Objektive Meinung

    • (1) 05.08.18 - 19:25
      0815objektiv

      Mein Mann (36!!), Einzelkind, Eltern knapp 200km entfernt wohnend, telefoniert wöchentlich 1x mit seinen Eltern. Wir haben ein Kind (1) und seit es auf der Welt ist, haben wir immer mal wieder Diskussion/Streit wegen den SE. SM ist mir zu neugierig und zu intrigant. Mein Mann, geblendet von ihrer "Fürsorge", (mMn tut sie alles um ihn in Abhängigkeit zu halten) und ich ständig am gegenreden. Ich bin geprägt von den Psycho-Spielchen meiner eigenen Mutter und durchschaue somit ihr Verhalten und sehe es aus einer anderen, unblumigen Perspektive.
      Was möchtr ich hören?
      Vielleicht, ob es normal ist, ständig gefragt zu werden, ob wir bei welchem Wetter auch immer (zur Zeit ja heiß, SZ im DG) gut schlafen, wie wir schlafen, ob wir Fenster offen haben, bei durchzug schlafen, Stechmücken im SZ haben, usw. Mir geht das zu tief in meine Privatsphäre und vor dem Kind war das auch nicht so "ausfragend". Natürlich ist es schön, dass sie Interesse zeigt, aber wie gesagt mir ist das zuviel. Und das versteht mein Mann nicht. Bzw versteht er es, ändert es jedoch nicht. Er sagt, ich solle das doch überhören, was sollte sie davon haben wenn sie das weiß (ja, was hat sie davon?!, würde ich mich an seiner Stelle aber umgekehrt fragen!) und erteilt mir quasi einen Maulkorb. Es gibt natürlich eine Vorgeschichte mit seinen Eltern, sie haben mehrfach sehr böse über mich geschimpft, immer hinter meinem Rücken. Und als es bei einem "Überraschungsbesuch" von ihnen eskaliert ist, haben sie eingelenkt (ohne sich zu entschuldigen!) und wir sollen doch neu anfangen und nach vorne sehen#kratz
      Sie haben sich zB auch hinter unserem Rücken erkundigt, welchen Zinssatz für Kredite (Haus) es bei ihrer Hausbank gibt, nur um ihn mit unserem zu vergleichen und uns dann natürlich unter die Nase zu reiben! So was macht man finde ich nicht, wenn man weiß dass derjenige sich ärgern wird weil er mehr zahlt! Ich weiß auch dass ich sie nicht ändern kann (möchte ich auch nicht!) Ich möchte einfach nur, dass mal NICHT alles und jeder nach ihrer Nase tanzt und ich finde, mein Mann setzt falsche Prioritäten. Ich überlege ernsthaft mich zu trennen (zunächst auf Zeit im Rahmen einer Kur)! Es mag vielleicht nichtig klingen, aber diese Einmischungen in mein/unser Leben lassen mich selbiges einfach nicht mehr genießen! Und wenn mein Mann es nicht geregelt bekommt, einen "normalen" Umgang hinzubekommen (einer macht und er lässt es mit sich machen), sehe ich einfach langsam keine andere Möglichkeit. Noch zur kurzen Erläuterung: ich bin bei einer alleinerziehenden Mutter (Vater früh gestorben) groß geworden und musste daher früh selbstständig sein.
      Nun die Frage ob ich übertreibe oder nicht doch meine Kritik ein fünkchen Berechtigung hat?!
      Wer nur verurteilen möchte, darf dies gern in einem anderen Thread tun#winke

      • Ich finde, du solltest deine kindlichen Traumata aufarbeiten und nicht alles aus deiner Kindheit auf deinen Mann und seine Eltern übertragen. Meine objektive Meinung.

        Scheint mir auch eher Projektion.
        Ich behaupte mal ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter zu haben, wir telefonieren mindestens einmal die Woche, meistens öfter. Und natürlich geht es da auch immer darum, wie man geschlafen hat, wie es sonst geht, was so passiert ist. Finde ich völlig normal.

        (4) 05.08.18 - 19:48

        Psychospielchen kenne ich. Nicht Psychospielchen kenne ich auch.
        Bei meiner Mutter würde ich an die Decke gehen, wenn sie mich harmlose Sachen fragt. Da weiß ich ganz sicher, dass da Psychospielchen dahinter sind. Ist einfach so. Oft genug erlebt.
        Bei meiner Schwiegermutter sind es keine Psychospielchen. Da ist die Frage, ob ich gut schlafen kann, erst gemeint. Da ist sie wirklich an mir interessiert.
        Mit Schwiegermutter könnte ich gerne einmal die Woche telefonieren. Mit meiner Mutter ist jeder Abstand gut.

