vater kennen lernen

    • (1) 11.09.18 - 18:32
      abc511

      Hey an alle,
      Kurze zusammen Fassung. Nach langen hin und her hat meine Frau erfahren wer der Vater Ihres 4 Jährigen Sohnes ist den sie mit in der Beziehung gebracht hat.
      Natürlich will der Vater den jetzt auch kennen lernen. Was ich auch sehr gut heiße.
      Haben den kleinen immer versucht zu erzählen das ich nicht sein leiblicher Vater bin.
      was den kleine natürlich relativ egal wahr da er es noch nicht so wirklich verstehen kann/konnte. er hat ja auch relativ schnell zu mir Papa gesagt worüber ich auch sehr stolz wahr und bin. ( kam von den kleinen aus). Meine Große Angst ist jetzt das ich die Bindung die wir beide Aufgebaut haben in den wissen das ich nicht sein leiblicher Vater bin verlieren könnte. Da der kleine Satansbraten mir verdammt ans Herz gewachsen ist.
      Wie soll man sich am besten verhalten.

      • Hallo!

        Verhalte dich ganz normal. Die Beziehung, die ihr in den letzten Jahren zueinander aufgebaut habt, wiegt sehr viel schwerer als ein paar kurze Treffen mit einem unbekannten Mann. Auch wenn der Kontakt intensiver werden sollte - du bist der Papa, der immer da ist. Der tröstet, wenn das Kind sich weh getan hat, der viel Zeit mit ihm verbringt, es abends ins Bett bringt. Da kommt kein anderer ran, auch wenn er ab und zu mit ihm in den Zoo geht. Das ist nur extra.

        Ich kann deine Angst verstehen. Ich gehe aber davon aus das die Bindung zwischen euch nicht leidet. Du solltest aber versuchen euren "Satansbraten" kindgerecht zu erklären das er sozusagen zwei Väter hat. Seinen richtigen Vater zu leugnen wird auf Dauer nach hinten los gehen weil du damit unglaubwürdig wirst. Ich hoffe das der leibliche Papa mitarbeitet. So z.B. ist der eine Papa "Papa Klaus" und der andere Papa " Papa Otto ". Wenn ihr es so, oder so ähnlich regeln könnt, dann weiß der Kleine immer wie er seine beiden Papas ansprechen kann.

        Warum sollte das Kind denn aufhören, Dich lieb zu haben, nur weil es seinen leiblichen Vater kennenlernt? Genauso gut könnte man ja behaupten, Eltern lieben ihre erstgeborenen Kinder nicht mehr, wenn sie weitere bekommen. Man ersetzt doch nicht einfach einen Menschen durch einen anderen.

      • Hallo.

        Also ich kann nur jetzt von mir berichten. Meine Eltern trennten sich, da war ich drei oder vier. Irgendwie war da schon meiner "neuer Vater" mit im Spiel, sodass ich eigentlich den Übergang nicht so mitbekam. Zu meinem leiblichen Vater hatte ich keinen Kontakt, wurde damals irgendwie unterbunden. Jedoch hat es mir nicht am Vater gefehlt, da mein Stiefvater ein super Ersatzpapa ist. Nach 35 Jahren hatte ich dann Kontakt zu meinem leiblichen Vater, eigentlich nur aus Interesse. Wir haben uns das erste mal wieder gesehen und uns gleich verbunden gefühlt. ABER: Es ist keine Vater-Tochter-Beziehung. Wir sind mehr auf Freundschaft und ich fühle mich mehr zu meinem Stiefvater hingezogen, da er immer für mich da war. Ich habe regelmäßigen Kontakt zu meinem leiblichen Vater und auch er weiß, dass ich nicht diese Gefühle aufbringen kann, wie zu meinem Stiefvater. Aber es ist alles ok, wir verstehen uns super und so fühlen wir uns alle sehr wohl. Ich musste aber natürlich meinen Stiefvater etwas aufmuntern, da er dachte, er hatte mich jetzt "verloren". Aber mittlerweile, hoffe ich doch, weiß er, dass es nicht so ist. Er wird immer mein "Vater" bleiben, da der Bezug zu ihm einfach intensiver ist.

        Wenn du weiterhin so da bist wie bisher, wird er es als natürlich hinnehmen, dass es da noch einen "Papa" gibt. Sei ehrlich und beantworte alle Fragen "kindgerecht" natürlich. Und seh bitte nicht den leibl. Vater als Rivale. Deine Frau wird auch hinter dir stehen. Ihr Erwachsenen müsst natürlich versuchen, miteinander klarzukommen (wenn es geht ohne Streit). Du wirst auch mit Sicherheit oft an Grenzen geraten. Du musst nur "deinem Sohn" zeigen, dass er nichts Falsches macht. Es ist einfach sein Recht, seinen leibl. Vater kennenzulernen. Sollte der Vater über den Jungen Steine in den Weg legen, wird der Kleine es schnell mitbekommen. Kinder wollen keinen Streit.

        Ich habe auch eine Trennung hinter mir mit Kindern. Mein Ex hat die Kinder immer aufgehetzt, bis sie es nicht mehr wollten. Sie haben sich dann zurück gezogen. Und das war dann sein AUS. Mein jetziger Mann hatte auch zeitweise damit zu kämpfen, da er ihn als Rivale sah. Kümmerte er sich doch eigentlich um die Kinder. Aber wie gesagt, mein Ex hat sich selber die Steine in den Weg gelegt und ist darüber gestolpert. Da auch mein jetziger Mann nicht gezeigt hat, dass es ihm eigentlich stört. Er hat es einfach ausgehalten. Und die Mädchen sagen heute noch, er ist unser Vater und war immer für uns da. So meine ich das auch mit meinem "Stief"-Vater. Er ist mein Vater. Er hat uns erzogen und war immer für uns da. Und so wird auch der Kleine es empfinden.

        Ich wünsche alles Gute und viel Kraft und bleib neutral für euch alle.

        LG

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