Partner im Exhaushalt - update

    • (1) 01.07.18 - 12:55
      NEXTPROBLEM

      Hallo,

      hier der Thread von vorher: https://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/5090697-partner-bei-exfamilie#p-35166108

      Ich hatte einige der Ratschläge beherzigt und habe bon bockig auf kooperativ-lieb umgestellt.

      Er ist nun dort in seinem alten Zuhause und hütet die Kinder, während seine Noch-Frau mit ihrem Partner Urlaub macht.

      Wir waren an zwei Tagen zu gemeinsamen Unternehmungen verabredet.

      Leider ist der zweite Termin genauso schlimm geraten, wie ich es befürchtet hatte.

      Da wir beim erstenmal mit allen Kindern in einem Vergnügungspark gewesen sind, waren alle Kinder gut beschäftigt, mein Kind hatte einen Freund dabei und wir hatten Zeit uns zu unterhalten, ja sogar mal eine Umarmung war drin. Fand ich so ok.

      Beim Zweitenmal waren wir Grillen und anschließend im Schwimmbad.

      Da ich mit meinem Sohn vorher eingetroffen waren, hatten wir schonmal den Grill bereit gestellt, den Tisch gedeckt und alles Hergerichtet. Bei der Begrüßung hatte er keine Hand frei und so bleib es bei einem knappen Gruß zwischen uns.

      Alls er dann seine Sachen abgestellt hatte habe ich ihn von hinten umarmt (war vahrschienlich der Fehler), fand aber keinen Anklang.

      Er fing mit seinem großenn Sohn zusammen an den Grill anzuwerfen. Zwischendrin kamen seine Kinder ständig mit Anliegen, so dass wir nicht ein Wort wechseln konnten. Beim Essen bedienten wir dann beide seine Kinder, will damit sagen, dass ich obwohl ich mich sehr unwohl gefühlt habe, ich weiter kooperativ gewesen bin.

      Nach dem Grillen beim Einpacken und Einsteigen in die Autos, rief er mir noch von weitem zu, in welches Schwimmbad wir fahren würden.

      Ok ich fuhr dann also mit meinem Kind, und er mit seinen.

      Im Schwimmbad vor der Kasse, stellte er fest, dass er sein Geld im Auto hat liegen lassen, also reichte ich ihm einen Geldschein und wir gingen hinein.

      Nach dem Umkleiden, haben wir noch zusammen einen Stadort gesucht, an dem wir unsere Sachen hinlegten und dann sind eben alle ins Wasser gegangen.

      Joah, auch hier war er voll beschäftigt mit dem Behinderten Pflegekind, der in seinen Wünschen keinerlei Aufschub duldet und der diesem auch nicht abverlangt wird. Da funktionieren seine anderen beiden auch mit. Sie verzichten auf eigene Vorhaben, damit das Kind ohne Affektkontrolle seinen Willen bekommt.

      Auch das andere Pflegekind -Teenager hat mit ihm wie ich finde in einem unangemessenen Ton gesprochen und ein ganz bestimmtes Geschenk verlangt und gefordert er solle mit ihr nach Portugal fahren, weil eine ihrer Freundinnen dort ist. Er hat zwar beides abgelehnt, und ich hoffe das war nur pubertierendes Austesten der Möglichkeiten, und kein gewohnter Umgangston, weil am Tonfall hatte er nichts auszusetzen.

      Das alleine schon ist für mich schwer mit anzusehen, weil ich finde, dass auch geistig behinderte Kinder eine Erziehung brauchen, und nicht grenzenlos existieren sollten. In dieser Familie aber wird es so gewährt, auch auf Kosten der anderen Kinder und auf Kosten der Nerven der Erwachsenen.

      Jetzt kann ich mir lebhaft vorstellen, wieso er Depressiv geworden ist und woran seine Ehe gescheitert ist.

      Am Abend haben wir dann noch telefoniert und ich habe ihm alles gesagt, was für mich an diesem Tag nicht gut gelaufen ist.

      Ich habe ihm auf gesagt, dass er mich damit in eine Situation gebracht hat, indem ich zu spüren bekomme, auf welch dünnem Eis ich stehe, wenn seine Kinder anwesend sind.

