Wunsch nach großer Familie, aber Mann nicht. Bin so traurig.

    • (1) 28.08.18 - 04:16

      Ich suche nicht wirklich Rat, nur einen Ort, um mir etwas von der Seele zu schreiben.

      Ich bin so unendlich traurig und kann es einfach nicht abstellen. Als mein Mann und ich zusammen gekommen sind, haben wir von vielen Kindern gesprochen. Wir wollte gern 3 und dieser Wunsch hat sich bis heute bei mir gehalten. Ich dachte, da wären wir uns einig und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das mal ein Problem sein würde.

      Wir führen eine gute Beziehung, haben 2 Kinder 2 und 5 Jahre alt. Wir beide haben gute Jobs und das Familienleben klappt auch. Mein Mann hat nach dem 2. Kind immer wieder Bemerkungen gemacht, dass es alles gut ist so wie es ist und Andeutungen gemacht, dass es mit Kindern reicht. Ich habe ihm die Zeit gegeben und das Kinderthema lange Zeit nicht mehr angesprochen. Aber der Wunsch ist bei mir immer da und wird immer stärker. Ich kann es nicht abstellen und die Vorstellung dass Schluß sein sollte, ist für mich sehr schwer zu ertragen.

      Ich habe lange gewartet, um das Thema erneut anzusprechen. Ich kann mit meinem Mann eigentlich über alles sprechen, nur vor diesem Gespräch hatte ich Angst, weil befürchtete, dass es negative enden wird. Wahrscheinlich wollte ich diese Illusion von einem weiteren Kind so lange wir möglich aufrecht erhalten.
      Nun habe ich es aber nicht mehr ausgealten und in einem guten Moment ihn auf unserer weiteren Familienplanung angesprochen. Wie vermutet, er will kein weiteres Kind mehr und ist froh über mehr Zeit, um seine ganzen Projekte (nicht unbedingt mit der Arbeit verbunden) zu verfolgen.

      Obwohl ich es geahnt habe (die Hoffnung stirbt zuletzt), war ich so geschockt, dass mein (und ich dachte auch immer unser)Traum so zerstört wurde. Ich konnte nur noch weinen und tue es immer noch. Daraufhin ist er richtig böse geworden. Ich wäre egoistisch und würde nur an mich denken. Ich könnte nicht zufrieden sein mit dem was wir haben. Das stimmt nicht. Ich bin nicht undankbar und ich weiß sehr wohl zu schätzen, dass wir 2 wundervolle, gesunde Kinder haben. Es hat nichts damit zu tun. Dabei war es ja kein Geheimnis, dass wir 3 Kinder wollten. Natürlich kann er seine Meinung ändern, aber er kann nicht erwarten, dass ich das auch mache. Eigentlich bin ich nicht selbstsüchtig mit dem Kinderwunsch. Ich finde Geschwisterliebe ist etwas tolles und ich denke eigentlich an später, wenn sie gross sind und in der ganzen Welt verstreut sind. Dann ist es doch schön, wenn man Familie hat. Wir leben nicht in DE und unsere Familien leben in verschiedenen Länders. Unsere Kinder wachsen sehr international auf und Oma und Opa sind weit weg. Um so schöner ist es doch, Geschwister zu haben.

      Eigentlich bin ich nur so unendlich traurig und weiß nicht, ob ich damit umgehen kann. Ein bisschen schwanger geht eben nicht. Seine Seite ist legitim, aber ebenso meine. Ich kann diesen Wunsch nicht abstellen und finde es unfair, dass er es von mir verlangt.
      Ich weiß nicht ob es ok ist das zu sagen oder zu denken, aber ich fühle mich wie betrogen. Wir sind mit den gleichen Vorstellungen in diese Beziehung gegangen und ich bin so traurig, dass es sich verändert hat.

      Ich denke nicht an Trennung, aber gleichzeitig weiß ich, dass es mich zutiefst traurig macht und es wird an mir nagen.

      Einen Rat gibt es sowieso nicht, wir sind es, die in dieser Beziehung leben. Ich musste das nur einmal loswerden.

      Danke!

      • Hallo!

        Also einen Rat habe ich nicht. Ich verstehe euch beide. Kinder sind was wunderbares. Aber auch sehr fordernd. Ich kenne mehrere Paare, wo einseitig noch Kinderwunsch bestand. Ich kann deinen Mann verstehen, dass er noch andere Pläne hat.

