Mache mir Sorgen um meinen Mann und habe Schuldgefühle.....

    • (1) 14.07.18 - 22:21

      Guten Abend,

      ich (29) mache mir Sorgen um meinen Mann :-((32) und weiß nicht wie ich ihm helfen kann. Habt ihr einen Rat? Erst mal ein paar Infos:. Wir sind schon 11 Jahre zusammen ( 5 Jahre verheiratet, haben einen Sohn, 2). Wir haben in unserer beider Familien schon viel mitgemacht. Meine Seite : ( Vater Alkoholiker & zu Aussrastern neigend, Mutter psychisch krank ausgelöst durch jahrelange Misshandlungen meines Vaters, geschieden, haben leider immer wieder Probleme mit ihnen) Seine Seite: Vater vor 5 Jahren gestorben und jetzt letzten Dezember seine Mutter, beide durch Krankheiten. Er hat noch einen Bruder, der ihn aber sehr verletzt/enttäuscht hat seitdem die Mutter gestorben ist. Wir sind letztes Jahr (mitte) weiter weg gezogen wegen seines Jobs. Als seine Mutter starb hat sein Bruder ihm hoffnungen auf etwas gemacht und deshalb sind wir (gutgläubig wie mein Mann war, nichts schriftliches) wieder zurück gezogen und er hat einen neuen Job deshalb angenommen, dann hat hat sein Bruder ihn über den Tisch gezogen, ging um Geld. Jetzt sind wir wieder dort wo wir vor einem Jahr weggezogen sind, mein Mann hat einen neuen Job der ihn total schlaucht, hat Krach mit seinem einzigen Bruder der ihm noch geblieben ist und er hat sich so verändert seitdem. Ich mache mir echt Sorgen. Ich glaube ihm wird alles zuviel ( was in der vergangenheit war und was jetzt grad aktuell ist) Er muss in seinem neuen Job soviel arbeiten, und was er macht macht ihm überhaupt keinen Spaß, aber er sagt immer das Geld stimmt. Aber ich merke wie es ihn verändert. Er geht mega schnell in die Luft, bei Kleinigkeiten ( eigentlich ist er die Ruhe in Person) aber jetzt wirkt er lustlos, motzt an mir rum, starrt manchmal einfach vor sich hin und murmelt irgendwas, sagt zu mir auch Sachen wie: "Wir haben alles umsonst gemacht und müssen wieder von vorne anfangen" und "ich arbeite nur für euch nicht für mich". Bei letztem Satz bekomme ich immer ein schlechtes Gewissen. Wir haben uns zwar beide drauf geeinigt, dass ich die erste Zeit zuhause bleibe bis unser Sohn im Kiga geht mit 3 aber dieser Satz klingt immer so als wenn ich jetzt schuld dran bin das er soviel arbeiteten muss. Habe auch das Gefühl dass er alles an mir auslässt. Er behandelt mich teilweise herablassend, ignoriert mich manchmal absichtlich wenn ich ihn was frage, droht mir unterschwellig mit Gewalt und ist im allgmeinen plötzlich aggressiv. Geschlagen hat er mich zum Glück aber noch nie. Aber so wie er jetzt drauf ist, könnte ich mir das sogar mal vorstellen das ihm demnächst die hand ausrutschten könnte Ich brauche ihn zb.nur kurz zu streifen wenn ich an ihm vorbeilaufe und er geht in die Luft. Habe ihn mal drauf angesprochen was das alles soll und was mit ihm los ist. Erst wollte er wieder so tun als wenn nichts ist und ich mir was einbilde und dann sagte er mir halt, das ihn alles ankotzt auf gut deutsch. Seine Familienverhältnisse mit seinem Bruder mittlerweile, der Job mit den wechselschichten, und und und. Aber er meint das es halt jetzt nun mal so ist und er sich damit abfinden muss. Aber nächstes Jahr will er noch mehr arbeiten als bisher ( anderes Schichtsystem). Ich habe ihm gesagt, das er das aber nicht zu tun braucht und ich es für keine gute Idee halte weil er jetzt schon so ein dünnes Nervenkostüm hat, dafür will ich versuchen nächstes Jahr nebenbei wieder arbeiten zu gehen. Er lässt trotzdem nicht von seinem Vorhaben ab und spielt alles wieder herunter. Weiß nicht was ich tun soll. Habt ihr einen Rat? Wie könnte ich ihm helfen?

      • (2) 15.07.18 - 00:12
        Das gleiche hier

        Oh je. Du macht momentan fast die gleichen Probleme durch wie ich. Mein Partner Is auch eigentlich nie aggressiv und ich würde mir das auch nicht bieten lassen, ABER ich sehe, dass er manchmal enorm an sich halten muss um mich nicht zufällig weg zu stoßen (vom Spülbecken, wenn er da grade selber hin will). Ich bin auch ein sehr positiver Mensch und tu mich mit seiner Dauerregenwolke schwer.
        Denke unsere Männer bräuchten Hilfe von außen, meiner lässt das nur nicht zu. Eine andere Lebenseinstellung wäre auch hilfreich (weniger arbeiten und mal das Leben
        genießen) Hat er einen guten Freund, von dem er Ratschläge annimmt? Jemand sollte ihm mal die Augen öffnen. Man darf sich der negativität nicht so hingeben, aber manche brauchen eben Hilfe, um da wieder rauszukommen.
        Bei mir lass ich das übrigens jetzt erstmal so laufen, ohne mit ihm über Lösungen zu reden (da geht er eh immer nur an die Decke). Im Oktober bin ich fertig mit meinem Studium (hoffentlich) und unser Kind geht dann in die Kita. Denke, dass sich damit die größten Probleme bei mir erledigen. Für deinen Mann Würd ich aber fast zum Psychologen raten oder im ersten Schritt eben einen guten Freund der ihn bissl in die Richtung zurück schubst.

        Oje das klingt nach nem Beginnendem Burnout oder einer Depression. Ich habe vor der Geburt meiner Tochter auch einen Job in einer Leitungsfunktion angenommen. Gutes Gehalt, Dienstwagen etc. Die Kehrseite waren mindestens 200 Std. im Monat arbeiten(160 stand im Vertrag) , plus Fahrzeiten, Telefonate mit Mitarbeitern usw. Als unsere Tochter dann auf dem Weg war, hatte Ich die Schnauze voll und hab gekündigt und was anderes gesucht. Ich wollte halt auch was von meiner kleinen Maus haben und nicht nur auf der Arbeit sein. Allerdings war es da schon zu spät, da Ich bereits Depressiv erkrankt war. Ich war auch sehr reizbar und empfindlich in dieser Zeit. Jetzt ca. 2 Jahre später habe Ich eine Therapie hinter mir und es geht mir wirklich gut. Ich würde mich fragen wofür er soviel Arbeiten geht. Haus und Vermögen ist eh weg wenn er wirklich so krank wird,dass er dauerhaft nicht mehr arbeiten kann. Als Mann ist es schwer sich das einzugestehen, ich bin immer so aufgewachsen, dass Mann ja funktionieren muss. Ich würde dir empfehlen dass Ihr mal zusammen überlegt wofür er eigentlich soviel Arbeiten geht und was euch wirklich wichtig ist. Viele Grüße Mark

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