Wie helfen, wenn jemand nicht mehr kann? Seite: 2

              • (26) 27.07.18 - 09:35

                Danke dir für deine Geschichte. Es tut mir leid zu hören mit der FG. Ich werde deinen Rat berücksichtigen. Ehrenamt mag ja nicht verkehrt sein, aber ich stimme dir zu, man muss es wollen.

      Liebe Hummel,

      zunächst mal finde ich es ganz wunderbar, wie du über deine Freundin sprichst und dass sie dir so am Herzen zu liegen scheint. Du hast so viele Facetten von ihr erkannt und hier benannt, dass ich von deinem Empathievermögen sehr beeindruckt war.
      Wichtig ist, diese Facetten ihr immer wieder zu spiegeln. Aber das hast du ja auch schon gemacht, wie ich gelesen habe. Auch ihr zu zeigen, dass sie mit ihrem Schmerz und ihrer Verzweiflung nicht allein ist und du ihren sehnlichsten Wunsch nachvollziehen kannst, ist sicherlich richtig. Ebenso wie die von dir beschriebene Fülle an lieben Freunden und Familie immer wieder aufzuzeigen. Da hat sie in dir bestimmt eine wichtige und tolle Freundin!
      Auf der anderen Seite hast du nun -sicher von beiden Seiten ungewollt- eine unheimlich große Verantwortung auferlegt bekommen. Dadurch, dass sie von ihren Suizidgedanken erzählt hat. Das zeigt zum einen eure enge Beziehung, zum anderen aber ist es für dich wie du schreibst, verständlicherweise schockierend. Und an dem Punkt ist es sicher ratsam, deiner Freundin eine Therapie ans Herz zu legen. Gleichzeitig würde ich dir raten, deine Gefühle ganz offen bei deiner Freundin anzusprechen. Nicht vorwurfsvoll aber dennoch verdeutlichen, dass du diese Aussage ernst nimmst und wie groß deine Sorge ist.
      Dass du immer für sie da bist, sie unterstützt und begleitest aber dass es hier eine gewisse Profession und damit emotionalen Abstand braucht. Natürlich musst du dir überlegen, was du ihr anbieten kannst und magst. Ich möchte nur sagen, dass man diese Verantwortung nicht unterschätzen darf. Es könnte ggf. auch hilfreich sein, wenn du dich an professionelle Stellen wendest.
      Fürs erste finde ich das Thema auf der Seite gut zusammengefasst: http://frans-hilft.de/fuer-angehoerige-und-freunde/
      Ich wünsche euch ganz viel Kraft und beizeiten eine positive Wendung.

      Ps: Mit der Datingportalsache wäre ich erstmal vorsichtig in der Akutphase. Manche empfinden das subjektiv als letzte Option nach dem Motto: Bin ich jetzt schon so ein schwerer Fall. (Muss aber auch nicht sein)

      • (28) 26.07.18 - 12:01

        Ich danke dir sehr für deinen Beitrag! Der hilft mir sehr! Und der Link ist sehr interessant, ich werde stöbern. Danke dir vielmals für deine Empathie!

    Hallo!

    Ganz ehrlich das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.
    Ja sie ist in einer mittleren Lebenskrise, die einen auch immer zur Lebensmitte so erreicht.

    Aber sie beschwört diese Krise herauf anhand eines Wusnchkonzertes. Ich halte sie auch für ziemlich unreif ... mit ihren 35!

    Sie denkt sie wäre mm vom totalen Familienglück entfernt gewesen, was ihr wohl auch zustünde! - NEIN - so funktioniert Leben gar nicht!

    Weiß sie sicher, dass sie mit ihrem Partner keine Probleme hat schwanger zu werden? Kann sie die Schwangerschaft austragen? Ganz zu schweigen dass sie die Gesundheit des Kindes gar nicht einfach so einplanen kann! Was ist, wenn das alles nicht so nach paradisischem Plan läuft? Droht sie dann da auch gleich mit Selbstmord!? - Na so was Unreifes hätte ich tatsächlich sehr ungern als Partner!

    Wie kommt sie überhaupt auf die unsinnige Idee zu meinen, nur weil sie "brav und tugendhaft" im Lebenswandel war nun ein Anspruch auf Lebnsglück hätte:
    "Sie sagt sie hätte total versagt, Schule, Abi, Ausbildung, gute Arbeit und Sicherheit für nichts. Keine eigene Familie, keine Kinder, wozu also leben?"

    Diese Denkweise kann man höchstens bei 15-jährigen vermuten, aber bei 35-jährigen ist kindisch naiv!
    Versuche Deiner Freundin mal klar zu machen, dass sie einfach in die Lebensrealität zurück kommt und erkläre ihr, dass niemand einen ANSPRUCH auf Famiienglück hat. - Das ist ein Geschenk!

