Partner leidet unter meiner Vergangenheit

    • (1) 24.08.18 - 08:32

      Hallo,

      Ich möchte gar nicht großartig drum herum schreiben. Wie es die Überschrift schon sagt, mein Partner leidet. Ursache dafür ist meine Vergangenheit, ich wurde als kind psychisch, körperlich misshandelt und sexuell missbraucht. Ich kam irgendwann nicht mehr drum herum meinem Partner davon zu erzählen, das diese Misshandlungen und der Missbrauch bei mir schwerwiegende Folgen und Spuren hinterlassen hat und das unsere Beziehung mächtig ins wanken gebracht hat. .. Seitdem möchte er es sich zur Aufgabe machen, mir zu helfen, mir das Päckchen abzunehmen oder es zumindest leichter zu machen. Das funktioniert natürlich nicht und das zieht ihn runter und enttäuscht ihn. Es tut mir so schrecklich leid, ich bereue sogar ihm davon erzählt zu haben, es war niemals meine Absicht irgendwem mein Leid aufzudrücken, als ich es ihm damals erzählte sollte es eher dazu dienen, dass er sich besser fühlt, dass er versteht warum ich so bin wie ich nunmal bin und, dass das alles nichts mit ihm zu tun hat und er gewisse Dinge nicht persönlich nimmt.

      Momentan habe ich so schlimme Schuldgefühle ihm gegenüber, dass ich überlege ob es für ihn, langfristig, nicht besser wäre wenn ich die Beziehung beende.

      Gibt es hier Opfer in einer Partnerschaft? Oder ist euer Partner Opfer? Wie lebt ihr euren Alltag? Hat jemand Ratschläge wie man sich gegenseitig vor diesem Szenario schützen kann?

      Danke schonmal im Voraus.

      • (2) 24.08.18 - 08:57

        Es ist schlimm, dass du als Kind so etwas erleben musstest.

        Hast du dir keine Hilfe von außen geholt, um zu versuchen, das Erlebte zu verarbeiten?

        • (3) 24.08.18 - 09:09

          Ich hatte natürlich schon diverse Therapien, aber da kam nie dieser Missbrauch zur Sprache. Nächste Woche beginne ich dann eine Therapie. Ich hoffe sie bringt mir etwas, denn in den letzten 3 Monaten geht alles drunter und drüber, dieses Thema ist allgegenwärtig, Flashbacks und Alpträume bestimmen meinen Tag, darunter leidet mein Partner natürlich sehr.

          • (4) 24.08.18 - 09:45

            Hallo.

            Ich find es schon mal gut, dass du überhaupt jetzt drüber redest. Aber dieses Thema gehört wirklich auch in die Therapie. Du hast dich deinem Partner geöffnet, möchtest aber nicht, dass er dieses Päckchen mitträgt. Somit liegt es an dir, dieses in der Therapie zu verarbeiten und da musst du dich öffnen. Tue es, sonst fühlt sich dein Partner immer verantwortlich dafür. Und das, wie du schreibst, wird deine Beziehung vernichten.

            Alles, alles Gute und viel Kraft für deine kleine Familie.

            LG

            PS: Vielleicht sollte dein Partner auch mal mitkommen, um zu lernen auch damit umzugehen oder Tipps zu bekommen.

      (5) 24.08.18 - 09:40

      Ich wünsche dir, dass deine nächste Therapie dein alltägliches Leid mindern und dir den Umgang mit deiner Vergangenheit erleichtern kann.

      Das Problem ist, dass einem nahestehende Mitmenschen immer das Bedürfnis haben "zu helfen" und dass sie nur selten verstehen können oder erst lernen müssen zu verstehen, dass sie nicht helfen können. Akzeptanz ist das Einzige, was Unterstützung bringt.

      Eventuell kann dein Partner an der ein oder anderen Therapiesitzung teilnehmen um zu verstehen, dass er dir nicht wirklich hilft, wenn er das Thema immer wieder - auch unbewusst - in den Mittelpunkt rückt.

      (6) 24.08.18 - 10:06

      Wenn das Helfersyndrom in der Partnerschaft erst mal zuschlägt ist es mit Augenhöhe schwierig.

      So wie er versucht Dir Dein Päckchen abzunehmen, würdest Du es ihm mit gleicher Münze heimzahlen, wenn Du ihn verlassen würdest unter dem Vorwand ihn schützen zu wollen. Das wäre eine Art von Spielchen - habt Ihr gar nicht nötig. Ihr wollt Beide das Beste füreinander, das sind wunderbare Voraussetzungen daß etwas heilen kann.

      Die Aufarbeitung (hört sich immer so schwer an dieses Wort - Arbeit, ich sag mal lieber: das sich den eigenen Gefühlen stellen und diese nochmals zu fühlen mit einer neuen liebevollen Betrachtungsweise), ist ja vor allem Deine Aufgabe und da hilft es nicht, wenn er an Dir "herumdoktort" - vllt. kannst Du ihm das so in liebevollerer Weise sagen.

      Daß Du jemanden brauchst der Dich so nimmt wie Du bist, Du Deine "Heilungsschritte" selbst gehst (gehen musst) und Dir wünschst, daß er Dich in den Arm nimmt wenn Du es brauchst und er Dir ebenso Deinen Freiraum lässt.

      Vllt. hilft es auch im mitzuteilen, daß es Dir nicht hilft, wenn er Dir Dein Paket abnimmt, denn dadurch wärst Du abhängig von ihm. Könnte oder wollte er es nicht mehr tragen, würde es Dich erschlagen, wenn es zurück käme. Mal abgesehen davon, daß das gar nicht geht (wie Du schon schrubst ;-)).

      Die Beziehung beenden würde ich nicht, denn aus dieser Bereitschaft einander zu helfen, kann etwas sehr Wertvolles entstehen. Miteinander zu leben, ohne einander zu belasten ist fast unmöglich, das gehört nun mal dazu. Entscheidender ist, daran zu wachsen, wie man dann damit umgeht.

      Du könntest ihn auch hier mitlesen lassen...., das öffnet vllt. seine "Tunnelblick" und er bekommt andere Betrachtungsweisen zur Auswahl. Erst wenn ich verschiedene Möglichkeiten sehe, kann ich mich entscheiden.

      Das Gute im Schlechten ist, daß Menschen mit Missbrauchserfahrung oft viel tiefere Empfindungen haben, das ist vor allem dann besonders, wenn es sich um Liebe, Glück und Dankbarkeit handelt. Ich glaube da willst Du hin.

      • (7) 24.08.18 - 10:59

        Es ist einfach nur schlimm, irgendwie ists egal wie ich es handhabe, es ist falsch... Rede ich nicht, macht ers mir zum Vorwurf und möchte unbedingt teilhaben an meinen Gefühlen und Gedanken. Tu ich dies wie gestern Abend, geht's ihm mega schlecht, gestern so sehr, dass er sich betrunken hat. Was schlecht für much ist, weil betrunkene Männer einer meiner Trigger sind. Auch etwas was er nicht versteht... Oft habe ich ihn schon gebeten nicht in meiner Gegenwart zu trinken oder betrunken nach Hause zu kommen, er soll seinen Spaß haben keine Frage, aber er könnte ja zum Beispiel bei einem Kumpel schlafen. Stattdessen kommt er im suff nach Hause, fängt dann auch noch mit diesem Thema an und macht mir in seinem Zustand Vorwürfe . Das ist natürlich sehr kontraproduktiv. Am nächsten Tag tut es ihm natürlich leid, aber während er dann seinen Rausch ausgeschlafen hat, gehe ich die ganze Nacht durch die Hölle weil ich getriggert wurde und weil mich diese Vorwürfe quälen.

        Nichts desto trotz habe ich Verständnis für seine Situation. Nur so kann es nicht weiter gehen, es ist ein endloser Teufelskreislauf.

        • (8) 24.08.18 - 11:01

          Aha ein Säufer der von seinen eigenen Problemen (Alk) ablenken will.

          • (9) 24.08.18 - 11:32

            Würde ich so nicht behaupten... Er flüchtet sich nunmal datin um das alles irgendwie zu ertragen

            • (10) 24.08.18 - 11:44

              Leute mit Suchtproblemen machen genau das und immer sind andere verantwortlich. Jetzt bist du es und deine Biografie

              Überdenk mal deine Beziehung zu diesem Mann

              • (11) 24.08.18 - 11:54

                Meinst du, dann hätte er diese Sucht schon vor meinem "Outing" haben müssen. Alsi alkohol getrunken hat er schon immer, auf feiern am we oder in der Woche mal ein Feierabendbierchen, aber das würde ich nicht als sucht bezeichnen

                • (12) 24.08.18 - 12:53

                  Das Besorgniserregende ist doch dass er so tut als wärest DU der Grund saufen zu müssen, er rücksichtslos mit deinen Triggern umgeht und dir im Suff Vorwürfe macht die dich noch mehr fertig machen.....

                  Ich bleib dabei der will von seinen Problemen ablenken. Und reißt dich gerade in einen Abgrund.
                  Lies mal selbst was du schreibst wie es dir geht wenn er sich so besäuft.

                  (13) 24.08.18 - 16:57

                  Eine Tendenz, Sorgen in Alkohol zu ertränken hatte er ganz sicher schon vorher. Nur hatte er eben gerade keine anderen Sorgen, aber irgendwann wäre schon ein Auslöser gekommen. Stress im Job, eigener Vater krank, kaputter Rücken, schwierige Phase der Beziehung...

                  Und jetzt bist eben du seine Ausrede. Das ist aber sein ernstes Alkoholproblem. Normale Menschen bleiben Zuhause wenn es ihnen mies geht, die treffen sich nicht mit anderen zum Saufen.

                  Und dich triggert er damit auch noch, so dass ihr euch gegenseitig hochschaukelt. Der Auslöser ist aber eher seine Sauferei, vorher ging es dir besser, oder?

                  • (14) 24.08.18 - 18:56

                    Ja es wäre gelogen wenn ich behaupte die würde mur nichts ausmachen, ja es triggert much, und das ganz übel, anschließend bin ich allein, weil er ja seinen rausch ausschläft, das ist schon sehr belastend und Kräfte zehrend :(

                    • (15) 24.08.18 - 22:37

                      Sag ihm ganz klar, während er nüchtern ist, dass er entweder aufhören muss zu trinken, oder sich eine andere Wohnung suchen muss. In einer Wohnung geht das so nicht. Er triggert dich, weil er besoffen meint, er braucht nicht bei einem Kumpel schlafen, und dir geht es damit zu schlecht.

                      Wenn er dich wirklich liebt und kein Suchtproblem hat, sollte es kein Problem sein, bis Silvester keinen Tropfen zu trinken. Das wären vier Monate ohne massiven Trigger für dich.

                      Wenn er meint, dass er trotzdem trinken muss weil ein Kumpel Geburtstag hat, Kirchweih ist oder sonst was, dann ist es mit seiner Liebe und Unterstützung doch wohl nicht so weit her, wie er sagt.

                      Und dazu die Therapie, dann kannst du dich erst Mal wieder richtig fangen.

                      Er muss aber echt aufhören zu saufen. Oder danach in seine eigene Wohnung gehen.

        (16) 24.08.18 - 11:09

        Ich finde es schon den falschen Ansatz, dass er dir überhaupt etwas zum Vorwurf macht. Meiner Ansicht nach sollte man niemanden dazu zwingen, über "solche Dinge" zu reden. Man kann signalisieren, dass man immer da ist, um zuzuhören. Zum Reden drängen würde ich aber nie jemanden, alleine das muss er schon verstehen lernen.

        Er muss auch erst einmal das Bewusstsein erlangen, dass jedes Gespräch für dich emotional extrem anstrengend ist und du danach völlig ausgelaugt bist. Das ist nicht, als würde man über das Wetter reden. Auch bringen die Gespräch ihm vielleicht Gewissheit darüber, was dir angetan wurde. Das hilft aber letzten Endes keinem von euch beiden, wenn er dich danach belastet, indem er leidet. Er muss, wenn er teilhaben will, einen anderen Weg der Kompensation finden als dich oder Alkohol.

        Dass er nicht respektieren kann, dass du ihn in alkoholisiertem Zustand nicht erleben möchtest zeigt, dass er (noch) nichts verstanden hat. Anstatt mit dir über die konkreten Ereignisse zu sprechen, sollte er ernst nehmen, wie er deinen Alltag erleichtern kann.

        • (17) 24.08.18 - 11:31

          Ich habe ihm auch schon gesagt, dass auch er einen Gesprächspartner braucht, einfach um sich mitzuteilen wie es ihm mit dieser ganzen Situation, dass wäre schon eine mega Alternative statt dieser Vorwürfe. Die beinhalten wirklich alles... er fühlt sich ungerecht behandelt, er braucht mehr liebe, er fühlt sich ungeliebt, er hat von mir als Person nichts mehr wenn ich mich ständig zurück ziehe, immer geht's nur um mich, anstatt im selbst Mitleid zu versinken soll ich anfangen zu reden, durch mein Schweigen leidet die ganze Familie usw

          • (18) 24.08.18 - 14:04

            Puh, das ist ja ein dickes Ding. Mir erscheint es nun fast so, als leide dein Partner an ADS oder er ist etwas Selbstverliebt. Es scheint in Gesprächen nicht darum zu gehen, wie er dir helfen kann.

            Er "zwingt dich", ihm deine Geschichte zu erzählen, damit er sich hinterher im Selbstmitleid suhlen kann und dir mitteilt, wie du dich seiner Ansicht nach nun zu verhalten hast.

            Das ist rücksichtslos und nichts anderes...

      (19) 24.08.18 - 11:53

      Hallo,

      wenn ich das richtig lese, braucht Dein Partner Unterstützung dabei, sich abzugrenzen von Deiner Geschichte. Er steigert sich da richtig rein und gibt Dir dann die doppelte Ladung zurück, so sieht es für mich aus. Da muss aber ER an sich arbeiten, das kannst Du nicht auch noch auffangen.
      Kannst Du ihm das vermitteln? Oder könnt Ihr zusammen zu einer Beratung gehen?

      Ich habe mich in letzter Zeit vermehrt mit diesem Thema auseinandergesetzt und mein vorläufiges Ergebnis ist, dass man sich als Partner(in) eben gerade NICHT in dieser Form auf die Probleme des anderen einlassen darf. Zuhören ja - Reinsteigern nein. ;-) Halt geben und unterstützen kann man nur, wenn man selber ruhig bleibt und sich abgrenzt.

      Alles Gute Dir.

      (20) 24.08.18 - 12:20

      Das verändert die Situation ein wenig. Ich glaube Du tust gut daran Dich abzugrenzen von ihm. Du weißt ja schon von Dir selbst, daß er Dein Paket nicht tragen/heilen kann.
      Das gilt umgekehrt genauso.

      Ihr solltet Euch beide fragen, können und wollen wir unsere Beziehung weiterführen und welche Voraussetzungen müssen hierzu erfüllt sein?

      Falls Du eine Familienaufstellung in Betracht ziehst, dann mache diese bitte ohne Deinen Partner. Ein neutrales unvoreingenommenes Umfeld ist Voraussetzung, gerade dann wenn man das noch nicht so oft gemacht hat. Abgrenzung ist gerade hier das Allerwichtigste.

(21) 24.08.18 - 10:51

Hallo,

Ich bin Pflegemami und bei uns wohnt seit vier Jahren ein kleines Mädchen das in den ersten drei Lebensjahren mitmachen musste wo wir nicht wissen wird es weiter geht. Sievist ein drogenkind, gepaart mit körperlicher und emotionaler Gewalt und einem sexualisierten Verhalten. Wir wissen nicht allles über sie und sievist eine erwachsene Person die sich und ihren körper ablehnt. Einiges wird dir davon sicher bekannt vorkommen. Füreine Therapie ist sie noch zu jung, aber sie lebt zwischen drei Welten. Die eine Welt ist die Vergangenheit, die zweite sind wir und die dritte ist ihre Fiktion.
Ob sie es je schafft damit umgehen zu können? Wir wissen es nicht.

Das was ich dir mit auf den Weg geben möchte ist das du den Mut hast Inder Therapie die Dinge aufzuarbeiten die du bisher gescheut hast.
Ich selbst komme von einer narzisstischen Mutter und einem dominanten Vater der jedoch bei meiner Mutter in die opferrolle schlüpfte. Es hat lange gedauert sich dem zu stellen, habe alles verdrängt bis unsere Tochter einzog. Ich habe den Kontakt abgebrrochen und nach einer Therapeutin zu suchen der ich emonational so vertraue das Thema anzugehen. Mein Mann war mit vielen Dingen zeitweise überfordert. Wir waren irgendwann mal zu einer Familienaufstellung. Ich denke es wäre sinnvoll wenn ihr gemeinsam euch Hilfe sucht. Er kann dir die Last nicht abnehmen aber vielleicht kannst du ihm irgendwann das Gefühl geben das es gut ist das er für dich da ist.

Viele Grüße geli

  • (22) 24.08.18 - 10:59

    Und wieso ein Pflegekind wenn du so viele eigene Probleme hast?!

    • (23) 24.08.18 - 11:11

      >> habe alles verdrängt bis unsere Tochter einzog. <<

      Selbsterklärend.

      • (24) 24.08.18 - 11:18

        Absolut nicht!

        • (25) 25.08.18 - 22:54

          Es gibt viele Menschen die arrangieren sich mit dem was in der Kindheit passiert. Ich verschwieg sehr oft meine Herkunft und zwar weil ich alles im Überfluss hatte und meine Eltern sehr gern damit hausieren gingen. Es gab nur einen Haken an der Sache - ich musste immer besser sein als alle anderen. In sehr jungen Jahren bin ich ausgezogen und fand einen Menschen der mir Freundin und Mutter zugleich war. Ich fand einen partner (nicht der norm entsprechend), war beruflich erfolgreich und weit genug aus dem schussfeld meiner Mutter. Zwei Kinder kamen in unser Leben und auch diese waren vom alter noch für meine alte Dame so verkaufbar als wäre ich schwanger gewesen obwohl wir aus unserer unfruchtbarkeit nie ein Geheimnis gemacht haben.
          Und dann kam da dieses zauberhafte kleine Wesen. Sie ist unsere Tochter, und wüsste ich nicht ganz genau das mein Mann unfruchtbar ist - sie könnte vom optisch und vom Wesen seine leibliche Tochter sein. Die Maus hat aber bedingt durch ihre Vergangenheit am Anfang ein Verhalten gehabt für das ich ihr heute sehr dankbar bin. Unsere Tochter hatte einen emotionalen kleinwuchs und weitere Baustellen.
          Sie war nicht wie andere Kinder bestechlich und sprach mit einer Ehrlichkeit Dinge aus die manche Menschen abschreckte.
          So hart es auch klingt unsere Tochter hat einfach den falschen Namen für meine Eltern, und sie ist ein Kind aus einer Welt die es für sie nicht gibt obwohl es das drogenproblem schon seit dem Krieg gibt. So wie bei vielen pflegeeltern war die Maus ein absolutes wunschkind. Weder mein Mann noch ich wären auf die Idee gekommen dass ein Name der nicht typisch ist für unser Land für soviel Ablehnung und Missfallen sorgt und das zwischen Kindern emotionale und materielle Unterschiede gemacht werden die nicht nachvollziehbar waren.
          Unsere Kinder haben ihre baucheltern - diese sind ihre Gene und ihre Vergangenheit. Mein Mann und ich geben Ihnen eine Zukunft so wie viele andere Familien auch die ein pflege- oder adoptivkind ein Zuhause geben. Ich glaube es gibt kaum eine Familie wo nicht irgend wann mal was im Argen ist. Man sollte nur irgendwann mal den Mut haben sich dem ganzen zu stellen und das aufzuarbeiten. Unsere Kinder haben viele Großeltern. Meine Schwiegereltern sind körperlich am greifbarsten. Meine Tochter will wenn der Zeitpunkt da ist nicht nur ihrer Mutter fragen stellen- sondern auch meinen Eltern.

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