Unterfordert

    • (1) 30.06.18 - 12:21
      Sinnsuche

      Huhu
      Vielleicht versteht mich jemand.
      Ich habe habe eine wirklich tolle Familie.
      3 Kinder, liebevollen Ehemann - ein schönes Zuhause.
      Mein Mann ist hauptverdiener und ich arbeite dazu (freiberuflich, freie Zeiteinteilung)
      Es sind so ca. 25 Stunden denke ich - mal mehr mal weniger.

      Wenn ich könnte, würde ich gerne viel mehr arbeiten.
      Ich liebe meine Kids - aber ab dem Zeitpunkt wo sie von Schule und kiga heimkommen zieht sich der Tag ins endlose.
      Es ist so langweilig - ich bin den halben Tag dann mit Ihnen alleine, schmeiße den Haushalt, helfe hier, Erziehe da, spiele was, mal was, und bete dass bald Abend ist.
      Dann kann ich entweder noch etwas arbeiten oder mal was „sinnvolles“tun.
      Es ist natürlich sinnvoll die eigenen Kinder zu erziehen und sie machen mir wirklich viel Freude - doch besonders in letzter Zeit fühle icc mich geistig so unterfordert- es ist so endlos langweilig 😑.
      Ich will gar keine Freizeit im Sinne von Entspannung sondern eine fördernde, spannende Tätigkeit.
      Für viele ist Kindererziehung genau das - für mich gar nicht. Das schlimme ist : ich höre von allen Seiten wie toll ich das mache, so viele tolle ideen, Kinder so lieb usw- ja ich mache das scheinbar gut, aber nicht gerne 🤷‍♀️.
      Ich beneide meinen Mann der täglich 8 Stunden das Haus verlässt ( er beneidet übrigens mich :) tauschen geht aber leider nicht 😂)
      Mein Job ist zwar schön aber fordert mich jetzt auch nicht so wahnsinnig heraus.

      Ich kann die Situation irgendwie nicht ändern - die Kinder brauchen ja Betreuung.

      Ich bin nur so gelangweilt vom jeden einzelnen Tag - ist das jetzt alles für die nächsten Jahre?

      • "Die Kinder brauchen ja Betreuung", aber du bist von ihnen gelangweilt.
        Zum Teil ist das nachvollziehbar. Andererseits solltest du deine Maßstäbe und Werte mal überdenken. Das was du tust, ist eine Investition für die Zukunft. Das was du diesen Kindern mitgibst, macht sie zu Menschen, die später ihr Leben meistern oder auch nicht.

        Deine Kinder werden merken, dass sie dich anöden und womöglich irgendwelche Selbstwertprobleme oder Identitätskrisen entwickeln.

        Ich stell mir gerade vor, was deine Kinder wohl einmal sagen, wenn du im Alter "Betreuung brauchst", weil du einfach nicht mehr alles alleine kannst. Dann sagen deine Kinder "ab dem Moment wo ich mich um meine Mutter kümmern muss, zieht sich der Tag endlos langweilig in die Länge. Ich fühl mich so geistig unterfordert mit ihr. Ich sehe keinen Sinn, aber betreut werden muss sie ja."

        Hey, deine Kinder sind mehr als kleine Wesen die betreut werden müssen!! Sie sind DEINE KINDER! Ein riesen Geschenk. Versuche rauszufinden, wofür du dankbar sein kannst.

        • Finde ich nicht so hilfreich.

          Die TE schildert ein Problem und du machst ihr ein schlechtes Gewissen, weil sie diese Gefühle überhaupt hat und ihren Kindern damit ganz doll schadet. Bestimmt.

          Wäre deine Antwort auch so ausgefallen, wenn die TE ein Mann wäre, der schreibt, dass ihm die Hausarbeit nicht reicht und er mehr Herausforderung will? "Stell dich nicht so an, sonst pflegen dich deine Kinder nicht im Alter"?
          Oder müssen da nur Frauen durch?

          • Erkennst du nicht den Unterschied zwischen "ein schlechtes Gewissen machen" und "mit Weitblick vor den Folgen diesen Verhaltens warnen"? - So wenig Lebenserfahrung hast du?

            Denk mal 20 Jahre voraus, und es ist unschwer zu erkennen, welches Selbstbild ein Kind mitnimmt ins Erwachsenenleben, deren Mutter es als langweilige Last empfunden hat, eine Last die einen dran hindert, die wirklich spannenden Themen im Leben anzupacken.

            Man kann einen Menschen nur einmal im Leben prägen. Das sind frühen Kindheitsjahre. Danach ist man geprägt, und selbst 20 Jahre Psychotherapie können nicht rückgängig machen, wenn da was am Selbstwert schaden genommen hat.