    VG, I.

    • Ich finde es höchst bedenklich, dass du glaubst, eine depressive Episode könnte man mit „sich ein bisschen zusammenreißen“ aus der Welt schaffen und wäre eh nur Gejammere. Auch der Vergleich mit einem Tennieverhalten zeigt, dass du offensichtlich keine Ahnung von Psychopathologie hast.
      Und unabhängig von der Meinung, dass man keinen Anspruch auf Lebensglück haben darf, kann sich ein unerreichtes Lebensziel erheblich auf die Psyche schlagen.
      Schön, dass die Betroffene in der TE eine empathische Freundin hat.

      (31) 26.07.18 - 11:55

      Wie bist DU denn drauf?!

      Hast du Familie? Hast du Kinder? Dann erfreue dich an DEINEM Geschenk! Aber bei anderen so abfällig zu reden, die diesen Wunsch hegen, ist unter der Gürtellinie!

      Und du findest also eine Lebenskrise als naiv und kindisch? Himmel, was bist DU bloß für ein Mensch. Ich denke mir meinen Teil..

    • (32) 26.07.18 - 12:22
      fraeulein.hoffnung

      Gräßliche Menschen gibt es überall. Du bist einer.

      (33) 26.07.18 - 12:33

      Welche Laus dir über den Weg gelaufen ist heute, du meine Güte!

      Bist du so verbittert, dass du anderen kein Lebensglück wünschst?
      Jammern auf hohem Niveau, wenn eine Freundin in Not gerät und ihrer Freundin ihr Herz ausschüttet, weil sie gerade tief traurig ist? Behandelst du deine Freunde auch so abgrundtief negativ wie hier Fremde? Die armen Menschen um dich herum. Ich hoffe sehr, dass Karma dich findet und dir eine Lektion erteilt.

      TE. Vllt ist sie gerade nur verdammt tief traurig, biete ihr jede Hilfe an, man liest, dass du sie liebst. Es kann nur als blöder Spruch gegolten haben und sie hat es nur so gesagt (kann vorkommen). Jedoch finde ich es richtig von dir es dennoch ernst zu nehmen. Mach eine Liste fertig mit den Vorschlägen, die die Vorrednerinnen schon gut vorgeschlagen haben welche Möglichkeiten es alles gibt. Ich hoffe sehr, dass deiner Freundin dein Engagement die Augen öffnet. Alles Gute!#klee

Ich bin selbst bei einem guten Freund an meine Grenzen mit diesem Thema gestoßen. Er hat auch von Selbstmord gesprochen, weil er keine Frau fand. Ich habe alles versucht. Ablenken, gut zu reden, Tipps zur Partnersuche, Rat zur Therapie.

Am Ende konnte ich ihm nur noch den Kopf waschen und habe gemeint: er soll aufhören sich selbst zu bemitleiden, weil ich es nicht mehr ertragen konnte! Er wurde ein Wrack und verging in Selbstmitleid. Er zog mich nur noch mit runter und alles war schlecht. Er wählte sich den einfachsten Weg und igelte sich komplett ein.

Dadurch verlor er alle Freunde um sich herum. Erst das rüttelt ihn wach, als er ganz alleine da stand. Dann erst begann er an sich zu arbeiten, suchte sich ein neues Hobby und kam wieder auf Kurs. Mittlerweile ist er verheiratet, aber unsere Freundschaft hat das Ganze leider nicht überlebt.

Ich würde deiner Freundin erstmal über die Trennung hinweg helfen, sie ablenken und ihr Möglichkeiten zur Partnersuche aufzeigen. Zum Thema Familie- vielleicht sollte deine Freundin auch mal andere Gedankengänge aufgezeigt bekommen. Es müssen doch keine Kinder mit 40 sein. Vielleicht bringt der neue Partner genug Kinder mit?! Ansonsten gibt es die Möglichkeit zu adoptieren, wenn man Kinder möchte und es biologisch nicht mehr klappt. Und wenn doch Kinder mit 40, dann hat es den Vorteil die Kinder halten dich einfach fit.

Wasch deiner Freundin den Kopf wenn es nötig ist. Wer so erfolgreich seinen beruflichen Weg durchzieht, der bekommt auch seine Ziele im Privaten hin. Nur soll sie um Gottes willen jetzt nicht den Fehler machen und einfach aus der Not den nächst besten Mann nehmen!

  • (35) 27.07.18 - 09:39

    Danke dir für deine Geschichte. Auch mit traurigem Ausgang, dass ihr keine Freunde mehr seid. Ich passe auf mich auf, danke für den Tipp. Ich werde ihr den Kopf waschen, auf jeden Fall.

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