        Vielleicht lässt ihr das Thema eine Weile ganz links liegen und ihr schaut mal was in 1-2 Jahren ist. Es tut mir leid für dich aber übers Knie brechen kann man nicht. Für ein Kind sollten schon beide bereit sein.

        LG Gabi

        Bei uns ist es andersherum: wir haben drei Kinder (eins hat mein Mann mitgebracht, zwei gemeinsame) und mein Mann hätte gerne noch eins, aber ich nicht.

        Ich finde es eine riesige Herausforderung, Kinder groß zu ziehen und ordentlich zu begleiten. Ich habe da auch große Ansprüche an mich selber, und noch ein Kind würde mich kräftemäßig an meine Grenzen bringen. Außerdem gibt es in meinen Augen noch so viele interessante andere Dinge in diesem Leben zu tun, ausser Kinder zu haben. ;-)

        Außerdem ist es so schön für die Kinder, wenn ich mit ihnen im Kinderbecken plantsche oder Bahnen schwimme oder Kopfsprung übe, statt wieder im Babybecken herum zu hängen. Mit im Kletterwald klettere, statt mit Manduca auf dem Boden hin und her gehe. Etc.pp....

        Und ich genieße es so, mal wieder "ich" sein zu können und nicht immer wieder die gleichen Babybücher vorzulesen.

        Soll jetzt nicht heißen, dass du das auch fühlen sollst, aber so geht es mir. Mein Mann hat das akzeptiert, besonders auf dem Campingplatz, als wir so froh waren, einrn entspannten Urlaub mit unseren Schul- und Vorschulkindern zu genießen, während um uns rum die Kleinkinder quakten und wir ausreiten könnten, statt immer wieder die gleichen 5 Meter mit einem Baby oder Kleinkind zu watscheln....da war er es dann doch endgültig zufrieden. ;-)

        (4) 28.08.18 - 08:40

        Hallo,

        auch wenn du nicht wirklich Antworten haben möchtest, so schreibe ich einfach mal auf, was mir so spontan dazu einfällt. Kann es sein, dass in deinem Umfeld einige Frauen schwanger sind, und deine Hormone spielen verrückt (nicht böse gemeint)?

        Eure Kinder sind noch jung, ihr sicher auch, da ist ein Nachzügler durchaus noch drin, selbst in 5 oder 6 Jahren. Vielleicht ändert sich die Meinung deines Mannes doch noch einmal. Dein Mann denkt sicher rational, es läuft gerade alles so gut bei euch, ihr habt wieder etwas mehr Freiheiten. Die Kinder wachsen und gedeihen (auch ohne Großeltern in der Nähe). Mit einem weiteren Kind ändert sich das Leben wieder gewaltig, es muss mehr aufs Geld geschaut werden, die Wohnung ist u.U. zu klein, das Auto ebenso, die persönlichen Freiheiten werden wieder weniger. Vielleicht hat er auch großen Respekt vor diesen möglichen Veränderungen.

        Dass du deshalb nun seit gestern durchweinst, empfinde ich als übertrieben und emotionale Erpressung. Sicher kannst du das nicht auf Knopfdruck abstellen, aber du steigerst dich zu sehr hinein. Du gestehst deinem Mann zwar eine eigene Meinung zu, stehst aber nicht dahinter. Wie du schon selbst geschrieben hast, die Lebensplanung kann sich auch ändern, sie ist ja nicht in Stein gehauen. Außerdem finde ich es ehrlich und mutig von ihm zu sagen, dass er kein Kind mehr möchte. Ich glaube, du wärst viel enttäuschter, wenn er dich vertröstet ohne Ende, um dir dann irgendwann zu sagen, dass er schon gleich nach dem zweiten Kind keines mehr wollte.

        Und die Sache mit der Geschwisterliebe ist in meinen Augen eine romantische Vorstellung aber keine Argumentation. Es ist nicht automatisch, dass Geschwister sich immer heiß und innig lieben. Manchmal passt es, aber manchmal sind die Charaktere eben verschieden oder der Altersunterschied so groß, dass von dieser Geschwisterliebe, wie du sie dir erträumst (oder einredest) keine Rede sein kann. Ich habe z.B. einen Bruder, der nur 1,5 Jahre älter ist. Obwohl wir nur 15 Minuten auseinander wohnen, sehen wir uns nur ein oder zwei Mal pro Jahr. Aber nicht, weil wir uns hassen, sondern so verschieden sind, dass wir nicht so viel miteinander anfangen können.

