Wie soll es weiter gehen...

    • (1) 01.08.18 - 12:14

      Meine Frau und ich sind fast 15 Jahre zusammen, wir haben zwei kleiner Kinder. Seit über einem Jahr befindet sich meine Frau im Prozess der Selbstfindung in der sie nach und nach zu dem Schluss gekommen das sie lesbisch ist und die wahre Liebe nur mit eine Frau finden könnte. Diese Erkenntnis über sich selbst hat sie mir vor ein paar Monaten offen ausgesprochen. An diesem Tag ist meine Welt zusammengebrochen ich hatte nicht den kleinsten Schimmer davon. Es war für mich nicht möglich arbeiten zu gehen und wurde lange krank geschrieben. Seit dem quäle ich mich - das Leben was ich von ganzen Herzen so liebte ist einfach weg.
      Im Moment leben wir wie früher zusammen in unserem Haus, schlafen im gleichen Bett nur kein Sex mehr und kümmern uns um unsere Kinder. Die Situation ist sehr belastend für mich. Sie meint es ist ist noch die Zeit für eine Entscheidung gekommen. Sie hat noch keine Lösung wie es auch mit den Kindern weitergehen soll. Sie sagt, vielleicht gibt es doch noch eine winzige Möglichkeit doch wieder zusammen zu kommen und möchte noch eine unbestimmte Zeit so weiter mit mir leben. Irgendwie komme ich mit meine Gefühlen in ihrer Welt nicht mehr vor. Nun suche ich einen Weg für mich.

      Hat jemand so eine Situation schon mal erlebt? Wie kann es weitergehen? Vielleicht gibt es Ideen und Anregungen die mich unterstützten.

      • https://m.urbia.de/forum/16-partnerschaft/5092710-meine-frau-hat-sehnsucht-nach-einer-frau


        Du hast hier doch schon sehr viele Antworten bekommen?

        • Es gab viele gute Antworten, aber das Thema ist weit nach hinten gerutscht und meine Frau ist sich jetzt sicher lesbisch zu sein. Ihrer Aussage nach ist es eindeutig so. Daher wollte ich einen neuen Strang starten.

          • Ok. Auch wenn du noch länger in dieser Situation verweilst, bleibt Eines leider gleich:

            Ihr sind leider deine Gefühle total egal. Du gehst quasi durch die Hölle weil sie sich selbst finden muss.

            Sie will ihr bequemes Leben noch nicht aufgeben. Aber so wie es sich anhört geht es ihr keinen Falls um dich.

            Selbst wenn ihr dann doch noch eine klitzekleine Chance habt und wieder zusammen kommt...Du würdest doch immer befürchten, dass sie sich wieder umentscheidet.

            Deine Gefühle sind ihr nicht wichtig...sie lässt dich zappeln und quält dich mit ihrer Unentschlossenheit.
            Das ist wirklich nicht richtig was sie macht. Sie denkt nur an sich und scheint keinen Gedanken daran zu verdchwenden wie es dir geht.

            Stellst du dir so euer weiteres Zusammenleben vor?Lass dich nicht so fertig machen.
            So kann man doch nicht leben?
            Ich wünsche dir viel Kraft. Aber ich würde mich an deiner Stelle jetzt von ihr trennen.
            Denn Eines ist sicher. Eure Beziehung, wie es sie einmal gab, gibt es jetzt nicht mehr.


            Und so wie ich finde, ist die vertrauensvolle Basis aufgrund ihres Verhaltens zerstört worden.
            Es tut mir leid was du durchmachen musst und ich glaube du hast starke Verlustängste.

            Aber besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

            Vielleicht könnt ihr in getrennten Wohnungen und mit einer Trennung noch genauso gut für eure Kinder Sorgen.
            Aber du musst dich dann wenigstens nicht mehr quälen(lassen).


            Alles Gute.

      Hallo,
      ganz einfach in der Theorie!
      Scheidung und geteiltes Sorgerecht.