            Vielleicht werden diese Kinder als Erwachsene wiederum ihre Kinder als Last empfinden, vielleicht gar keine mehr bekommen. Denn Kinder sind langweilig, lästig, sie sind ein Hindernis um beruflich spannende Aufgaben ausführen, die einen wirklich erfüllen.

            Ich weiß, dass mir die Jahre, während derer ich zwei Wickelkinder gleichzeitig hatte, auch nicht leicht fielen. Ab und zu ein Babysitter, ab und zu ein ermutigendes Wort, vor allem Anerkennung für die Erziehungsleistung, ab und zu einen kinderfreien Tag mit einer Freundin oder ein Kurzurlaub ohne Kinder - und schon stimmt die Welt wieder. Aber wenn die Kinder groß sind, ihr Leben gelingt, und sie mir sagen "Mama, du bist toll", dann hat sich die Mühe gelohnt.

            Wenn du mal alt bist, wirst du erkennen, dass kleine Kinder zu erziehen etwas vom Spannendsten und Schönsten ist, was das Leben mit sich bringt. Es sind nur ein paar Jährchen, die gehen schnell vorbei. Danach ist immer noch Zeit für Job, Karriere, Hobbies, Entdeckungsreisen in die Welt. Und die Kinder werden weg sein, vielleicht weiter weg als einem lieb ist.

        (5) 30.06.18 - 13:25

        Du, ich bin mir sicher, wenn meine Kids mich irgendwann pflegen müssen werden sie das auch oft langweilig finden !
        Das liegt einfach an der Sache an sich und nicht an den Personen!

        Ja Kinder sind ein Geschenk 🎁- falls du es überlesen hast : ich betreue und erziehe und fördere sie sehr gut - mehr als manch andere die ihren Lebenssinn nur darin sieht.
        Ich behandle meine „Geschenke“also sehr gut und ich bin sehr sicher dass keiner einen Schaden davon trägt, weil mir das zuwenig ist.

        Weißt du, es gibt Menschen, vielleicht wie du, denen reicht es die Bude jahreszeitlich zu dekorieren, die Kinde aufwachsen zu sehen und jeden einzelnen Milchzahn aufzubewahren, - mich füllen Kindererziehung,Haushalt und ein Teilzeit Job nicht aus !

        Ich finde die Kinder, die der personifizierte Lebensinhalt der Eltern sind, haben ein weitaus schwereres Los gezogen.

        • Zwischen " der personifizierte Lebensinhalt der Eltern" und "eine langweilige Last" ist noch was Gesundes dazwischen.

          Ich dekoriere nicht die Bude, dafür hab ich noch nie Zeit gefunden. Ich habe Hobbies, die ich mit den Kindern im Freien, in der Natur draußen machen kann, und als die Kinder ganz klein waren, hab ich nebenbei eine wirklich schwere Fremdsprache gelernt, bis ich sie fließend beherrschte.

      (7) 30.06.18 - 16:46

      Haha 😂 Der „Pflege“-Vergleich hinkt. Wie kann man von seinen Kindern erwarten, sie mögen einen später pflegen?
      Und ja, als Nicht-Nur-Mutter darf man auch solche Gedanken haben. Aufopferung=Supermutti ist jawohl seit 60 Jahren out.

      • (8) 30.06.18 - 18:50

        Ich hatte auch nie das Lebensziel
        „Supermutti“
        🤔

        (9) 30.06.18 - 19:10

        Ich hatte nicht geschrieben, dass die Kinder die Eltern PFLEGEN müssten, aber kümmern wohl schon.
        Wenn die Eltern nicht mehr alle Entscheidungen alleine treffen können, wenn ihre Angelegenheiten geordnet werden müssen ... ist es dann nicht normal dass man sich kümmert? Wer denn sonst.
        Und wenn sie sterben, dann müssen die Kinder sich um die Beerdigung und den Nachlass kümmern.
        Alles eine Menge Arbeit.

        • (10) 30.06.18 - 20:06

          Ich sehe den Zusammenhang trotzdem nicht.
          Ich bekomm ja nicht nur Kinder damit sie meinen Nachlass regeln - ehrlich gesagt ist mir der dann auch ziemlich egal 🤭.
          Und ich bin auch keine gute Mutter nur damit ich später im Alter versorgt werde.

          Und ich glaube auch nicht dass die Kids das später „gerne“ machen.

          • (11) 01.07.18 - 13:26

            Du blickst es nicht.

