Passen wir zusammen?

    • (1) 27.06.18 - 09:39
      danielpapa

      Hallo und guten Morgen!

      ich möchte euch gerne meine Geschichte erzählen und auch um eure Meinung bitten wie ihr diese Situation von außen beurteilt. Ich bin alleinerziehender Papa einer 10 Jährigen Tochter. Ihre Mutter hat uns verlassen da war sie 2 Jahre alt und ist seitdem auch im Ausland und möchte nichts mehr mit uns zu tun haben. Am Anfang war es hart aber wir zwei haben uns gut damit zurechtgefunden und sind ein super Team geworden. Wir leben unser eigenes Leben wie es für uns passt und ich fand es eigentlich immmer sehr normal wie wir leben. Ich habe ein kleines Haus im Grünen, bin freiberuflich tätig und wir leben sehr im Einklang mit der Natur. Ich habe kein Auto, wir pflanzen unser eigenes Gemüse an und für manche erscheinen wir vielleicht etwas abegschieden und Einsiedlerisch, doch wir fühlen uns hier sehr wohl. Meine Tochter ist auch sehr glücklich hier mit den Tieren und dem Garten und dem Wald. Nun habe ich seit 1 Jahr eine neue Partnerin und ich merke schon, es gibt einige Probleme bezüglich der unterschiedlichen Lebensweisen. Sie ist eher ein Stadtmensch und hat öfter kein Verständnis wie meine Tochter und ich leben. Sie hat selbst einen 11 Jährigen Sohn, der komplett anders erzogen wurde wie meine Tochter. Er hat Playstation, Handy, Fernseher und nutzt diese Medien auch ausgiebig. Wenn er bei uns ist, jammert er nur immer dass unser Internet so schlecht ist hier und es ihm langweilig ist. Deswegen gibt es bei uns öfter Streit, da ich es für falsch halte wenn Kinder dauernd irgendetwas elektronisches daddeln müssen und sich nicht anders beschäftigen können. Sie wiederum findet es normal und denkt meine Tochter wäre nicht normal ohne Medienkonsum aufzuwachsen und würde sich zum Außenseiter machen. Ebenso mit dem Essen, wir kochen viel Gemüse aus eigenem Garten, gerade jetzt im Sommer werden wir reichlich von der Natur beschenkt. Meine Tochter kocht gerne und gut selbst, sie spült ab und schafft es ihr Zimmer stets in Ordnung zu halten, was man vom Sohn meiner Freundin nicht behaupten kann. Um es deutlich zu sagen, er ist faul. Wenn ich das äußere, dann bin ich allerdings der Böse. Ich frage mich wie wir auf einen Nenner kommen können. Wenn der Junge bei seinem Vater ist, dann laufen unsere Wochenenden harmonischer ab. Natürlich mischt sie sich auch so in viele Dinge ein, wie zum Beispiel dass sie meint meine Tochter sollte irgendwann zum Zahnarzt gehen oder zum Kinderarzt, da ihr bestimmt etwas fehlt, doch solche Dinge lasse ich an mir abprallen, da sie sehr gesunde und gepflegte Zähne hat und wir auch sehr auf Sauberkeit achten, also warum muss sie unbedingt zum Zahnarzt oder zum Arzt wenn sie gesund ist? Sie ist sehr überzeugt, nur ihr Weg sei der normale. Doch ich finde es gibt vielfältige Möglichkeiten zu leben und glücklich zu sein und meine Tochter und ich sind hier glücklich mit der Natur und den Tieren. Nun ist meine Freundin schwanger und wir überlegen wie es weiter gehen soll. Ob sie das Kind behalten soll und wir weiterhin eine glückliche Partnerschaft führen können. Trotz der Unterschiede. Oder ob die Unterschiede unüberwindlich sind. Was fällt Außenstehenden dazu ein? Wir müssten ein Kompromiss finden wie das gemeinsame Kind aufwachsen soll, wenn wir uns dafür entscheiden würden. Ich finde ihre Art nicht gut, sie meine Art nicht. Ist es aussichtslos? Vielen Dank für eure Gedanken und Meinungen hierzu.
      MFG
      Daniel

      • Hallo Daniel,

        also ich sehe das so:

        Irgendetwas muss es ja geben, das euch verbindet.
        Wenn es eure Lebensweise nicht ist, was ist es dann?

