Tratschende Nachbarin .... ätz ...

    • (1) 24.07.18 - 01:05
      nabend

      Guten Abend - und eigentlich dachte ich, ich stehe da drüber ... Erst das Problem. Ich wohne in einem Einfamilienhaus, das vorne eine relativ große Glasfront hat - unser Wohnzimmer und unser Schlafzimmer liegen zur Straße hin.

      Das Schlafzimmer ist riesig #verliebt, sonnendurchflutet und ich habe extra noch bodentiefe Fenster einsetzen lassen, da ich hier auch mein "home office" habe, in dem ich mitunter auch arbeite. Wenn ich alleine bin, bin ich sehr gerne und fast ausschließlich in dem Raum. Und da beginnt das Problem. Mein Grundstück ist von einer hohen Hecke umgeben, von der Straße aus sieht man nicht ins Zimmer. Jetzt im Sommer habe ich den ganzen Tag die Fensterfront offen und genieße es, da sich Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt.

      Mir gegenüber wohnt aber eine Rentnerin im 1. Stock, die gerne ihren Kaffee am Fenster trinkt und immer genau weiß, wer bei uns ein uns aus geht. Erst dachte ich "arme alte Frau", habe ihr gewunken und ab und an geplauscht. Eigentlich hat mich das auch nicht gestört. Letzte Woche hatte ich zwei Krankheitstage. Ich fühlte mich total mies, arbeitete aber trotz allem das Wichtigste weg und schlief immer wieder - da es heiß war, bei offener Fensterfront.

      Da hörte ich doch, wie sie immer wieder andere Nachbarn informierte "Stinkfaul, das Fräulein - liegt den ganzen Tag im Bett rum und wird immer fetter und dafür verdient DIE auch noch Geld.". Sowas höre ich immer wieder (sie ist wohl recht taub und blickt gar nicht, dass ich das höre). Da in ihrem Leben nichts passiert, berichtet sie nun, was bei uns so vor sich geht - und das sehr abwertend, viel Neid kommt durch, aber auch persönlich verletzende Kommentare.

      Eigentlich dachte ich, ich ignoriere das. Ich merke aber, dass ich immer gehemmter bin, z.B. habe ich heute die Vorhänge vorgezogen, einfach, dass sie auch merkt, dass mich das stört und in der Hoffnung, dass sie sich ein neues Hobby sucht. Vermutlich bringt es aber nicht viel. Ich ärgere mich auch über mich selbst. Es würde mich gar nicht stören, wenn sie in normalem nachbarschaftlichen Verhältnis einige Sachen mitbekommt, aber ich werde wirklich dauernd beobachtet und abfällig bewertet.

      Was tun?

      • (2) 24.07.18 - 01:25

        "Was tun?"

        Ich würde sie direkt, aber freundlich zur Rede stellen und ihr zitieren, wie sie über Dich spricht und ihr weiterhin freundlich sagen, dass sie sich ja mal überlegen kann, woher Du das wohl weisst. Vielleicht ist sie dann damit beschäftigt, sich zu überlegen, welche von ihren Tratschkumpanen Dir das weiter gepetzt haben könnten?

        (3) 24.07.18 - 01:38

        Ich kenne absolut niemanden, der bei heißer Witterung tagsüber die Fenster aufreißt.

    (9) 24.07.18 - 01:55

    Ich Würd ihr auch klarmachen dass du weißt wie sie über euch redet..
    Eigentlich kann sie einem leid tun scheint nichts mehr zu tun zu haben im Leben :/ aber sowas gehört sich echt nicht.

    (10) 24.07.18 - 08:33

    Umziehen von Regensburg nach München, hier sind die Leute toleranter.

    Ganz ehrlich, was nützt es letztendlich, wenn sie erfährt, dass du alles gehört hast? Sie wird weiter rumtratschen, aber nur eben besser aufpassen, dass du es nicht mehr mitbekommst.
    Von daher würde ich es ignorieren. Einfach Lächeln und Winken ;-)

    (12) 24.07.18 - 11:16

    Morgen! #tasse

    (...)Da hörte ich doch, wie sie immer wieder andere Nachbarn informierte "Stinkfaul, das Fräulein - liegt den ganzen Tag im Bett rum und wird immer fetter und dafür verdient DIE auch noch Geld.". Sowas höre ich immer wieder (sie ist wohl recht taub und blickt gar nicht, dass ich das höre). Da in ihrem Leben nichts passiert, berichtet sie nun, was bei uns so vor sich geht - und das sehr abwertend, viel Neid kommt durch, aber auch persönlich verletzende Kommentare. (...)

