Schicksal

    • (1) 03.07.18 - 10:18

      Hallo Ihr Lieben!

      Ich erwarte nicht viel her, habe auch keine konkrete Frage ich möchte mir einfach Luft verschaffen.

      Die Geschichte:

      Nachdem ich mich vor knapp einem Jahr definitiv von meinem Ex-Freund getrennt habe (Alkoholiker und depressiv) ging es für mich nach 3 Horror Jahren wieder aufwärts. Mir ging es gut, ich hatte keine Last mehr.

      Im Januar dieses Jahres habe ich einen Mann kennengelernt, wir gingen aus unternahmen was, es war toll. Anfänglich für mich nicht mehr als eine schöne Freundschaft. Mit der Zeit fühlte ich mich immer wohler bei ihm und ich ertappte mich immer wie ich nachdachte ob da doch nicht etwas mehr ist.

      Ich wollte auf keinen Fall etwas überstürzen es war so gut wie es war, irgendwann kam es auch zu einem Kuss aber nicht mehr.

      Dann im Februar die schreckliche Nachricht, dass es seinem Vater nicht gut geht. Hirntumor und Lungenkrebs, seine Familie wohnt im Ausland (Europa). Er war seit 6 Jahren hier, hatte einen super Job.

      Er entschied zu gehen, zu seiner Familie. Um diese zu unterstützen wo es ging, er dachte es gäbe noch eine Chance für den Vater.. vier Monate sind nun vergangen. Er war zwischendurch wegen der Arbeit immer wieder da, so dass wir uns "regelmässig" gesehen haben. Die Geschichte zwischen uns wuchs.. es entstand etwas..

      Nun haben die Ärzte mitgeteilt, dass sie nichts mehr tun können. Mittlerweile ist der Vater in den Beinen gelähmt. Er kommt nächstens nach Hause und wird zu Hause gepflegt. Er hat mir nie gross etwas erzählt vom Vater, da er mich mit Sorgen verschonen wollte obwohl ich ihm immer gesagt habe dass ich für ihn da bin egal für was. Ich habe seine Entscheidung respektiert, er sagte immer ich bin sein Ex-Libris.

      Vor 2 Wochen war er da, es war schön. Nun letzte Woche hat er die Entscheidung getroffen das Land zu verlassen und nicht mehr zurückzukommen. Er hatt ALLES aufgegeben, Job, Wohnung.. einfach alles. Er sagt sein Fokus liegt nun beim Vater, was ich nachvollziehen kann. Jedoch finde ich es schade, dass er alles aufgibt.. er liebte seinen Job, die Stadt..

      Er hat komplett zu gemacht, kommt mit der Ganzen Situation nicht klar.. ich denke er hat noch nicht akzeptiert, dass die Lebensdauer vom Vater nicht mehr lange sein wird. Weil er mich "schützen" möchte und ihm gerade alles weh macht was mit hier verbunden ist, er hat gesagt er kann nicht mit mir weiterreden.. er würde sich "danach" wieder melden.

      Er hat mich nun blockiert.. ich bin so traurig.. ich weiss ich kann nichts daran ändern, doch es ist schwer. Wir hatten im letzten halben Jahr sehr intensiven Kontakt und jetzt ist alles futsch.

      Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er sich "danach" meldet. Ich möchte ihm diese Zeit geben damit er sich um seinen Vater und alles andere kümmern kann.. doch es ist schwer. Mir bleibt nichts anderes als abzuwarten.. 1 Monat.. 3 Monate oder nie wieder.

      Danke fürs lesen, liebe Grüsse! #klee

      • Hallo,

        das tut mir sehr leid für dich.

        Ich kann seine Entscheidung sehr gut nachvollziehen und finde es auch gut, dass du so verständnisvoll darauf reagiert hast.

        Ich verstehe nur nicht, wieso er dich denn jetzt blockiert hat??

        Irgendwie ist das für mich nicht so ganz stimmig. Als wäre da was faul an der Geschichte..

        LG

        • Hey..

          Nein, faul ist nichts daran.. er hat mir einfach gesagt, dass es für ihn gerade zu schmerzhaft ist mit mir zu reden. Denke er ist einfach gerade überfordert, sein Leben hat sich komplett verändert in den letzten Monaten und nun hat er noch den letzten Schritt gewagt und ist weggezogen.

          Ich würde dies auch nicht tun, jemanden blockieren.. denke er ist gerade überfordert und weiss selber nicht so genau was er macht. Denke er muss das Ganze verarbeiten..

          • Aber wenn du immer eine Stütze für ihn warst, verstehe ich nicht, wieso er den Kontakt nicht aufrecht erhalten möchte.

            Dass viel Chaos herrscht und er sich sortieren muss bzw die Krankheit des Vaters verarbeiten muss, das ist klar. Es war aber auch seine Entscheidung deisen Schritt zu gehen - ich gehe davon aus, dass niemand ihn gezwungen hat.