        Hinterfragt es mal gemeinsam.

        Mir gefällt der Ansatz mit der Selbstversorgung etc., allerdings solltest Du vielleicht nicht zu engstirnig sein, was das anbelangt. Ein gesundes Mittelmaß wäre hier angebracht. Auch im Sinne deiner Tochter.
        Irgendwann wird auch sie die große, weite Welt kennenlernen und die besteht nun nicht nur aus "frischem Gemüse".... Leider.
        Vielleicht solltest du bei ihrem Sohn die Toleranzgreze etwas erweitern. Er ist in eine Welt voller Technologie hineingeboren.
        Natürlich alles mit Maß und Ziel, aber man kann auch ihm die Natur schmackhaft machen. So zum Beispiel könntest du ihm einmal vorschlagen, dass du ihm lernst, wie man richtig grillt und deine Tochter könnte euch das Gemüse beizen...

        Es gibt so viele Dinge, Jungs die Herrlichkeit der Natur zu zeigen. In seinem Alter sind sie ja noch zu beeindrucken.

        Ich wünsche Euch und eurem kleinen Baby einen guten Konsens für die Zukunft!
        Redet miteinander!!!!!!!!!!!

        • (3) 27.06.18 - 10:20

          Wir haben den gleichen Humor, können uns stundenlang über Gott und die Welt unterhalten und diskutieren (sie findet meine Einstellung zu vielen Dingen sehr interessant und wir debattieren oft auf der Terasse bis spät in die Nacht), ich finde sie optisch sehr anziehend und liebe ihr Temperament. Nur um einige Dinge zu nennen, die mir auf die Schnelle einfallen. Wir haben uns über meinen Beruf kennen gelernt, ich bin freiberuflicher Fotograf und habe öfter Shootings in der Stadt. Also ich bin kein Hinterwäldler, falls das so rüber kommt. Doch mir bedeutet das laute, schmutzige und viel zu oberflächliche Leben in der Betonwüste nichts. Ich habe mich absichtlich für ein abgeschiedenes Leben mit meiner Tochter entschieden und sie findet und fand es immer gut wie wir hier leben. Nur hat sie trotzdem andere Vorstellungen und wenn es um ihrem Sohn geht, sieht sie viele Dinge ganz anders. Ich versuche ihn mit einzu beziehen doch er hat immer keine Lust etwas im Wald oder Garten zu helfen oder mit den Tieren. Und sie steht mir dann aber auch nicht zur Seite, sondern sagt ich soll ihn in Ruhe lassen, man kann ihn nicht zwingen. Ich würde zumindest erwarten, dass sie ihm signalisiert, er solle sich zumindest versuchen etwas anzupassen.

          • Die Gemeinsamkeiten klingen doch erstmal sehr gut, aber:

            "Ich würde zumindest erwarten, dass sie ihm signalisiert, er solle sich zumindest versuchen etwas anzupassen." Sagst du das zu deiner Tochter, wenn deine Freundin Erwartungen an sie hat, die sie nicht erfüllen möchte?

            Verstehe mich nicht falsch, ich teile deine Einstellung, kann aber auch die andere Seite verstehen..

            "Meine Gedanken dazu" hat aber schon ne Menge Sinnvolles dazu aufgeschrieben, finde ich - schließe mich dem voll an :-)

          • Vielleicht musst du einen anderen Ansatz finden, ihn zu motivieren.

