Mein Chef hat mich angeschrien

    • (1) 24.06.18 - 08:27
      Blackxie

      Ich habe vor ein paar Wochen einen neuen Job angefangen. Meinen alten sicheren gekündigt, weil mich die Tätigkeit voll interessiert hat.
      Zur Erklärung komm ich aus ner völlig anderen Branche. Das war meinem Chef auch klar. Ich habe zwar einen kaufmännischen Beruf erlernt aber das jetzt ist was ganz anderes.

      Wenn ich da morgens rein komme spüre ich schon was der Herr für Laune hat. Meistens ist er sehr gereizt.
      Er platzt dann wegen nichtigen Gründen total.
      Letzte Woche war es dann soweit das ich "fällig" war, hat mich mehrmals angeblafft und wurde recht laut.
      Meine "fehler" waren reine unwissenheit, ich sass da am telefon und hatte von nix einen Plan. Fragen konnte ich auch niemanden weil niemand da war.

      Hinterher redete er sich raus mit Stress.
      Seitdem habe ich Zweifel, das ich da angefangen habe.

      Ich weiss wie es ist wenn man nix falsch machen will, macht man nur noch müll.

      Ich glaube ein Gespräch mit dem Chef suchen ist witzlos, er schreit eben jeden an,
      Frau, Cousine, Cousine arbeiten alle da.

      Er hält fachlich viel von mir, meine beruflichen Vorkenntnisse sind ihm sehr von Nutzen. Er lobt mich auch viel , das noch nie jemand so schnell alles verstanden hat wie ich.

      Nun Krieg ich jetzt schon ein schlechtes Gefühl weil ich da morgen wieder hin gehe.

      Ich habe mir innerlich eine Deadline gesetzt das wenn die nächste Woche wieder so läuft ich kündigen werde.

      Wie würdet ihr euch verhalten?

      Ich denke nicht das er wegen ner kleinen Angestellten sein Verhalten überdenken wird. Die anderen kuschen nur wenn er so rum schreit.

      • Guten Morgen,

        du fragst was wir machen würden. Ich würde mir einen neuen Job suchen und wenn ich diesen habe den jetzigen Job kündigen.

        Alles Gute

        Lena

        Hi,
        meine Freundin war in einer ähnlichen Situation, da waren es einzelne Teammitglieder, die das Arbeitsklima vergiftet haben. Sie fühlte sich zunehmend unwohler und hat das Gespräch auch mit Unbeteiligten, so wie ich, gesucht. Der Prozess, sich zum Kündigen zu entscheiden, hat sich eine ganze Weile hingezogen, aber für sie war es die beste Entscheidung.
        Wenn du eine berufliche Alternative hast, würde ich das nicht mitmachen, da geht man doch kaputt dran. Ändern wirst du den Mann nicht können, er ist in der besseren Position.
        Alles Gute!

        vlg tina

        • (4) 24.06.18 - 09:04

          Nein ich habe keine andere berufliche Alternative.
          Für mich ist klar das ich mich so nicht behandeln lassen werde.
          Ich habe auch wirklich keine schlimmen Fehler gemacht. Hab nur nicht gehört wie es an der tür geläutet hat weil gleichzeitig das Telefon klingelte, als Beispiel. Da hat er vor Wut auf was eingeschlagen #augen

          • Wenn DU kündigst, hast Du 3 Monate Sperre beim Arbeitslosengeld, das weißt Du? Deswegen erst was anderes suchen und dann kündigen. Bis dahin einfach Deine Arbeit machen und auf Brüllerei nicht eingehen. In meinem langen Arbeitsleben hatte ich natürlich auch schon Choleriker als Chefs; die waren am besten mit stoischer Ruhe auszuhalten, da Rechtfertigungen sowieso nicht ankommen. Das geht durchaus.....links rein....rechts raus. LG Moni

            Huhu.

            Ich hatte auch mal einen Horrorarbeitsplatz. Habe dann auch gekündigt. Eine Sperre habe ich nicht bekommen, da ich eine Stellungnahme beim Arbeitsamt abgegeben habe. Die haben dann von einer Sperre abgesehen. Effektiv habe ich aber nur 1 Woche Arbeitslosengeld bezogen, da ich direkt etwas Neues gefunden habe. Kannst du vielleicht zurück zu deinem alten Arbeitgeber?

            LG und alles Gute

      Ich habe auch mal für einen choleriker gearbeitet. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich konnte nicht mehr schlafen, habe viel getrunken und hatte einfach nur noch Angst auf Arbeit. Dummerweise saß er mir den kompletten Tag gegenüber.
      Im Nachhinein frage ich mich, wie ich so blöd sein konnte und nicht sofort gekündigt habe. Sperre beim Arbeitsamt hin oder her. Ein Alkoholproblem und permanente Angstzustände sind es nicht wert. Aber da sieht man, zu was einem Existenzängste treiben. Ich habe mir eingeredet nix anderes zu finden. Das Ende vom Lied: ich war eine Woche lang arbeitslos und fing dann einen richtig tollen Job an. In einem sehr seriösen Unternehmen, Gott sei Dank.

      Lass dich nicht kaputt machen! Fackel nicht lang. Es wird definitiv nicht besser.

