Streit wegen Essen

    • (1) 02.07.18 - 19:34
      Lilifee79

      Wir haben schon wieder Streit darüber, dass mein Mann der festen Überzeugung ist, dass ich dafür verantwortlich bin, ihm nach der Arbeit sein Essen zuzubereiten.

      Wir gehen beide Arbeiten, ich 30 Std/Woche, er vollzeit. Ich mache den gesamten Haushalt und versorge unsere beiden Kinder. Er übernimmt kaum irgendwelche anfallenden Aufgaben.

      Jetzt ist er vor kurzem heim gekommen, nachdem er nach der Arbeit noch Fußball gucken war und fragt mich, ob es was zu Essen gibt. Ich bin echt genervt davon.

      Ich verstehe einfach nicht, warum das auch noch meine Aufgabe sein soll, mir täglich zu überlegen, was ich kochen soll und mich abends noch alleine in die Küche zu stellen und dann auch alles wieder aufzuräumen. Die Kinder essen in Schule und Kita Mittag und zu Hause Abendbrot. Ich kaufe mir manchmal eine Kleinigkeit in der Mittagspause. Oft koche ich natürlich auch, aber halt nicht immer. So wie heute.

      Jetzt ist er wütend raus, um sich irgendwo einen Döner zu kaufen. Wie kann ich ihm begreiflich machen, dass er als erwachsener Mann selber für sich sorgen kann?

      Oder sehe ich das falsch? Wie ist das bei Euch?

      Gruß, Lilifee

      • Und warum definiert ihr nicht wie Erwachsene eure Bedürfnisse und eure Aufgaben? Sowas klärt man doch miteinander, und zwar im Vorfeld und sachlich. Stellt sich im Alltagsgeschehen heraus, dass getroffene Vereinbarungen nicht funktionieren oder nicht mehr den aktuellen Lebensumständen entsprechen, setzt man sich zusammen und klärt dies und sucht nach neuen Lösungen.

        Du verstehst nicht warum es deine Aufgabe sein soll, zu überlegen, was gekocht wird. Dann macht halt einen Wochenplan, dann frag halt nach Vorschlägen.
        Du willst dich nicht alleine in die Küche stellen: dann räumt sie halt nachher gemeinsam auf.
        Deiner Ansicht nach übernimmst du viel mehr im Haushalt und bei der Kinderbetreuung, da willst du nicht auch noch kochen. Na dann teilt euch anders ein....

        Ich denke, es ist einfach eine Sache, die man absprechen sollte.

        Bei uns ist es auch so, dass ich in der Regel früher nach Hause komme als mein Mann und daher einkaufe und koche. Wenn es mal nicht passt, dann sag ich Bescheid und mein Mann hat dann die Gelegenheit, unterwegs etwas zu essen. Er kommt dann nicht hungrig und unterzuckert (Unterzuckerte neigen zu schlechter Laune!) nach Hause, in der Erwartung, dass er etwas zu essen bekommt.

        Natürlich sollte ein erwachsener Mann trotzdem auch in der Lage sein, sich selbst um sein Essen zu kümmern.

        Würde ich auch nicht tun.
        Er kann abends wie alle anderen Abendbrot essen, oder sich eben selber was machen.

        Irgendwann hast du auch mal Feierabend

      • (5) 02.07.18 - 20:13

        Muss man einem Erwachsenen etwas begreiflich machen?
        Klare Absprachen treffen.
        Wenn du etwas kochst, sag ihm Bescheid, wenn nicht dann eben nicht.

        Hallo!

        Wir sprechen uns jeden Tag ab. Oder besprechen es am Vortag. Finde ich einfacher. Dann kann er selbst entscheiden, ob er auf dem Heimweg sich noch was mitnehmen will, oder er fragt mich, ob ich unterwegs noch was einkaufe.

      • Ich koche gerne abends für meine Familie und esse auch gerne mit allen zusammen.
        Manchmal kocht auch mein Mann. Er räumt dafür auch immer alles in die Spülmaschine ein:-)
        Wenn du nicht kochst, solltest du ihm das vorher vielleicht sagen,daß er nicht voller Vorfreude hungrig heim kommt und dann nichts zu essen da steht.

        lg

        (8) 02.07.18 - 20:31

        Hallo, bei uns ist es so, dass wir uns absprechen. Oft ist es vorgekommen, dass ich gekocht hatte und er hatte ausserhalb schob gegessen. Das piept einen natürlich an und so schreibe ich ihm, wenn es was gibt oder er fragt nach und kann sich gegebenfalls unterwegs noch was besorgen ohne nochmal los zu müssen.