            Es ist wirklich schwierig einen Rat zu geben, wenn du nicht offen für Ratschläge bist.
            Es kommt einfach so rüber...
            Scheinbar ist sie genauso engstirnig in ihrer Meinung, sonst hättet ihr bereits den goldenen Mittelweg gefunden.

            Vielleicht sucht ihr Euch das beste aus beiden Welten!?

            Macht eine Pro/Kontra Liste der "anderen Welt" , jeder für sich, und dann sprecht darüber....

            Du sagst, ihr hättet gegenseitigen Respekt vor dem Leben des anderen.
            An welcher Stelle respektierst du ihr Leben denn? Du nennst ihr Leben in der Stadt laut, schmutzig und oberflächlich. Ihr habt schon abgeklärt, dass sie zu dir ziehen müsste und dass du dein Leben auf keinen Fall ändern wirst. Der einzige Hemmschuh ist ihr fauler Sohn, der nicht auf Linie läuft.

            Die einzige, die Kompromisse macht, ist sie. Richtig?
            Wo sind deine Zugeständnisse? Wo rückst du von deinem Plan ab?

            Übrigens bedeutet "sie findet es interessant" nicht automatisch "sie findet es gut" oder "sie will so leben".
            Findest du ihre Ansichten auch "interessant"? Oder bist du das Maß der Dinge, an das sie sich annähern muss?

      (7) 27.06.18 - 10:01

      Die Frage ist ja nicht nur, ob Ihr zusammenpasst oder hinreichend kompromissbereit seid für ein gemeinsames Leben und die gemeinsame Erziehung des gemeinsamen Kindes, Ihr habt beide "Anhang", der mitbetroffen wäre. Warum macht man sich denn solch grundlegende Gedanken nicht, bevor man ein weiteres Kind macht?

      Puh, ihr seid sehr unterschiedlich.. Du schreibst, sie denke, dass ihr Weg der einzig richtige sei und sie dir ständig reinreden würde.. Das mag sein, aber das, was du von dir schreibst, hört sich nicht besser an. Ihr scheint beide sehr dogmatisch in euren Überzeugungen zu sein - ein Wunder, dass es schon so lange hält.

      Ich denke, wenn ihr nicht bereit seid, Kompromisse zu finden und euch auch mal die Argumente des anderen anzuhören und zu überlegen, ob und was man möglicherweise übernehmen könnte, siehts schlecht aus. Beispiel Zahnarzt: egal, ob sie gepflegte Zähne hat - was sollte es schaden zur Vorsorge zu gehen? Möglicherweise versteckte Sachen kann man doch als Laie gar nicht erkennen.

      Ich bewundere euer "Einsiedlerleben" - es ist aber nicht jedermanns Sache. Und wenn sie wirklich ein Stadt- und Konsummensch ist, ist das auch völlig okay, aber es passt dann einfach nicht. Überlegt euch das mit dem Kind... reden kann helfen, aber auch nicht immer.

      (9) 27.06.18 - 10:09
      Meine Gedanken dazu

      Hmm.
      Ihr scheint Euch ja kennengelernt und verliebt zu haben?! Das ist ja erst mal ein Pluspunkt. Jemand, der meine Einstellungen und Werte nicht teilt, mit dem passiert das ja im Regelfall nicht (und das gilt ja für beide Seiten).

      Die Basis stimmt, aber in "Finessen" geht ihr dann doch zum Teil auseinander. Ist in jeder Partnerschaft, bei Euch scheinen da nur extremere Ausprägungen aufeinandertreffen: mediennutzung komplett aus der Kindheit streichen vs. Medien erlauben, ärztliche Versorgung vs. keine Kontrollen, Ernährung, .. das wisst ihr ja selbst am Besten.

      Ihr werdet auf beiden Seiten Kompromisse eingehen und beide aufeinander zugehen müssen. Das gilt für das gemeinsame Kind, die 2 Kinder und Eure Partnerschaft.
      Keiner von euch beiden wird DAS Leben weiterführen können, was er vorher hatte und was er sich als sein vermeintliches Optimum aufgebaut hat. Ihr braucht den Konsens und mMn sollen dann die Regeln/Lebensweisen für alle Familienmitglieder gleich gelten.

