Partner erzähl SS nicht der Familie

    • (1) 19.07.18 - 17:02

      Hallo Leute,

      ich bin zur Zeit in der 17 ssw.
      Mein Freund weiß es seit Beginn, dass ich schwanger bin. Wir waren zu dem Zeitpunkt erst 9 Monate zusammen und sind es jetzt fast ein Jahr.
      Seit Wochen liege ich ihm in den Ohren, dass er es endlich seiner Familie sagen soll, da ich finde das sie auch ein Anrecht darauf haben es zu erfahren.
      Bis jetzt habe ich seine Familie noch nicht kennen gelernt (wollte es bisher auch nicht, weil sie eine sehr große Großfamilie sind -panik-).
      Jetzt in der SS ist das aber alles anders.
      Er sagt immer, dass er es ihnen "bald" sagt und ich nicht übertreiben soll, dass er zur Zeit Stress in der Familie hat (seit Wochen??).
      Ich habe ihm jetzt eine Frist bis Ende Juli gegeben, wenn er es nicht tut würde ich es machen.
      Seine Freunde und Arbeitgeber wissen es bereits aber seiner Familie blockt er total ab.
      Er hat viele Geschwister die auch viele Kinder haben, also denke ich nicht, dass der Schock groß sein wird.

      Ich bin etwas am verzweifeln... vielleicht könnt ihr mir ja Tipps geben?
      Oder reagiere ich da über?

      Keine Ahnung was ich machen soll.. #zitter#heul

      • Ich kann dich da ziemlich gut verstehen , mein Freund war da ähnlich 🤦‍♀️ allerdings kannte ich seine Eltern schon ein paar Monate. Er hat es so lange raus gezögert bis er nicht mehr konnte- ich hätte am nächsten Tag Geburtstag und seine sowie meine Familien waren eingeladen - da hatte er dann keine Chance mehr . Versuche mit ihm zu sprechen und ihm zu erklären wie wichtig dir das ist . ☺️

        • Ich sage ihm so oft, dass ich es wichtig finde und das ich dadurch das Gefühl bekomme, als würde er sich für sein Kind und mich schämen.
          Er blockt auch total ab wenn ich das Thema anspreche. Ich habe einfach keine Ahnung was ich da noch machen soll

          Einfach zu seiner Familie zu gehen und zu sagen "Also zuerst, ich bin die Freundin ihres Sohnes und herzlichen Glückwunsch, sie werden Großeltern und ach übrigens bin schon fast im 6. Monat" wäre einfach nicht schön, weder für die Familie noch für ihn..

          Bin echt am verzweifeln etwas. :/

          • (4) 19.07.18 - 18:57

            Fast so wär's bei uns gewesen. Knappes halbes Jahr zusammen, ungeplant schwanger und noch nicht bei den Eltern gewesen. Allerdings musste ich bei ihm nicht drauf drängen, es seinen Eltern zu sagen. Bei mir konnte man auch lange nichts sehen, wir waren Ende des fünften Monats zum Kennenlernen bei seinen Eltern und eine Woche später war er nochmal alleine dort, um die Neuigkeit zu verkünden. Wäre das bei euch auch denkbar?
            Mir war die ganze Situation sehr unangenehm, ich kann gar nicht genau beschreiben, warum.
            Meine Eltern haben ihn sogar erst noch später kennengelernt.

            Was ist denn dein Gefühl? Seid ihr auf die Eltern angewiesen oder so? Warum ist dir das so wichtig? Zweifelst du an seinen Gefühlen, fehlt dir Unterstützung?

            Mir war in der Situation eher wichtig, selbst mit der ungeplanten Schwangerschaft klarzukommen und Rückhalt von ihm zu haben. Da war bei mir die Familie auf beiden Seiten erstmal zweitrangig, da habe ich niemandem Mitspracherecht eingeräumt.

            • (5) 23.07.18 - 08:54

              Mir ist es einfach wichtig, dass die Familie davon Bescheid weiß.
              Wie würde es denn aussehen, wenn er plötzlich mit einem Kind nach Hause kommt. #schwitz

          (6) 19.07.18 - 22:13

          So lief es bei uns ab 😂😂 hatte keine Möglichkeit meinen Partner meinen Eltern vorzustellen da wir 700 km auseinander wohnen. Als wir uns dann wieder gesehen haben und ich ihn vorgestellt habe was mich schon in der 5. Woche... Und da ich meinen Eltern persönlich sagen wollte, dass sie Großeltern werden, haben sie es erfahren als sie ihn gerade 4h kannten.
          Glaub mir das ist halb so schlimm! 😂😂
          Für meinen Partner war es am Anfang etwas unangenehm. Aber war besser es gleich zu sagen, da ein Geburtstag Anstand und es aufgefallen wäre, da ich ja keinen Alkohol trinke...
          Aber das unangenehme Gefühl für meinen Partner war recht schnell verflogen und jetzt verstehen sich alle super und mögen sich...

