Streit mit Mann wegen neuer Jobmöglichkeit

    • (1) 26.06.18 - 13:28
      Hilfee456

      Hallo,
      Ich würde gerne meine Job wechseln.
      Vom Büro in die Heimarbeit als Tagesmutter über das JA. Ich liebe die Arbeit mir Kindern und das wäre das, was ich mir immer gewünscht habe. Wir haben ein Haus mit großem Garten und ich könnte super Räumlichkeiten schaffen.

      Als Tamu in NRW soll man rund 6000 brutto verdienen. Das wäre viel mehr als das was ich jetzt habe.

      Mein Mann meint das wäre völlig unrealistisch und ich soll bei meinem bürojob bleiben.

      Wir streiten sehr viel deswegen, weil er meint ich würde uns in den finanziellen Ruin treiben.

      Könnt ihr mir helfen?
      Gibt es hier Tagesmutter?
      Sind meine zahlen so unrealistisch ?

      Lieben Dank!

      • Ich weiß nicht was du aktuell verdienst - hier sieht es so aus :
        Für einen Vollzeitplatz bekommst du pro Kind 900 Euro - da ist alles drin enthalten ( essen, Abnutzung, Pampers und co)
        Du darfst maximal 5 Vollzeit Kinder betreuen.
        Von deinen Einkommen musst du dich natürlich noch kranken und Renten versichern, du bekommst aber einen Zuschuss von der Stadt ( ich meine die Hälfte ?!?)
        Das ist aber tatsächlich von Kommune zu Kommune unterschiedlich.
        Ich finde den Verdienst gar nicht schlecht - wenn man die Möglichkeiten und die Nerven dazu hat 😂
        Es ist auf jeden Fall eine sinn stiftende Arbeit und hier werden Tagesmütter gesucht

        Ich denke dass Du da auf keinen Fall so viel verdienen kannst. Ruf doch mal beim Jugendamt an, die suchen doch immer und können bestimmt weiterhelfen.

        • Es ist auch die Frage wie realistisch es ist 5 Vollzeit Kinder zu bekommen.
          Die meisten suchen ehr für 20 - 25 Stunden.

          Aber wenn es absolut dein Ding ist - es ist ja nicht unmöglich und Bürojobs gibt es denke ich sehr zahlreich.
          Keiner wird dir sagen können, ob es am Ende ein Erfolg wird.
          Ich denke es gibt schlechtere Bedingungen.

      (5) 26.06.18 - 14:24

      Was genau qualifiziert dich denn dazu? Nicht falsch verstehen. Du bist sicher Mutter und so. Aber ....also.... du solltest es Dir im Ganzen nicht so leicht vorstellen 5 VZ-Kinder zu finden und die dann jeden Wochentag dauerhaft zu betreuen. Die sind ja noch klein und müssen alles erst lernen. Das ist schon ziemlich anstrengend und nicht ansatzweise so ruhig wie Büro Arbeit. Auch werden die Eltern jede Menge Erwartungen an Dich stellen. Sie vertrauen dir ihre Kinder an. Und es ist auch eine sehr körperliche Arbeit.

      Dann bräuchtest du vielleicht auch ein Konzept. Du musst dir über Essen und Trinken Gedanken machen, die Ausstattung.

      Hast du schon Mal einen Kurs besucht? Oder in einer Kita ein Praktikum gemacht?

      Mit Kindern arbeiten ist die schönste Arbeit der Welt.... Wenn man der richtige Mensch dafür ist. Aber es ist nicht unbedingt ein dankbarer Job für deine Ohren Nerven deinen Körper. Auch glaube ich, dass da am Ende nicht so viel übrig bleiben wird finanziell wie du denkst. Zum ruhig im Job alt werden ist es eigentlich kein Job. Es ist mehr eine Berufung.

      Ich glaube, Du stellst es dir alles ein bisschen einfach vor. Vielleicht besucht du erstmal eine Infoveranstaltung oder sowas. Oder lass dir einfach Mal 5 unter 3 jährige von all deinen Freunden zum üben an die Hand geben 0: -).

      Denn zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt sich oft einiges.

      Ob der Verdienst realistisch ist, kann ich nicht sagen. Aber man sollte auch bedenken, dass es mit Haus und Garten nicht getan ist. Umbaumaßnahmen kosten Geld, Einrichtung, Spielzeug etc. ebenso. Dann kommen Steuern, Versicherungen, Abgaben usw.
      Du musst dich fragen, welchen Bedarf es gibt und welchen du davon decken kannst/willst. Und ganz wichtig, wie wirkt sich dein TaMu-Job auf euer Familienleben aus.