      Zieht ihr denn dann zusammen? Wo soll das Kind aufwachsen?

      Wichtig: vergleiche deine Tochter nicht mit Ihrem Sohn. Jeder Mensch ist anders. Werde dir klar darüber, welches Menschenbild hinter deinem Denken steckt: wird ein Mensch so geboren? Inwieweit kann man Menschen prägen? Usw.

      • (10) 27.06.18 - 10:33

        Hast du nen Puschelkurs an der VHS gemacht?!#schock

        Es ist ein Pluspunkt weil sie sich ineinander verliebt haben?!
        Denn wer Werte und Einstellungen nicht teilt, da passiert das nicht?!
        Es gibt wohl leider mehr als genug wo dieses nicht stimmt und die sich dann verlieben und das ist mit Sicherheit kein Pluspunkt!

        Woraus sich dann ergibt...DAS soll die Basis sein?!Die stimmt?!

        Die Basis bei den Beiden stimmt absolut nicht!

        Und ich finde es sehr amüsant wie du zuerst schreibst, dass die Basis stimmt und dann meinst was sie alles ändern müssen, wie viele Kompromisse gemacht werden müssen und und und...

        Aber, ne klar, die Basis stimmt...die müssen nur alles ändern #rofl

        • (11) 27.06.18 - 11:59

          Puschlig schein ich ja manchmal echt drauf zu sein :).

          Aber mal ehrlich: die Basis stimmt doch. Oder könntest Du ein Jahr mit jemandem verbringen, der gar nicht mit dir konform geht?

          Ein Jahr ist nix, das stimmt wiederum auch, die beiden leben nicht zusammen und aus der Entfernung ist Akzeptanz immer einfacher .

          Jetzt steht ein weiteres mögliches und gemeinsames Kind im Raum und die Entscheidung dafür oder dagegen. Und es hängen noch weitere 2 Personen "mit drin".

          Viel Zeit bleibt da nicht, um etwa ein gemeinsames Zusammenleben zu probieren (falls das überhaupt zur Debatte steht).

          Die beiden merken ja schon, dass es nicht einfach ist, sich in das Leben des jeweils anderen zu integrieren. Abstriche muss jeder machen. Bin ebenfalls Verfechter einer Beziehung, an der man nicht "arbeiten" muss. Doch wie will man in diesem Fall alle so gut wie möglich unter einen Hut bringen?! Da kann es eben sein, dass ein Fernseher und die PlayStation zur Ausstattung dazugehören. Da kann es eben sein, dass der Junge kein Interesse am Gartenbau hat und ich vielleicht ein DTM-Rennen im zuliebe besuche.. da kann es eben sein, dass ich meine Tochter nicht impfen lasse und mich beim Baby ebenfalls vehement dagegen wehre (sorry, mir ist grad kein anderes wichtiges Beispiel eingefallen, wo deine von mir vermutete Einstellung sich durchsetzt). Man sollte halt vorher realistisch seine Toleranzgrenzen einschätzen können.

          Möchte man das bekannte Leben beibehalten? Wie soll sich das Ganze weiterentwickeln?
          Soll sich aus den 2 Parteien überhaupt etwas Gemeinsames entwickeln? Mit oder ohne Kind? Wo waere man gar nicht bereit Abstriche zu machen oder Veränderungen zuzulassen? Wie ehrlich sieht man die Situation/inwieweit ist der andere wirklich passend? Könnte man sich vorstellen, dass das gemeinsame Kind nur bei einem Elternteil lebt?