        Konzentriere dich auf das Hier und Jetzt, komm mit dir selbst ins Reine und lege den Kinderwunsch auf Eis. In einer echten Partnerschaft müssen beide dahinter stehen. Wie schon geschrieben, vielleicht ändert er seine Meinung, wenn er nicht unter Druck gesetzt wird. Und bitte, mach deinem Mann keine Vorwürfe. Das kann einen schlimmen Knick in die Beziehung bringen, selbst wenn du nicht direkt ausspricht, wie enttäuscht du von ihm bist. Vielleicht ist er ja auch enttäuscht von dir, weil du seine Argumente nicht ernst nimmst.

        Viele Grüße

      • Ich kann Dir keinen wirklichen Rat geben, aber das kann wohl niemand.

        Ich möchte Dir nur zu bedenken geben, dass es Dir nichts bringen wird, darauf zu beharren, was am Anfang mal im Raum stand. Vorstellungen ändern sich eben, besonders wenn man so einschneidende Veränderungen erlebt wie eine Familiengründung. Es kann sich meiner Meinung nach einfach niemand vorher so genau vorstellen, wie es wirklich ist, Kinder zu haben. Wie schön, aber auch wie anstrengend es manchmal sein kann, emotional, körperlich, auf allen Ebenen. Wie schwer es auch manchmal ist, sich selbst komplett hintenan zu stellen und auf so vieles zu verzichten. Da kann ich jeden verstehen, der nach einer Zeit mit so großen Veränderungen sagt: das habe ich mir so nicht vorgestellt. Ich habe meine Meinung geändert. Das ist vollkommen in Ordnung so und das solltest Du akzeptieren.

        Ich finde auch große Familien toll. Ich habe einen Bruder und denke manchmal, mehr wäre doch auch super. Trotzdem habe ich selbst nur zwei Kinder. Ich weiß einfach meine Freiräume, die sich in der Zwischenzeit wieder ergeben haben, so sehr zu schätzen, ich würde um nichts in der Welt ein weiteres Kind bekommen wollen.

        Ich kann Deine Enttäuschung verstehen. Aber wie Du selbst schon gesagt hast, können sich Vorstellungen und Meinungen ändern und so ist es bei euch gekommen. Ein Kind muss (sollte) nunmal von beiden Eltern gewollt sein. Da gibt es leider keinen Kompromiss.
        Ich denke, Du brauchst jetzt einfach Zeit, den Entschluss zu akzeptieren. Trauer ist erlaubt! Gib Dir die zeit.
        Aber dann schau nach vorne und verwirkliche Deine Träume und Ziele im Leben mit anderen Dingen. Eine glückliche und stabile Partnerschaft ist doch sooooo viel mehr wert als eine zerrüttete Beziehung mit dann 3 Kindern. Und mit dem, was ihr habt, hast Du wirklich viel mehr, als viele andere Mütter und Väter.

      • Ich denke mal, Dein Mann hat nun nach zwei Kindern gesehen, wie anstrengend und fordernd Kinder sein können - und das geht ja noch an die 18-20 Jahre so, je nachdem wann sie mit der Ausbildung fertig sind.
        Nun läuft es gut und er möchte es genauso weiter haben - sehr verständlich.
        Glaub mir, bis Du zwei Kinder durch alle Schulen, die Pubertät und Ausbildung durch hast, bleiben noch sehr viel Geld und viele Nerven auf der Strecke. Das ist absolut nicht pessimistisch oder negativ gemeint, sondern eben eigene Erfahrung. Babys sind was Schönes und toll zum Knuddeln - aber bei mehrfachem Durchlebens der Pubertät hast Du einige graue Haare mehr.
        Ich bekomme es gerade hautnah mit - eine Nachbarin, 2 Schuljungs, einer in der Kita und ein Eineinhalbjähriges. Sie würde heute keine 4 Kinder mehr haben wollen und meinte erst am Sonntag wörtlich "welcher Teufel hat mich da bloß geritten". Dauerknatsch und Eifersucht zwischen den drei Jungs, gerne auch mit Prügeleien und die kleine Schwester lernt...und beobachtet...und lernt - und teilt auch schon aus. Sie bleiben eben keine süßen kleinen Babys #cool Die Idealvorstellung von sich immer liebenden Geschwistern trifft wirklich nicht immer zu.
        Ihr habt zwei gesunde Kinder und ein gutes Leben - manchmal muss man vielleicht auch zufrieden sein. Vielleicht sieht es ja in einem oder zwei Jahren nochmal anders aus, aber durch dauerndes Drängen und Weinen wirst Du Deinen Mann nicht umstimmen.
        Wenn ihr jeder nur auf euer "Recht" besteht, Du auf ein drittes Kind und er darauf, dass er keines mehr will, wird's schwierig. Warte einfach mal ab. Der Spruch, kommt Zeit, kommt Rat, gilt immer noch.
        LG Moni

