Beziehung am Ende? Seite: 2

            • >>>Alles weitere kann man auch genauso durch VertrĂ€ge und VerfĂŒgungen regeln.<<<

              Klar, kann man. Aber ich möchte wetten, der Anteil der Paare, die das tun, ist verschwindend gering. Ist im Grunde auch umstÀndlich und teurer, als im Standesamt eine Unterschrift zu leisten.

              >>>eine Ehe hat außer erbrechtliche, rententechnische und steuerliche Dinge keinerlei Vorteile gegenĂŒber einem nicht verheirateten Paar.<<<

              Reicht das nicht, das sind doch sehr wichtige Dinge...

              >>>Wir haben nur geheiratet, damit wir alle denselben Nachnamen haben.<<<

              Das ist nicht altmodisch :-)?

        (28) 08.09.18 - 18:07

        Eine Ehe ist in erster Linie ein RechtgeschĂ€ft, das Unterhalt, Erbe und Vertretungsrechte regelt. Daher macht es durchaus Sinn, gemeinsame Kinder an die Eheschließung zu knĂŒpfen, weil damit die Frau im Trennungsfall besser abgesichert ist und im Todesfall erbt.

        Ohne Ehe sollte man zumindest solche Dinge regeln, wÀre schon irgendwo doof, wenn dann der Vater der gemeinsamen Kinder verstirbt und die Freundin nicht erbberechtigt ist. auch sowas wie "wer wird im Krankenhaus informiert" und sonstige Vollmachten sollte man ausstellen.

        Wenn man aus der Ehe nicht immer so viel romantisches Brimborium machen wĂŒrde, sondern einfach mal die rechtliche Seite betrachtet, dann ist das keine schlechte Sache. Da hat man eben das alles auf einmal geregelt, statt etliche Papiere anzusammeln.

        • "weil damit die Frau im Trennungsfall besser abgesichert ist und im Todesfall erbt. "
          Aha... Und was ist mit dem Mann? Welche Vorteile hÀtte der in dieser Konstellation im Falle einer Ehe?

          Ich finde diese Einstellung immer wieder spannend, dieses Absicherungsding im Trennungsfall exklusiv fĂŒr die Frau

          • Na, im umgekehrten Fall, also wenn die Frau stirbt, gilt das doch fĂŒr den Mann natĂŒrlich alles genauso.

            SelbstverstÀndlich hat auch ein Mann Anspruch auf Witwerrente etc.

            Und in aller Regel wird die "Familienarbeit" eben von Frauen erbracht, wÀhrend die MÀnner durchgehend voll arbeiten und entsprechend verdienen. Das bedingt eben eine gewisse finanzielle AbhÀngigkeit.

            • Naja, ist halt ne Einstellungsfrage. Ich versuche zu akzeptieren, dass jeder seinen Weg finden muss, aber wirklich verstehen kann ich dieses Rollenmodell mit all den draus enstehenden Konsequenzen eben dann doch nicht. Dieses Warten darauf, "geheiratet zu werden", weil es sonst finnzielle Nachteile geben könnte. Und dann erst Kinder und dann gibts doch ne Trennung, wie so oft - dann gibts den Hickhack, dass der/die eine Geld will, weil er/sie meint, dass es ihm/ihr zusteht und der/die andere dann aber nicht mehr zahlen will und dass es möglicherweise auch echt knapp fĂŒr alle Beteiligten werden kann. Ich weiß nicht, ob es dass alles wert ist.

              Aber wie gesagt, entscheiden muss das jeder selbst fĂŒr sich. FĂŒr mich wĂ€re sowas nicht mal im nĂ€chsten Leben ne Option.

              • Knapp wird es ja nur deswegen, weil viele Familien die berufliche Situation eines Elternteils deutlich unwichtiger bewertet - und da spielen die MĂ€nner eine maßgebliche Rolle. Als Partner und als Arbeitgeber/Vorgesetzter. Da wird gerne die Kollegin ĂŒbergangen, wenn es um attraktive Posten geht.

                Und nicht jede Ehe geht in die BrĂŒche. Da hat man ja auch Einfluss drauf. Wenn ich mich in der Ehe egoistisch verhalte, dann muss ich mit Konsequenzen rechnen.

                • "Knapp wird es ja nur deswegen, weil viele Familien die berufliche Situation eines Elternteils deutlich unwichtiger bewertet - und da spielen die MĂ€nner eine maßgebliche Rolle. Als Partner und als Arbeitgeber/Vorgesetzter. "

                  Da gebe ich dir teilweise recht. Nur, im Privatleben bestimme ich (als Frau) doch, was ich beruflich mache, was und ob ich arbeite, da wĂŒrde ich mir von niemandem reinquatschen lassen. In der Arbeitswelt gebe ich dir insofern recht, als das die sogenannten Frauenberufe von Hause aus weitaus schlechter bezahlt sind als es angemessen wĂ€re.

                  Dass Frauen bei attraktivĂ©n Posten ĂŒbergangen werden, mag sein, hab ich persönlich noch nicht so erlebt, kann ich aber wirklich ncht beurteilen. Was ich allerdings kenne ist, dass Frauen von sich aus auch hĂ€ufig auf attraktive Posten verzichten, wegen Familie oder einfach, weil es nicht ihr Ding ist. Da spreche ich aus eigener Erfahrung, ich habe seit geraumer Zeit einen gutbezahlten Job und ich könnte sicher mehr verdienen, wenn ich Personalverantwortung hĂ€tte. Will ich aber gar nicht, mir reicht das, was ich habe - allerdings hĂ€tte ich auch nie weniger gemacht, da es dann nicht ausreichen wĂŒrde, auch allein klarzukommen.

                  Meine Kinder waren trotzdem nie lĂ€nger als bis halb vier/vier in Kita/Hort/Freizeitbetreuung, selbst als ich gependelt bin. Bin halt sehr frĂŒh los, der Papa hat das Morgenpensum ĂŒbernommen und ich dafĂŒr das Nachmittagsprocedere.

                  Das muss natĂŒrlich nicht jeder so machen, aber den Einwand, die MĂ€nner (privat) hĂ€tten einen maßgeblichen Einfluss auf die berufliche Situation der Frau, kann ich so nicht gelten lassen. Das liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen und beginnt mit der Ausbildung und Berufswahl und endet mit der Organisation in der Familie, wenn Kinder kommen. Da ich hier aber schon sehr hĂ€ufig lese, dass die MĂŒtter bei jedem Kind mindestens drei Jahre zu Hause bleiben wollen und dann auch noch drei/vier Kinder haben, sehe ich das Problem als hausgemacht. Und leider hat man es nicht immer selbst in der Hand, ob ne Trennung ansteht oder nicht.

Ja Bequemlichkeit!
Die Frau daheim kĂŒmmert sich ja um alles, er kann das tun und lassen, was er will und kommt ins gemachte Nest und bekommt Essen und seine WĂ€sche gewaschen.
Trennungen sind manchmal einseitig.
Ich als Frau wĂŒrd mir das nicht gefallen lassen, sei dir selbst so viel wert, dass du dir das nicht lĂ€nger antust. Trennungen sind immee schwierig, aber wahrscheinlich die beste Entscheidung deines Lebens.

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