          • (12) 27.06.18 - 12:17

            Ich wäre schon bereit Kompromisse einzugehen, zum Beispiel einen Fernseher kaufen, Das Kind gegen einige Krankheiten impfen lassen usw. Was aber komplett gegen meine Vorstellungen geht, das wäre ich auch nicht bereit zuzulassen. Zum Beispiel, dass der Großteil des Tages ein elektronisches Medium immer in Benutzung ist, das Konsumverahlten sehr unüberlegt gestaltet wird, vor allem ungesunde Lebensmittel wie z.B Fertigprodukte verzehrt werden. Es gibt Dinge die möchte ich meinen Kindern vermitteln, den Umgang damit kritisch zu hinterfragen. Deswegen käme es für mich auch nicht in Frage, wenn das Kind nur bei ihr in der Stadt leben würde und den gleichen Weg einschlagen würde wie ihr Sohn.

            • Ob ihr zusammen passt oder nicht könnt nur ihr selbst beurteilen. Ich finde deinen Lebensstil durchaus interessant, wenn auch in der Ausführung etwas "extrem" bzw engstirnig.
              Ich finde, die Mediennutzung ihres Sohnes kann man regulieren, indem man dem Jungen ein Zeitfenster einräumt in dem er spielen darf. Und unter Auflagen wie Zb wenn die Hausaufgaben erledigt sind. Beim essen kann man genauso Kompromisse eingehen, überwiegend frisch kochen, aber auch mal eine TK Pizza erlauben. Oder einen frischen Salat zur Pizza o.ä. Wie du selbst sagst bist du kein Hinterwäldler, also weißt du durchaus, dass es gewisse Medien gibt (damit meine ich, du bist nicht vor 40 Jahren eingefroren worden und im Jahr 2018 aufgetaut und musst mit dieser Flut erstmal umzugehen lernen).
              Des weiteren denke ich, dass sich einige Probleme von selbst lösen: deine Tochter wird älter (Pubertät) und wird in der schule sicherlich auch mit dem thema Smartphone/social media in Kontakt kommen.
              Auch der Sohn deiner Freundin wird älter, ab 14 oder 16 kann er mehr entscheiden und Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
              Aber: euer ungeborenes Kind kann für all das nichts! Ich fände es nicht richtig, wenn ihr aufgrund eurer Differenzen dieses Leben im Keim erstickt.
              Ich denke, ihr seid beide erwachsen genug, einen für alle Seiten akzeptablen Weg zu finden #herzlich

              "Den gleichen Weg einschlagen wie ihr Sohn".
              Wow.
              Du redest über einen 11-jährigen Jungen, der mit seinem Handy verwachsen ist. Nicht über einen 30-jährigen, kleinkriminellen, ausbildungslosen Drogenkonsumenten.

              Du nimmst den Mund ganz schön voll dafür, dass du die Gesundheit deines eigenen Kindes fahrlässig aufs Spiel setzt. Keine Impfungen, keine Vorsorge. Bravo. Gerade du solltest den Ball ganz flach halten.

              Weiß deine Freundin im Übrigen, wie verächtlich du wirklich auf ihr Leben und ihr Kind blickst?

              • (15) 27.06.18 - 13:54

                Sie weiß, dass ich mit vielem nicht einverstanden bin was er tut und wie er lebt. Es ist nicht verächtlich, ich finde es nur nicht in Ordnung. Und so ein Leben möchte ich für mein Kind nicht.

    (16) 27.06.18 - 10:24

    Ich finde ihr passt absolut nicht zusammen!

    1 Jahr zusammen und ständig Belehrungen, Diskussionen, Kompromisse, immer wieder Druck mal nichts zu sagen weil man nicht immer Belehren möchte, usw....

    Ihr habt 2 völlig unterschiedliche Lebenseinstellungen und ständig muss einer sich verbiegen.Ich würde so eine Beziehung schon gar nicht ernster führen, weil 1. ich mich nicht immer verbiegen und tolerieren möchte und 2. ich auch nicht möchte, dass das mein Partner muss.

    Klar, Kompromisse geht man immer ein, aber nicht solche einschneidenen...