            Ich kenne auch niemanden, der deswegen den Kontakt zu seinen Freunden, Bekanntschaften oder Liebschaften o.ä. abgebrochen hat.

            Das macht stutzig..

    (7) 03.07.18 - 10:49

    Hallo.

    Das tut mir leid, ich kann mir vorstellen, wie schwer das für Dich ist. Für ihn bestimmt auch und deswegen hat er doch wohl blockiert- damit er nicht immer an dich erinnert wird und es ihm noch mehr weh tut. Als Schutz sozusagen.

    • Das sehe ich auch so.. ich muss mich jetzt in Geduld packen (nicht meine Stärke). :-(

      • (9) 03.07.18 - 11:06

        Ja, das Warten würde mich auch verrückt machen.

        Meinst Du, er kommt wieder zurück und baut sich dann erneut ein neues Leben auf?

        • Das weiss ich leider nicht, im Moment ist sein Fokus dort. Wenn alles "vorbei" ist (das klingt so schrecklich), werden wir sehen.


          Das er hier nun alles aufgegeben hat, spricht natürlich nicht dafür das er damit rechnet wieder zurückzukommen.


          Dem Vater bleiben nur ein paar Monate zum Leben oder das sagen die Ärzte.. das kann niemand so genau sagen. Er möchte jetzt einfach 100% da sein und sich mit nichts anderem auseinander setzen müssen. Er war die letzten Jahre nicht oft zu Hause.. und das nagt sehr an ihm, er hat ein schlechtes Gewissen und möchte nun "alles richtig" machen.


          Ich sage mir immer.. was zusammen gehört findet auch zueinander.. falls es zwischen uns sein soll wird er sich wieder melden und dann schauen wir weiter. Stand der Dinge ist jedoch heute, keine Kontakt.. und damit muss ich lernen umzugehen.

          • (11) 03.07.18 - 13:17

            Hallo.

            Irgendetwas stimmt an dieser Geschichte nicht. Warum gibt man alles hier auf, was man sich aufgebaut hat. Er kann für den Vater nichts mehr machen als nur da sein. Danach geht aber das Leben für ihn weiter. Fängt er dann wieder von vorne an. Glaub ich nicht. Ich denke mal auch nicht, so bös das jetzt klingt, dass er sich meldet.

            Alles Gute.

            LG

            • (12) 03.07.18 - 14:31

              Nein, für mich ist nichts faul an dieser Geschichte.

              Das er nichts mehr für den Vater tun kann ist allen bewusst.. er hatte aber in den letzten Jahren die Familie etwas "vernachlässigt" war nicht so oft bei Ihnen und das macht ihn jetzt zu schaffen. Genau er kann nur "da sein".. und das möchte er zu 100% bis es zu Ende geht.

              Bin gleicher Meinung wie du, das Leben geht danach weiter.. ich glaube er denkt da gerade im Moment nicht weiter nach und sieht alles schwarz.

              Ja, ob er sich meldet oder nicht sei dahin gestellt.. ich werde auch dies irgendwann mal überwinden falls nicht.

              Liebe Grüsse

              • (13) 03.07.18 - 14:42

                Ich finde das auch. Meine Freundin hat ihre Mutter bis zum Tod gepflegt (auch weit weg), aber ihre Wohnung immer behalten und mich regelmäßig angerufen. Wir kannten uns auch erst kurz .