      Ich habe es abgelehnt mich heute wieder mit seiner Familie zu treffen, er wollte das gerne.

      Morgen kommt er nun wieder, da wir praktisch schon zusammen wohnen und in den letzten Wochen schon damit beschäftigt waren seine Sachen hier bei mir unterzubringen (seine Wohnung ist zum1.8. gekündigt) müssen wir eine Lösung finden.

      Da seine Ex mit einem anderen Mann zusammen wohnt und dieser als Pflegevater für die beiden Pflegekinder fungiert, hat er keinen Einfluss mehr auf die Erziehung. Selbst wenn er einsieht, dass die Grenzenlosigkeit keine guten Früchte tragen wird, hat er keinerlei Handhabe mehr. Er hat lediglich das Problem, dass er damit umgehen muss und dass seine neue Partnerschaft nun davon auch belastet ist.

      Ich liebe ihn und wenn er hier bei uns ist, passen wir sehr gut zusammen und lösen alles partnerschaftlich.

      Wie würdet ihr damit umgehen?

      • (2) 01.07.18 - 13:13

        Mein Eindruck rein nach deinen Beschreibungen: dein Freund mag keine Körperlichkeiten vor seinen Kindern, inwieweit man ein geistig behindertes Kind erziehen kann, würde ich nicht beurteilen können und schon gar nicht hätte ich Bock auf ein Kind was im Schwimmbad austickt, ich kann also verstehen, dass er da bemüht war.
        Er hat adäquat auf die Forderungen seiner Tochter reagiert...

        Da könnte ich ewig so weiter machen. Es ist aber völlig Wurscht wie ich das finde. Wenn du ein Problem damit hast Nummer zwei zu sein, wenn er seine Kinder hat musst du entscheiden wie du weiter verfahren willst.

        • (3) 01.07.18 - 13:33

          Ok, ich lass mir das durch den Kopf gehen.

          Wie funktioniert denn eine Partnerschaft bei dem einer der Partner nur noch den zweiten Platz erhalten kann?

          Geht es gut, wenn beide dann ihre Prioritätenliste anpassen, so der Gerechtigkeitshalber.

          Ist vielleicht so wie in offenen Beziehungen, wo man auf die Exklusivrechte am Sex verzichtet.

          • (4) 01.07.18 - 14:00

            Ganz ehrlich: geht dein Kind nicht auch vor?

            Mein Ex und ich haben das Wechselmodell, zudem schieben wir auch mal, wenn es beruflich sein muss und sprechen uns regelmäßig ab.
            Das würde ich doch nicht ändern, wenn ein neuer Mann in mein Leben tritt. Auch würde ich nicht rum knutschen und turteln im Beisein meines Kindes und wenn ich mit meinem Kind im Schwimmbad bin, dass bespaße ich es da....

            Was genau willst du denn?

            • (5) 01.07.18 - 14:16

              Ich wollte nicht in diese Situation geraten.

              Ich wollte abwarten, bis er dort fertig ist mit seiner Aufgabe und mich in dieser Zeit zurückhalten.

              Trotzdem bin ich auf seinen Wunsch eingegangen und habe nicht nur Ideen geliefert, sondern auch organisiert.

              Was ich will ist, dass ich als seiner Partnerin betrachtet und behandelt werde, nicht nur wenn mein Kind dabei ist, sondern auch wenn seine da sind.

              Ich habe mir nie vorgestellt, dass wir knutschen würden, aber eine Umarmung hätte ich als angemessen empfunden. Schließlich umarmen manche Menschen auch ihre Freunde, wenn sie sich begrüßen.

      (6) 01.07.18 - 13:13

      <<<Wie würdet ihr damit umgehen?<<<

      Gar nicht!

      Er hat zu viele Baustelle und du bist nur eine kleine Nebenbaustelle die zu funktionieren und zu verstehen hat.

      Ich bin aus dem Alter raus, dass ich so etwas auch nur ansatzweise mitmachen würde.
      Man erkennt doch schon imVorfeld, dass da Jahre Arbeit vorliegen und das DU die meiste Arbeit hast und das noch nicht einmal weil du ein problem hast, es sind alles seine oder durch ihn entstanden bzw. werden noch durch ihn entstehen.