    Wenn Du das wirklich immer wieder hörst:
    Latschen an, Schlüssel mitnehmen und einfach mal fröhlich rüber gehen.
    "Hallo meine Damen, ich höre gerade dass es um mich geht? Reden Sie ruhig weiter, ich freue mich, so viele neue tolle Details aus meinem Leben zu erfahren! Sie dürfen auch gerne einen Blog oder ein Buch über mich schreiben. Vielleicht interessiert sich ja auch RTL2 für eine Homestory mit dem Thema "Stinkfaul und dabei Geld verdienen!"

    So - wenn dann der erste Moment verdaut ist, würde ich die Nachbarin freundlich aber bestimmt darüber aufklären, dass sie sich bitte erst einmal gründlich über Dich informieren soll, bevor sie hier falsche und herablassende Gerüchte über Dich streut.
    Falls ihr der Begriff "Homeoffice" nichts sagt, soll sie sich bitte mal diesbezüglich informieren und ihr Halbwissen vertiefen. Und sollte die Tratscherei nicht aufhören, wirst Du die Sache gerne mit Deinem Anwalt besprechen!

(14) 24.07.18 - 11:32

Ich verstehe das du das nicht schön findest. Keiner mag sowas gerne über sich hören. Ich würde einfach mal rüber gehen ubd ihr sagen, dass sie gerne erzählen kann was sie möchte aber doch bitte etwas leiser damit du das nicht hören musst.

Das sie guckt und redet wirst du nicht verhindern. Das sind nunmal die alten Dorfomas. Und meine Großeltern haben damit auch irgendwann angefangen die Nachbarn “zu beobachten“ allerdings meist wertneutral. Schön ist es nicht und es passierte eher automatisch als sie immobiler wurden und weniger selbst unternehmen konnten. Ich mag das Verhalten nicht verteidigen aber vielleicht hilft es dir ein wenig dabei, es nicht so persönlich zu nehmen.

Wie gesagt ich würde ihr klarmachen, dass du das hörst und das sie es bitte wenigstens leiser machen soll.

(15) 24.07.18 - 11:47

Ich habe mich schon immer gefragt, warum man Häuser mit solchen Glasfronten freiwillig baut - es sei den es ist absolut uneinsehbar. (ist es ja bei euch nicht, da ihr gegenüber Leute habt die höher wohnen.....
Ich kenne mehrere solcher Häuser und jedem kann man auf den Teller schauen oder wie sie im Schlafanzug im Haus rumlaufen.
Ich denke, dass man da beobachtet wird ist vorprogrammiert und dass Leute gerne reden, das wissen wir alle. Jetzt hast du ein Exemplar, dass auch noch richtig fies ist.

Ich denke ich würde die Frau freundlich drauf ansprechen, dass sie gerne denken kann was sie möchte oder sich zusammenreimt, aber dass du dir verbittest, dass sie von dir so spricht mit anderen.

Wenn du dich das nicht traust, würde ich mal bei offenen Fenster mit meiner Freundin telefonieren. So dass Sie es hört. " Stell dir vor, diese ältere Dame die gegenüber wohnt die hat neulich........." vielleicht rüttelt sie das wach und du hast die Konfrontation vermieden.