        • das erinnert mich stark eine eine Freundin....drei Kids in vier Jahren bekommen...Stress pur obwohl Grosseltern da waren und wirklich viel und gerne aufgepasst haben.
          Mann hat viel gearbeitet und sie wollte noch mehr Kinder...absolut Traum von Grossfamilie.

          Tja, sie lebt jetzt alleine, die Kids beim Mann, damit sie im Haus bleiben können und seine Eltern weiterhin helfen können.
          Heute eine gute Ehe zu führen ist eh schon schwierig und viele Kinder sind auch kein garant, das es klappt, sondern eher ein Grund mehr zur Scheidung.

          lg
          lisa

      Ich würde auch nicht darauf beharren was ihr vor x Jahren mal geplant hattet. Zwischen Theorie und Praxis besteht immer ein Unterschied. Viele korrigieren ihre Pläne nach unten sobald sie praktisch wissen wie anspruchsvoll Kindererziehung ist und auch wie umfassend lange sich diese Verpflichtung ziehen kann. Ich kann dich verstehen, aber auch deinen Mann und vielleicht kannst du versuchen auch ein bisschen froh darüber zu sein, dass er so ehrlich war seine Bedenken Grenzen mit dir zu teilen. Es hat ihm sicher keinen Spaß gemacht deine Träume zu zerstören. Er wird ja auch gespürt haben, was du eigentlich möchtest und er möchte jetzt natürlich auch von dir trotzdem akzeptiert und geliebt werden und sich verstanden fühlen.

      Das ist jetzt natürlich nicht so einfach. Aber es lohnt nicht böse auf ihn zu sein. Da hat er Recht. Es ist kein bewusster Betrug.

      Es ist einfach, dass man mehr Erfahrungen im Leben sammelt und da verändern sich Dinge. Das hat nichts mit eurer Partnerschaft oder mit dir zu tun. Er traut es sich einfach selbst nicht zu und hat vielleicht auch neue Wünsche für sein weiteres Leben.

      Wie steht es denn da eigentlich mit dir? Gibt es nicht auch Sachen für die du gerne mehr Zeit hättest. Wenn du jetzt nicht mehr von vorne anfangen musst, kannst du genau daran pfeilen.

      Früher wollte ich Biologien werden und ich wollte auswandern und ich wollte dies und das....und Gott sei Dank habe ich das jetzt alles nicht und dafür, das Leben das ich habe. Ich wollte auch mal mehr Kinder, aber ich denke, so wie es jetzt ist, fällt für die Kinder die ich jetzt habe mehr Zeit, mehr Raum, mehr Geld und bessere Unterstützung in der Bildung und Ausbildung ab, als wenn ich noch mehr Kinder hätte. Das muss man ja auch sehen mit Kindern, dass der Wunsch den man selber hat nicht nur vereinbar mit dem Partner ist, sondern nicht auch zu stark zulasten der bereits vorhandenen Kinder geht. Unsere müssten bei noch mehr Kindern in der Vorpubertat ein Zimmer teilen und so viel für Ausbildung Studium sparen, ginge dann auch nicht. Ist zwar ein blöder Vergleich, aber manchmal ist ja Qualität besser als Quantität. :P

      (10) 28.08.18 - 12:21

      Huhu
      Also ich habe eine große Familie, obwohl mein Mann ursprünglich nur 2 Kinder wollte.
      Wenn bei mir der Kinderwunsch groß war, dann setzte ich erstmal die Verhütung ab. Natürlich wusste mein Mann davon und konnte selbst verhüten. Das tat er dann meist erstmal auch. Über meinen Zyklus wusste er bescheid und konnte so selbst bestimmen, wie viel Risiko er eingehen möchte. Und er wurde dann immer recht schnell risikobereiter. Wenn ich dann nicht schwanger war, obwohl wir das Risiko 3-4 Tage vor den Es eingegangen waren, dann schien er selbst plötzlich traurig zu sein. Nun hatte auch er einen Kinderwunsch und wir versuchten es dann ganz bewusst!

