Geburtstag ohne Kinder

    • (1) 06.08.18 - 18:51
      Ohnekindergehen

      Wir sind zum 50. Geburtstag in der Familie eingeladen. Überraschungsparty im kleinen Freundes u Familienkreis hieß es. Seit Wochen wird geplant wer was macht organisiert usw.
      Nun kommt heute eine whatsapp dass wir ohne Kinder eingeladen sind, es vergessen wurde früher zu sagen. Wenige Tage vor der Feier. Fühle mich etwas vor den Kopf gestoßen. Meine Kinder sind 4 und 6. Das Gastgeberkind ist 12 und dabei. Ansonsten keine Ahnung.
      Die Gastgeber haben selbst 4 Kinder 3 davon ü16. Diese waren immer bei Feiern dabei. Niemals wäre es in die Tüte gekommen sie ohne Kinder einzuladen ohne dass es Theater gibt.
      Meine Kinder wissen noch nichts davon dass sie ausgeladen sind. Ich weiß auch noch nicht genau ob u wer sie nimmt für die Zeit.
      Da ich im Moment geschäftlich viel Urlaubsvertretung mache muss meine Mutter oft einspringen u ich nerve sie ungern noch am Wochenende mit Betreuungsaufgaben :(
      Bin irgendwie einfach gerade enttäuscht dass wir nicht als Familie hin sollen...

      • (2) 06.08.18 - 19:01

        Jeder feiert so wie er möchte. Entweder ihr bekommt einen Babysitter, oder geht eben nicht hin. Ich bräuchte locker 1-2 Monate Vorlauf dafür.

        Wenn wir ohne Kinder eingeladen sind (was selten vor kommt), dann versuche ich sie zu meinen Eltern zu bringen, oder es geht einer von uns nicht.

        Mein Mann feiert diesen Monat seinen 40. und am liebsten hätten wir auch keine Kinder dabei (außer unsere 3 natürlich). Ich mach es nur nicht, weil ich keine Lust auf Unstimmigkeiten gibt. Was ich total doof finde, denn wir fühlen uns mit dem ein oder anderen Kind hier unwohl.

        Beleidigt sein ist blödsinnig. Organisiert sie weg, oder eben nicht.

        Grundsätzlich darf jeder selber entscheiden ob und wie er feiern möchte.
        Die Eingeladenen dürfen jedoch ebenfalls selber entscheiden, ob sie zu den vom Gastgeber definierten Konditionen teilnehmen können und wollen.
        Die doch sehr kurzfristige Info, Kinder wären nicht eingeladen, nachdem die Kinder sich bereits gefreut hatten (ehrlich, gibt es sowas? Meine hätten sich nie, nie, niemals gefreut über so einen Anlass) ist suboptimal.
        Ich würde in mich rein hören, habe ich denn tatsächlich Lust zur Feier zu gehen?
        Wenn ja: Kinderbetreuung organisieren und hingehen, aber klar und sachlich erwähnen, dass die Info zu kurzfristig war.
        Wenn nein: würde ich sachlich absagen, tut mir leid, ist nun mal leider zu kurzfristig um noch Betreuung zu organisieren. Oder tut mir leid, ich bevorzuge es mein freies Wochenende mit meinen Kindern zu verbringen. Irgend sowas.

          • Meine sechs Kinder haben Anlässe dieser Art stets verabscheut.

            Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich als Kind Familienfeiern auch nur eine Sekunde lang etwas positives abgewinnen konnte.

            Wenn wir in der Kernfamilie feiern (eigene Kinder, plus Schwiegermutter und nun auch die Partner der ältesten Töchter) sieht es anders aus, das mögen alle.

            • (7) 08.08.18 - 09:51

              Echt jetzt?
              Für uns waren das als Kinder absolute Highlights - lag vielleicht auch dran, dass da immer ein Haufen Kinder waren, mit denen wir durch den Garten etc gesetzt sind. Wir haben uns da stundenlang alleine beschäftigt, waren abseits der erwachsenen und haben die Langweiler ihr Ding machen lassen 😉

      Die späte Benachrichtigung ist ärgerlich, klar.