(16) 24.07.18 - 13:15

Hm, irgend wie scheint es da kaum eine Loesung zu geben - es stimmt, sprichst Du mit ihr, wird's vermutlich heimlich und leiser weitergehen. Laechelst und winkst Du freundlich - vermutlich auch. Es gaebe da evt. mehrere Strategien, weiss nur nicht, wonach Dir da ist (die Dame ist ja anscheinend einfach aetzend) - die eine waere, Dich mit ihr anzufreunden. Klingt komisch, aber wenn sie Dich erstmal persoenlich kennt und mag, wird ihr nicht mehr einfallen, sowas ueber Dich zu sagen. Oder, aber ich weiss nicht, inwiefern das Sinn macht - an den Vermieter wenden, Situation schildern, um Unterstuetzung bitten? Kann man sowas nicht vielleicht als Stoerung des Mietfriedens betrachten? Oder, Du koenntest, wenn es machbar ist, sowas mal versuchen aufzuzeichnen, wenn es wieder vorkommt. Der Dame das vorspielen - oder, falls das nicht machbar ist, eine Freundin "vorfuehren", die als "Zeugin" fungieren koennte, und der Dame klipp und klar sagen, dass das ueble Nachrede und Verleumdung ist, und ihr auf ihre alten Tage mit einer Strafanzeige drohen...... es gibt da verschiedenste Ansaetze, die Frage ist, wie Deine Nachbarin drauf ist (habe auch schonmal gehoert dass jemand sogar angekuendigt hat, sich fuer ein TV Format bei RTL zu melden, sowas macht manchen Menschen dann doch Angst, indirekt in der Oeffentlichkeit blossgestellt zu werden - finde das persoenlich etwas abenteuerlich, aber wie ist das doch gleich, verzweifelte Situationen efordern verzweifelte Massnahmen). Vielleicht ist ihr auf die sanfte Tour am besten beizukommen (ich wuerde vermutlich erstmal noch die freundliche Tour fahren, man wird ja nicht gerne selbst unangenehm) - vielleicht muss man ihr aber auch querlinks eins um die Backen geben fuer ihr unverschaemtes Verhalten (also, sinngemaess jetzt, Du weisst schon ;)).

Viel Glueck
Vanillie

  • (17) 24.07.18 - 13:24

    Noch schnell dazu sagen - es kommt nicht unbedingt darauf an, was Du wirklich durchziehen wuerdest, sondern was Du die Nachbarin glauben machen kannst (damit will ich nicht sagen, dass aeltere Menschen leicht fuer dumm verkauft werden koennen, sondern nur, dass etwas smarte Manipulation vielleicht das einzige ist, was hier weiterhelfen koennte, wenn ihr mit Vernunft und Freundlichkeit nicht beizukommen ist, und wenn Du weder ihr Gerede ignorieren kannst noch umziehen magst).

Ich halte nichts von den Manipulationstricks, die andere empfohlen haben. Wenn die Wahrheit dann rauskommt, wird dies der Beginn einer grossen Feindschaft sein. Wenn du die Situation ansprechen willst, würde ich ihr klar sagen, dass du gehört hättest, dass sie den Eindruck habe, dass du den ganzen Tag nur faul rumliegest. Du kannst ihr ja mal zeigen, wie deine Arbeit tatsächlich geht und was du da tust.

Und ansonsten wirst du dich damit abfinden müssen, dass gewisse Leute möglicherweise aus ihrer persönlichen Frustration heraus einfach rumtratschen. Du lebst dein Leben ja für dich, möglicherweise auch noch für deine Angehörigen, aber nicht dazu, um den Nachbarn gegenüber irgendwas zu repräsentieren.

(19) 24.07.18 - 16:19

Ich würde auch wenn ich sowas mitbekomme, direkt rübergehen oder laut rufen "ICH KANN SIE KLAR UND DEUTLICH HÖREN!"

Dass die Leute tratschen, gerade wenn man sein Leben per Glasfront der Nachbarschaft auf dem Präsentierteller liefert, wirst du allerdings so oder so nicht verhindern können, damit müssen wir alle leben. Ich würde mir nur verbitten, dass es in einem Ton geschieht, den ich mitbekomme. Sprüche von ihr mit faul und Geld verdienen würde ich quittieren mit einem hinübergerufenen "NUR KEIN NEID, WERTE FRAU NACHBARIN!"

Mehr kannst du leider nicht machen. Ich möchte nicht wissen, was sonst so über einen getratscht wird, was man zum Glück nicht mitbekommt normalerweise.

(20) 24.07.18 - 18:17

Hallo,
ich glaube, ich würde mir einen Spaß daraus machen, dass sie so neugierig ist und ihr Verschiedenes darbieten, z.B. mal eine Verkleidung oder irgendwas total Absurdes wie ein bunt angemaltes Gesicht mit Christbaumkugeln auf dem Kopf. Wenn sie DAS weitertratscht, nimmt sie eh keiner mehr für voll und denkt, sie sei schon ein bisschen wirr im Kopf. So läuft ganz sicher kein Mensch rum. 😊

Alles andere würde mir am Ar... vorbeigehen. Vor allem weil ich denke, dass die anderen Nachbarn bestimmt schon wissen, dass die Dame gerne tratscht und zu Übertreibungen neigt.

