Wie müssen Btm kindersicher aufbewahrt werden?

    • (1) 04.07.18 - 17:44
      Aufbewahren

      Hallo,

      ich brauche mal euer Schwarmwissen.

      Wie müssen Btm kindersicher aufbewahrt werden? Was ist dabei zu beachten?

      Was passiert, wenn ein Kind oder Jugendlicher unbemerkt an Btm in der Wohnung gelangt und diese konsumiert?

      Danke für eure Antworten!

      • Was soll das für eine Frage sein? BTM muss genau so sicher aufbewahrt werden,wie andere Medikamente! Bei kleinen Kindern reicht hoch genug und im Schrank und bei Jugendlichen würde ich ein Schloss vor einen Schrank machen. Das ist eigentlich logisch oder?Was passiert,wenn es konsumiert wird kann man so nicht sagen. Kommt auf das Medikament an. Aber es kann mit Sicherheit bis zum Tod gehen.

        • (3) 04.07.18 - 18:07

          Der logische Menschenverstand würde MIR das auch so sagen.

          Mich würde interessieren, wie die rechtliche Seite aussieht.
          Was bedeutet „kindersicher“.
          Reicht es die Medikamente im Schlafzimmer der Eltern im Schrank aufzubewahren oder muss ein Schloss davor sein?

          Was ist, wenn ein Kind oder Jugendlicher etwas davon entwendet und es unbemerkt konsumiert? Ist das eine Straftat, Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht?

          Was im Körper des Kindes oder Jugendlichen passiert ist sicher von Alter, Gewicht, Dosis und Art des Medikaments ab. Das das tödlich enden kann, ist mir durchaus bewusst.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine einfache rechtliche Frage ist. Das Alter der Kinder- und Jugendlichen ist da bestimmt relevant. Bei einem 17jährigensieht das rechtlich bestimmt anders aus als bei einem 8-jährigen, außer der 17-jährige hat schon ein Drogenproblem.

      (6) 04.07.18 - 19:58

      Beim Dealer...

(11) 04.07.18 - 20:56

Habe ich in der Küchenschublade mit dem ganzen anderen Medikamentenzeug. Was BTM ist, weiß eh nur ich, das steht ja nicht drauf.

  • (12) 04.07.18 - 21:42

    Das würde ich aber so auch nicht machen.
    Kann immer mal was passieren...

    • (13) 05.07.18 - 07:35

      Mein Sohn ist schon 12 Jahre alt, ich habe inzwischen weder Putzmittel noch Medikamente kindersicher aufbewahrt. Natürlich war das früher anders und wenn Kleinkinder zu Besuch sind, dürfen sie eh nicht alleine in der Küche bleiben.

      • (14) 05.07.18 - 09:04

        Ja und ich bin seit 3 Jahren auf einer Intensiv am arbeiten und ich hatte bereits 5 Kinder als Patienten, die doch irgendwie irgendwann aus irgendeinem jucks Tabletten geschluckt haben... da waren die Eltern auch schockiert.
        Ps. 3 sind noch bei uns verstorben. Ich sehe die Sache deswegen ein wenig anders. Kann immer mal was passieren.

        • (15) 05.07.18 - 09:38

          Oh je, das ist ja schrecklich! Was waren das für Sachen? Ich wüsste allerdings nicht, was ich da hätte, woran man an einer Überdosis sterben könnte. Vielleicht Vomex?

          • (16) 05.07.18 - 11:29

            Du hast doch selber gesagt, nur du weißt dass es Btm ist, also scheinst du davon ja auch was zuhaben.
            Es waren tatsächlich allerlei Sachen u.a. auch Btm, Blutdruck, Metformin, Mirtazapin
            Wie gesagt, ist meine Meinung aber ich sehe die Sachen jetzt auch mit anderen Augen.

Ich kategorisiere BTM in dieselbe Schiene wie Reinigungsmittel, Zigaretten, Alkohol und Drogen. Plus, wie man am Beispiel Amerika lernen kann, Waffen jedweder Art. Und damit ist die Frage sehr einfach zu beantworten, man hat als Eltern die Pflicht, diese vor Kindern ABSOLUT SICHER zu verwahren.

Wie das genau aussieht, das kannst Du Dir selber herleiten. Und die Konsequenzen werden unterschiedlich sein, auf eine betrunkene 8jährige wird das Jugendamt heftiger reagieren, als auf eine rauchende 14jährige. Wenn Dich jemand anzeigt, weil Dein Kind von Deinen BTM berauscht aufgefunden wird, hat das sicherlich heftige Folgen.

Abgesehen davon, daß ich verzweifelt aber leider vergeblich versuchte den Bogen zu einer partnerschaftlichen Frage zu schlagen, frage ich mich ein weiteres Mal, warum es heißt, es gäbe keine dummen Fragen.

Sollte Dir an Deinen Kindern gelegen sein, dann schließe dieses Zeugs ein. Ist kein Hexenwerk

  • (19) 05.07.18 - 11:17

    Ich finde es ja gerade lustig, was alle glauben zu wissen, aber auf die konkrete Frage hat niemand eine Antwort 🤦‍♀️

    Also, ich bewahre das Zeug in einer verschlossenen Schublade auf und der Schlüssel ist an meinem Schlüsselbund, an den niemand unbemerkt kommt.