        Liebe Grüsse

        (9) 02.07.18 - 20:34

        Bei uns koche ich. Während dem Kochen räume ich die Küche auf,...& dann ist doch bloß das Geschirr und co in die Maschine zu räumen. Das mache ich, oder mein Mann,...oder eins der Kinder hilft. Das einräumen ist ja nicht wirklich ein Akt.

        Aber letztlich ist es völlig wurscht wie es andere handhaben. Du möchtest nicht, dein Mann erwartet. Klärt bei euch mal ein paar grundsätzliche Dinge - wie Erwachsene.

        (10) 02.07.18 - 20:35

        Bei uns ist das Abendessen in der Regel Familienzeit. Allerdings ist es mein Mann der kocht, obwohl ich in Elternzeit bin. Er macht das gerne und besser als ich. Dafür plane ich 1x die komplette Woche durch und wir sprechen dann darüber. Wenn jemand später zum Abendessen kommt gibts entweder Reste oder etwas mitgebrachtes.

        Redet über eure Ausgabenverteilung und vorallem Spann ihn wenn möglich vorallem bei den Kindern mit ein. Es ist schließlich auch sein Haushalt und seine Kinder.

        (11) 02.07.18 - 20:52

        Mein Partner und ich arbeiten beide Vollzeit.
        Er jedoch im Schichtbetrieb.
        Ich hab einen längeren Fahrtweg und meistens bin ich auch diejenige die das Essen kocht, einkaufen geht, etc.

        Wir setzen uns aber vor dem Wochenendeinkauf zusammen und planen in etwa die Woche (wer wann wie da ist).
        Da wird das Essen durchgesprochen und die Liste erstellt.
        Wenn beide zu faul sind, gibt es auch mal etwas to go.
        Ich könnt aber auch manchmal wütend werden wenn ich Heim koche und das Essen noch nicht aufn Tisch steht, obwohl er früher zu Hause ist 😬.
        Glaube aber, Männer sind einfach nicht so organisiert wie wir 😉.

        (12) 02.07.18 - 21:08

        Danke für all Eure bisherigen Antworten. Ich denke, es fehlt hier tatsächlich an richtigen Absprachen. Und ich bin wohl auch nicht gut organisiert, was das Essen betrifft. Dank der Anregungen werde ich jetzt versuchen, hier etwas zu ändern. Danke!

        (13) 03.07.18 - 08:52

        Hallo,

        Also Absprachen sind das eine, was mich aber richtig aufregen würde, ist die Anspruchshaltung deines Mannes.

        Er war verärgert, weil kein warmes Essen parat stand und ist dann wutentbrannt los, um einen Döner „zu erlegen“?

        Klingt doch noch sehr nach traditionellem Rollenverständnis.

        Willst du das so leben?
        Wenn nicht, dann mach das EINDEUTIG und NACHHALTIG klar.

        Auch bezogen auf alle anderen Lebensbereiche,
        Kinder könnten theoretisch auch von Männern mitversorgt werden.
        Das geht.;-)

        lg

        • (14) 03.07.18 - 09:02

          Ja, da hast Du vollkommen recht. Das ist es ja, was mich so ärgert. Irgendwie bin ich für vieles verantwortlich und weiß gar nicht, warum das so sein muss. Es ist nur schwer, das zu ändern. Da bin ich auch selbst schuld. Um Streit zu vermeiden, mache ich es dann halt.

          • (15) 03.07.18 - 09:24

            Ich empfehle "I ain't your Mama" von Jennifer Lopez.

            Er sollte das dringend lernen, dass er in eurem Haushalt gleichberechtigt Leistungen erbringen darf und das nicht dein Job ist, nur weil dir der Stummel in der Körpermitte fehlt.

            LG

            • (16) 03.07.18 - 09:44

              Danke, jetzt habe ich gelacht . Aber das trifft es ganz genau. Ich fühle mich manchmal echt wie seine Mutter. Nur, dass er sich nicht so erziehen lässt, wie meine Kinder...

          (17) 03.07.18 - 09:27

          Oh je,
          da müsst ihr aber dringend Grundlegendes besprechen und versuchen eure Bedürfnisse und Lebensvorstellungen bestmöglich unter einen Hut zu bringen.

          Auch wenn hier einige darüber verwundert sind, dass ihr das nicht schon längst getan habt,
          muß ich aus eigener Erfahrung sagen,
          „das ist so typisch.“

          „Um des lieben Friedens willen“ passt sich einer der Partner jahrelang stillschweigend an und ist dauerfrustriert und außerdem auch noch verunsichert, weil der dominantere Part in der Beziehung einem suggeriert, dass man „komisch“ wäre, wenn man mit seiner Rolle hadert.

