Hat diese Ehe langfristig eine Chance?

    • (1) 29.08.18 - 14:29

      Hallo Leute,

      ich bin w 27 und mit meinem Mann seit 3 Jahren zusammen, davon knapp 2 Jahre verheiratet. Er ist 10 Jahre älter als ich und als wir uns kennenlernten, steckte ich in einer depressiven Phase. Er half mir da raus und gab mir das gefühl, geliebt zu werden. Ich habe mich in ihn verliebt und nach ca. 6 Monaten zog er zu mir. 2 Monate später war ich ungewollt schwanger, woraufhin wir beschlossen, zu heiraten (zugegeben, an erster Stelle stand das Kind als Heiratsgrund). Leider verlor ich das Kind im 6. Monat kurz nach unserer Hochzeit und plötzlich änderte sich alles...Ich war total am Boden zerstört und hatte keine Gefühle in mir. Ich konnte meinen Mann nicht ausstehen. Er verarbeitete den Verlust anders, ging viel spazieren, lud seinen Bruder zu uns nach hause ein, den ich nicht ausstehen kann. Wir haben uns in dieser Phase sehr entfremdet und ich schrieb mit einem alten Studienfreund über meine Gefühle und Wünsche, wissend dass mein Studienfreund damals und immer noch auf mich stand.
      Wir kamen uns immer näher ohne uns zu treffen, da er in einer anderen Stadt lebte. Wir schrieben viel über uns als paar, es wurde auch sehr erotisch etc. Nach einer Weile und einem Urlaub entspannte sich die Situation mit meinem Mann wieder und wir erholten uns von der Ehekrise, dennoch blieb ich weiter im Kontakt mit dem anderen und ich hatte das Gefühl, beide Männer zu lieben, bzw. meinen Mann zu lieben, aber eine sehr starke Anziehung zum anderen zu spüren. Wieder ein halbes Jahr später kam die nächste Ehekrise. Mein Mann und ich hatten uns kaum noch was zu sagen, Routine kam hinzu und meine Arbeitslosigkeit seit meinem Verlust machte mir zu schaffen. Wieder dachte ich daran, die Ehe zu lösen und zu meinem Studienfreund zu ziehen, einfach um es zu versuchen. Ich riss mich wieder zusammen und hielt auch diese Ehekrise durch. In dieser Phase ging ich meinem Mann auch fremd (ONS - ich bin auch nicht stolz auf mich)...

      Vor kurzem dann die wohl größte Krise. Der Bruder meines Mannes stand plötzlich vor unserer Wohnung und bat um Obdach, weil er Haus und Job verlor und er hatte keinen Cent in der Tasche. Er nistete sich bei uns ein und zeigte sich überaus undankbar. Z.B. wollte er Geld von uns für Zigaretten, spielte den ganzen Tag mit dem Handy statt sich einen Job oder eine Wohnung zu suchen, was mich tierisch aufgeregt hat und wir stritten täglich wegen dieser Situation. Mein Mann und ich beschlossen sogar gemeinsam, uns zu trennen, weil er es nicht haben konnte, dass ich seinen Bruder nicht abkann. Als Mein Mann seinen Bruder dann eines Tages rausschmiss, hatte er so schlechte Laune, dass er mir sagte, dass ich ihn nicht unterstütze, wenn er mich braucht, dass wir ohne die Schwangerschaft schon längst kein Paar mehr wären und er sein Leben aufgegeben hätte als er zu mir zog. Ich zog wenige Tage später zu meiner Mutter, die mir riet, ihn zu verlassen, aber ich war durcheinander. Mein Mann entschuldigte sich zwar für das Gesagte, ich hatte aber das Gefühl, dass nichts mehr so sein wird wie es war und dass innerhalb weniger Jahre Ehe schon so viele Krisen passiert sind, dass dies mein Leben lang so weitergehen würde. Ich blieb 2 Monate bei meiner Mutter und schrieb wieder intensiver mit meinem Studienfreund. Ich sagte ihm, ich möchte mich trennen, könnte aber nicht, weil ich einfach finanziell total abhängig bin und will mich jetzt total auf mich fokussieren und den Kontakt zunächst einfrieren.

      Mittlerweile sind wieder ein Paar Monate vergangen und es scheint wieder alles gut zu laufen mit der Ehe. Sind zusammen in Urlaub gefahren und es ist wieder ruhiger.

      Ich liebe meinen Mann zwar, aber ich habe mittlerweile auch meine Zweifel, ob ich mit ihm auch die nächsten 30-40 Jahre durchhalten kann. Was denkt ihr? Hat diese Ehe eine Chance oder habt ihr Zweifel?

      Eines Tages kam ich dann

      • Scheinbar gehören dir Auf und Abs zu Eurer Ehe. Und vermutlich wird das auch so weiter gehen. Insofern wird die Ehe auch auf dieser Basis eine Chance haben. Andere Menschen würden das nicht wollen und wieder andere Ehen sind noch viel schlechter und bleiben dennoch zusammen.