      Ich glaube Männer müssen sich oft erstmal an den Gedanken gewöhnen und sicherstellen, dass es der Frau auch ernst damit ist. Deshalb würde ich das Thema auch nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Ein Kinderwunsch verschwindet nicht einfach so und wir Frauen haben ja auch eine tickende biologische Uhr. Wir haben dieses eine Leben und sollten tun, was uns glücklich macht

      (11) 28.08.18 - 12:27

      Pläne und Wünsche dürfen sich ändern, bei jedem von Euch. Und Partnerschaft ist ein immerwährender Prozess und Kompromiss. Nur in den seltensten Fällen ist alles deckungsgleich.

      Spinn den Gedanken doch mal weiter: Du beharrst auf dem Kind, er will nicht, was dann?
      Gehst Du? Hauptsache Kind egal von wem? Dann wäre er nur ein Werkzeug für Dich gewesen auch keine schöne Vorstellung.
      Wenn Du Dich trennst, ist es noch lange nicht gesagt, daß Du jemanden findest der ein weiteres Kind mit Dir will. Oder wäre Dir das egal? Hauptsache dem Partner gezeigt wo der Hammer hängt?

      Schau mal hinter die Kulisse, was treibt Deinen Mann an? Wovor hat er Angst wenn noch ein Kind käme? Auf was müsste er/ihr verzichten? Wie hat er die Zeit mit Euren beiden Kleinen empfunden? Ich könnte mir gut vorstellen, daß er hier immer wieder an seine Grenzen gekommen ist (wie die meisten) und das nicht mehr möchte.

      Was treibt Dich an, außer dem "Mutter sein"? Welche Projekte gibt es sonst noch?
      Auf mich wirkt das so ein bisschen, wie ein Hund der sich verbissen hat und nicht mehr loslassen kann/ will.

      (12) 28.08.18 - 13:21

      Hallo.

      Manchmal ist die Vorplanung anders als die Umsetzung. Ich wollte eigentlich immer "nur" zwei Kinder. Naja, jetzt habe ich vier. Die dritte ist, wie sagt man so schön, ein Unfall. Nein nicht wirklich, aber nicht geplant. Sie war, zumindest von meiner Seite her, trotzdem sehr willkommen. Danach war die Planung wirklich abgeschlossen. Dachte ich. Dann traf ich meine Jugendliebe wieder, meine Ehe war gescheitert, und wir haben auch zusammen noch ein Kind bekommen. Versuch das zu genießen, was du hast.

      <<<Ich weiß nicht ob es ok ist das zu sagen oder zu denken, aber ich fühle mich wie betrogen. >>>

      Wer soll dich betrogen haben. Nur weil dein Mann nach einer gewissen Zeit und zwei Kindern seine Planung umgestellt hat? Schlimmer würde ich es finden, wenn man Familie plant und dann doch überhaupt keine Kinder möchte. Würdest du denn für ein weiteres Kind dein Mann verlassen, nur damit deine Planung aufgeht? Ich weiß nicht, glaube nicht.

      <<<Ich finde Geschwisterliebe ist etwas tolles und ich denke eigentlich an später, wenn sie gross sind und in der ganzen Welt verstreut sind.>>>

      Dazu reichen aber auch schon zwei Kinder, sie sind ja Geschwister.

      Ich glaube eher, dein Problem liegt darin, dass du deine Kinder nicht "groß" werden lassen kannst. Sie werden immer selbständiger und du hast dann "keine Aufgabe" mehr. Kann das sein? Aber das stimmt nicht. Die Aufgaben werden etwas kompakter und vielleicht auch für dich etwas einfacher. Aber mit Kindern hat man immer Aufgaben.