          Zeit, sich zu emanzipieren!:-)

          Euer Lebensmodell war eine gemeinsame Entscheidung.
          Dein Mann ist genauso verantwortlich wie du.

          Der erste Schritt wird sein, dass du genau das für dich bedingungslos verinnerlichst.

          ICH bin NICHT alleine verantwortlich.
          Unser Familien-und Lebensmodell muß gerecht und bedürfnisoriemtiert von uns BEIDEN getragen werden.

          DEINE Bedürfnisse sind denen deines Mannes absolut EBENBÜRTIG und du hast als Mutter NICHT mehr Verantwortung und Pflichten als der Vater.


          euch alles Gute

          • (18) 03.07.18 - 09:32

            Und
            du hast auch als Ehefrau NICHT mehr Verantwortung und Pflichten bezogen auf ein harmonisches Zusammenleben.

            Dein Mann muss GENAUSO dafür
            Sorge tragen, dass es dur gut geht, wie du im umgekehrten Fall.

            Diese Recht mußt du dir innerlich einräumen.

            • (19) 03.07.18 - 09:58

              Du sprichst mir aus der Seele. Ich versuche das immer wieder und irgendwie scheitere ich auch immer wieder. Das ist alles so eingefahren, die Rollenverteilung besteht schon so lange bei uns. Ich werde mit Deinen Rat und Deine Worte zu Herzen nehmen. Danke!

    (20) 03.07.18 - 09:46

    Wir machen es oft so: einer kocht, der andere räumt danach Tisch ab und Küche auf.

    Hallo,

    ich sehe das genau wie du, du bist nicht seine Mama und er kann sich selbst etwas zu Essen machen. Ich persönlich koche sehr gerne und ich liebe es, meinen Mann abends mit leckerem Essen zu überraschen. Allerdings macht mein Mann auch viel in Haus und Garten, insofern fühle ich mich nicht so wie du, als wenn ich hier alleine den Laden zusammen halte. Da ist klar, dass du dann vielleicht abends keine Lust mehr hast, ihm noch was zu zaubern, wenn er dann irgendwann mal antanzt. Seine Erwartungshaltung ist da dann unangebracht.

    Eine kleinwenig kann ich deinen Mann dennoch verstehen, da ich selbst oft etwas "ungehalten" bin, wenn ich hungrig bin und mein Blutzuckerspiegel sinkt. Da muss ich mich dann schwer zusammenreißen um nicht wegen Pillepalle grantig zu werden und erst seit ich weiß was da mit mir passiert kann ich den Ärger, der plötzlich aufkommt, gut unterdrücken.
    Vermutlich ging es deinem Mann ähnlich, auch wenn das seinen Auftritt nicht rechtfertigt. Wenn du sonst oft kochst, hat er vermutlich einfach angenommen dass was da ist. Da würde es helfen, wenn du ihm einfach demnächst in solchen Situationen per Whatsapp o.ä. mitteilst: hab heute nichts gekocht, bring dir was mit.

    LG, Tina

    Hallo,

    wenn es mal vorkommt, dass ich eher zuhause bin, dann koche ich.

    Da mein Mann aber meistens vor mir zuhause ist, bereitet er das Essen zu.

    Wir kommen beide grundsätzlich hungrig nach Hause und so denkt man halt an den anderen. Nur unser Kind wird immer satt bei der Oma abgeholt... :-D

    Wäre ich ständig eher Daheim, würde auch ich jedes Mal kochen, es sei denn er bittet mich es nicht zu tun, weil er etwas spezielles zu Essen machen möchte...

    LG

    (23) 03.07.18 - 12:37

    Hey :)

    Ich bin zwar zur Zeit sowieso zu Hause, wegen dem kleinen, aber auch vor dem Baby war es so.
    Ich hab abends gekocht, bzw mittags, wenn ich schon zu Hause war. Läuft seit 6 jahren so und ich hab damit kein problem.
    Ich koche ja nicht nur für meinen freund sondern auch für mich. Sehe da kein problem?

    (24) 03.07.18 - 21:18

    Hi Lilifee,

    Esst ihr denn normalerweise alle zusammen Abendbrot/Abendessen? Das war bei uns immer so, finde ich ein schönes Ritual für die Familie. Wir haben auch als Kinder immer mit den Eltern zusammen gegessen.
    Da könntet ihr dann abwechselnd was kochen oder du kochst und er wäscht ab oder... Kompromiss finden.

    Wenn er später heimkommt wegen Sport etc, kann er sich doch einfach ein Brot schmieren...

    Lg

Top Diskussionen anzeigen