    Ich möchte ein freies Leben....es genießen, lachen, entdecken, ausprobieren, Alltag, Gemeinsamkeiten usvm...und das MIT meinen Partner und Kinder.....wie soll das gehen wenn man so unterschiedlich ist, es muss von Anfang an ständig an dieser Beziehung gearbeitet werden und....warum tut man sich das an?
    Warum tut man das den eigenen Kindern an, dass ständig eine solche Unruhe da ist?!
    Warum nimmt man den Kindern soviel?!

    Und dann jetzt noch ein Kind.....man, man, man.....

    (17) 27.06.18 - 10:56

    Ich sehe da ehrlich gesagt wenig Chancen auf ein gemeinsames Leben auf Dauer. Ihr seid so unterschiedlich und beide von eurem weg überzeugt. Welche Kompromisse bist du denn bereit einzugehen?

    Neues Haus/Wohnung etwa mehr in der Zivilisation? Guter Internetanschluss? Regelmäßige ärztliche Vorsorge und Untersuchungen zumindest bei eurem gemeinsamen Kind?

    Ihr mögt ohne gemeinsame Verantwortung ganz gut harmonisieren, aber dauerhaftes Zusammenleben sehe ich da nicht. Es gibt eben Lebensweisen die lassen sich schwer vereinbaren — ich könnte zb niemals so lebem wie du. Bei aller liebe nicht.

    • (18) 27.06.18 - 11:00

      Sie fand es sehr interessant wie wir hier leben, genau deswegen hat sie sich in mich verliebt, weil ich anders bin und lebe als die anderen Männer die sie kennt. Wir respektieren die lebensweise des anderen, nur wenn es darum geht diese Lebensweise für sich anzunehmen, da gibt es Schierigkeiten. Meine Tochter und ich werden auf keinen Fall hier weg ziehen. Sie mag die Stadt und zu viele Menschen auch nicht. Meine Freundin wäre bereit hierher zu ziehen, ihr Sohn leider überhaupt nicht.

      • (19) 27.06.18 - 11:58

        Hallo

        ich habe selbst bei meinem Sohn in diesem Alter erlebt, wie schwierig es ist,den Medienkonsum zu überwachen und zu beschränken.
        Bei meinen Töchtern war dies nicht notwendig.
        Sollte deine Partnerin diesbezüglich keinerlei Einschränkungen für notwendig halten ,wird es schwierig.
        Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass der Sohn noch Spaß am Landleben findet.Gerade vor der Pubertät wäre es sicherlich nicht zu seinem Nachteil.

        Momentan habt ihr schon einen unterschiedlichen Lebensstil.
        Für uns ist das Ausmaß nicht leicht zu beurteilen.
        Sollte deine Partnerin ein absoluter Stadtmensch sein,wird sie nicht glücklich mit dir.

        Deine Einstellung bezüglich Vorsorgeuntersuchungen könnte ich auch nicht akzeptieren.
        Gewöhne deine Tochter z.B. an regelmäßige Zahnarztkontrollen und Vorsorgeuntersuchungen, das wird sich später ganz sicherlich positiv für ihre Gesundheit bemerkbar machen.
        Deine Tochter findet euer Leben gut, weil sie nichts anderes kennt.
        Das muss nicht so bleiben.Vielleicht will sie in der Pubertät andere Unternehmungen und mehr Kontakte haben.
        Mehr Aufgeschlossenheit deinerseits wäre sicherlich von Vorteil.
        Ihr werdet noch viele Gespräche führen müssen, wenn ihr euch für ein gemeinsames Kind entscheidet.
        Nichts ist unmöglich.
        Ihr müsst halt beide Kompromisse eingehen.

        L.G.