      Auch wenn ich mich verliebt hätte, würde ich mich automatisch wieder entlieben bzw. leide ich lieber eine Zeit an Liebeskummer weil ich mich getrennt habe, anstatt noch viele Jahre zu Leiden.

      Jeder hat mal Probleme, es muss gekämpft werden, an einer Beziehung muss man arbeiten usw....aber so, nein Danke.

      Mir wäre auch die Nähe zu wenig, mein Stand bei ihm...Worte hat man schnell dahin gezüzt, ich möchte Tasachen und die liefert er dir gegenüber absolut NULL.

      Wenn du trotzdem mit ihm zusammen bleibst, nun denn, dann lerne zu leiden...und...selber Schuld, denn alt genug um klar zu denken, bis du doch bestimmt :-)

      • (7) 01.07.18 - 13:27

        jau so fühle ich mich auch gerade, obwohl wir uns gestern am Telefon quasi "versöhnt" hatten.

        Nur ist er gerade dabei bei mir einzuziehen, seine Wohnung ist gekündigt, angefangen auszuräumen, Nachmieter zieht demnächst ein.

        Ich würde mich gerne mit ihm einigen, weiß aber nicht wie weit ich gehen kann.

        So wie im vorigen Beitrag erwähnt, ich solle mich abfinden an zweiter Stelle zu stehen werde ich mein Glück nicht machen können, weil ich das nicht ertragen werde können.

    Ich "schulde" dir noch ein Antwort ...

    "schön,dass es bei Dir so prima läuft. Hattest Du von Anfang an kein Problem damit, bist du völlig Eifersuchtsfrei? Eine Wohnung ist immerhin der Intimbereich einer Person. Da liegen ihre Kosmetika, ihre Unterwäsche, und alles alltägliche."

    Ja, ich bin tatsächlich komplett eifersuchtsfrei, war ich aber schon immer. Für mich fühlt sich das an, als ob er seine Schwester besuchen würde. Von daher ist das auch mit dem "Intimbereich" unkompliziert. Ich habe selber auch schon einige Wochenenden mit ihm in der Wohnung der Ex verbracht, und letzte Weihnachten war ich mit ihm bei seiner Exschwiegermutter zum Essen eingeladen.

    "Die Hausfrage ist insofern geklärt, dass er dort mal eben einen Hunderttausender gelassen hat, selbst sich eine 300€ Wohnung leistet."

    Ein Mann, der 1200,- Euro Unterhalt bezahlen kann, und mal eben 100.000 Euro wo auch immer "lassen" kann, muss ein beträchtliches Vermögen und ein hohes monatliches Einkommen haben. Egal, wie viel die Bude kostet, die er zur Zeit gemietet hat, kannst du davon ausgehen, das dieser Mann nicht auf dem Trockenen sitzt. (Mein Freund bezahlt ca. 700 Euro Unterhalt und hat dann etwa genauso viel Geld für sich wie ich ohne irgendwelche Unterhaltsleistungen habe. Würde er weniger verdienen, würde er auch deutlich weniger Unterhalt bezahlen ...)

    "Auf mich macht das den Eindruck eines Ausbeutungsverhältnisses, Finanziell und auch emotional."

    Er kann es sich offenbar leisten, und ganz ehrlich, auch nach einer Trennung hat ein Mann emotionale Verpflichtungen. Kinder großzuziehen ist immer ein Stück "Ausbeutung". Man gibt, die Kinder nehmen. Wie sollte es auch anders sein. Dein Freund hat vor allem seinen Kindern gegenüber Verpflichtungen, aber auch einer Exfrau muss man nicht unbedingt feindselig gegenüber stehen - sondern kann sie als das behandeln, was sie ja immer noch ist: Ein Mitglied der Familie.

    "Ich kenne den Sohn und auch die Pflegekinder und die sind nicht mein Problem."

    Nach dem Posting von heute denke ich, das du besser mit deinem Freund sprichst und die Beziehung beendest. Sorry, das ich das so grad heraus schreiben muss, aber bei euch wird das nicht gut gehen: Wenn mehrere, z. T. behinderte Kinder mit von der Partie sind, dann ist es ein falsche Erwartungshaltung, dass sich dein Partner mit dir beschäftigen soll.

