeit mit Familie zu verbinden.

                      Aber für mich kam es trotzdem nie in Frage, meine (finanzielle) Unabhängigkeit aufzugeben.
                      Mir war es immer wichtig, im Zweifelsfall mich und meine Kinder versorgen zu können, ohne auf die Gunst eines Partners angewiesen zu sein.

                      Und nein, ich verdiene keine 4.000 netto. Aber mit dem durchschnittlichen Gehaltslevel, dass ich verdiene, kann ich uns drei locker finanzieren.

                      Wenn du in einem Beruf feststeckt - so du denn arbeitest - der dir ein eigenständig finanziertes Leben nicht ermöglicht, dann gibt es sicher Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder umzusatteln.

                      Nur entschuldige - dafür muss man natürlich bereit sein, ein Stück weit den Arsch zu heben und seine Komfortzone zu verlassen.

                      Neidisch auf die Frauen zu schauen, die finanziell autark unterwegs sind, wird dich nicht weiter bringen. Auch nicht gejammer, dass Männer per se mehr verdienen oder die gewagte These, dass Frau unter 2.600 gar nicht erst anfangen braucht.

                      Dass das alles nur ausreden sind, um sein Leben zu rechtfertigen, wirst du selbst wissen.

                      Ich betone ausdrücklich, dass ich weder dich noch andere angreifen möchte. Wer glücklich damit ist, so zu leben - ok. Völlig in Ordnung.

                      Aber Frauen wie ich, sind sicher nicht weniger Wert, nur weil sie frei sind ;-)

                (14) 22.06.18 - 08:39

                Klar in diesen Beispielen ist man in der Regel kein Spitzenverdiener. Ich gehöre auch zu einer dieser Berufsgruppen.

                300-400€ Unterhalt pro Kind? Da können viele nur von träumen.

                Dennoch konnte mich der Umstand, dann keine großen Sprünge mehr machen zu können nicht daran hindern wieder ein glückliches Leben zu führen.

                Viele vergessen vielleicht, dass man nicht mehr in StKl. 5 rumdümpelt, sondern in 2.
                Die ist i.d.R. wirklich seeehr angenehm. Eine Einkommenssteuererklärung als AE zu machen, sollte auch nicht unterschätzt werden. Da können pro Jahr auch noch einmal einige 100€ rauskommen.
                Dann gibt es u.U. Hilfen und Unterstützung in Form von Wohngeld, Bildungspaket, Tagesmütter können beantragt werden, die je nach Einkommen teilweise oder sogar komplett durch den Staat finanziert werden. etc. etc (Ich kriege leider nichts davon, verdiene laut Ämtern "zu viel" #rofl)

                Man muss es nur wollen! Man muss sich kümmern, den Hintern hochkriegen. Das ist natürlich anstrengend und natürlich ist es nicht schön das jahrelang Aufgebaute aufzugeben.

                Überspitzt gesagt:
                Statt eines SUV ist es dann vielleicht nur noch ein gebrauchter Kleinwagen, statt 160qm Alleinlage sind es 80qm im Mehrfamilienhaus. Statt Markenprodukte bei Lebensmitteln sind es die Discountereigenmarken. Aber ehrlich? Das ist sowas von piepscheißegal! Der innere Frieden der sich irgendwann einstellt, das man wieder lachen kann, der Stolz es alleine geregelt zu kriegen. Das ist so viel mehr wert.
                Und die Kinder danken es einem später auch nicht das man ihnen die heile Welt vorgespielt hat. Die kriegen das nämlich alles mit, auch wenn die Eltern das nicht wahrhaben wollen.

                Lieber ein paar Taler weniger in der Tasche, als seine Seele zu verkaufen und auf dem Sterbebett alles zu bereuen.

                Ich habe meine Trennung NIE bereut und ich finde es traurig, dass vielen Frauen schlicht der Mut fehlt um diesen Schritt auch zu gehen.

                • (15) 22.06.18 - 10:52

                  Bei anderen sieht es aber so aus: Haus wird versteigert. Und die restlichen Schulden bleiben einem bis zur Rente.
                  Arbeiten gehen ist bei kleinen Kindern kaum noch drin wegen der ganzen Ferien. Betreuung kostet hier auf dem Land pro Kind und Woche 120 Euro aufwärts von 9-16 Uhr.
                  Zahl das mal als Alleinerziehende.
                  Es heißt ja nicht, dass der getrennte Mann in der Nähe bleibt und die Kinder mit betreut. Oder sein Chef ihm passend Urlaub gibt.
                  Und wenn man nicht gerade Lehrer ist oder Homeoffice machen kann, kommt man zu Zweit auch nicht auf 14 Wochen Urlaub plus andere Schließtage.
                  Grundschulkinder den ganzen Tag alleine lassen, heißt es dann. Und krank zur Schule schicken, denn den Chef erfreut es nicht, wenn man öfter fehlt.
                  Beteiligen kannst du dich dann auch an nix mehr. Denn jeder Tag Urlaub ist kostbar.
                  Und froh kannste sein, wenn der Mann pünktlich Unterhalt zahlt.
                  Die knapp 400 Euro Kindergeld - ok. Besser als nix.
                  Aber was muss man dann noch erwirtschaften? 4-Zimmer-Wohnung? Auto? Lebensmittel usw. usw.
                  Das schaffen die wenigsten Frauen!

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