      Ansonsten verstehe ich das aber durchaus. Wir haben im Freundeskreis gerade noch einige Kinder zwischen 3 und 6 und teilweise sind Feiern echt ein Krampf und machen nur noch wenig Freude.
      Die meisten Kinder laufen eben nicht mehr so mit wie das bei uns früher war, sondern ständig müssen Extrawürste gebraten werden, allein beschäftigen ist auch mau und irgendeines heult immer. Schön auch, wenn man bei einer Feier im Garten blöd angeschaut wird, wenn man in der Nähe (nicht neben!) einem Kind raucht.
      Zudem gehen die Eltern dann meist sehr früh (wenn die Party gerade anfängt eine zu sein) oder sind eh' nur mit den Kindern beschäftigt, die ihnen permanent am Rockzipfel hängen.
      Bei der nächsten großen Party werden wir auch keine Kinder dabei haben wollen.
      Klingt hart, ist aber so.

      Ihr seid doch jeden Tag eine Familie, amüsiert Euch doch einen Abend lang einfach mal nur als Paar!

      LG, katzz

    Hallo,

    wir haben das dieses Jahr ähnlich erlebt. Wir sind eingeladen, unsere Kinder jedoch nicht.

    Wir haben dankend abgesagt, unter diesen Bedingungen lege ich nicht Wert darauf einen runden Geburtstag zu feiern.
    Auch die Hochzeitsfeier zu der wir eingeladen wurden, haben wir abgesagt.

    Der Gastgeber bestimmt, wie gefeiert wird.
    Aber der geladene Gast bestimmt, ob er den Konditionen zustimmt oder nicht.

    Uns gibt es nur mit Kindern, eine Betreuung in der Familie gibt es nicht und einen externen Babysitter kann ich mir nicht leisten.
    Kompromisse wurden abgelehnt seitens der Gastgeber, damit ist unsere Konsequenz eben, dass wir nicht kommen.


    Überlegt in Ruhe, ob ihr hin wollt unter diesen Bedingungen oder eben nicht.
    Manchen ist so eine Feier sehr wichtig, anderen bedeutet es eben weniger ...

    • Und dann sagt ihr tatsächlich komplett ab? Wieso ist nicht einer von euch zu Hause geblieben und wenigstens der andere dann zur Feier gegangen?

      • Ja wir haben komplett abgesagt.

        Wir legen keinen Wert auf Geburtstagsfeiern, wir gehen hin, wenn wir geladen wurden, weil man sonst enttäuscht sein würde. Aber wir persönlich legen mehr Wert auf Dinge, die uns als Familie mehr gefallen als auf Partys zu gehen.
        Wir Erwachsenen feiern unsere Geburtstage auch nicht mehr. Für die Kinder wird auf deren Wunsch natürlich ein Event daraus gemacht.

        Ich mag gesellschaftliche Zwänge nicht gerne und wenn man mir noch so deutlich aufzeigt, wie kinderfeindlich Deutschland geworden ist, habe ich erst recht keine Lust auf solche Events.
        Und ich finde das einfach kinderfeindlich, wenn man sagt: Kinder stören sowieso.
        Es ist ein Teil Erziehungssache und ein Teil Einstellungssache.

        Wenn irgendwer von uns Erwachsenen Wert darauf legen würde, allein zu einem Geburtstag zu gehen, wäre dies möglich. Keiner zwingt den anderen zu Hause zu bleiben. Arbeiten, Firmenfeiern sind ja auch stets nur für den Mitarbeiter ausgelegt und somit gehen wir getrennt hin, unseren Sport betreiben wir getrennt in jeweils anderen Vereinen. Termine mit den Kindern nimmt meist nur einer von uns wahr usw - es bleibt also unter dem Strich ohnehin wenig Familienzeit.

        Aber die wenige Freizeit die uns bleibt, teilen wir ungern für Sachen auf, bei denen man uns deutlich zeigt, dass unsere Kinder stören würden. Dann halt komplett ohne uns.
        Zumal die Kinder wohl in 10 Jahren kaum noch mit uns unterwegs sein wollen. Da werden sie andere Hobbys haben und somit genießen wir diese intensiven Familienwochenenden umso mehr, denn der Zeitpunkt x kommt, an dem sie flügge werden. Sollten wir dann inzwischen Wert auf Geburtstage und Co legen, könnten wir dies immer noch dann nachholen.

        Zum Glück kann man sich im Gegensatz zu seiner Familie seine Freunde aussuchen und die haben Verständnis für unser Denken und berücksichtigen das. Nennt man Toleranz …
        Zumal man sich ohnehin mit ähnlich denkenden Menschen umgibt. Zb Leuten, die sich als Paar zusammenschreiben ließen beim Standesamt, danach essen waren und fertig. Ganz ohne das künstliche Größer, Höher, Weiter …
        Eine komplett andere Lebenseinstellung eben ;-)

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