    Du kennst diese Kinder kaum, weißt wenig über die Lebensgeschichte und die Familiengeschichte und bist überzeugt, das du beurteilen kannst, ob die Erziehung und die Art wie die Familie interagiert falsch ist. Möglich. Möglich aber auch, dass mehr eben nicht geht. Oder es nur langfristig "besser" werden kann, und die Familie schon lange daran arbeitet.

    "Da seine Ex mit einem anderen Mann zusammen wohnt und dieser als Pflegevater für die beiden Pflegekinder fungiert, hat er keinen Einfluss mehr auf die Erziehung."

    Du unterschätzt den Einfluss, die ein Vater auf seine Kinder hat, auch wenn er sie nur am Wochenende und im Urlaub betreut. Sie lernen alternative Lebens- und Denkmodelle zur Mutter und ihrem neuen Partner kennen.

    "Am Abend haben wir dann noch telefoniert und ich habe ihm alles gesagt, was für mich an diesem Tag nicht gut gelaufen ist. Ich habe ihm auf gesagt, dass er mich damit in eine Situation gebracht hat, indem ich zu spüren bekomme, auf welch dünnem Eis ich stehe, wenn seine Kinder anwesend sind. Ich habe es abgelehnt mich heute wieder mit seiner Familie zu treffen, er wollte das gerne."

    Im Prinzip hast du damit gesagt: Dich ja, aber deine Familie nicht. Wie soll mit dieser Grundhaltung eine Beziehung zu einem Familienvater funktionieren? Das geht nicht. Ich kann gut verstehen, das du für dein Leben keinen regelmäßigen Kontakt mit behinderten/schwierigen/vielen Kindern haben willst. Du hast es probiert und festgestellt, das du damit nicht zurechtkommst und auch nicht zurechtkommen willst.

    Aber die Konsequenz ist: Eure Beziehung ist gescheitert.

    • (9) 01.07.18 - 13:46

      Beziehung gescheitert, weil ich nicht mit der Hinterbank zufrieden bin?

      Ich habe beruflich mit Behinderten zu tun, (Diplom Heilpädagogik), kann daher sehr gut beurteilen, dass auch Behinderte einer Erziehung bedürfen um Sozialfähig zu sein. Sie brauchen zwar länger als normalbegabte funktionieren aber im Grunde genauso wie alle Menschen auch.

      • (10) 01.07.18 - 13:53

        Genau, du warst vom Fach. Ich habe früher schon einen Beitrag von dir gelesen. Und wolltest mit den Kindern in's Museum.
        Sei doch ehrlich und sag, dass du einfach keinen Nerv auf die Kinder hast. Und einen behinderten Menschen beruflich stundenweise zu betreuen ist was anderes als mit einem behinderten Familienmitglied rund um die Uhr zusammen gelebt zu haben. Ein Vater agiert meistens anders als der Pädagoge

        Du musst ja eben nicht mit der Hinterbank zufrieden sein. Es ist vollkommen legitim, sich eine Beziehung zu suchen, in der man im Zentrum der Aufmerksamkeit des Partners steht.

        Es ist nur unrealistisch, diese Art von Beziehung von einem engagierten Vater zu erwarten. Bei uns gibts auch keine Schmuse-Einheiten, wenn die Kinder dabei sind, und wenn mein Partner mit den Kindern bei mir ist (oder ich bei ihm) dann stehen in dieser Zeit die Kinder im Mittelpunkt. Nicht mehr so sehr wie am Anfang, als die Kinder noch jünger waren, aber es ist dann halt keine Paarzeit, sondern Familienleben.

        Und klar, auch da ist mal eine Umarmung oder ein Gespräch möglich - gemeinsam, Zuhause, beim gemeinsamen Puzzlespielen, aber doch nicht im Freizeitpark oder im Schwimmbad, wo man die Kinder die ganze Zeit im Auge behalten muss.

        "Wie funktioniert denn eine Partnerschaft bei dem einer der Partner nur noch den zweiten Platz erhalten kann?"