      Alles Gute und geh mal in dir rein und hör mal, was dir wirklich fehlt.

      LG

      (13) 28.08.18 - 21:04

      Hi,
      das Leben ist Veränderung...bei Dir scheint sie leider stehen geblieben zu sein.
      Ihr seid eine tolle Familie, ihr liebt Euch, seid gesund und es passt.

      Nur weil die Kids keine Massen an Geschwister haben, heisst es nicht, das sie nicht auch so miteinander verbunden sind, egal wo sie leben.
      Ich habe noch 5 Geschwister bin aber eigentlich nur mit einer in Kontakt...zwei habe ich schon fast 20–30 Jahre nicht mehr gesehen und gehört.

      Lerne Dein Leben zu geniessen und zwar so wie es JETZT ist und nicht in deiner romantischen Wunschvorstellung. Nicht das du damit alles kaputt machst.
      Würde mein Mann so agieren, heulen, etc.....sorry, wäre es wohl auch Dauer ein ziemliches Problem zwischen uns.

      Leider liest man sich jede Woche ein ähnliches Posting, das ein Mann sich nicht an das Kinderveraprechen hält, was er vor der Ehe gegeben hat. Eine Frau die sich krampfhaft daran hochzieht, gehört meiner Meinung nach in eine Gesprächstherapie.

      lg
      lisa

      Mir gehts genauso. Nur dass ich ein 2. Kind möchte. Seit März geht das schon so. Ich habe auch geweint und und....
      es bringt nix. Entweder sind die Männer mit vollem Herzen bei der Sache oder eben nicht.. für mich ist es auch grausam. Interessiert das einen ? Nein.
      Da wird man wohl nicht viel machen können. Ich habe auch hier um Rat gefragt, mich ausgekotzt. Zurzeit ist es so, dsss ich es garnicht mehr anspreche. Vor Zwei Wochen zB Kam meine Periode nicht. Dachte schon ich wäre schwanger trotz Spirale. Es ist aber eine Zyste. Mein Mann sah es auf dem Ultraschall. Und doch erwähnte er so nebenbei. Sieht irgendwie aus wie ne Fruchthöhle😄irgendwie hatte ich das Gefühl er wäre enttäuscht gewesen. Vlt hat er sich ja innerlich gefreut wenn ich schwanger wäre. Ich habe den Rat von den lieben Usern befolgt. Es fällt mir sogar leichter nicht ständig darüber zu reden. Ich lasse ihm seine Zeit. Was anderes bleibt mir ja nicht übrig. Ich weiß wie du dich fühlst. Du bist nicht allein. Die Hoffnung stirbt zuletzt

      (15) 29.08.18 - 04:11

      Danke für eure Kommentare.

      Also, ich sitze jetzt nicht den ganzen Tag heulend da, hab ja zwei Kinder und muss arbeiten. Nur bin ich innerlich eben sehr traurig. Ich habe ja gesagt, dass es ok ist, wenn man seine Meinung ändert, aber gleichzeitig bin ich eben sehr enttäuscht. Dieses Gefühl lässt sich nicht von heute auf morgen abstellen und ich werde viel Zeit brauchen, um mich damit abzufinden.

      Es ist eben so, dass ich das Gefühl habe, dass unsere Familie nicht komplett ist. Ich finde, dass dieser Gedanke legitim ist. So wie andere denken, dass es mit 2 Kindern reicht. Schön für die, aber eben nicht für mich. Nicht jeder ist gleich und was für den einen richtig erscheint, muss nicht automatisch richtig für alle sein. Seit der Geburt meines 2. Kindes vor 2 Jahren geht das so und es verschwindet nicht sondern wird immer stärker.

      Ich fand es ein bisschen unfair, mir vorwerfen zu lassen, dass ich egoistisch bin, schließlich denkt er ja auch nur an seine Sachen. Nur seine Meinung zählt und was ich will oder denke ist zweitrangig. So darf es aber auch nicht sein, schließlich ist es auch meine Familie und nicht nur seine.

      Kinder sind eine große Herausforderung, das ist mir klar, schließlich haben wir 2. Ich bin aber gewillt, noch ein Kind zu haben. Finanziell geht es uns gut, das wäre kein Problem.

      Es gibt hier eben keinen Kompromiss, einer muss zurückstecken.

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