    • (7) 26.06.18 - 14:35
      Tagesmutterjanein

      Du musst Dir als Tagesmutter auch erst mal einen Namen machen.
      Am Anfang wird das schwer werden, auch wenn der Bedarf hoch ist. Müssen Sie dich erst mal finden. Wenn du deinen Namen hast,wird es einfacher.
      Dazu musst du als selbständiger einiges beachten.
      Dazu informierst du dich besser mal ausgiebig. Du kannst auch beim Jugendamt dafür an die Tür anklopfen.

      Kann es sein, das ihr auf dein Gehalt angewiesen seit?
      Das wird ich aus der Aussage , deines Mannes ziehen.

      & hast du Erfahrung in dem Bereich
      ? Weil ehrlich gesagt, ich hätte bedenken mein Kind einer Frau anzuvertrauen, zu der keinerlei Erfahrung gibt. Bin aber auch nicht so eine Testfreudige Person.

      (8) 26.06.18 - 14:38

      Wie wäre es denn, wenn du selber mal die Fakten zusammenträgst und dich nicht auch noch hier auf Gerüchte verlässt.
      Wenn ich so unvorbereitet damit zu meinem Mann kommen würde, dann würde er mir auch den Vogel zeigen und mich fragen, seit wann ich nur von 12 bis Mittag denke.

      (9) 26.06.18 - 14:48

      Bitte werft nicht alles in einen Topf.Pro Kind (max. fünf) kannst du ca. mit 1750,00-1800 € BRUTTOEINKOMMEN rechnen. Wenn du mehrere Kinder betreuen willst, bist du Freiberuflerin und somit Steuerpflichtig, es fallen in einem nicht unerheblichen Umfang Betriebskosten und Ausgaben an. Zusätzlich musst du auch eine sehr kostenintensive Versicherung abschließen.
      Es ist halt ein Kleinbetrieb mit sämtlichen Begleiterscheinungen.
      Frage: Besitzt du die erforderliche Qualifikation?

      (10) 26.06.18 - 15:12

      Ich würde auch erstmal mit Halbtagsplätzen kalkulieren.
      Die Hälfte kannst Du dafür für Steuern, Krankenversicherung usw, abziehen.
      Aber erstmal musst Du Dich qualifizieren, wende Dich an das Jugendamt.

      (11) 26.06.18 - 15:16

      Ach so, zu Beginn (nach der Schulung zur Tagesmutter) wirst Du enorme Kosten haben. Du brauchst Schlafplätze, Spielsachen und Kindermöbel.
      Das darfst Du alles nicht vergessen.

      (12) 26.06.18 - 15:41

      Hallo,

      ich bin gelernte Erzieherin und arbeite seit Feb. als Tagesmutter.

      Der Verdienst ist von Kommune zu Kommune anders.

      Von 2,30€/h bis 7,50€/h (pro Kind) ist alles dabei.
      Die 6000€ Brutto wirst du niemals erreichen!!!
      Eltern, die ihre Kinder 40h/Woche betreuen lassen wollen, geben es in eine Kita.

      Für die Erstanschaffungen gibt es Zuschüsse, die man im Nachhinein beantragen kann (ich habe etwa 2.500€ ausgegeben).

      Für die Berechnung der Steuern, KK-Beiträge, Rentenversicherung etc. kannst du eine Betriebskostenpauschale angeben und so deinen Gewinn ermitteln von dem du wiederum die Beiträge für alles andere berechnen kannst.

      Die Sozialversicherungsbeiträge werden (auf Antrag) hälftig übernommen (Gesetz).

      Für alle tiefergehenden Fragen wendest du dich am Besten an den Tagesmütterverein oder das Jugendamt vor Ort.

      Lg


      P. S. Papierkram musst du auch einrechnen (Verträge, Rechnungen, alles was sonst der Arbeitgeber macht - Meldung zur KK, Finanzamt usw.) und zumindest anfangs wäre ein Steuerberater empfehlenswert

      (13) 26.06.18 - 15:47

      Mit was rechnest du denn als Nettoverdienst? Das ist viel interessanter! Ich kenne keinen, der als Tagesmutter reich geworden ist, aber viele, die nur dazuverdienen (neben einem Hauptverdiener) und die Arbeit deshalb tun, weil sie es lieben.
      Das Jugendamt bietet eigentlich auch Info-Veranstaltungen an, geh da doch mal hin.
      🙂
      Lg, Emmi