        Die Kinder wohnen doch gar nicht bei euch, sie sind ja nicht noch nicht mal in euerer/deiner Wohnung, sondern es gibt gelegentlich einmal einen gemeinsamen Ausflug. Und die gesamte andere Zeit hast du deinen Partner exklusiv für dich. Traumhaft ...

        "Geht es gut, wenn beide dann ihre Prioritätenliste anpassen, so der Gerechtigkeitshalber."
        Gerechtigkeit? Nein. Die gibt es in dieser Art Beziehung nicht. Es gibt einen Partner, der eine sehr hohe Belastung hat - und den anderen, unbelasteten Partner, der dadurch dauerhaft in eine gewisse unterstützende Rolle gerät. Der für die Kinder des Partners zurücksteckt, was "seine" Aufmerksamkeit betrifft - und selber auch Zeit und Aufwand in diese Kinder investiert. Du hast es ja am Wochenende erlebt, mit dem Sohn schmeißt er den Grill an, ihr bedient beide die Kinder - das ändert sich nicht - jedenfalls nicht, solange die Kinder noch Kinder sind.



        "Ist vielleicht so wie in offenen Beziehungen, wo man auf die Exklusivrechte am Sex verzichtet."
        Auf emotionale Exklusivrechte solltest du auf jeden Fall verzichten können, ja. Es wäre gut, wenn du die Kinder gern haben würdest - dann würde es sich für dich auch nicht nach Verzicht anfühlen, sondern du würdest etwas gewinnen. Mein eigenen Kinder sind erwachsen und leben nicht mehr zuhause. Ich liebe es, wenn die beiden Racker meines Partners da sind, auch wenn die morgens um 6 ins Bett krabbeln und ich in der Zeit wenig von meinem Partner habe und einiges an Unterstützung und Kinderbetreuung leisten "muss". Nur: mir macht das Spaß, ich finde die Kids entzückend und mag sie sehr gerne und genieße "unser" Familienleben.

        Ich glaube NICHT, das ich das mit allen Kindern so machen könnte - es gibt Kinder, die ich nicht leiden kann. Und ich hätte mit Sicherheit Schwierigkeiten mit behinderten Kindern umzugehen. Eure Konstellation würde ich nicht leben wollen.

        Von daher verstehe ich deine Haltung - es ist gut, das du das für dich so klar erkennst, das es so nicht zu deinen Bedürfnissen passt. Nur kannst du von deinem Partner nicht verlangen, das er seine Kinder "fallen" lässt und dir die Priorität einräumt. Es gibt solche Männer - sie sind allerdings meiner Meinung nach keinen Schuß Pulver wert.

(12) 01.07.18 - 13:47

Ich finde deine Erwartungshaltung zu hoch.
Ich finde bei solchen Treffen stehen die Kinder im Vordergrund und nicht deine eigenen Befindlichkeiten.

Vielleicht findet der Typ noch schnell ne andere Wohnung. Der tut sich keinen Gefallen wenn er bei dir einzieht

  • (13) 01.07.18 - 13:54

    Ironie on Ah ok, also braucht eine Next keine nette Begrüßung, wenn Kinder anwesend sind.
    Das hat mir vorher niemand so gesagt, danke für die Aufklärung. - Ironie off

    • (14) 01.07.18 - 14:18

      Du hast dieses "Next" Ding voll für die verinnerlicht, woll?
      Vielleicht war es ihm auch einfach vor seinen Kindern unangenehm Zärtlichkeiten mit dir auszutauschen. Wahrscheinlich war er auch gerade ziemlich gestresst, wenn er gerade in seinem alten Zuhause auf die Kinder aufpasst. Und dann am Telefon den Tag aus deiner Sicht zu reflektieren. Super! Hast du mal gefragt wie es seinen Kindern gefallen hat?

      • (15) 01.07.18 - 14:34

        Den Kindern hat es super gefallen, und deswegen hat er gefragt, ob wir am Folgetag wieder etwas zusammen unternehmen. Da es mir nicht so gefallen hat, habe ich abgelehnt, und erst da habe ich auf Nachfrage den Tag reflektiert.