        (20) 27.06.18 - 13:14

        also soll sie sich dir beugen weil deine lebensweise die einzig richtige ist und du musst keinen kompromiss eingehen?

        find ich nicht richtig und wie du über ihren sohn sprichst finde ich auch nicht in ordnung.

        er ist nicht dein feind sondern dein stiefsohn - denk mal darüber nach

        Genauso fand ich das bei meinem Ex Freund auch mal. ich fand es interessant, dass er so anders war als das was ich kannte. deswegen habe ich mich verliebt. Es war eine schöne Zeit, wir haben nie zusammen gelebt und das war für uns in Ordnung, ich wollte nicht mit einem Mann zusammenziehen, so konnte jeder sein Reich behalten und wir hatte noch dazu ein gemeinsames Leben. Klar kann man das gestalten.

        Aber weißt Du was. Irgendwann war das "anders sein" eben nicht mehr interessant sondern einfach nur noch nervig. Nein, wir wollten nicht nur nicht zusammen leben, wir hätten es nie gekonnt. Wir hätten uns zerfetzt.

        Mein Fazit: das war ein netter Ausflug in eine für mich andere Welt - ich bin mit einem neuen Partner wieder in meiner Welt angekommen, zusammenleben und verheiratet sein ist kein Problem mehr für mich sondern im Gegenteil, eine Bereicherung.
        es war vorher einfach nur ein Ausflug, aber nicht der Richtige.

        So ein wenig vermute ich das bei euch beiden auch. Schade dass jetzt auch noch ein Kind unterwegs ist - wie ihr das gemeinsam stemmen wollt - keine Ahnung. Wie hier schon gesagt wurde, findet Kompromisse, macht Pläne.

        Es klingt ein bisschen sehr nach heiler eiteitei Welt, die Du Dir und Deiner Tochter aufgebaut hast, Wald, Tiere, Natur, Leben im Einklang. Wer findet das nicht irgendwie auch toll? Wenn ich aber lese, dass Du auch gegen Arztbesuche bist, das Kind keine Zahnarztbesuche kennt (Stichwort: Vorsorge) finde ich das mehr als grenzwertig.

        Lichtchen

        (22) 27.06.18 - 15:13

        Ich respektiere auch andere Religionen wie z. B. den Islam. Trotzdem würde ich nicht konvertieren oder erwarten, dass ein Moslem für mich zum Christentum konvertiert.

        Deine Lebensweise mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten respektiere ich nicht nur, ich teile sie sogar zum Teil. Allerdings käme ich nie auf die Idee, meine Tochter nicht zu den "üblichen" Vorsorgeuntersuchungen zu schicken.

        Und "interessant" kann viele Bedeutungen haben. Wenn Alfred Biolek damals über das Essen eines seiner Gäste gesagt hat, dass er es "interessant" findet, dann wusste der geneigte Zuschauer, dass es ihm nicht geschmeckt hat...

        Mein Fazit daher: ihr seid so gegensätzlich, wie man kaum gegensätzlicher sein kann. Wenn vor allem DU keinen Deut bereit bist, in Form von Kompromissen auf deine Partnerin einzugehen (wie hier schon jemand geschrieben hat: lass wenigstens euer gemeinsames Kind zu den gängigen Vorsorgeuntersuchungen und lass auch ab und an mal Convenience Food zu oder lass den Lieferservice kommen), dann sehe ich leider schwarz für euch. Darauf, weshalb man schon nach einem Jahr Beziehung schwanger wird, gehe ich lieber nicht ein...

        Hallo!

        In meinem Universum wärst Du gerader der richtige Affärenmann, allerdings eben kein Alltagsmann.
        Als Affärenmann gäbe Deine Lebensweise eben genug Diskussionsstoff für viele Abende auf der Terrasse. Wahrscheinlich würde ich auch eine Horizonterweiterung erleben, dadurch, dass ich das Leben aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachte. ABER das alles wäre für mich keine Grundlage für den Alltag. Schließlich lebe ich meinen Alltag ganz anders, weil ich es mir bewusst anders ausgesucht habe, wahrscheinlich auch ganz bewusst die Rahmenbedingungen so gesetzt habe.

