Partnerschaft danke Schwiegermutter bedroht

    • (1) 03.07.18 - 13:06
      abenteuer_l_ich

      Hallo ihr Lieben,

      Ich möchte gar nicht lange drum herum reden, weit ausholen oder schreiben, wie enttäuscht ich bin.
      Ich möchte Meinungen, Meinungen von Unbeteiligten völlig unbefangen.



      Mein Freund und ich stehen fast genau 6 Wochen vor der Hochzeit und aufgrund einiger Differenzen bei der Planung meines JGA, bei dem seine Cousine sehr hinterhältig (nachweislich) mitgewirkt hat und meine Schwiegermutter da mit rein gezogen hat, ist unser Verhältnis (zwischen meiner SchwieMu und mir) nach 11 Jahren nicht mehr vorhanden.
      Nachdem ich der besagten Cousine meine Meinung gesagt habe, fühlte sich meine SchwieMu ebenso angegriffen, zu Recht, denn sie hätte einiges im Vorfeld anders machen können.
      Leider bezog sie Stellung und das war nicht für mich, womit ich hätte leben können, wenn sie mich seitdem nicht behandeln würde, wie ausgesetzt.

      Ich bekomme, wenn mein Sohn zum Spielen bei ihnen ist, kein „Guten Tag“ oder „Auf Wiedersehen“ und wenn dann wirklich ein unfreundliches, abwertendes.
      Meinem Freund ist es aufgefallen, aber er sagt nichts.

      Zur Hochzeitsfeier selbst möchte meine SchwieMu nicht mehr kommen, angeblich würde sie nicht mit meiner besten Freundin aufeinander treffen wollen.
      Zur Trauung selbst kommt sie, denn „das lässt sie sich nicht nehmen.“ Natürlich wird auch bei der Trauung meine beste Freundin anwesend sein.
      Ich denke ehrlich, dass nicht meine Freundin das Problem ist, sondern ich, da ich wirklich direkt der Cousine meine Meinung gesagt habe und Direktheit bei den Frauen der Familie nicht im Wortschatz vorkommt.

      Wie dem auch sei, ich möchte meine Schwiegermutter nicht bei der Trauung dabei haben.
      Ich möchte Leute um mich herum, die ich gerne haben, die mich gerne haben und die sich gegenseitig schätzen.
      Ich möchte niemanden im Nacken sitzen haben, der hintenrum alles auswertet, kein anständiges Guten Tag (nach 11 Jahren Verbundenheit) mehr hinbekommt ganz zu Schweigen davon wie die Glückwünsche ablaufen sollen.
      Mein Freund versteht das, ist natürlich aber sehr traurig, da es seine Mutter ist, was ich verstehen kann.

      Nichts desto trotz wird der Beigeschmack bei mir immer bitterer, dass er seiner Mutter keinen Einhalt gebietet.
      Ich kann für mich selbst reden, sehr gut sogar und das habe ich getan, aber er hat sich fast immer raus gehalten, sie glaubt zwischen ihnen wäre alles in Ordnung, soweit es eben in Ordnung sein kann.
      Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn jemand (meine Mutter z.B) mit meinem Freund, den ich heiraten wollen würde und vor meinem Kind so mit ihm umgehen würde, dann würde ich Stellung beziehen und das sehr deutlich.
      Er ist nicht der Typ dazu, sagt er immer…

      Ich weiß nicht weiter... .

      • Hallo,

        wenn es doch 11 Jahre lang gut lief, verstehe ich nicht so ganz wie wegen so einer Lappalie so ein Cut entstehen kann.

        Hast du mal in Ruhe mit deiner SchwieMu gesprochen?

        LG

        • (3) 03.07.18 - 13:33

          Hallo Wildkatze,

          ja natürlich habe ich das Gespräch mit ihr gesucht.
          Und es gab kein, aber wirklich kein Entgegenkommen ihrerseits.

          Ich habe ihr natürlich auch gesagt, dass das kein Zustand sein kann, nachdem wir 11 Jahre miteinander so gut zu Recht gekommen sind.
          Aber vielleicht sind wir das ja auch gar nicht, und es war von Anfang an einiges gespielt dabei gewesen, ich weiß es nicht.

          Sie legt mir derzeit ein Verhalten an den Tag, welches ich bei ihr bereits in Bezug auf andere Personen kenne und an denen sie mittlerweile kein gutes Haar mehr lässt.
          Ich hab das nicht verdient, ich bin kein schlechter Mensch.
          Und vor allem würde ich meinen Partner nie vor die Wahl stellen, aber so geht es definitiv nicht.

          • Das kann gut sein, dass von Anfang an einiges gespielt von ihr war. War bei meiner SchwieMu so. Aber meine hat es gerade mal knapp 2 Jahre geschafft die Fassade aufrecht zu halten. Ich kann mir nicht so ganz vorstellen, dass deine 11 Jahre lang nicht "aus der Haut gefahren" ist - wenn sie dich wirklich eigentlich gar nicht mögen sollte.

            Ausladen würde ich sie aber nicht. Es ist ebenso die Hochzeit deines Mannes und nicht nur dein alleiniger feierlicher Tag.

            Ignorier sie, reduzier den Kontakt, steh drüber.

            Die Hochzeitspläne würde ich jetzt deswegen nicht über den Haufen werfen. Immerhin willst du ihren Sohn heiraten und nicht die ganze Sippschaft, die dahinter steht.

            LG

      (5) 03.07.18 - 13:46

      Ich finde, man läd seine Schwiegermutter nicht bei der Hochzeit aus.
      Und erst recht nicht für so ein recht neues Verhalten. Du schreibst ihr habt euch über 10 Jahre ganz gut verstanden, jetzt ist plötzlich eine Missstimmung da.
      Es gibt ja die Chance, dass ihr euch in einigen Wochen oder Monaten wieder versteht und dann wird es beiden leid tun.