      Würde mir das andersrum passieren hätte ich die Scheidung eingereicht.
      Du hast neben den Avancen Deiner Frau auch das Recht glücklich zu werden mit einer neuen Partnerin.
      Quäl Dich nicht mehr in dieser Zweckehe und mach einen Strich durch diese Beziehung.

      Sortier Dich und suche Dir eine Wohnung und klär die Fronten.
      ich wäre an Deiner Stelle hart!

      Reduzieren wir es mal von "lesbisch" oder "hetero" runter auf das Wesentliche: Deine Frau hat für Dich nicht mehr die Gefühle, die eine gemeinsame langfristige Zukunft ermöglichen.

      Somit ist doch die Antwort, wie es weitergehen kann, eigentlich schon gegeben, oder?

    "Sie sagt, vielleicht gibt es doch noch eine winzige Möglichkeit doch wieder zusammen zu kommen und möchte noch eine unbestimmte Zeit so weiter mit mir leben. Irgendwie komme ich mit meine Gefühlen in ihrer Welt nicht mehr vor. Nun suche ich einen Weg für mich."

    Ja ich habe so eine Situation schon mal erlebt.
    Sowas sagt man, wenn man den alten Partner warm halten will...

    "Nun suche ich einen Weg für mich."

    Wie könnte der Weg aussehen? Hast Du da Vorstellungen und Bilder im Kopf?

    Ein Bruch im Leben ist immer die Möglichkeit mehr über sich selbst zu erfahren (wie stark man ist, wie abhängig man war usw.) um sich ein noch erfüllenderes Leben aufzubauen.

    Klarheit könntest Du selbst herbeiführen. Ich lese aus Deinen Zeilen, daß Du Dich in der Beziehung eher untergeordnet hast, bzw. Dein Leben in ihre Hände gelegt hast. Korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege.
    Wenn dem so wäre, dann müsstest Du Dich fragen, warum Du das tust?
    Bequemlichkeit, Angst vor Verantwortung, konfliktscheu?

    Das wären jedoch alles Themen, die in die Therapiesitzungen gehören.

    Was ich Dir sagen kann, ob es hilft oder nicht ist, daß es immer weiter geht, egal ob und wie Du Dich entscheidest.

    Möglichkeiten gibt es doch so viele:
    Ihr könntet Euch versprechen weiterhin als Paar für die nächsten 12 Monate, der Kinder zuliebe, zusammen zu bleiben.
    Wie offen und liebevoll geht Ihr miteinander um?
    Stichwort Paartherapie? Hier kann man die verschiedenen Lochscheiben übereinander legen und sehen wo es Passungen gibt und wo nicht.

    Hi,

    ich habe eine enge Freundin, die den Weg Deiner Frau gegangen ist. Ihr damaliger Mann hat folgende Punkte lernen müssen:

    1. Keinen trifft die Schuld.

    2. Es gibt keinen Weg zurück. Nur den nach vorn (die zwingende Trennung muss gestaltet werden)

    3. Er hat verdient, eine Frau zu lieben, die ihn in jedem Aspekt seines Seins zurück liebt.

    Ich denke, diese Lektionen stehen Dir noch bevor.

    Liebe Grüße
    die Landmaus

    • 1. Keinen trifft die Schuld.
      Diesen Punkt habe ich begriffen, nur am Rande, meine Frau fühlte sich bereits ihr ganzes Leben zu bestimmten Frauentypen hingezogen hat dem aber daraus keine Schlüsse ziehen können oder wollen.

      2. Es gibt keinen Weg zurück. Nur den nach vorn (die zwingende Trennung muss gestaltet werden)
      Für mein Verständnis ist dem so. Nur meine Frau sagt, sie möchte sich nicht von mir trennen und vielleicht gibt es noch einen Weg auf dem wir wieder zusammen kommen können. Mittlerweile halte ich diese Aussage für ein "Hintertürchen" das sie sich offen lassen möchte. Sie sagt sie hat mich lieb aber sie möchte auch die tiefe Liebe in ihrem Leben empfinden (zur Zeit kann sie sich das nur mit einer Frau vorstellen).

