Kann das gut gehen?

    • (1) 22.07.18 - 19:32
      NEXTPROBLEM

      Hier der Thread zur Vorgeschichte

      https://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/5095697-partner-im-exhaushalt-update

      Hallo allerseits,
      möchte hier mal die Geschichte meines Partners schildern. Vieleicht finden sich ja welche unter Euch, die Erfahrungen haben mit solchen vielfältigen Problemlagen.
      Mein Partner befindet sich in angelaufener Scheidung, ist seit bald 4 Jahren getrennt und wir kennen uns seit Anfang dieses Jahres.
      Da er nun zu mir gezogen ist, sehen wir uns täglich. Da wir beide Berufstätig sind ich zu normalen Tageszeiten, er im Schichtdienst mit Wochenenddiensten, sehen wir uns im Alttag teilweise nur wenige Stunden am Tag. Gerade wenn wir Zeitversetzt sind.
      Er kommt aus einer 20 Jährigen Ehe, während ich seit 10 Jahren schon geschieden bin.
      Er hat mit seiner Frau vor 17 Jahren ein Kind bekommen, welches einen angeborenen Herzfehler hat. Das Kind hat viele Operationen hinter sich und eine künstliche Herzklappe, welche mit seinem Körperwachstum immer wieder ausgetauscht werden muss.
      Kurz nach der Geburt war seine Frau schwer erkrankt, so dass sie lange Zeit ausgefallen war und sich nicht um das kranke Baby kümmern konnte. Mein Partner war die ganze Zeit über berufstätig und sie hatten sich mit Tagespflege über Wasser gehalten.
      Als sie sich wieder erholt hatte, haben sie sich mehrere Behinderte Pflegekinder in die Familie geholt, welche schwerer beeinträchtigt waren als ihr eigenes Kind.
      Da bei den beiden als Paar wenig lief, hatte mein Partner zwischenzeitlich eine Affäre, weil seien Frau übergewichtig und mit sich selbst unzufrieden gewesen ist, die er aber beendet hatte, als seine Geliebte klare Verhältnisse schaffen wollte. Er hatte sich also dafür entschieden, bei seiner Frau und den mittlerweile 4 behinderten Kindern zu bleiben.
      Daraufhin sind sie umgezogen und haben sich ein Haus auf dem Lande gekauft.
      Zwischenzeitlich war eines der Kinder gestorben. Ein anderes der Pflegekinder hatte ein schwieriges soziales Umfeld aus dem sich Anzeigen, Rechtsstreitigkeiten und Bedrohungsssituationen für die Familie ergaben. Diese Stresssituation dauerte für die Familie 10 Jahre lang an, bis sie das Kind mit 12 Jahren in ein Pflegeheim überführt haben um den Stress loszuwerden. Jetzt aktuell befinden sich zwei behinderte Pflegekinder in der Familie.
      Vor 4 Jahren war mein Partner depressiv erkrankt, und gleichzeitig hat sich seine Frau angefangen online nach einem anderen Partner umzusehen. Das sagte er mir jedenfalls so.
      Er also mittelschwer depressiv das Paar in Trennung, die Frau hat ihm bei der Suche nach einer Wohnung unterstützt damit er endlich ausziehen kann.
      Kurze Zeit nach seinem Auszug tauchte ihr neuer Lebenspartner auf und zog in das Haus ein, der zuvor mit einer Borderlinerin zusammen gewesen ist, und mit der er ein Kind zusammen hat, welches bei der Mutter verblieben ist.
      Mein Partner hat dann in den folgenden Jahren seine Depression therapiert, das Haus an seine Frau und seinen Nachfolger kostenlos abgetreten, die Notarsgebühren bezahlt und 1000€ monatlich an die Familie überwiesen. Dafür wollte sie nach der Scheidung auf Unterhaltszahlungen verzichten, was im Grunde Augenwischerei ist, weil sie mit einem neuen Lebenspartner keine Unterhaltsansprüche hat. Nun gut er sagt dazu, dass er unbedingt einen Rosenkrieg verhindern will.
      In der Zeit nach der Trennung war er immer wieder in seinem alten Zuhause um auf die Kinder und die vielen Tiere aufzupassen, während seine Frau und ihr Freund verreist waren.
      Jetzt seit wir zusammen sind, zahlt er nur noch den Unterhalt für seinen Sohn, hat seine Lohnsteuerrückzahlung an sie abgetreten.
      Als er das letztemal da gewesen ist, wollte er zunächst, dass ich mit meinem Kind zusammen auch dort hin komme, was ich aber abgelehnt hatte, weil ich nicht im Privatbereich seiner Ex sein wollte, die ich nicht persönlich kenne.
      Er war also dort, hat mich vermisst und hat gesagt, dass dies das letztemal gewesen sei, weil er dort nicht mehr hingehört.
      Ich habe ihm geraten wegen seinem Sohn zu einer Erziehungsberatung zu gehen, weil dieser sehr wahrscheinlich onlinesüchtig ist, und keinerlei Ambitionen in Richtung Schulabschluss und Berufsfindung hat. Da will ich mich nicht einmischen, und ich denke dass er da mit professioneller Hilfe besser beraten ist.
      Ich habe zwei Kinder, der Ältere studiert im 2. Semerster und der Jüngere geht auf das Gymnasium, während seine Kinder ohne Schulabschlüsse und berufliche Perspektiven von ihm Geld für Unterhaltungsmedien fordern und bekommen.
      Kann das mit uns gut gehen?