        Ist schwierig was zu raten. Die Psychospielchen sitzen tief.
        Weil sie so harmlos getarnt sind, ist es schwer. Schwer zu glauben, dass es bei anderen nicht so ist.

        Kur ist eine gute Idee. Fange einfach an.
        Reflektiere, was deine mitgebrachte Angst ist und was wirklich von den Schwiegereltern ausgeht. Ich vermute irgendwas zwischendrin. Ich vermute nicht so wie bei der Mutter und nicht so, wie es gut wäre. Ich vermute irgendwas zwischendrin.

        Such dir dringend Hilfe in therapeutischer Form.
        Das was du erlebt hast ist sicher schlimm. Lerne damit umzugehen oder dich davon zu befreien. Dann kannst du auch leichter selbst reflektieren.

        An Stelle deines Mannes käme ich mir doof vor. Ich würde auf stur stellen. Weil ich selbst Psychospiele hintermir habe, wäre ich mir an seiner Stelle nicht sicher, ob die eigenen Eltern oder die Frau die mit den Spielen ist. Bei dir aus Angst solchen zu erliegen, die Abwehrreaktionen wiederholend, so dass es Einfluss auf die Beziehung hat.

        • (5) 05.08.18 - 19:56
          Objektive Antwort

          Ihr habt aber schon gelesen, dass es eine Vorgeschichte gibt?
          Die TE jetzt einseitig als die mit dem Problem hinzustellen wird der Sachlage nicht gerecht.

      (6) 05.08.18 - 19:54

      Es gibt natürlich eine Vorgeschichte mit seinen Eltern, sie haben mehrfach sehr böse über mich geschimpft, immer hinter meinem Rücken.

      Ist doch logisch, dadurch wurde dein Vertrauen beschädigt und die Beziehung zu deinen SE nachhaltig belastet.
      Was müssten sie tun, dass du ihnen vertrauen kannst?
      Frag dich das und dann setzt euch zusammen. Und wenn es dein Wunsch ist nach mehr Rückzug bzw Privatsphäre, dann kommunizier das klar.
      Aber ihnen ggü. und direkt. Ohne deinen Mann in einen Loyalitätskonflikt zu bringen.

      Viel Glück

      • (7) 05.08.18 - 20:40

        Danke für eure bisherigen Antworten. Psychologische Hilfe hab ich tatsächlich auch schon überlegt.
        Mit meiner SM habe ich vor einem 3/4Jahr offen gesprochen, ein gutes konstruktives Gespräch. Sie verstand mich, sagte dass wir uns ja so ähnlich seien und wir gingen mit gutem Gefühl auseinander. Ich war richtig erleichtert und war zuversichtlich. Und dann gabs schon bald die ersten Telefonate in meiner Abwesenheit, als ich bei der rückbildung war. Da wurde über mich hergezogen. Zu unserer bald darauf folgenden Hochzeit wollte sie gar nicht erscheinen, das hat sie ihrem Sohn natürlich auch noch am selben Tag gesteckt. So was meine ich zB mit Zurückhaltung..
        Was sie tun könnten für ein besseres Verhältnis? Vielleicht erstmal mit einer Entschuldigung angefangen, akzeptieren dass ich ein individuelles Wesen bin mit eigener Geschichte, die mich geprägt hat-so wie sie ihre hat! Sie möchte, dass ihr Sohn auf mich "einwirkt". Warum kann sie mich nicht akzeptieren wie ich bin? Ich bin keine 18 jährige, naive Frau, die frisch von zu Hause ausgezogen ist und nicht weiß wie sie Haushalt und Alltag gestalten soll. Ich bin bereits geformt! Warum kann man sich nicht auf Augenhöhe(!) mit gegenseitigem Respekt gegenüber treten?!

        • Dann könntest du doch anfangen mit der Augenhöhe...

          • (9) 05.08.18 - 20:53

            Das habe ich getan mit dem Gespräch. Es ging auf meine Initiative hin, obwohl die Beleidigungen ausschließlich von ihrer Seite kamen!
            Sie versucht einfach immer wieder, mich zum Kind zu degradieren. Beispiel: sie fragt mich, ob ich für den Umzug meinen Telefonanschluss umgemeldet habe! Ich habe ihr dann auch ehrlich gesagt, dass ich mich über die Frage sehr gewundert habe, da es weiß Gott nicht mein erster Umzug ist.