        (3) 29.08.18 - 14:55

        Nur ein Tipp : ich würde nicht immer wieder zwischendurch zu dem Jugendfreund gehen, wenn es Probleme gibt. Das sieht aus als ob du dir ihn immer in petto hältst.

        Sorry die Frage...ihr seit 2 Jahre verheiratet und hattet schon, was? 4 Ehekriesen?? Erscheint mir irgendwie so als ob ihr wegen dem Kind damals eine folgenschwere Entscheidung getroffen habt die ihr nun beide bereut. man kann doch nicht ständig in einer Ehekriese stecken, vor allem als noch frisch verheiratetes Paar. wann hattet ihr den Zeit für gute Phasen? Ich verstehe natürlich, das der Verlust von einem Kind hart ist (hab ich auch hinter mir) aber von einer Kriese in die nächste nach 3 Jahren Beziehung finde ich heftig. Also nein, für mich hat diese Ehe keine Chance wenn ihr beide nicht breit seit daran zu arbeiten.

      • Hallo,

        Mit wem hattest du denn den ONS? Mit dem Studienfreund?
        Hast du zurzeit ein Job? Wenn nicht, dann sich die PraktiKa, einen Nebenjob, mach vom Arbeitsamt aus eine Weiterbildung.
        Dann oder parallel geh bitte zu einem Psychotherapeuten. Lerne dich zu lieben und zu akzeptieren. Diese Krisen scheinen von dir auszugehen. Du bist unzufrieden, traurig, vielleicht depressiv.
        Die Ehe hat eine Chance, wenn du was für dich tust. Und bricht den Kontakt mit dem studienfreund. Das sind Hirngespinste.

        Gruss

        • Der ONS war eine Sache mit einem damals unbekannten, den ich bei einer party mit freunden kennengelernt habe.

          Mein Job zur Zeit ist, dass ich meine Doktorarbeit zu Ende schreibe, leider verdiene ich aber nur einen Zuschlaf von ca. 400 Euro...

          Depressiv bin ich eigentlich nicht, klar hat man mal Tiefs, aber bei mir sind sie m.E. begründet. Ich habe damals durch die Schwangerschaft meinen Job an der Uni "verloren" bzw. wurde mein Vertrag nicht verlängert, weil ich schwanger war. Und ich habe manchmal gedacht, es lag an meinem Mann, wäre er nicht gewesen, wäre ich nicht schwanger geworden, hätte ich meinen Job nicht verloren, hätte ich nicht durch die Fehlgeburt gemusst... Das habe ich ihm auch gesagt, als er mir gesagt hätte, er wäre es leid, um diese Beziehung zu kämpfen und dass wir ohne die Schwangerschaft kein Paar mehr wären. Wahrscheinlich harte Worte, aber wir haben uns ausgesprochen. Er liebt mich und ich habe auch Gefühle für ihn. Nur manchmal denke ich, Menschen können sich lieben, aber nicht zuasmmenpassen...Ich habe einfach die Befürchtung, dass sich die sehr kurze Ehe bereits ziemlich oft vor der Trennung wiedergefunden hat und ich weiß nicht, ob man es hinbekommt, noch weiterer solcher Krisen durchzumachen, denn nach jeder Krise geht natürlich immer etwas mehr kaputt...

          • Hallo!

            Grundsätzlich kann eine Ehe an Krisen, die man gemeinsam durchsteht, auch wachsen. Aber du willst die Probleme nicht mit deinem Mann gemeinsam lösen, sondern lässt dich von einem alten Freund trösten. Das ist die eigentliche Ursache, weswegen euch die Krisen weiter entfernen.

            Wenn du dich weiterhin wegen allen Problemen bei einem anderen Mann ausheulst, dann wird es auch nicht besser. Das verletzt ja auch deinen Mann, und nimmt euch die gemeinsamen Gespräche.

            Die Entscheidung liegt bei dir: Schluss mit dem Kontakt zu dem alten Freund, sondern ein ehrlicher Neuanfang. Oder du siehst zu, dass du beruflich auf die beine kommst und trennst dich. Soll jetzt wirklich die Promotion dran schuld sein? Oder doch eher der fehlende Mut?

            Geh mal in einen Retreat mit Dir & frage Dich, was Du "wirklich" willst - unabhängig von Deinem Ehemann oder Deinem ehemaligen Studienfreund. WO willst du heute in 5 & in 10 Jahren stehen? Wie soll Dein Leben dann aussehen? ...Nicht: "Mit wem?" Sondern: "WAS will ICH in / mit MEINEM Leben?" ...und dann kannst Du Dich im nächsten Schritt fragen, ob DAS mit Deinem Mann möglich ist & mit ihm darüber sprechen.... könnte ja auch sein, dass er ähnliche Wünsche hat, ihr das voneinander nur "noch nicht" wisst. ...danach kannst Du besser eine Entscheidung treffen - OHNE Dich zu Deinem Studienfreund "zu flüchten" (im Zweifel führ auch mit ihm ein solches Gespräch!).
            ...evtl. "passen" auch beide nicht zu Deiner Vorstellung DEINES Lebens...
            Alles Gute!

