Es kommt etwas Großes auf uns zu- Angst

    • (1) 13.07.18 - 23:23
      Endzeitstimmung

      Hallo,

      ich hatte gerade mit meinem Freund (mit dem ich 2 Kinder habe) eine Diskussion über die derzeitige Situation Deutschlands. Währenddessen meinte er, dass auf uns etwas ganz Großes und Schlimmes zukäme, wenn sich nicht bald etwas in Deuschland ändern würde.
      Ich schreibe dies hier definitiv nicht, um zu provozieren oder polarisieren, sondern weil ich nun tatsächlich Angst habe. Nicht um mich, sondern um meine Kinder. Ich glaube ihm nämlich.
      Ich habe Angst, dass meine Kleinen Krieg miterleben oder etwas anderes Schlimmes.

      Mir ist klar, dass die meisten Urbianerinnen keine AFD-Wähler sind, aber vielleicht findet die ein oder andere Worte für seine Aussage, um mir zu erklären, was damit gemeint ist. Ich war eigentlich davon überzeugt, dass meine Kinder ein friedliches Leben führen können und nun wurden mir so die Augen geöffnet.
      Wie geht ihr mit dem Gedanken um, dass unsere Kinder evtl. nicht so schön aufwachsen können wie vorgestellt? Dass es ihnen irgendwann richtig schlecht als evtl. Minderheit geht? Vielleicht kann mich jemand beruhigen, wenngleich ich auf Kommentare, welche mein Anliegen runterspielen oder ins Lächerliche verzichten möchte.

      Nochmal: ich bin definitiv kein Fake, obwohl Freitag ist (-:

      • >>>aber vielleicht findet die ein oder andere Worte für seine Aussage, um mir zu erklären, was damit gemeint ist.<<<

        Warum fragst du deinen Mann nicht, was er damit gemeint hat? #kratz

        • (3) 13.07.18 - 23:30
          Endzeitstimmung

          Das hab ich natürlich. Er konnte es mir aber nicht erklären. Er habe nur ein schlechtes Gefühl, was die Entwicklung unseres Landes betrifft und unsere Kinder den großen Knall noch miterleben werden.

      Ich habe keine Ahnung, worauf dein Partner konkret anspielt. Ich wüsste jetzt auch nicht genau, was genau Deutschland besser oder anders aus seiner Sicht machen könnte.

      Was ich persönlich aber auch mit einer gewissen Unruhe verfolge, ist die aktuelle Politik Donald Trumps. Es sieht durchaus für mich so aus als sei Trump jemand, der die aktuelle Weltordnung ins Wanken bringen könnte. Er versucht die EU zu destabilisieren, seine Beziehung zu Russland ist nicht ganz klar, dann seine aktuelle Handelspolitik, die in Richtung Handelskrieg mindestens mit China weist...

      Wenn ihn konkret die Flüchtlinge beunruhigen, dann ist das in meinen Augen kein Problem kurzfristiger und deutscher oder europäischer Politik. Da würde auch eine AFD keine vernünftigen Zukunftsziele erreichen.

      Wir haben einfach das globale Problem einer Überbevölkerung, das sich auch in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen wird. Daraus und auch aus der Lebensweise westlicher Staaten und Industrienationen im Allgemeinen resultiert ein großes Ressourcenproblem. Wir werden alle älter, wir werden alle mehr und wir verbrauchen auch bekommen alle mehr Ressourcen als je zuvor.

      In diesem Sinne stimme ich ihm zu. Dass wir uns allerdings aufgrund hier asylsuchender Flüchtlinge schlimme Gedanken machen müssten, halte ich für groben Unfug. Außerdem halte ich jede Alternative, wie z.b. Flüchtlinge, die in Seenot geraten sind Komma einfacher trinken zu lassen, für absolut unmenschlich. Ich mache mir mehr Gedanken, was passiert, wenn so eine Unmenschlichkeit weiter gefeiert wird.

      • Vielen Dank für deine Antwort. Ich fühle mich etwas besser, weil du das ,,Schlimme“, von welchem er sprach, in Worte fassen, d.h. Für mich greifbarer machen konntest.
        Dennoch scheint die Zukunft unserer Kinder nicht so rosig, wie von mir in meiner rosaroten Welt angenommen. Wie geht man denn damit um? Bisher war mein größtes ,,Problem“, dass ich seit 2 Jahren keine 4 Stunden am Stück mehr schlafen konnte. Und nun muss ich mich mit so etwas auseinander setzen.

        • Weder du noch deine Kinder werden konkret große Unglücke vermeiden können, wann immer sie auch eintreten mögen. Deine Kinder werden auch nicht die Welt retten, wenn es um das Thema Ressourcenknappheit geht. Ich denke, dass wir alle am besten damit fahren, dass wir uns gegenseitig respektieren und dass wir menschlich bleiben, vor allem zu Menschen, die unsere Hilfe benötigen.