      • (9) 24.06.18 - 09:46

        Ja beim Arbeitsamt melde ich mich dann eh net, bin noch in elternzeit und hoffe bis zum Ende was anderes zu finden.
        Wir haben das Glück das mein Mann sehr gut verdient und wir auf meinen Verdienst nicht angewiesen sind.
        Was wiederum aber auch bedeutet das ich wieder daheim wäre #augen da fällt mir dann gleich nach ner Woche die Decke auf den kopf

    Ich würde das auf jeden Fall ansprechen.
    Und wenn er mit Schreien reagiert würde ich wahrscheinlich wortlos gehen.
    Ich weiß nicht wie sehr du auf den Job angewiesen bist - wenn du es nicht bist würde ich mir sowas nicht geben.
    manchmal hilft aber auch ne klare Ansage deinerseits

    Du kannst entweder Grenzen setzen, wenn Dein Selbstbewusstsein das zulässt und ihm nach dem nächsten Anfall, wenn er sich wieder runter gefahren hat, die Stirn bieten. Dafür legst Du Dir 2-3 Sätze zurecht, die auf das Ergebnis hinauslaufen, dass er Dich entweder mit demselben Respekt behandeln kann, den Du ihm entgegenbringst oder Dir Dein Zeugnis ausstellen darf. Das kannst Du ihm ganz ruhig sagen und er kann dann ja entsprechend darauf reagieren. Schreit er wieder, gehst Du einfach. Dann braucht er das, dass man ihn einfach stehen lässt.

    Zweitens würde ich *vorher* noch mit dem Jobcenter Kontakt aufnehmen und die Situation schildern. Es kann nämlich gut sein, dass Du dann keine Sperre bekommst, wenn Du bereits erklärt hast, dass Du dort eventuell nicht mehr lange arbeiten kannst, weil der Chef solche cholerischen Anfälle bekommt. Es gibt wirklich nicht wenige Fälle, da wird keine Sperre verhängt, wenn triftige Gründe für die Kündigung seitens des Arbeitnehmers vorliegen. Aber das erklärt Dir Dein Sachbearbeiter.

    Mit dem Wissen, dass er Dir dann eigentlich gar nichts mehr kann, gibt es vielleicht noch die Chance, dass er sich Dir gegenüber zusammenreissen wird. Oft sind solche Menschen nämlich wie Hunde, die bellen, aber nicht beissen. Und können sich sehr wohl zusammenreissen, wenn man sich das Geplärre nicht bieten lässt.

    (12) 24.06.18 - 10:55
    narzissundgoldmund

    Vermutlich ist der Chef ein Narzisst. Die änderst du nicht. Alles, was hilft, ist, sich nich von den Lobhudeleien einlullen zu lassen, die nicht überzubewerten. Ebenso wenig sollte man Geschimpfe und Gebrüll solcher Leute überbewerten. Sie taktieren und manipulieren und sobald etwas nicht nach ihrem Gusto läuft ist es, als ob man eine Majestätsbeleidigung begangen hätte. Also nach dem Motto verfahren: Gehe nie zum Fürst, wenn du nicht gerufen wirst und ansonsten Dienst nach Vorschrift und dickes Fell zulegen.

    Ansonsten: Was anderes suchen, kündigen. Auch hier gilt: Dickes Fell zulegen, denn selbstverständlich wird der Wunsch, die heiligen Hallen seiner glorreichen Unternehmung zu verlassen, ebenfalls als persönliche Beleidigung aufgefasst werden.

    LG
    goldmund

    https://www.berufsstrategie.de/bewerbung-karriere-soft-skills/chef-charakter-narzisst.php

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/psychiatrie-zeitalter-der-narzissten-1.3244915-3

    https://umgang-mit-narzissten.de/narzissten-im-berufsleben/

    Da du schreibst er ist begeistert von dir wegen deinen Vorkenntnissen, zeig dich auch so. Sage deutlich dass es nicht ok ist warum er dich anschreit(natürlich wenn es wirklich keinen Grund hat). Evtl auch mit der Aussage dass er wusste dass du Quereinsteigerin bist. Klar kann es sein dass du nichts änderen kannst wenn 5 andere Leute kuschen(sry dumm). Dann schaue dich um, wenn du was anderes interessantes findest bewirb dich dort oder gehe nach 1 wochen auf ihn zu und sag dass du so nicht weiterarbeiten kannst und aus dem Grund wechseln möchtest wenn es so bleibt. Das schlimmste was dir passieren kann dass er dich kündigt aber einen Monat mit Arbeitslosengeld kannst du ja überleben. Und keiner ist es Wert sich so behandeln zu lassen.

    • (14) 24.06.18 - 12:51

      Das sehe ich genauso wie du. Wenn ich es aber anderen erzähle sagen die lass ihn doch schreien. Sorry seh ich nicht so, ich wurde in meinen 20 jahren berufslaufbahn noch nie angeschrien.
      Konstruktive Kritik ist ok, nehme ich gern an.
      Ganz ehrlich mir ist es einfach zu blöd 🙄 das hab ich auch noch nie gehört das jemand nach 3 Wochen wegen so Kleinigkeiten angeschrien wurde.

      • Er ist ein Choleriker, er meint es nicht persönlich und kann nicht anders.
        Ich hatte auch mal so einen Chef. Habe knapp 2 Jahre dort gearbeitet und dann gekündigt.
        Er ist aus allen Wolken gefallen.

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