          Und das dein Freund evtl Probleme mit deiner Familie hat.. auch über Wochen, kann durchaus sein. Hab das Problem mit meiner leiblichen Mutter. Seit Jahren. Sie hat es über 15 Ecken durch Zufall erfahren und nicht weil ich es ihr sagen wollte.

          Also Kopf hoch. :) eine tolle restliche SS wünsche ich.

          Liebe Grüße micky.- mit Minnie im Bauch 😊

      • Warum ist Dir seine Familie denn jetzt so wichtig, nachdem Du sie vor der Schwangerschaft gar nicht kennen lernen wolltest? Den gängigen Ablauf bzw Zeitpunkt habt Ihr doch ohnehin verpasst...
        Du schreibst, du eolltest sie nicht kennen lernen - hat er denn Versuche gemacht, Euch vorzustellen und Du hast abgelehnt?

        • Ich wollte die Familie bis zur Schwangerschaft erstmal nicht kennen lernen, bzw. hatte nicht das Bedürfnis danach. Jetzt in der SS ist aber anders, ich möchte schon das sie teilhaben daran. Das sie wissen, noch einen Enkel zu bekommen.
          Zu Versuchen kam es nicht.
          Mein Freund ist beim Bund und die Situation hatte sich vorher nie ergeben, wir haben also nie bewusst darüber gesprochen.

(10) 19.07.18 - 17:14

Also bei uns ist es so, dass ich es meiner Familie nicht erzählen wollte, weil die Reaktionen immer nicht die sind die man sich wünscht und ich war mein Mann sehr dankbar, dass er es für mich gemacht hat. Vll hat dein Mann auch Angst und ihr könnt zusammen euch helfen, lg

(13) 19.07.18 - 17:22

Frag ihn doch mal, warum er es noch nicht erzählen will, und welche Reaktion er von seiner Familie befürchtet. Wie alt ist er überhaupt? Meinst du er könnte Stress bekommen, weil er eigentlich noch zu jung ist, bzw. In seinem Leben und Job noch nicht „reif genug“?

Wenn du die wahren Gründe kennst, dann kannnst du ihn vielleicht besser dabei unterstützen.

Alles Gute🌸

  • (14) 19.07.18 - 17:26

    Also er ist 25 Jahre alt, hat eine abgeschlossene Lehre und zur Zeit Soldat beim Bund.

    Die SS war ungeplant und ich habe auch verstanden, dass es ein Schock für ihn war. Ich habe ihm die Zeit gegeben die er braucht. Mittlerweile freut er sich richtig auf das Kind und es ist auch alles besser als je zuvor.

    Deswegen verstehe ich es nicht ganz.

    Er macht bei dem Thema auch immer direkt zu. Hast du eine Idee wie ich es ansprechen kann, ohne das er direkt abblockt?

    • (15) 19.07.18 - 17:38

      Ist er zufällig Türke? Ich frage deshalb, weil es auch einen kulturellen Grund haben könnte.

      Ich kann deine Gefühle voll verstehen, dass du dich etwas zurückgewiesen fühlst, aber ich würde ihm nicht zu viel Druck machen, weil es bei ihm ja offensichtlich nichts bringt.

      Es ist doch schon mal sehr positiv, dass er zum Baby steht, ihr immernoch zusammen seid und er sich sogar freut!!😊 Sowas ist leider nicht selbstverständlich. Das mit der Familie würd ich momentan nicht so wichtig nehmen. Versuch doch mal 1 Monat lang nicht darüber zu reden.. und es dann nochmal zu versuchen. Und wenn du es versuchst, am besten nachdem ihr Sex hattet und gem

(18) 19.07.18 - 17:27

Er wird einen für ihn wichtigen Grund haben, so wie es ja wohl auch einen Grund gibt, wieso Du seine Familie noch nicht kennst. Jetzt hinzugehen und zu sagen "Ich habe eine Freundin, von der ihr seit einem Jahr nichts wisst und obendrein ist sie jetzt auch noch schwanger!" wird ihm nicht leicht fallen.