          Nur Tropfen auf den heißen Stein, aber wenn man irgendetwas für die Welt tun möchte, dann wären vielleicht folgende Dinge nicht verkehrt:

          - keine Kinder bekommen (wir sind eh schon zu viele Menschen), aber daran habe ich mich selbst z. B. nicht gehalten
          - einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen (nochmal keine Kinder, weitestgehend vegetarisch und auch "veganer" leben (auch um Massentierhaltung einzudämmen), sich regional ernähren, öffentliche Verkehrsmittel wählen, ...

          Aber da braucht ja nur eine Kreuzfahrt mejr stattfinden und schon sind die Mühen etlicher ökologisch lebender Menschen für die Tonne.

          Ernsthaft hilfreiche Entwicklungen, die die meisten aber nicht tolerieren würden, schätze ich, wären:

          - massive Erhöhung der Ausgaben zur Erforschung von Alternativen für Lebensraum außerhalb der Erde
          - global stärkere Geburtenkontrolle (würde ich für mich selbst ja auch nicht wollen, aber wäre halt dennoch sinnvoll)
          - vielleicht eine Altersgrenze ;-) bin gespannt auf den ersten Politiker, der das vorschlägt

          • andere sinnvolle Maßnahmen
            - Steuer auf Kohlenstoffdioxidausstoß (dann wären einige Dinge plötzlich viel teurer)
            - komplette Internalisierung aller Schadenskosten eines Produkts
            - Bildung über Verhütungsmethoden in besonders geburtenstarken Regionen
            ...

        Bevor Dein Mann was gesagt hat hast Du tatsächlich nur an ausreichend Schaf gedacht? Politisch und was das Weltgeschehen betrifft warst Du blind und taub? Oh man....

    Sehe ich auch so. Trump und seine impulsive Politik, sowie die damit verbundenen globalen Konsequenzen sehe ich auch zur Zeit als größte politische Gefahr.

    Ich lebe in London und war gestern wirklich erfreut, wie viele Menschen zu Protesten auf die Straße gingen. Da scheinen einige zum Glück doch besser informiert zu sein, als die TE ;-)

    Sorry TE, ich habe 1 und 3 jährige Kinder und arbeite. Aber trotzdem weiss ich, dass sich die Welt weiter dreht auch wenn ich müde bin ;-)

    Volle Zustimmung zum letzten Satz. Wenn man es nun kriminalisiert, Ertrinkenden zu helfen oder Leute sogar aktiv daran hindert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man dieses System auf andere Personengruppen ausweitet. Alg 2 Bezüger beispielsweise.

    • (12) 14.07.18 - 15:15

      Sorry für diese kleine Spitze, ist politisch sehr unkorrekt, aber die Ausdehnung auf ALG2 Bezieher geht nicht... Da würde die AFD ja ihre eigene Basis fast komplett abschaffen

Wenn er so ominös daherredet ... bitte , ich sag dir was ich denke 😃 nicht Deutschland sondern die Welt ist gemeint. Sehr viele machthungrige, geradezu verrückte haben momentan sehr viel zu sagen in der Welt. Es sieht immer mal wieder nach extremen Konflikten zwischen verschiedenen westlichen Ländern aus. Es gibt viele Parallelen zu vorherigen Entwicklungen kn der Menschheitsgeschichte die am Ende zu Krieg geführt haben. Der Rassismus geht um, die Toleranz geht verloren. In vielen Ländern wird entsprechend gewählt. Aber das gefährlichste ist meiner Meinung nach, dass wir viel viel zu viele Menschen sind inzwischen. Das führt ohne Zweifel zu Problemen, ob das Umwelt oder Konflikte sind. Es gibt Regionen wo es aus genau diesen Gründen unmöglich wird zu leben. Das führt zu Völkerwanderungen oder krieg oder Neid und Hass weil es anderen besser geht.... es ist sehr komplex. Das hast du doch aus den Nachrichten erfahren. Wer noch daran glaubt, dass die Menschheit noch friedlich miteinander leben wird die nächsten 100 Jahre hat was verpasst. Das ist jetzt sehr negativ, das tut mir leid, ist aber schön lange meine Meinung. Ist aber lediglich eine Meinung und ich hoffe, dass ich unrecht habe und die Menschen sich plötzlich besinnen.

  • (14) 14.07.18 - 00:00

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Wie bist du aber hierbei mit deiner Familienplanung umgegangen? Das ist das, was mich gerade so beschäftigt. War es denn richtig 2 Kinder in solch eine Welt zu setzen? Verzichtet man deshalb auf Weitere?

    Das gab es doch auch schon immer, Hungersnöte in den 80ern, in den 90ern Jugoslawien Krieg bei uns vor der Haustüre, 2 Irakkriege, IRan-Irak Konflikt, Jerusalem-Palästina, die Amis sind jedes Jahrzehnt gefühlt irgendwo einmarschiert ... wer glaubt dass wir weltweit in den letzten 100 Jahren friedlich gelebt haben hat auch einiges verpasst.

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