(14) 03.07.18 - 11:36

Hallo,

tut mir leid fuer Dich, das ist schade - gerade wenn man sich nach einer anstrengenden Beziehung wieder auf etwas Neues eingelassen hat. Ich kann mich ein paar anderen Maedels hier trotzdem nur anschliessen - das Ganze "fuehlt" sich nicht richtig an, es macht keinen Sinn. Menschlich gesehen nicht. Gerade dass er Dich blockiert hat, nicht. Du wirst das hier lesen und Dir wahrscheinlich denken, dass wir hier alle keine Ahnung haben, weil wir weder Dich noch ihn kennen, weil wir nicht den Ueberblick haben, was alles passiert ist und wie genau das alles war und ist. Aber ich wuerde mir, ganz klar, keine Hoffnungen machen, dass er irgend wann zurureckkommt. Maenner - sind auch nur Menschen. Und auch wenn Kerle Krisensituationen oft etwas anders angehen als Frauen, koennen sie Unterstuetzung und seelischen Halt genauso gut gebrauchen wie wir. Wenn der Vater schwer krank ist und seine Tage gezaehlt sind, dann macht einen das selbst auch verletzlich und man braucht seelische Rueckendeckung von jemandem, der einem nahe und vertraut ist - wenn jemand in einem solchen Moment die (sich anbahnende) Beziehung sozusagen in die Tonne kloppt, dann waere das fuer mich ein klares Zeichen. Er will Dich nicht als seelischen Halt und Stuetze in dieser Situation - und dann fragt sich, Ex-Libris-Geschwafel oder nicht, was wirklich hinter seinen Gefuehlen fuer Dich steckt. Dieses Dich schuetzen wollen ist meiner Meinung nach nur ein lahmes Mittel, Dich aus seinem Leben auszuschliessen und dabei noch wie ein netter Kerl dazustehen. Keine Eier hat der Mann, sorry. Ihm muss doch klar sein, dass Du Dir weiter Hoffnungen machst, wenn er Dir so daherkommt, das ist nur natuerlich. Wenn Du ihm wirklich soviel bedeuten wuerdest, dann wuerde er Dich (a) nicht blockieren, weil er Dich will, weil er ich braucht, und weil man es einfach nicht hinbekommt, den Kontakt zu jemandem abzubrechen, den man liebt. Oder, wenn er das (b) aus irgend einem unerfindlichen Grund doch so machen und hinbekommen wuerde, was ich persoenlich - aus der totalen Distanz und ohne einen von Euch Beiden auch nur ansatzweise zu kennen - nicht einen Moment lang glaube, dann muesste er auch, DIR zuliebe, einen klaren Schnitt machen. Entweder haelt er Dich warm, weil er noch nicht weiss, was die Zukunft fuer ihn bringt - oder er hat einfach nicht den Mut, Dich zu verletzen, indem er Dir eine klare Absage erteilt. Zwischenmenschlich betrachtet, macht sein Verhalten einfach keinen Sinn - und wenn ich eines gelernt habe aus meinen eigenen Beziehungssackgassen, dann ist es, dass wenn man das Verhalten eines (potentiellen) Partners nicht verstehen kann, sich etwas unbegreiflich und unglaublich anfuehlt, das meistens so ist, weil man von der falschen Seite draufschaut und sich das Verhalten in einer Weise erklaeren will, die die Sicht auf den Partner und die Beziehung nicht zerstoert. Niemand nimmt sich gerne selbst die Hoffnung und fuehlt sich verlassen und mies....

Es tut mir wirklich leid fuer Dich, so oder so, da hast Du Dich wieder auf jemanden eingelassen, und dann sowas! Hast Du sicher nicht verdient. Aber aendern kannst Du es nicht, Du kannst nur - ja, nur meine Sicht der Dinge aus der Ferne und unbekannterweise - sinnlos hoffen und bangen und wieder ein paar Monate oder Jahre Deines Lebens damit verschwenden, eine Beziehung aufrechtzuerhalten oder ans Laufen zu kriegen, die Dir letztlich sehr wahrscheinlich weder gelingen noch gut tun wird.

Ich weiss, ich hab mich mit dieser Antwort jetzt weit aus dem Fenster gelehnt, aber ich hab schon so viel erlebt und um mich herum miterleben duerfen.... irgend wann kriegt man ein Gefuehl dafuer, wie die Dinge liegen, und das manchmal aus scheinbar belanglosen Kleinigkeiten, die sich auf vielfache Weise wegerklaeren lassen (aber trotzem letztlich so dastehen wie sie dastehen). Du wirst vermutlich trotzdem an diesem Mann festhalten, so lange bis es nicht mehr geht, und in der Zwischenzeit anderes Gutes im Leben verpassen - aber, Gras waechst eben auch nicht schneller, wenn man daran zieht....

Druecke Dich unbekannterweise, und halte Dir - wider meiner eigenen Einschaetzung der Dinge - ganz doll die Daumen, dass es so ausgeht, wie Du Dir es wuenschst.... oder, dass Du ganz schnell loslassen kannst, sollte fuer Dich irgend wann absehbar sein, dass das nicht passieren wird....

Alles Liebe,
Vanillie

P.S. Nur rein theoretisch, koennte man auch mehrere Freundinnen hintereinander haben in dem Land, in dem man arbeitet, waehrend man in seinem Herkunftsland Frau und Kinder hat. Dann muesste man vermutlich nur haeufiger die Freundin wechseln, wenn's zu eng wird, weil Frauen ja auch nicht bloed sind, Fragen stellen, Beduerfnisse und Lebensplaene haben.....

  • "Dieses Dich schuetzen wollen ist meiner Meinung nach nur ein lahmes Mittel, Dich aus seinem Leben auszuschliessen und dabei noch wie ein netter Kerl dazustehen. Keine Eier hat der Mann, sorry." >> #pro

    "ur rein theoretisch, koennte man auch mehrere Freundinnen hintereinander haben in dem Land, in dem man arbeitet, waehrend man in seinem Herkunftsland Frau und Kinder hat." #pro#pro

    Ich kann deinen Text so unterschreiben.

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