      Sie ist sich sehr sicher lesbisch zu sein um dies leben zu können muss natürlich eine Trennung erfolgen. Nur tut sie das (noch) nicht. Ich habe das Gefühl sie möchte gern ihr neues Leben erst aufbauen aus der sichern Welt heraus die sie zur Zeit noch hat um dann die Trennung zu vollziehen. Mittlerweile bin ich nicht mehr bereit ihr die Basis für die Neugestaltung ihres weiteren Lebens zu sein. Ich möchte schnellstmöglich eine Entscheidung von ihr wenn sie ihre neue Neigung ausleben möchte dann muss sie sofort gehen ohne Wenn und Aber.

      • "Ich möchte schnellstmöglich eine Entscheidung von ihr"

        "Mittlerweile bin ich nicht mehr bereit ihr die Basis für die Neugestaltung ihres weiteren Lebens zu sein."

        Siehst Du den Widerspruch? Du hast bereits entschieden. Warum wartest Du auf ihre Entscheidung? Eine Freundin von mir sagt gern, wir sind leider groß und müssen daher gut für uns selbst sorgen.
        Natürlich müsste sie für ihren Weg die Verantwortung übernehmen. Aber natürlich musst Du das auch. Und obwohl es lästig, anstrengend und unfair ist, ist es für Dich Zeit, dass Kuddelmuddel, welches sie veranstaltet hat, aufzulösen. Denn seien wir ehrlich. Selbst wenn sie sich nicht trauen würde, die entscheidenden Schritte zu tun. Du könntest in dem Wissen, dass sie lesbisch ist, neben ihr nie wieder glücklich und geliebt leben.

'und möchte noch eine unbestimmte Zeit so weiter mit mir leben. '

Das Problem ist die unbestimmte Zeit, in der du parat stehen sollst, damit sie, wenn sie so weit ist, dich dann fallen lässt. Es ist unfair, dass sie dir ein Minimum an Hoffnung lässt einerseits, aber dazu sagt, dass es sich nur um einen Aufschub handelt.

Ich würde mich jetzt sofort trennen, anstelle einen Tod auf Raten zu sterben.

Vielen dank für die vielen Antworten. Es hilft mir sehr auch die Sichtweise von "Außen" zu haben. Wenn man in dem Prozess der Auseinandersetzung mit diesem Thema ist geht der klare Blick verloren.

Zu folgenden Schlüssen bin gekommen:

1. Meine Frau ist im Prozess ihrer Selbstfindung. Bisher hat sie festgestellt das sie eine lesbische Neigung hat. Nach und nach wird sie sich sicherer das sie lesbisch ist, möchte dies aber im Rahmen ihrer Therapie genau bearbeiten um sich 100% sicher zu sein. Wie lange dies dauert ist offen.
2. Sie hat mich lieb, aber liebt mich nicht (so wie sie Liebe empfinden möchte)
3. Sie meint es gibt einen Weg mit mir aber nur wenn das Ergebnis ihrer Selbstfindung offen ist, d.h. sie möchte kein Ziel vorgegeben haben. Der einzige Weg zurück sei die Aktivierung der Dinge die sie an mir schätzt und lieb hat. Wie lange der Weg dauert ist offen.
4. Ob ich die Kraft habe diesen Weg mit offenen Ende mit ihr gemeinsam zu gehen bin ich mir nicht sicher. Ich frage mich ob die geringe Chance das es wieder (anders) gemeinsam gut wird es rechtfertigt sich selbst zu quälen. Der einzige Grund für mich sind unsere kleinen Kinder die es verdient haben das ihre Eltern sich bemühen die Familie als solches zu erhalten und auch die kleinste Chance zu nutzen.

Top Diskussionen anzeigen