            Dir fehlt einfach noch eine gewisse Lebensreife.
            Zwischen dem Zeitpunkt, wo man nicht mehr ganz alleine alles regeln kann bis zum Grab kann eine sehr lange und sehr einsame Zeitspanne liegen. Mit deiner Einstellung werden deine Kinder dir einen ehrenamtlichen Vormund verpassen und tschüß sagen.

            Schau dich einfach mal um wie es in anderen Familien läuft.

            • (12) 01.07.18 - 14:06

              Stell dir vor ich arbeite in der Trauerarbeit - also brauche ich keinen Grundkurs über die Lebensphasen alternder Menschen.

              Das was du beschreibst - was bei dir ein großes Thema zu sein scheint, da du es mehrfach aufgreifst- kann dir leider auch passieren, wenn du mit ganzem Herzen und ohne jeden Funken Langeweile in der Mutterrolle aufgehst.
              Es ist leider keine Garantie.

              Da reicht es schon wenn die Kids später aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln müssen.
              Da kann man nun argumentieren „würden meine Kinder nie tun, nach all dem was ICH für sie getan habe“- passier leider so endlos oft, ich spreche dann nämlich mit genau solchen Menschen!

              Meine Kids müssen sich später nicht verpflichtet fühlen mich zu pflegen, zu bekümmern und wenn es ihr Leben erleichtert genau das zu delegieren, dann ist das vollkommen in Ordnung.
              Mein Leben und vor allem mein Lebensglück hängt nicht ausschließlich mit meinen Kindern zusammen. Weder jetzt noch wenn ich alt bin.
              Das heißt nicht, dass ich sie nicht liebe ( für alle Urbianer die Schnappatmung bei der Trennung von Glück und Kinder bekommen☺️)

              Zurück zum Thema:
              Ich fühle mich einfach unterfordert aktuell - ist das so schlimm ?
              Ich mache trotzdem alles für die Kids, ich Sitz auch nicht da und sage „ihr langweilt mich“
              So ein Unsinn!
              Ich engagiere mich schon in Kita und Schule aber das ist natürlich auch wieder etwas wo es um Kinder und Erziehung und Schule geht🤷‍♀️.

              Das ist wirklich so ein Ding was über mir schwebt: ich bin der Experte hier in der Gegend wenn es um Kids und tolle Projekte, Aktionen usw. geht.
              Mein Mann lacht sich schon immer tot, wenn wieder kiga oder Schule fragen, oder jemand aus der Gemeinde was will - ich will nicht immer nur was mit Kindern machen !
              Aber scheinbar ist das die Rolle meines Lebens 🤷‍♀️

(13) 30.06.18 - 13:05

Tauschen müsst ihr ja nicht komplett - aber rechnet mal durch, wie es sich verhält, wenn dein Mann Stunden reduziert und du dafür aufstockst (sofern die Auftragslage das hergibt).
Oder welches Gehalt du im Angestelltenverhältnis erwarten kannst.
Ihr habt ja schon toll zusammenpassende Bedürfnisse - du willst mehr arbeiten, er weniger. Nutzt das!

Alles Gute.

  • (14) 30.06.18 - 13:18

    Er kann nicht reduzieren, Führungsposition usw.
    Und es würde auch ne finanzielle Lücke entstehen die ich nicht stopfen kann durch Mehrarbeit.

(15) 30.06.18 - 13:13

Mir geht es ganz ehrlich ganz genauso.

Ich denke aber wenn du nicht daheim arbeitest, machst du doch oder, wäre es anders.
Ich arbeite 3 Vormittage die woche und werd denk ich noch aufstocken auf 4.
Die 2 Vormittage daheim, da zieht sich der Nachmittag sehr. Ich mach halt dann meinen Haushalt aber es ist nichts was mir Freude bereitet.
Mittlerweile haben wir ne Putzfrau und ich nutz die 2 Vormittage um mal im Garten was zu machen etc. Geh bummeln oder hab Arzttermine.

Fakt ist:ihr müsst etwas ändern. Geh zu Freundinnen usw., verabrede dich oder fahrt wo hin. Hauptsache raus!
Ich denk du hast nen lagerkoller, Krieg ich auch immer wieder.