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article163563090/Tagesmuetter-arbeiten-am-Rande-des-Existenzminimums.html

      (14) 26.06.18 - 16:25

      Einmal unabhängig von den finanziellen Aspekten, könnte ich deinen Mann auch verstehen, wenn er ganz andere Gründe hätte.
      Schließlich ist das eine Arbeit, die auch Einfluss auf sein Leben hat. Plötzlich ist das ganze Haus voller Kinder. Davon wäre auch dein Mann betroffen. Ganz ehrlich, mir würde es auch nicht gefallen, wenn ich Feierabend hätte und ich käme nach Hause und dort würden für mich fremde Kinder herumspielen.
      Klar, jeder der Kinder hat, kommt immer wieder in diese Situation, wenn die eigenen Kinder Besuch haben.
      Aber regelmäßig und verpflichtend ist das doch noch mal etwas anderes. Vielleicht hat er auch einfach Angst, sein Zuhause, seinen Rückzugsort, zu verlieren. Ich könnte das verstehen, da es mir so ginge.

      Ich würde mich mit Tagesmüttern unterhalten. Die können dir aus der tatsächlichen Arbeitspraxis erzählen, den Verdienst, den Alltag. Ich glaube du siehst das zu rosarot. Klar, die eigenen Kinder zu betreuen ist oft einfach. Doch jedes fremde Kind, mit den Eigenheiten, alles worauf die jeweiligen Eltern wert legen, Anforderungen und Erwartungen, noch dazu bei 5 Kindern U3, das ist ganz schön arbeitsaufwändig denke ich. Es muss auf jeden Fall gut überlegt werden. Ich denke hier kann dir keiner wirklich helfen, deswegen mein Rat, sprich mit Tagesmüttern.

      Ich glaube auch, du malst dir da etwas schön und mal ehrlich, 5 VZ Kinder sind eine stressige Sache. Ich habe keine Ahnung von der Materie, aber wie soll das als Einzelperson gehen?
      Ganz profan, du musst doch auch mal aufs Klo, wer passt dann auf die 5 Kinder auf?
      Oder angenommen eines verletzt sich und muss zum Arzt. Was passiert dann mit den anderen vieren?

      So ein Bürojob ist zeitlich sauber geregelt, man nimmt die Arbeit nicht "mit nach Hause", sondern es ist abgegrenzter, planbarer... Du willst sicher auch mal Urlaub nehmen, dass muss man dann mit 5 Familien absprechen, die nicht begeistert sein werden.
      Und was ist, wenn dein Mann mal Urlaub hat und zuhause entspannen will. Wie soll das gehen mit einem Haufen Kindern, die da herumrennen?

      Rede erstmal mit ein paar Tagesmüttern, dann kriegst du vielleicht ein bessere Bild der Lage.

      • Bei 2 oder 3 Kindern muss man ja auch mal aufs Klo. Und als Mutter von mehreren Kindern auch. Ich denke, man braucht einen Raum, der so kindgerecht ist, dass nichts passieren kann, wenn die Zwerge 5 Minuten alleine sind. Mit Laufstall, Türgitter und so. Und wahrscheinlich sind die Kinder nicht alle ganz winzig klein.
        Kochen stelle ich mir hingegen mit mehreren Kindern unmöglich vor. Jedenfalls, wenn sie alle sehr klein sind. Da hat man doch Augen zu wenig. Und dann sollen sie noch an die frische Luft, auf den Spielplatz und vor allem machen sie alle in die Hose. Bei fünf Kindern käme man doch gar nicht mehr vom Wickeltisch weg. Angenommen, morgens kommen fünf kleine Kinder. Die frühstücken dann. Danach sieht die Küche aus wie Bombenangriff. Danach machen sie der Reihe nach in die Hose. Oder auch zeitgleich. Wo bleibt noch Zeit, nach draußen zu gehen oder zu spielen, wenn man quasi schon wieder das Essen zubereiten muss? Kleine Kinder schlafen ja auch schon. Was macht man derweil mit den anderen, wenn man eins oder zwei zu Bett bringt? Und wie gut kann das Kind schlafen, wenn drei andere Krawall machen? Weit weg kann man dann auch nicht, wenn welche im Bett liegen.
        Angenommen, man hat den Vormittag überstanden samt Essen. Dann ist wieder die Küche im Unstand (wie soll man überhaupt mehrere Kinder gleichzeitig füttern?) und dann trudeln nach und nach die Eltern ein und stellen Fragen, manche Kinder wollen vielleicht nicht heim und machen Tamtam. Oder die Eltern sind von der Sorte, die sich Zeit lassen und vielleicht dauernd zu spät kommen.
        Wenn alle weg sind, muss man Großputz halten und dann trifft der Ehemann ein...
        Für mich wäre das ein Horror.