        Ich will schnelles Internet, ich will 2 Fernseher, ich will 2 Smartphones, ich will meine Pads, ich will mein Essen einkaufen - meinetwegen im Bioladen und meinetwegen auch saisonal angepasst, aber ganztägig die Zeit im Garten mit dem Popo in der Höhe für mein Abendessen zu verbringen - neee! Aber ich finde auch jeden Menschen interessant, der sich vom Selbstgezüchteten ernährt - so leben will ich aber nicht.

        Andersrum findest Du Deine Freundin nicht gleichermaßen interessant, vielmehr verachtest Du ihr oberflächliches Städterleben.
        Wie stellst Du Dir vor, wie EUER gemeinsames Kind groß werden soll? Wo genau soll sein Leben beginnen, wo und wann geht es in die Kita, wo und wann geht es in die Schule, in welche , welche Klamotten soll es anziehen, welche Spielsachen soll es haben, welche Bücher darf es vorgelesen bekommen, welches Weltbild, welche Werte wollt ihr dem Kind vermitteln?

        Ich halte Euer Konstrukt für sehr zerbrechlich und ich könnte mir maximal vorstellen, dass ihr dem Kind Respekt vor allen Lebensformen vorleben könnt, aber kaum eine Orientierung geben könnt.

        LG, I.

        (24) 27.06.18 - 16:26

        Klar dein Lebensstil ist anders als der Durchschnitt und daher sicher auch interessant. Es ist gar nicht ungewöhnlich sich in genau das Gegenteil von einem selbst zu verlieben. Eben weil es anders, spannend und etwas Neues ist. Wenn es aber nichts neues mehr ist, sondern Alltag wird mit gemeinsamen Verpflichtungen, sind die Unterschiede eben nicht mehr spannend sondern fangen an zu nerven.

        Gut umziehen also nicht....in wie weit bist du dann bereit ihr entgegenzukommen? Was von ihrem Leben und ihrer Einstellung bist du bereit anzunehmen?

        Ihr braucht beide viel Kompromissbereitschaft und genau daran scheint es zu mangeln. Was ich aber auch normal finde ein Stück weit....man sollte sich in einer Beziehung nicht verbiegen und nur Kompromisse leben. Wenn man so unterschiedlich ist klappt es dann auf Dauer aber meist nicht.

Das Menschen verschieden sind ist normal. Auch das man gewiss mal Kompromisse eingehen muss. Aber bei euch scheinen das ja schon schwerwiegende Dinge zu sein.
Langfristig wird es nicht funktionieren wenn ihr euch nicht gegenseitig auf ein etwas anderes Leben einlasst.

Ich bin in einer Großstadt geboren und aufgewachsen. Kenne es also quasi nicht anders. Ich hatte mal eine kurzzeitige Beziehung mit jemandem der auf dem Land in einem 450 Personen Dörflein geboren und groß geworden ist. Die Eltern haben einen eigenen Hof gehabt, allerdings wo ich ihn kennen lernte ohne Tier. Aber angebaut wurde vieles selbst. Auf dem Dorf drehen die Uhren anders.
Da ich meist nur am Wochenende da war (war fast 350km entfernt) war es wie Urlaub wenn ich dort war.
Aber ich wüsste nicht ob diese Ruhe langfristig was für mich wäre.

Zu den Arztbesuchen. Es schadet deiner Tochter nicht wenn sie alle 6 Monate zur Vorsorge geht. Bitte denk da auch mal ans Bonusheft für später.
Das kann ihr später viel Ärger ersparen.

Setzt euch zusammen. Sprecht über eure Ansichten und über das wo ihr bereit seit es nachhaltig zu ändern. Dazu müsst ihr beide aber Kompromisse eingehen.
Und wichtig finde ich die Kinder da auch mit einzubeziehen. Dem Kind von ihr könnte man die Natur ja ggf auch mal etwas schmackhafter machen. Damit sein Interesse da mal geweckt ist.

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