            • Du fühlst dich auf den Schlips getreten, weil du gefragt wirst, ob du dein Telefon umgemeldet hast? Ich bleibe dabei, überdenke am besten deine eigene Weltanschauung. Und auf Augenhöhe heißt, dass du ihr für diese Frage dankst und ihr sagst, dass du dein Telefon umgemeldet hast und es dabei belässt. Lass sie doch fragen was sie möchte. Du fühlst dich durch einfache Fragen nach dem Wetter schon beleidigt.

        (11) 05.08.18 - 20:49

        Ich weiß es sind viele kleine Dinge die ich hier aufführe als Beispiel. Aber es sind Dinge, die mir zeigen wie seine Prioritäten liegen und da liegt mein Problem. Er hat in meinen Augen die Wandlung vom Sohn zum Vater nicht vollzogen, genauso wie sie sich als Zweitmutter ihres Enkels versteht, sie benimmt sich als hätte sie ein zweites Kind geboren.

        • Na, die Probleme scheinen ja vielfältig zu sein.... Erst nur die Schwiegermutter, jetzt ist auch beim Mann das Problem. Also ehrlich, ich glaube, dass irgendwie du das Problem bist...

          Mir scheint du hast die Wandlung vom gekränkten Teenager, zur entspannten, souveränen , erwachsenen Frau nicht vollzogen.
          Lass sie doch Reden.Du suchst in den Krümeln.
          Du stellst deinem Sohn natürlich später mal keine unnötigen Fragen.#augen

          Deshalb eine Trennung in Erwägung zu ziehen, lässt eine Therapie wirklich angeraten erscheinen.

Für mich ist kein wirkliches Einmischen / keine Intrige erkennbar.

1x wöchentlich telefonieren bei 200km Entfernung auch eher wenig.

Was hast du für ein Problem -dein Mann ist ihr Kind!?? Klar dass sie sich interessieren!

Was möchtest du denn später noch von deinem Kind erfahren? Wie oft würdest du es gerne sprechen / sehen / hören wie es ihm geht und ob es gut geschlafen hat? Wie interessiert wärst du an deinem späteren Enkelkind?

Zu tief in die Privatsphäre wenn sie fragen wie ihr schlaft und nach Stechmücken?!
Bei der Hausbank ein Vergleichsangebot einholen find ich auch nicht schlimm!
Meinst du etwa die tun das um dich zu ärgern oder euch zu schaden?

Woher weißt du dass sie anfangs über dich gelästert haben?
Uns wenn es ein schlechter Start war...
Weiter unten schreibst du ihr hättet euch ausgesprochen?
Dann belass es doch dabei und lass sie an eurem Leben teil haben. Immerhin hat euer Kind -und das ist nicht dein Eigentum- auch Gene der Großeltern! Und sie wohnen 200km (!) weit weg!

Meine Schwiegermutter mag keinen Partner ihrer 3 Kinder. Trotzdem obliegt es meinem Mann den Umgang mit ihr zu pflegen wie er möchte. Immerhin ist er ein eigenständiger Mensch.

Davon hängt auch nicht ab ob ich mein Leben genießen kann oder nicht...

Mach dich mal frei davon, kann echt gerade nur den Kopf schütteln...

  • (15) 05.08.18 - 22:02

    Durch die Aussprache haben die Beleidigungen erst angefangen wie ich weiter oben schon schrieb...
    Von den Beleidigungen habe ich von meinem Mann erfahren weil er ebenso aus allen Wolken gefallen ist wie ich, weil er eben auch dachte, es sei jetzt alles geklärt.
    Ich finde 1x wöchentlich telefonieren auch nicht schlimm aber es ist ihre Art der Fragerei. Sie fragt nicht nur einmal ob und wie wir schlafen, sondern hakt ungelogen noch 3mal nach! Auch so wenn wir was erzählen oder eine Entscheidung treffen wird mehrfach hinterfragt statt einfach mal andere Meinungen zu akzeptieren. Das nervt meinen Mann übrigens ebenso und er hat es auch schonmal angesprochen. Es kommt nur nix bei ihnen an.
    Und beim Thema Telefonanschluss soll ich meine Klappe halten?! Warum tut sie das nicht mal?
    Natürlich meint sie es nicht böse, das habe ich nirgends behauptet. Dennoch bin ich nicht ihr Kind und sie ist auch nicht meine erste Ansprechpartnerin.

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