(21) 24.07.18 - 21:52

WIr hatten sowas auch im letzten Haus. Und wir haben uns so dermaßen oft und ausschweifend sexuell ausgetobt, dass es den Nachbarn nicht nur zu peinlich war darüber zu reden. Die Rolläden sind seitdem bei Ihnen oft unten gewesen.
Ob sie noch geredet haben? Keine Ahnung, aber ich konnte mich ab da wieder unbeobachtet bewegen.

(22) 24.07.18 - 23:21

Ich habe auch so eine tolle Nachbarin die gerne und viel über andere Menschen tratscht,kürzlich hat sie sich fürchterlich über meine dritte Schwangerschaft aufgeregt.
Dazu ist gesagt,sie selbst hat 4 Kinder(zwei erwachsene und zwei kleinere) und war noch nie arbeiten.
Ich und mein Mann sind beide berufstätig,Kind Nr.drei war gewollt und geplant.
Ich habe die gute Frau ganz direkt vor allen gerade anwesenden Personen darauf angesprochen,sie gefragt was genau jetzt ihr Problem ist und ob sie denn Gesprächsbedarf mit mit hat.
Was meinst du,wie peinlich der die ganze Sache war.

Angriff ist die beste Verteidigung!

(23) 25.07.18 - 09:24

Hallo!

Ich würde auch kein Haus wollen, in dem ich ausgestellt bin wie ein Tier im Zoo. Klar gucken da die Nachbarn.

Ich kenne das auch - mein Mann arbeitet Schicht, und viele, die merken, dass man erst um 14 Uhr die Rollos hochzieht, meinen, dass man die Nacht anders verbracht hat als bei der Arbeit.
Und ich arbeite Teilzeit, studiere aben nebenbei noch - ich sitze also nicht nur faul herum und surfe im Internet, sondern ich lerne, bis mir der Schädel brummt. Ich diskutiere auch nicht klatsch und Tratsch in Online-Lerngruppen sondern Medienkompetenz vs. Medienbildung. Wirkt trotzdem sehr faul, wenn ich da eben nur drei Tage zur Arbeit fahre.

Da muss man halt auch einfach mal drüber stehen.

(24) 25.07.18 - 10:19

Was tun? Bei 36 Grad Außentemperatur nicht die Fenster aufreißen.

(25) 25.07.18 - 16:25

Danke erst mal.

Ich sollte nur kurz klar stellen, ich sitze nicht wie auf dem Präsentierteller - wir wohnen in einer ruhigen, wenig frequentierten Seitenstraße (=kaum Fußgänger) - die Front des Hauses ist durch Garage und hoher Hecke dicht - man sieht nur zu uns rein, wenn man aus dem 1.OG des Nachbarhauses rüberschaut. Da aber Wohnzimmer und Gärten dieser Häuser sind in die andere Richtung ausgerichtet - das Problem entsteht wirklich nur, weil die Nachbarin stundenlang am Küchenfenster steht, anstatt ihr Wohnzimmer oder ihre Terasse/ Garten zu genießen, bewirtschaften oder was Rentner normalerweise so tun.

Meine Balkontür aus dem Schlafzimmer führt auf eine Terasse, das 1.OG hängt da praktisch über, da her ist der Eingang schattig und ich brauche frische Luft ... ich kann nicht den gesamten Tag bei geschlossenen Fenstern herumsitzen ... Ist es sehr heiß, mache ich natürlich die Rollläden runter, versuche das aber zu vermeiden, da ich auch lesen muss - und das ist bei Kunstlicht doof.

Natürlich ist es ihr gutes Recht, zu schauen ... aber das, was sie macht, ist meiner Meinung nach schon (fast?) Rufmord. Klar macht es jemanden bitter, der sein Leben lang hart körperlich gearbeitet hat, wenn man Geld "einfacher" verdient - aber diese abwertenden Bemerkungen. Ich merke eben, dass es langsam etwas mit mir macht und ich ärgere mich auch über mich selbst. Ich habe überlegt, ob ich sie nicht einfach rüberbitte, weil ich etwas mit ihr besprechen möchte und ihr bei einem Kaffee sage, dass ich weiß, dass sie das macht (wird sie abstreiten) - sie aber im Unklaren lasse, woher ich das weiß und eben auch sage, dass es auch negativ auf sie zurückfällt. Aber da bin ich unsicher, ob das die richtige Taktik ist.

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