      Ich gebe dir recht, dass sich dein Freund mal gerade machen muss. Sowohl seiner mUtter zu sagen, dass sie zumindest die Form wahren soll und sich zur Hochzeit zusammenreißen soll, als auch dir zu sagen, dass du ganz sicher nicht seine Mutter ausladen kannst.

      Er hat aber auch recht, wenn er sagt, dass er halt ist, wie er ist. 10 Jahre lang war das ja auch irgendwie okay für dich und hat dir sicher auch vieles ermöglicht.

      • (6) 03.07.18 - 13:59
        abenteuer_l_ich

        Hallo,

        du darfst das natürlich finden, dass man das nicht tut, aber das ist unsere Hochzeit und mir ist egal, was die "Gesellschaft" findet.
        Es geht um unseren Tag und auch bei diesem muss ich mich wohlfühlen.

        Und nein es war 11 Jahre lang nicht okay für mich, aber hat mit dieser Situation nichts zu tun und dem Verhältnis zu einander-.
        Ermöglicht hat es mir überhaupt nichts, ich lebe selbstständig und emotional unabhängig ;-) sonst könnte ich diese Entscheidung nicht treffen.

        • (7) 03.07.18 - 14:09

          Wenn es dich nicht interessiert, was andere finden, warum postest du dann hier?

          Ich bin etwas erschrocken über deine Reaktion. Ja, es ist EURE Hochzeit, also auch die deines Mannes. Er ist traurig und so wie er seiner Mutter kein Kontra gibt gibt er auch dir keines.

          Das wird er sicher die letzten Jahren auch so gehandhabt haben und dir damit ermöglicht haben die Entscheidungen bei euch zu treffen.

          Ich finde aber auch, dass man es ein bisschen übertreibt mit seiner Unabhängigkeit, wenn man selbstständig lebt und einen Mann heiraten möchte, von dem man emotional unabhängig ist.

          • (8) 03.07.18 - 15:22
            abenteuer_l_ich

            Nein, das emotional unabhängig war ganz und gar nicht auf meinen Partner bezogen, sondern auf mich und meine Schwiegermutter.

            Und es ging in meinem Beitrag oben ja auch nicht um das Ausladen der Schwiegermutter, darauf haben wir uns ja beidseitig geeinigt, sondern ausschließlich um die Partnerschaft.
            Vielleicht kam das nicht deutlich genug rüber

        Deine Schwiegermutter will doch sowieso nicht an der Hochzeitsfeier teilnehmen, ist doch gut dann...
        In die Kirche zu kommen, kannst du ihr nicht verbieten, du hast dort nicht das Hausrecht.

    Warum nicht? Meine Pflegemutter, die ich heiss und innig liebte, haben wir auch für unsere Hochzeit ausgeladen. Sie war manisch depressiv und hat an der Taufe drei Monate vor unserer Hochzeit, ich wäre eine Nutte und würde stehlen. Logischerweise war sie an der Hochzeit nicht dabei.
    Nach einem längeren Klinikaufenthalt ihrerseits und zwei Jahren Funkstille hatten wir später bis zu ihrem Tod wieder guten Kontakt.

"Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn jemand (meine Mutter z.B) mit meinem Freund, den ich heiraten wollen würde und vor meinem Kind so mit ihm umgehen würde, dann würde ich Stellung beziehen und das sehr deutlich.
Er ist nicht der Typ dazu, sagt er immer…"

Genau das hast Du richtig erfasst. Du kannst für Dich sprechen und entscheiden, dass Du in der Situation zu ihm stehen würdest. Er kann oder will das nicht.

Da es auch seine Hochzeit ist, kannst Du seine Mutter nicht ausladen. Also benimm Du Dich wenigstens erwachsen und steh drüber. Du hast der Cousine doch die Meinung gegeigt, damit ist der Fall doch abgeschlossen. Die Eingeschnapptheit der Schwiegermutter würde ich komplett ignorieren und mir denken, dass ich mir den Tag der Hochzeit davon sicherlich nicht verderben lassen werde.

Alternativ: Verschieb die Hochzeit, bis das Ganze geklärt ist. Aber klär es selbst, denn nach 11 Jahren musst Du nicht mehr Deinen Mann vorschicken, wenn jemand mit Dir ein Problem hat.

Bist du dir sicher, dass das nicht mit der Zeit wieder legen wird? Vor der Hochzeit nimmt man Dinge manchmal etwas emotionaler und persönlicher, als man sie sonst nehmen würde. Ein verkorkster JGA ist vielleicht für den Moment tragisch und macht dich wütend, gemessen daran, dass hoffentlich viele glückliche Jahre Eheleben und hoffentlich auch wieder glücklichere Tage mit deiner Schwiegerfamilie folgen werden, ist dies allerdings vielleicht auf lange Sicht nicht ganz so schlimm, wie es zunächst scheinen mag.

Ich weiss, dass viele dem JGA grossen Stellenwert beimessen, allerdings hindert dich eigentlich nichts daran, in Zukunft als verheiratete Frau mal wieder mit deinen Freundinnen feiern zu gehen und zwar in einer Form, wie sie dir gefällt und ohne Cousine deines Mannes. Es ist also nicht so, dass du nur einmal im Leben diese Chance hast und dann nie wieder.

Die Mutter deines Verlobten von der Trauung ausladen, würde ich auf keinen Fall machen. Wie gesagt, Feiern gehen mit deinen Freundinnen kannst du auch als verheiratete Frau immer wieder, eine Trauung hast du dagegen (wenn wir mal von einer erfüllten, glücklichen Ehe ausgehen) nur einmal im Leben.

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