            P.S.: Falls Du ein paar Buchempfehlungen brauchst, um Dich damit intensiver zu beschäftigen, sag Bescheid.

      Innerhalb von nichtmal 2 Jahren Ehe gehst Du fremd, schnäbelst permanent mit diesem Stundienfreund rum, hast X Ehekrisen innerhalb von wenigen Wochen und willst bei Deinem Mann nur noch leben, weil Du finanziell abhängig von ihm bist?
      Sorry, aber das, was Du veranstaltest, ist keine Liebe - weder zu dem einen, noch zu dem anderen. Das ist Lichtjahre entfernt von "Liebe"! Du benimmst Dich unglaublich unreif.
      Wenn man heiratet, sollte in der Regel das Ziel sein, mit diesem Menschen alt werden zu wollen. Das heißt aber auch, man steht zueinander - in guten und in schlechten Zeiten. Man rennt nicht sofort zum nächsten Typen und poppt dort fremd, nur weil man sich momentan mal wieder nicht mit seinem Mann versteht und der Alltag eingekehrt ist (nach nichtmal 2 Jahren Ehe... #klatsch).
      Man setzt sich mit seinem Ehemann zusammen und redet, findet Kompromisse und Lösungen und arbeitet an seiner Ehe!

      Und darüber hinaus: Du bist gerade mal 27 Jahre alt und kinderlos - wieso ist man da von einem Mann finanziell abhängig? Was spricht dagegen, dass Du Dir einen Job suchst und Dein eigenes Geld verdienst?
      Bitte werd erwachsen und übernimnm für Dein leben Verantwortung! Du bist doch keine 14 mehr!

      (10) 30.08.18 - 09:22

      Das wäre mir zu stressig und nervenaufreibend.

      So wirklich zu lieben scheinst du ihn ja nicht. Denke mal dass du Liebe mit Dankbarkeit verwechselst.

      Er hat dir damals in einer schweren Zeit geholfen. Dafür warst du dankbar und hast das mit Liebe verwechselt. Die Ehe kam hauptsächlich wegen der Schwangerschaft zu stande und nun hängst du in der Trittmühle.

      Wärt ihr nicht verheiratet wärst du schon längst gegangen und glücklich mit deinem Schulfreund.

      Das was dich bei deinem Mann hält ist nur seine Verlässlichkeit..Mehr nicht..Meines Erachtens

      (11) 01.09.18 - 19:53

      Ich sehe da in erster Linie von deiner Seite aus eklatante Defizite, um eine stabile Ehe führen zu können, die noch 30-40 Jahre halten soll.

      Du weißt anscheinend nicht was eheliche Treue ist. Mindestens mit zwei Männern bist du fremd gegangen innerhalb von 2 Ehejahren, stimmt das?

      Dein Mann war dir gut genug um dich aus einer depressiven Phase zu holen, gut genug um deinen Lebensunterhalt zu sichern, gut genug um der Vater eures Kindes zu werden, das dann leider nicht geboren wurde.

      Du sagst, du liebst ihn. Aber was verstehst du denn unter Liebe?
      Beim besten Willen, deine Definition von Liebe ist mir schleierhaft.

      Nicht schön ist dass dein Mann den Bruder in die Wohnung geholt hat ohne deine Zustimmung. Das muss ein Ehepaar schon gemeinsam entscheiden. Da müsst ihr noch lernen, besser aufeinander einzugehen und wichtige Entscheidungen gemeinsam zu treffen. An der Stelle hätte ich mich zu den Eltern abgesetzt und gesagt, ich komme wieder wenn der Besuch weg ist.

      Lies mal das Buch "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest" Eva Maria Zurhorst. Den Tipp hab ich hier gelesen, das Buch ist super. Wenn du es gelesen hast, wirst du vielleicht verstehen wonach du bei all deinen Affären und bei deinem Mann suchst. Und wonach er sucht.

      Aber ich möchte dich auch warnen. Mit jedem neuen Seitensprung ruinierst du die Ehe ein Stück mehr und verbaust dir den Rückweg. Das ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer.

      • (12) 04.09.18 - 16:40

        Naja mit einem bin ich ins Bett gegangen, auch wenn da keine Gefühle im Spiel waren. Er hat sich um mich bemüht und ich habe mich der Lust hingegeben und den Kontakt zu ihm dann ruhen lassen. Mit dem Studienfreund, was schon länger läuft, habe ich wenn dann nur emotional betrogen.

        Allerdings habe ich auch hier den Kontakt zunächst abgebrochen. Ich will mich auf meine Doktorarbeit konzentrieren und habe gemerkt, dass diese Dreiecksbeziehung mich sehr angespannt hat. Gelöscht habe ich ihn aus meiner Freundesliste nicht. Er versucht zwar sich hin und wieder bei mir bemerkbar zu machen und schreibt, was ich aber blocke. Ich will mich nur noch auf die Arbeit und meine Ehe konzentriere und will Dinge anders angehen.

        Bisher läuft es auch gut. Oder denkt ihr, dass es nur eine gute Phase ist? Was sind Eure Gedanken?

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