      • (2) 22.07.18 - 19:49

        Nicht schon wieder 🙄
        Lass doch den Mann in Ruhe.
        Oder ist der Arme nun doch bei dir eingezogen?
        Bist du schon schwanger?
        Seine Kinder findest du als bekennende Fachkraft doch auch ganz fürchterlich und für Museumsbesuche nicht geeignet.
        Vielleicht solltest du mal über therapeutische Hilfe nachdenken

        • (3) 22.07.18 - 20:00

          Danke für Deinen netten Beitrag.

          Ja, wir wohnen nun zusammen ich lasse ihn trotzdem in Ruhe, erwarten noch kein Kind meine Therapie hatte ich abgeschlossen, neue gibt es erst nach 5 Jahren von der Kasse bezahlt, habe aber regelmäßig Supervision, in der ich auch private Themen erörtern kann, soweit sie das berufliche berühren.
          Ich hoffe ich konnte für Dich zufriedenstellende Auskünfte geben#aha

          • (4) 22.07.18 - 20:08

            Du bist einfach beratungsresistent. Du hast dich so in diese Beziehung verbissen, dass du sowieso nicht hören bzw lesen willst was andere dazu sagen.
            Du kommst mit seinen "Altlasten" nicht klar und schiebst alles der bösen Ex zu.
            Ich finde es immer interessant zu lesen, dass Menschen, die im sozialen Sektor arbeiten, dann selbst so einen am Helm haben

      Hi,
      das kann euch nur die Zeit zeigen. Letztendlich muss es menschlich zwischen euch passen und funken.
      Er hat ja einen ordentlich tumultigen Background, der wird euch sicherlich immer mal wieder tangieren....
      Mir wäre euer Tempo aber zu rasant, kennt euch kaum und wohnt schon zusammen.

      vlg tina

      • Jetzt hab ich doch in den alten Thread reingelesen und mich wieder erinnert. Ihr seid seit Anfang des Jahres zusammen und verhütet nicht mehr. Wohnt schon zusammen, weil seine Lebensumstände es so irgendwie mit sich bringen.
        Bei dem Tempo würde mir schwindelig werden und ich würde irgendwann für immer in Ohnmacht fallen. Damit wäre die Beziehung dann gelaufen...

    Wir haben ja in deinem letzten Thread schon miteinander geschrieben. Hast Du irgendwelche Änderungen vorgenommen seitdem? Prioritäten geklärt? Finanzen klargestellt? Kinderwunsch eingestellt? Dich vielleicht emotional ein wenig distanziert, um seine Probleme nicht zu Deinen zu machen?

    Erzähl mal wie jetzt der aktuelle Stand ist.

    • (10) 22.07.18 - 20:46

      Finanzen sind jetzt soweit klargestellt, dass er 1/3 Miete zahlt.

      Das mit dem Kinderwunsch ist so eine Sache, es ist sein Wunsch ein gesundes Kind zu haben. Ich habe meine und bevor wir uns kennengelernt hatte, war das Kinderthema für mich abgeschlossen. Aber anscheinend doch nicht so endgültig. Ich finde er hat ein Kind verdient mit dem Blick darauf, was er bis jetzt schon negatives erleben musste. Er ist ein total lieber "Kindermagnet".

      Emotional hab ich mich nicht distanziert, wenn ich das täte wäre die Beziehung für mich vorbei und er wieder in seiner gerade überwundenen Depression fürchte ich.

      • Puh, das wird aber nicht einfach mit uns beiden. ;-) Und mit Dir und ihm auch nicht.

        Emotionale Distanz heisst, Du bist in einer reinen Beraterrolle, wenn es um seine Kinder geht. Umgekehrt wahrst Du aber in Liebesdingen Deine Bedürfnisse. Inwiefern hat er denn seine Ansagen umgesetzt?

        Kinderwunsch: Du würdest damit klarkommen, wenn die Beziehung zerbricht und Du euer Kind ohne ihn als groß ziehen würdest? Du musst Dir dringend im Klaren sein, dass das eine reelle Chance ist, so wie Du hier erzählst zu weit mehr als 50%. Würdest Du also auch ein Kind von ihm haben wollen, wenn er nur noch der Umgangsvater wäre?

        Dein Dilemma ist einfach, dass Du ihn liebst. Auf der Basis wirst Du alles versuchen, damit er klappt. Ich frage mich, ob er das ebenso sieht?

        Weil er bisher nur defizitäre Kinder hat, möchtest Du ihm ein Kind schenken, das keine Einschränkungen hat. Sehr seltsame Begründung für einen "Kindewunsch" und auch irgendwie fies seinen bisherigen Kindern gegenüber.

        • <<<Weil er bisher nur defizitäre Kinder hat, möchtest Du ihm ein Kind schenken, das keine Einschränkungen hat.>>>

          Zumal er und seine Ex sich für diese pflegebedüftigen Kinder feiwillige entschieden haben. #augen Und ob das gemeinsame Kind dann keine Defizite hat kann man auch nicht vorhersehen. Komische Einstellung, wohl war.

      Und wenn das Kind nicht gesund sein sollte?

      Er möchte also ein gesundes kind. Ihr solltet die reife besitzen, zu wissen, dass ihr nicht bei "wünsch dir was" seid.
      Ein gesundes kind kann niemand garantieren...

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