    Huhu,
    Ich qualifiziere mich gerad als Tagesmutter in NRW weiter.
    Also da wo ich wohne bekommt man 5 Euro pro Std pro kind brutto.. da komm ich nicht auf 6000 Euro.
    Denn du bekommst als alleinige Tagesmutter höchstens eine pflegeerlaubnis für 5 Kinder.
    Wenn du es in den Räumlichkeiten zu hause machen möchtest, sollte dein Mann zu 100% dahinter stehen, sonst kann das nur in mega Streit enden..

    Liebe Grüße

    Wenn du jetzt weniger als 6000 euro verdienst wirst du einen minijob haben?
    Wieso dann dein mann der Meinung ist du würdest euch in den finanziellen Ruin treiben, erschließt sich mir nicht! Selbst wenn du damit die Hälfte von deibnem jetzigen Lohn verdienst.

    (20) 26.06.18 - 18:36

    Hallo!

    Ja, das ist unrealistisch.

    Vor allem weil Brutto als SELBSTSTÄNDIGE was ganz anderes ist als brutto als Arbeitnehmerin. Da gehen ja erst mal die Betriebsausgaben ab - Windeln, Essen, Spielsachen, Investitionen für den Umbau vom Haus und Garten und die ganze Ausstattung, Versicherungen (Haftpflicht etc.). Du musst Dich selbst Kranken- und Rentenversichern, Vorsorge treffen, wenn Du selbst krank wirst etc.
    Und was dann übrig bleibt wird dann immer noch erst besteuert. Also bleiben von 6000 brutto Umsatz vielleicht 2000 als Nettogewinn.

    Dann kommst Du nur auf so viel brutto, wenn du auch wirklich 5 Vollzeitkinder betreuen kannst - realistische Buchungen sind eher 3 Halbtagskinder.

    Das Einkommen schwankt von Landkreis zu Landkreis und auch die Erlaubnis, wie viele Kinder du nehmen kannst, wird der Landkreis mitbestimmen. Ebenso wie die Nachfrage stark regional schwankt. Es kann also auch sein, dass du nur 1000 Euro Gewinn machst. Oder noch weniger.

    (21) 26.06.18 - 19:01

    Ich danke euch allen für eure Meinungen und werde mich mal genau bei JA informieren.
    Ihr habt mir einige Standpunkte eröffnet über die ich nicht nachgedacht habe!

    Danke :)

    (22) 26.06.18 - 21:23

    Wäre ich dein Mann, würde ich mich auch wehren.
    1. Die Investitionen
    2. Die unsicheren Einkünfte
    3. In meinem Haus dauernd fremde Kinder. Never ever.

    Such dir doch nebenbei einen Job als Babysitter, wenn du unbedingt fremde Kinder um dich willst.

    LG

    (23) 26.06.18 - 21:43

    Also ich finde es toll, wenn jemand aus Überzeugung mit Kindern arbeiten möchte!
    Was es zu bedenken gilt wurde ja schon ausführlich genannt. In Baden-Württemberg ist es so, dass man nach der Grundqualifizierung (ca. 8 Termine) anfangen kann und die restliche Qualifikation dann berufsbegleitend machen kann.
    Vllt gibt es das bei dir auch? Ich hab es hinter mir und da werden echt alle gesetzlichen Regeln / Hürden wie Versicherungen und Steuern genannt.
    Dann kannst du mit deinem Mann auf einer ganz anderen Grundlage schauen, ob es für euch passt.
    Viel Erfolg!

    Ja, sind sie, meiner Meinung nach ist das völliger Quatsch mit den 6.000 € brutto.

    >>Wir streiten sehr viel deswegen, weil er meint ich würde uns in den finanziellen Ruin treiben.<<
    Die Angst hätte ich bei Deiner übertriebenen Vorstellung vom Geld auch. Du hast überhaupt keinen Plan, verlässt Dich auf Hörensagen, anstatt Dich an gegebener Stelle zu informieren!
    Neben den Kindern hast Du auch dann auch noch den Bürokram, nicht vergessen und Einnahmen bedeuten noch lange nicht, daß es Dein Nettoeinkommen ist! Davon geht schon ordentlich was weg!

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