  • (16) 30.06.18 - 13:30

    Ab Oktober wird es evtl. entspannter - da mach ich ein berufsbegleitendes Studium.
    Aber ich zähle echt die Tage bis dahin!
    Ich würde mir wünschen es wäre anders

(17) 30.06.18 - 13:19

Wenn du damit nicht glücklich bist, dann änder es doch?
Gehen die Kinder länger in Betreuung und du tust was für dein Köpfchen....
Es ist nicht jeder die Super-Mum, die in der Kinderbetreuung vollends aufgeht. Das hat ja nichts damit zu tun, dass man seine Kinder nicht liebt.
Ich bin habe ein Kind, bin ohne Partner und muss eben Vollzeit arbeiten. Zudem ist mein Kind zu 50% beim Papa.
Ich sehe mein Kind morgens bis ca. 8.30 Uhr und um 17 Uhr hole ich ihn wieder ab plus jedes zweite Wochenende. Sehr wenig Zeit, aber die nutzen wir eben dann. Ich liebe dieses Kind abgöttisch, aber ich weiß auch, dass ich es nicht könnte: jeden Tag ab 14/15 Uhr Bespaßung überlegen. Ich gehe nicht darin auf zu basteln, Lego spielen oder oder oder.

Vielleicht reicht es ja auch, wenn du dir für die 25h einen Job suchst der dich fordert.

(18) 30.06.18 - 13:25

Wie alt sind denn die Kids?

  • (19) 30.06.18 - 13:29

    12,9,5

    • (20) 30.06.18 - 13:56

      Aber die müssen doch gar nicht mehr so bespasst werden. Mein grosser ist 10 und ist viel mit Freunden unterwegs, hat auch mit 5 viel mit anderen Kindern gespielt.
      Ich bin immer froh wenn andere Kinder da sind. Kinder haben jemanden zum spielen und sind happy und ich kann die Zeit für mich nutzen.

      • (21) 30.06.18 - 14:14

        Vielleicht hab ich es unglücklich ausgedrückt. Es geht nicht um Zeit für mich im Sinne von bummeln, Freunde besuchen oder ähnliches.
        Naja - der kleine mit 5 braucht schon jemanden- ich kann ihn schlecht zuhause allein lassen.
        Und auch die großen kann ich nicht komplett sich selbst überlassen - Schule und Co. läuft hier leider nicht so von ganz allein :/

        Manchmal würde ich einfach gerne soviel arbeiten können wir eben anliegt - ohne das Ganze dann weglegen zu müssen, oder dauernd gestört zu werden wegen Kleinigkeiten !

        Wahrscheinlich liegt es auch am Home Office - hat Vorteile ganz klar - aber man hängt doch viel zuhause rum.
        Ich wünsche mir einfach geistigen Input, Herausforderungen die nix mit Kindern zu tun haben -
        Gerade jetzt am We hätte ich total Lust mal was in diese Richtung zu tun (Fachbücher lesen, Freunde ohne Kinder treffen und sich mal wirklich unterhalten, sei es nur ne sinnvolle Doku zuende zu sehen 🙄)
        Stattdessen Puste ich Planschbecken auf, mache Wasserbomben und Riesenseifenblasen, verteile Pflaster und Creme Rücken ein - oder mach Salate fürs grillen🤷‍♀️

        • Was machst du denn abends?
          Wenn die Kinder im Bett sind kann man doch wunderbar lesen, Freunde treffen, usw......
          geh mal abends öfters weg, dann bist du vielleicht mittags wieder lieber daheim

          • (23) 30.06.18 - 20:27

            Einfach Abend weggehen ist schwierig - mein Mann kommt erst gegen 21 Uhr.
            Ich habe in der Woche auch oft noch Kunden von 20 - 22 Uhr ( nicht immer aber oft ).
            Ich kann ja die Kids abends nicht einfach allein lassen.
            Bis alle schlafen ist es meist 20.30 Uhr.
            ( also bis keiner mehr aufsteht weil er irgendwas vergessen hat oder noch einen Kuss braucht oder oder oder ).

            • (24) 01.07.18 - 08:04

              Wie wäre es denn, wenn Du dich nebenbei noch weiter bildest. z.B. in einem Fernstudium oder so? Vielleicht kannst Du dich da "austoben".

              Lg

    Meine sind 14, 11 und 8. Ähnliche Bedingungen wie bei euch, Mann verdient gut kann aber z.T. flexibel arbeiten. Ich selbst arbeite seit letztem Jahr wieder Vollzeit, vorher TZ. Bin auch nicht der Typ für zu Hause. Ich kann tolle Projekte für ganz viele Menschen auf die Beine stellen, was soll ich da zu Hause? Putzen? Ich habe meinen Chef einmal genau das gefragt und er fing an schallend zu lachen!

    Was ich aber tun werde ist mir demnächst eine Haushaltshilfe einzustellen. Auch sonst kann man sich entlasten. Kinder gehen in den Ganztag, machen dort Hausaufgaben und essen dort. Zum Teil können meine Kinder schon kleinere Gerichte selbständig kochen.

    Go for it! Stelle Deine Talente unserer Gesellschaft zu Verfügung! ❤️

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