Statt ihm Druck zu machen und Fristen zu setzen solltest Du vielleicht lieber mit ihm über seine Familie und den Stress, den er mit ihnen aktuell hat, reden und ihm bei der Problemlösung helfen. Ultimaten sind in einer Beziehung bis auf sehr wenige Ausnahmen überhaupt nicht angebracht und zielführend, hier ist Empathie und liebevolle Anteilnahme gefragt.

  • (19) 19.07.18 - 17:29

    Also die Familie weiß das es mich gibt. Das Treffen hat nur nie statt gefunden.

    Und vielen Dank für deine ehrliche Meinung. :-)

    • (20) 19.07.18 - 17:34

      Das ist doch schonmal gut, dann ist Schritt Eins schon getan. Dann nimm mal den Druck raus. Mich wundert eh, dass Du nicht weisst, welche Probleme es da im Detail gibt. Vielleicht würde das auch erklären, dass es wirklich besser ist, er wartet noch mit dem Outing.

(22) 19.07.18 - 17:31

Hallo!

Schämt er sich für seine Familie?

Nicht alle Familien sind so richtig präsentabel, dass man die unbedingt vorstellen möchte... Manche sind peinlich unterbelichtet, andere haben seltsame politische Ansichten oder sind esoterisch mehr als angehaucht, wieder andere sind furchtbare Snobs die jemand ohne Studienabschluss als neues Familienmitglied inakzeptabel finden, oder es gibt Drogen- und Alkoholprobleme...

Besucht er denn oft und gerne seine Familie oder vermeidet er den Kontakt so gut es geht?

Bei manchen Familien kann man echt ganz gut auf die Bekanntschaft verzichten und will erst recht nicht, dass die das Kind zu sehen bekommen.

  • (23) 19.07.18 - 18:17

    So eine Schwiegerfamilie wie du sie beschreibst habe ich.

    Am Anfang einer Beziehung fragt man sich, warum man sie nicht kennenlernt und ist gekränkt. Mit der Zeit habe ich begriffen, dass mein Mann, der sich von seiner Familie gelöst hat und ein normales sozialisiertes Leben mit Abitur, Ausbildung und Wohneigentum hat, mich einfach von diesen Leuten fernhalten möchte. Er möchte nicht, dass ich sehe, was für asoziale Menschen seine Schwestern sind.

    Ich habe das respektiert, auch nach vier Jahren Beziehung und nach der Heirat kenne ich diese Seite seiner Familie nicht. Hingegen habe ich die Patentante und den Onkel meines Mannes kennengelernt und betrachte sie als meine Schwiegereltern.

    Bei der Beerdigung des Vaters meines Mannes im Januar waren wir gemeinsam, auch mit meinen Eltern, damit mein Mann sich geborgen fühlt. Dort habe ich dann die Schwestern gesehen und innerlich mit meinen Schwägerinnen abgeschlossen. Was ich gesehen habe, hat mich sehr erschüttert und ich würde heute keinen Kontakt mehr wünschen. Außerdem, ich kann es nur wiederholen, respektiere ich den Wunsch meines Mannes nach Distanz.

    An die TE:
    Auch du solltest das Verhalten deines Partners respektieren. Du weißt nicht, was in der Familie los ist, was dein Mann in Kindheit und Jugend erlebt hat. Mein Mann hat sehr schlimme Erfahrungen, von Mutter und Vater vernachlässigt, im Dreck groß geworden, Hunger gelitten, von Mutter verstoßen und dann bei den Großeltern aufgewachsen. Der Vater war spielsüchtig, die Mutter hat so gesoffen, dass die Schwestern geistig behindert sind. Ich habe am Anfang unserer Beziehung auch mitbekommen, wie der Vater meinen Mann um Geld anging. Mein Mann hat seinen Vater verachtet, er fühlte sich von ihm im Stich gelassen. Mein eigener Vater ist ihm tausendmal näher als sein eigener Vater es je war.

    Dass man da für immer Abstand möchte, kann ich mir vorstellen. Dass man dort seine eigenen Kinder nicht hinbringen möchte, kann ich mir vorstellen. Das alles ist Selbstschutz.

    Liebe Grüße und versuche deinen Partner zu verstehen. Es liegt sehr wahrscheinlich nicht an dir, sondern an seiner Lebensgeschichte.

(25) 23.07.18 - 09:10

Also, da er beim Bund ist, lebt er auch mit seiner Familie. Er ist quasi jeden Tag mit ihnen. Deswegen hatte es mich so verwundert.

Aber kann schon gut sein, dass er sich vielleicht für die Familie schämt.

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