        Na ja wenn ich so darüber nachdenke, wäre es soverän gewesen einfach mein Kind vorzuschieben und zu sagen, dass es wegen ihm nicht ginge und meinen eigenen Frust für mich zu behalten. So habe ich das in meiner Ehe gemacht, bis ich nicht mehr konnte. Das ist vielleicht auch nicht besser.

        Oje ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll, das Übel in Kauf nehmen, oder zu verzichten?

    (16) 02.07.18 - 16:56

    Sorry, aber: Diva!

(17) 01.07.18 - 14:25

Ich glaube nicht, dass es funktioniert. Oder nur, wenn der Umgang mit seinen (behinderten) Kindern seine private Sache bleibt. Aber ob das auf Dauer klappen kann?

An der Stelle würde ich noch fragen, ob ich DIESE Beziehung unbedingt führen kann. Welche Kompromisse beide Seiten eingehen können und wollen.

Aber ehrlich, umso älter ich werde, desto weniger habe ich Lust mich zu verbiegen und dabei innerlich unzufrieden zu sein.

LG

  • (18) 01.07.18 - 14:40

    Ja, danke. Ein Kompromissgespräch werde ich unbedingt noch führen, zumal er ja hier schon am einziehen ist und gestern im Telefon nach Rechtfertigungen mir eigentlich beigepflichtet hat.

    Klar, ist ja auch vernünftig erstmal die Wogen zu glätten. Aber wir werden uns grundsätzlich damit auseinandersetzen müssen.

    Er will mich heiraten und hat auch einen Kinderwunsch, so dass wir jetzt auch nicht mehr verhüten.

    Wenn er hier ist, ist die Nähe zwischen uns ganz groß, und ich fühle mich sehr wohl damit.

    • (19) 01.07.18 - 14:55

      Das Übel in Kauf nehmen????

      Du solltest schleunigst wieder verhüten!

      (20) 01.07.18 - 15:05

      <<<<Er will mich heiraten und hat auch einen Kinderwunsch, so dass wir jetzt auch nicht mehr verhüten.<<<

      Das ist jetzt nicht auch noch dein Ernst?!
      Ihr seit ein paar Monate zusammen, es gibt gravierende Probleme und nur weil wenn er da ist, die Nähe groß ist und du dich wohl fühlst damit, ist der Rest und der ist ja nun wirklich nicht positiv, so weit an Seite gelegt, dass man ernsthaft nicht mehr verhütet?!

      Wie kann man nur?! #klatsch...Wie kann man nur?! #klatsch

      In deinen bzw. durch deinen Beruf, dadurch alleine hat man doch schon nicht so einen naive 0815 Denke, dazu kommt ein gewisses Maß an Lebensefahrung...eigentlich....eigentlich!

      Vielleicht sichert man sich erstmal eine Basis und zwar eine die nicht daraus besteht, wenn man mal alleine ist BlaBlaBla und ansonsten gibt massive Probleme wo ein positive Zukunft absolut nicht sichtbar ist.
      Zumindest nicht so, dass es mal nur 2 wochen ohne Generve, Stress, Eifersucht, Diskussionen, Streit usw. zugeht.

      Aber nö....wenn wir alleine sind, ist ja so viel Nähe....

      Was du machst, ist deine Sache, aber auch du hast ein Kind....vielleicht denkt man als Mutter auch mal daran!

      Boar diese Alleinerziehenden die unbedingt nen Kerl brauchen und bewusst in den Klo greifen, nur an sich denken und das Kind MUSS mit...

      Dafür darf Urbia mich auch gerne rausschmeißen, aber SOWAS geht absolut nicht!

      "Er will mich heiraten und hat auch einen Kinderwunsch, so dass wir jetzt auch nicht mehr verhüten."

      Das macht mich echt Sprachlos ...

      Ihr kennt euch 7 Monate und seid voll verliebt, gut. Aber ihr habt jede Menge offene Baustellen, ihr habt noch nicht mal Ansatzweise einen normalen, für alle Seiten positiven gemeinsamen Lebensrhythmus entwickelt, du weißt, dass dein Partner sich in einem ganz elementaren Lebensbereich völlig anders verhält als du es für gut und richtig empfindest und das du mit seinen "Altlasten" nichts zu tun haben möchtest.

