Aus 2 mach 3: alles durcheinander

    • (1) 13.07.18 - 22:18
      allesdurcheinander

      Wir sind seit etwas mehr als einem Jahr Eltern.
      Davor fast 10 Jahre zusammen.
      Zu zweit waren wir super. Jeder hatte seine Freiheiten und wir haben unglaublich viele gemeinsame Interessen gehabt. Erfüllende Berufe.
      Nun ist seit Geburt Chaos. Wir hatten keine Vorstellung davon, WIE sehr sich alles ändern wird.
      Wir lieben unser Kind heiss und innig. Tun unser Bestes. Aber arbeiten beide, haben bisher nur mal die Oma als Hilfe, ansonsten arbeite ich, wenn Kind schläft, oder abends und am WE.
      Wir haben kaum gemeinsame Zeit zu zweit und wenn wir sie haben, schauen wir Netflix oder sind müde..
      Wir kommen wohl einfach noch nicht so richtig damit klar, dass es nun 3 Menschen in unserer Familie gibt. Gleichzeitig sind wir so erledigt, dass keine Energie mehr für uns bleibt.
      Mich nervt, wie langsam er teilweise im Haushalt ist und wie verplant.. klar, ich hab das Kind sonst den ganzen Tag, wir sind viel besser eingespielt. Ihn nervt, dass ich unwirsch bin. Ich weiss es selbst, aber wenn die Sachen nicht laufen, kosten sie mich noch mehr Energie. Wir fühlen uns dann beide wie Versager.
      Wir haben momentan so eine Art Waffenstillstand. Schon mit schönen Momenten. Aber die Haut ist auf beiden Seiten dünn..
      gibts hier noch solche Paare, die einfach mit dem Elternsein überfordert sind? Wie habt ihr das wieder hingekriegt?

      • Hi,

        uns ging es mit dem zweiten Kind so ähnlich.

        Hier für's erste:
        - eine Putzfrau, die einmal die Woche die Böden, das Bad und die Küche macht
        - ein Krippenplatz für das Kind. Ich weiß dass das nicht überall so einfach ist, ich würde es probieren. Von 8-12 Uhr reicht, was meinst du, was du in 4 Stunden ohne Kind alles geschafft bekommst!
        - teilt den Haushalt auf, in seinem Bereich meckerst du dann aber auch nicht rum

        • Huch, da fehlt ein Stück.

          - nehmt euch Zeit für euch! Oma, Babysitter - egal. Essen gehen, Kino - einfach Zeit miteinander ohne Kind.

          Das wird alles besser - wenn ihr es zulasst und ihr aktiv auf euch aufpasst!

          Alles Gute :-)

          • (4) 14.07.18 - 11:28
            allesdurcheinander

            Danke. Das versuchen wir auch, aber da das Kind noch viel gestillt wird, ist es schwer, da wirklich schon länger wegzubleiben, zumal dann viel geweint wird. Es ist schwer, da rauszugehen und Spass zu haben.. aber ich denke, es wird besser mit der Zeit. Es dauert nur halt auch schon ein Weilchen..:)

            • Hallo,

              das Kind ist etwas über ein Jahr - da ist es nicht mehr so vom Stillen abhängig, wie ein Neugeborenes.

              Sicher, dass es viel weint wenn ihr nicht da seid? Wenn meine Jungs durch Oma oder Babysitter abgelenkt waren dann war es nie ein Problem. Zumindest solange ich wirklich nicht verfügbar war.

              Lg

      Meiner Frau und mir ging es ähnlich. Nach der Geburt unser Tochter(2Jahre) war es zunächst für mich schwierig, meine Zeit nicht frei einteilen zu können. Darüber hinaus sind Kinder auch einfach anstrengend.( Spätestens wenn man 2 Wochen lang wegen Zahnen nicht schlafen kann, ist die gute Laune dahin) Was uns geholfen hat war eine gemeinsame Auszeit. Die Omas haben dann unsere Maus mal für 3-4 Stunden genommen, in denen wir schön Essen gegangen sind oder was anderes zusammen gemacht haben. Ich glaube dass diese Zeit als Paar uns beiden sehr gut getan hat. W

    • Du schilderst genau was meine größte Angst ist.

      Ich denke aber es geht vorbei. Das Kind wird älter und man kann dann auch wieder gemeinsam mehr mit Kind unternehmen oder es auch mal problemlos zu der Familie geben und sich etwas Zeit für Zweisamkeit nehmen.

      Es hört sich auch ein wenig so an als ob du selber viel von dir und deinem Umfeld erwartest. Hört sich für mich schon fast so an als ob du perfektionistische Züge hast (was ich ebenfalls durchaus kenne). Ich weiß es ist verdammt hart, aber die Erwartungen eine Stufe runter zu schrauben, zumindest temporär, hilft bei stressigen Phasen.

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