meine beste Freundin dreht durch

    • (1) 25.07.18 - 14:47
      abenteuer_l_ich

      Ihr Lieben,

      ich habe ein riesen Problem und weiß mir alleine einfach nicht mehr zu helfen.

      Meine beste Freundin, ich kenne sie seit dem Kindergarten, ist seit knapp 10 Jahren in einer festen Beziehung. Sie haben ein Kleinkind zusammen.
      Die beiden sind nach all der Zeit das verliebteste Paar, das ich kenne.
      Ich hatte immer das Gefühl, dass es bei den Beiden so gut funktioniert, da sie wirklich respektvoll und einfühlsam miteinander reden, so kam es mir zumindest immer vor.

      Nun ist es so, dass sie mit 18 Jahren mit ihm zusammen gekommen ist, er war knapp 21 Jahre alt.
      Sie hat sich in ihrer Jugend die Hörner abgestoßen, er nicht, sie war seine erste Beziehung und der erste sexuelle Kontakt.

      Meine Freundin redet seit einiger Zeit von einem zweiten Kind, ist aber ein sehr rational denkender Mensch und aus diversen (finanziellen und langfristig zukünftigen Plänen) kommt dieses zweite Kind für sie (momentan) nicht in Frage, auch wenn sie diesen Wunsch hat.
      Nun redet sie jedoch auch immer wieder davon, dass er sich irgendwann einmal die Hörner abstoßen wollen wird... Und genau hier wird es komplett gaga, denn meine beste Freundin redet immer wieder davon, dass das schlimmste für sie wäre, wenn er mit einer anderen Frau (ONS / Affäre etc.) ein Kind bekommen würde, während der Partnerschaft zu ihr.

      Ich weiß nicht, wie man auf solch einen Gedanken kommt, aber tatsächlich habe ich festgestellt, dass sie diese Gedanken mehr oder minder Ernst meint und es kommt noch "dicker".
      Um dem Vorzubeugen überlegt sie, dass ihr Mann sich die Samenleiter durchtrennen lassen sollte und möchte ihm dies als "Ich kann leider nicht mehr verhüten, jetzt bist du dran" verkaufen.

      Das Schlimme ist, er würde es für sie wahrscheinlich tun, er kennt ja den wahren Grund nicht!

      Ich versuche meiner Freundin gut zuzureden, ihr zu erklären, dass manche Ängste normal sind (manche auch weniger), aber sie lässt sich von dieser Idee nicht abbringen.

      Ich weiß nicht mehr so richtig, wie ich an sie herankommen soll und vor allem will ich bei so einem Schwachsinn keine Komplizin sein!

      • Diesen "Dämon" wirst du ihr wohl nicht austreiben. Lieber macht sie durch ihre unbegründete Paranoia ihren weiteren Kinderwunsch kaputt..

        • (3) 25.07.18 - 15:14

          Sie argumentiert damit, dass man es rückgängig machen könnte und ich glaube, dass dieser Gedanke das ist, was sie daran festhalten lässt, denn sonst würde sie das nicht tun, da sie immer davon geredet hat, dass es irgendwann ein Geschwisterchen geben wird.

          • Rückgängig machen geht aber lange nicht immer.

            Frag sie mal warum sie denn unbedingt für die 0,001 % Chance, dass er ein Kind anbaut, unbedingt gegen die 50 % Chance tauschen will, dass sie kein zweites Kind bekommen wird, eintauschen will...

      Moment, nur damit ich das richtig verstehe:

      Für sie ist ihre größte Angst, der wahrscheinlich unwahrscheinlichste Fall, dass die Andere von dem ONS schwanger wird? Und das ist vermutlich wirklich statistisch der unwahrscheinlichste Fall.

      Darüber würde ich mir, wenn meine große Liebe fremd geht überhaupt keine Gedanken machen. Da hätte ich andere Sorgen.... zum Beispiel den Vertrauensbruch... das er sich in sie verliebt usw.

      • Wenn deine Freundin so rational denkend ist, wirst du sie vielleicht mit der Argumentation über Wahrscheinlichkeit kriegen. Auch wenn ich nicht verstehen kann, wie das ihre Sorge sein kann.

        Ich denke sogar, dass er ihr eine Geschlechtskrankheit schenkt ist sogar höher, als das Beide nicht verhüten, sie grade fruchtbar ist und selbst dann ist die Chance nur 25%.

      • (7) 25.07.18 - 15:23
        abenteuer_l_ich

        Nein, du hast es absolut richtig verstanden.

        Das Problem ist, dass ich glaube, dass ein ONS für sie okay wäre, solange er sie nicht verlässt.
        Es ist komplett absurd.

        • Selbst dann ist die Rate von Menschen die sich nach dem Sex verlieben (durch das Hormon was dabei produziert wird) höher, als die von schwangeren Affären und von ONS brauchen wir gar nicht reden ;-)

          Darum würde ich mir eher Sorgen machen, wenn sie ihn behalten will.
          Und gegen HIV schützt sie sich auch nicht, wenn sie ihm die Samenleiter durchtrennt.

          Wenn es ihr Recht ist, wieso sagt sie ihm nicht, dass das ok ist, aber sich schützen soll?
          Ich würde als Partner, der es gar nicht vor hat, zwar denken, mein Partner hat sie nicht mehr alle, aber nun gut ;-)

          Das wiederum finde ich bin gar nicht so absurd.

    Wieso hast DU ein Riesenproblem? None of your fucking business, ganz einfach.

    Falls Deine Freundin medizinisch nicht sonderlich versiert ist und tatsächlich fest glaubt, dass eine Vasektomie problemlos rückgängig zu machen sei, dann wundert mich ihre Haltung nicht besonders. Ich habe schon die abenteuerlichsten Annahmen gehört und darauf basierend die wildesten Geschichten.

    Ihr eigentliches Problem ist aber, dass sie denkt, sie kann ihrem Mann sexuell nicht dauerhaft das bieten, was er sich wünscht. Plus hält sie ihn wohl für so beschränkt, dass er nichtmal ein Kondom als Schutz bezüglich Geschlechtskrankheiten oder eben gegen eine Schwangerschaft benutzen würde.

    Was Du nun tun kannst: Sie aufklären, dass sowohl eine Vasektomie als auch eine Refertilisierung ein Eingriff ist, der mit den üblichen Risiken verbunden ist. Zudem kostet gerade letztere OP eine gute Stange Geld und es kann ihr auch niemand garantieren, dass ihr Mann diese dann aufgrund ihrer für ihn nicht nachvollziehbaren geänderten Haltung auch machen lassen will. Die Chance, dass der Eingriff erolgreich die Zeugungsfähigkeit wieder herstellt ist ebenfalls von Jahr zu Jahr geringer, d.h. irgendwann ist es gar nicht mehr sinnvoll.

    Wenn sie Dich mit dem Thema weiterhin belastet würde ich ihr mal ein wenig den Kopf waschen und sie fragen, warum sie nicht einfach mit ihrem Mann offen spricht und ihm im Zweifelsfall, wenn er das wünscht, lieber außerehelichen aber geschützen Sex zugesteht. Vielleicht hat er gar nicht das Bedürfnis danach? Es gibt tatsächlich auch nicht wenige Männer, die halten es mit der Treue sehr genau und wollen nur ihre eigene Frau im Bett haben.

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