    Mich interessiert es einfach, was die Konsequenzen wären, würde ein 5jähriger die Pillen für Bonbons halten oder der 14jährige Kumpel des Kindes würde unbemerkt welche mitgehen lassen, weil das „cool“ ist.
    Was passiert dann (aus rechtlicher Sicht)?

    Was bedeutet „kindersicher“.
    Ich als Laie, finde das sehr wage formuliert. Reicht die Schublade in der Küche aus oder muss ein Schloss davor sein?

    • (20) 05.07.18 - 11:20

      Vielleicht habe ich auch zu viel Zeit zum Nachdenken.

      Manchmal kommen mir einfach so theoretische Fragen, die ich mir selbst nicht zufriedenstellend beantworten kann. 🙈😄

      (21) 05.07.18 - 11:33

      Ich weiß das bei uns auf der Station die Kripo aufgeschlagen ist und der Fall aufgenommen wurde.
      Einmal war es ein 9 jähriger, dann einmal 7 und dann 8.
      Und tatsächlich waren die Pillekes nur in einer Box in der Küche, wo jeder dran geheb konnte. Die Eltern hätten ihre Kinder erzogen, nicht da dran zu gehen... so die Aussage. Was genau danach bei allen rauskam, kann ich dir nicht sagen, nur dass bei einer Familie das Jugendamt ein Geschwisterkind in eine Pflegefamilie übergeben hat...

      Mit Betäubungsmitteln kenne ich mich tatsächlich nich wirklich aus - allerdings nenne ich eine Waffenbesitzkarte mein Eigen. Hier sind die gesetzlichen Regelungen sehr eindeutig. Genauso würde ich wahrscheinlich mit BTM verfahren. Wenn ich es genau wissen wollte, würde ich nicht ein Forum befragen, sondern einen rechtswissenschaftlich versierten Fachmann. Würde für mich mehr Sinn ergeben. Der Knabe - ich glaube man nennt ihn gemeinhin "Arzt" sollte auch darüber Auskunft geben können, so er das Zeugs verschreibt.

      Soweit alles klar?

      Sowohl ich als auch andere haben dir schon geantwortet, dass das eine komplexere Situation ist. Es ist ein gravierender Unterschied, auch rechtlich, ob dein 17-jähriges Kind sich deinen hypothetischen Schlüssen klaut und eine einzige Schmerztablette nimmt, die als BTM gilt (beispielsweise Opiate) oder ob ein 5-jähriger sich eine ganze Packung Schlafmedikation reinhaut, weil du die offen liegen lässt. Beim ersten Fall würde niemand einschreiten, beim zweiten mal stünde das Jugendamt wahrscheinlich vor der Tür, um zu prüfen, ob das Kind in Obhut genommen werden muss. Es gibt kein Kind hat ein BTM von den Eltern genommen führt automatisch zu dieser und jener Konsequenz.

      Hallo!

      BTMs sind im stationären Bereich "heilige Kühe". Alles ist fest eingeschlossen, jede einzelne Gabe wird dokumentiert, Tabletten und Ampullen werden ständig gezählt. Hier kann niemand was entwenden, ohne dass es ziemlich schnell auffallen würde.

      Meine andere Erfahrung ist aber, dass BTMs, sobald sie sich im häuslichen Bereich befinden, in eine Grauzone fallen. Wenn wir Patienten von Zuhause aufnehmen, bringen die manchmal Sachen mit..... irre. Wir dokumentieren das dann wieder, verabreichen sie dem entsprechenden Patienten weiter oder geben es zurück an die Apotheke.

      Im häuslichen Bereich schert sich also eher keiner darum, wo die Dinge aufbewahrt werden und was mit der einzelnen Dosis passiert. Es gibt vage Kontrollen durch den Arzt und/oder Pflegedienst, das war es aber auch schon.

      Offenbar bekommen die Leute keine besondere Verhaltensweise in Bezug auf diese Medikamente mit an die Hand, sondern sollen halt das Übliche beachten. Damit denke ich, dass für eine gestellte Frage das gilt, was für alle Medikamente gilt. Gut wegpacken, aber man kann nie 100% sicher stellen, dass keiner unerlaubt daran geht. Aufsichtspflicht bei größeren Kinder hast du ja auch nur bedingt, man kann nicht alle bis zum 18. Geburtstag total überwachen.

      Trotzdem schätze ich, dass es auch für dich Schwierigkeiten gäbe, wenn ein Kind große Mengen davon konsumiert und Schaden davon trägt oder gar stirbt. Das aber möglicherweise unabhängig davon, ob das Kind nun BTM oder andere schädliche Medikamente genommen hat. BTMS sind per se nicht schädlicher als andere Dinge, sie machen bei unsachgemäßer Einnahme "nur" abhängig". Deshalb sind BTMs eingeschlossen. Dass sie z.B. bei Überdosierung atemdepressiv machen, ist kein Grund fürs Wegschließen. Digitalis ist kein BTM, bei Überdosierung allerdings auch nicht lustig. Wird aber nicht eingeschlossen.

      Außerdem müsste man auch vor sich selber gerade stehen, wenn ein Kind Medikamente nimmt, die man nachlässig aufbewahrt hat

      LG.

Top Diskussionen anzeigen