      Wie er finanziell da steht und ob er sich noch ein Kind leisten kann, scheinst du auch nicht wirklich zu wissen. Ihr habt offenbar getrennte Kassen und es ist nicht geregelt, wer welche finanziellen Dinge übernimmt und inwieweit man finanziell füreinander einsteht (siehe Eintritt Schwimmbad).

      Auf dieser Grundlage möchtest du mit ihm ein Kind. Echt?

Hallo!

Im Moment fühlst du dich sogar beim Gedanken an die gemeinsame Wohnung nicht richtig wohl, aber du verhütest nicht? Sorry, aber was stimmt nicht mit dir?

Ihr habt euch in eurem Patchworkmodell noch nicht gefunden, das ist ja auch okay.
Aber warum muss da dann sofort noch ein Baby kommen? Jetzt warte damit doch noch, bis es besser klappt oder du eine echte Entscheidung getroffen hast.

Im Moment bist du nur mit ihm zusammen, weil seine Wohnung schon gekündigt ist, sonst hättest du schon die Handbremse gezogen.

  • (23) 01.07.18 - 16:42

    Na ja im Moment ist er nicht hier, also gibt es auch keinen Sex.

    Ich habe mich auf seinen Wunsch eingelassen in Unkenntnis der Ausmaße unseres Problems.

    Jetzt, wo ich damit tatsächlich damit konfrontiert bin, sieht es nicht mehr so rosig aus.

    Wie das halt so läuft, er sagte zu mir: er ist einsam, seine Ex war lieblos, sein Kind behindert - das war auch der Grund noch mehr behinderte Kinder in die Familie zu nehmen. So lange bis seine Frau dann jjemanden kennengelernt hatte, der gerade nicht depressiv war, und ihn gegen diesen ausgetauscht hatte. Er hat als depressiv erkrankter nicht mehr in das Familiensystem hineingepasst. War nicht mehr so leistungsfähig.

    In unseren Gesprächen über unsere Vergangenheiten hatte ich von ihm den Eindruck gewonnen von jemandem, der umgeben von Krankheit und Behinderung selbst beinahe zugrunde gegangen ist, und nun bei mir Erlösung sucht - so ungefähr sah mein Kartenhaus aus.
    -schämsmiley-

    • Ich kann Dich da schon verstehen, du warst halt verliebt und hast ihm alles geglaubt.

      Aber trotzdem, erst mal verhüten, den Mann RICHTIG kennen lernen, und dann erst Kinderplanung angehen. Sorry, aber nach ein paar Monaten ist es einfach grundsätzlich und immer zu früh um gleich Kinder zu planen.

      Und bei einem Mann mit Depressionen solltest du erst recht abwarten, wie sich das entwickelt. Am Anfang dämpfen ja die Verliebtheitshormone die Auswirkungen der Depression, aber wenn dann in 2 Jahren der Alltag Einzug gehalten hat, kann er wirklich unerträglich werden.

      Die meisten Menschen neigen dazu, sich als Opfer der Umstände wahrzunehmen, und nicht als maßgeblich an den Problemen in ihrem Leben beteiligt. Da sind wirklich oft die Eltern schuld, dass kein Abi gemacht und kein Studium angefangen wurde - auch wenn man das als Erwachsener immer noch hätte machen können, statt die Freizeit mit TV und Freunden zu verbringen.

(25) 01.07.18 - 15:11

Ich frage mich gerade nicht, was an der Beziehung zu seinen Kindern und der Ex nicht stimmt, sondern was mit Dir nicht stimmt. Klingt böse, ist aber nicht so gemeint. Aber irgendwie ist das Tempo, in dem Du vorgehst, für mich etwas, was mir übel Bauchschmerzen macht.

Ihr habt noch nicht einmal die Situation mit der Ex, deren Wohnung und den liebevollen Umgang vor seinen Kindern und mit diesen geklärt und Du willst mit ihm zusammenziehen und schwanger werden? Das zwischen Euch wird ein Riesendrama werden, weil Du dann immer mit dem Baby alleine daheim sitzt, während er seine Kinder so wie bisher weiter betreut, das ist Dir doch hoffentlich wirklich bewusst?

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