Alleingänge Ehemann

    • (1) 12.09.18 - 09:43
      Inaktiv

      Guten Morgen,

      Ich habe eine Meinungsverschiedenheit mit meinem Mann- es geht um Wochenenden ohne uns.

      Die Situation ist so das wir zwei Kinder haben, ein Kleinkind (1) und ein Kindergarten Kind, ich bin in Elternzeit und er arbeitet bis 19:00 Uhr/19:30 Uhr.

      Mein Mann kümmert sich nachts nicht ( Stillkind) und schläft ungestört dazu im Gästezimmer. Ich erledige den Haushalt alleine, um 20:00 Uhr wird hier nicht mehr geputzt.

      Am Wochenende haben wir dann ein Familienleben, gemeinsame Mahlzeiten , Ausflüge usw. Am Haus ist auch immer etwas zu machen oder es steht etwas organisatorisches an.

      Manchmal schaffe ich den Haushalt nicht komplett- