Mitteilung eines neuen Familienmitgliedes?

    • (1) 26.08.18 - 09:57
      Harmoniesuechtige

      Hallo Allerseits,
      mein Mann hat keinen Kontakt mehr zu seinem (rechtlichen) Vater. Es ist eine längere Patchworkgeschichte mit vielen Tiefen und wenigen Höhen: Er wusste bis zu seinem 10 Lebensjahr nicht, dass der Ehemann seiner Mutter nicht sein leiblicher und rechtlicher Vater ist. Sein Nachname ist der des Stiefvaters. Gab Streit um Unterhalt zwischen KM und KV. Wobei ich bei Gespächen mit meiner Schwiegermutter das Gefühl hatte, dass es nur keine Adoption gab, weil man Unterhalt haben wollte/ brauchte. Der KV hat sich aber um eine Ausbildungsstelle für meinen Mann gekümmert. Danach ist er aber einfach nicht zu einem ausgemachten Treffen gekommen. Er ist umgezogen ohne meinem Mann die Adresse mitzuteilen. Damals war mein Mann 17 Jahre alt. Verletzte Gefühle auf beiden Seiten..
      Zu unserer Hochzeit wollte mein Mann ihn nicht einladen und das habe ich so akzeptiert. Feiern tut man nur mit Menschen die einem am Herzen liegen.
      Jetzt bekommen wir Nachwuchs.
      In meiner Familie gibt es bisher keine Scheidungen und wir kommunizieren alle miteinander. Klar streiten wir auch mal aber wir reden hinterher miteinander und feiern zusammen. Natürlich teile ich allen die Geburt mit auch der Familie meines Mannes. Nun will er aber nicht, dass ich seinen Vater aufspüre und ihm eine Karte schicke. Ich werde seine Meinung natürlich akzeptieren, wenn ich ihn nicht umgestimmt bekomme. ABER ich finde es schon wichtig, dass der "Opa" weiß, dass er eine Enkelin hat. Was er mit der Info macht, ist dann seine Sache. Wenn er sowas für die Zukunft nicht will, ist mir das auch recht. Falls er Kontakt haben möchte, würde ich das mit meinem Mann verhandeln.
      Ich verstehe, dass mein Mann keine Bindung zu diesem Mann hat. Das war damals einfach anders als heute. Ich kenne viele funktionierende Patchworkfamilien. Kommunikation und gegenseitiges Verständnis sind dafür wichtig. Nicht alles war schlecht am KV (z. B. Ausbildungsstelle und Unterhaltsleistungen).
      Wie seht ihr das? Welche Argumente könnte ich ihm gegenüber bringen? Welche sprechen eurer Meinung nach gegen eine Kontaktaufnahme?
      Vielen Dank vorab für eure Meinungen!

      • Es gibt ein schlagendes Argument: Dein Mann möchte das nicht! Meinst du nicht, das reicht als Argument? Das sollte respektiert werden? Seitens des biologischen Vaters scheint ebenfalls kein Interesse an Kontakt zu bestehen, sonst wäre er nicht unbekannt verzogen.

        "ABER ich finde es schon wichtig, dass der "Opa" weiß, dass er eine Enkelin hat."

        Warum ist das wichtiger, als die Bedürfnisse und Wünsche Deines Mannes einfach so zu akzeptieren, wie er sie Dir bereits erklärt hat?

        Gegen eine Kontaktaufnahme spricht, dass dein Mann das nicht will. Ende.

        Akzeptiere das doch bitte. Es ist seine persönliche Angelegeneheit und daran ändert weder eure Heirat noch euer gemeinsames Kind etwas.

        LG

      • Hallo ich dreh das mal auf unsere situation um ich habe kein kontakt mit meinem erzeuger hab ihn kennengelernt fand ihn scheiße und der fall ist für mich erledigt.

        Würde mein mann nun auf so ne idee kommen wie du würde ich ihn fragen ob er noch ganz bei trost ist.

        Meine Entscheidung ob ich so etwas möchte oder nicht.
        Würde er es hinter meinem rücken machen dann hätten wir ein ernsthaftes problem.

        Mein Rat also an dich akzeptiere die Entscheidung deines Mannes.

        Den Mann intreressiert sein Sohn nicht, also wird ihn seine Enkelin noch viel weniger interessieren...

      • Welche Argumente könnte ich ihm gegenüber bringen? 

        Kein einziges.

        (8) 26.08.18 - 11:07

        Liebe Harmoniesüchtige!

        Mein Mann hat eine ganz andere Biografie als deiner, aber auch er möchte aus verschiedenen Gründen keinen Kontakt zu seiner Herkunftsfamilie. Er hat mich ihnen bis heute nicht vorgestellt, sie waren weder über unsere Hochzeit informiert nocht eingeladen. Wir würden sie auch nicht über Nachwuchs informieren.

        Ich selber komme wie du aus intakten normalen Verhältnissen und habe das anfangs weder nachvollziehen, noch verstehen können und immer wieder versucht, meinen Mann zu Kontakt zu drängen. Das steht mir aber nicht zu. Es ist seins, nur seins. Ich habe mittlerweile verstanden, dass ich ihn lassen muss, er darf bestimmen. Ich kann, wenn es mir möglich ist, den Weg bei Kontaktaufnahme mitgehen. Mittlerweile weiß ich aber gar nicht, ob mir an dem Kontakt gelegen wäre.

        Mein gut gemeinter Rat: Lass deinen Mann in Ruhe! Er entscheidet alleine. Es geht dich nichts an. Du hast nicht erlebt, was er erlebt hat. Es ist nicht deine Familie um die es geht.

        Es gibt keine Argumente für oder gegen eine Kontaktaufnahme. Du hast hier nicht zu diskutieren, du würdest deinen Mann "vergewaltigen" wenn du ihn zu irgendetwas zwingen würdest. Du musst deinen Mann nicht verstehen, du musst seine Haltung akzeptieren.

        Du stellst dir mutmaßlich vor, dass deinem Kind ein Opa fehlt, dass dem Opa ein Enkel fehlt. Das ist nicht so. Da wird nichts so perfekt sein, wie du es dir ausmalst. Dort war noch nie etwas perfekt, sonst wäre es nicht so wie es ist. Dein Kind wird gute Großeltern haben, deine Eltern, gute Verwandtschaft, deine Verwandtschaft. Und wenn es irgendwann mal nach dem anderen Opa fragt, dann ist es an deinem Mann, es zu entscheiden, nicht an dir!!!!

        Herzliche Grüße

        Dein Mann ist mündig und sollte auch so behandelt werden.

        Nicht jeder hat ein chichi Leben, wo alles glatt geht und alle nach einem Streit wieder so lieb zueinander sind...leider oftmals auch mehr Schein als Sein,
        Wieviele Familien habe ich kennengelernt, die immer so toll waren aber wirklich miteinander haben sie dennoch nicht geredet, weil sie wussten, das es den grössten Ärger gibt,.

        Das die Familie deines Mannes bitte in Ruhe, akzeptiere dein Mann wie er ist...und vor allem misch dich nicht in seine Vergangenheit ein.

        lisa

        "Ich werde seine Meinung natürlich akzeptieren, wenn ich ihn nicht umgestimmt bekomme".

        Das ist die einzig richtige Haltung. Alles andere ist übergriffig.

        Du bist nicht "harmoniesüchtig", du bist dominant, übergriffig und respektlos! Man bekommt fast Beklemmungen, wenn man liest, wie dreist du meinst, dich über die Bedürfnisse deines Mannes hinwegsetzten zu müssen. Es ist für ihn sicher schon schwer genug, mit dem Thema abzuschließen, aber nein, in deinem unreifen "junge-Mutter-Mitteilungsdrang" muss du wieder und wieder in der Wunde herum bohren. Furchtbar egozentrisch und grausam!

        Hallo!

        Auch wenn Du gerade voller Hormone bist, die dir sagen, dass die ganze Welt rosarot ist und nach Einhornpupsen riecht - so ist es nicht.

        Dem biologischen Vater deines Mannes geht schon sein eigener Sohn gepflegt am Arsch vorbei, und so war es auch schon immer. Das wird bei einem Enkelkind nicht anders sein. Wenn ihr da Kontakt aufnehmt, wird es nur zu immer neuen Enttäuschungen kommen, weil der Mann das Kind nicht kennenlernen will, nicht zur Taufe kommen möchte und auch sonst kein Interesse daran hat.

        Sobald deine Hormone nachlassen, tut dir das auch unendlich weh, so wie es bei deinem Mann schon jetzt ist. Er weiß, wie es laufen wird, und will seine Gefühle schützen. das ist völlig ok so.

        Ich finde in der Hinsicht muss man beide Seiten sehen und hören. Ich kann den Vater in gewisser weise verstehen er sollte als zahl Vater dienen aber durfte keine Rechte am Kind wahren. Ich würde ihn aufspüren und ihm die Karte schicken vielleicht würde er sich freuen vielleicht auch nicht das kann man nicht sagen. Es wäre natürlich wichtig zu wissen warum er den Kontakt abgebrochen hat. Ich kenne seine Gründe nicht das macht es schwer es zu verstehen. Vielleicht lebt er auch gar nicht mehr oder, oder, oder es kann 1001 Grund geben und nur er allein kann es erklären. Ich würde so argumentieren das du es getan hast damit eine Art Anstand gewahrt hast und dich nicht mit ihm auf eine Stufe gestellt hast und dann siehst was dabei rum kommt. Wäre ihm sein Sohn egal gewesen hätte er weder Unterhalt gezahlt noch die Ausbildungsstelle organisiert.

        • Und die Wünsche ihres Mannes soll die Themeneröffnerin ignorieren, später sagen ich habs ja nur gut gemeint.....
          Das nenne ich aber mal einen tollen Rat aus der Rubrik "Respekt in der Partnerschaft"

          Hinter dem Rücken ihres Mannes, der das ablehnt, dessen leiblichen Vater ausfindig zu machen und ihn über das Kind zu informieren, hat nichts mit Anstand zu tun, das ist einfach nur übergriffig und respektlos beiden Männern gegenüber. Es geht hier um zwei erwachsene münduge Menschen, die ohne Unterstützund der TE Kontakt haben könnten, wenn sie wollten!

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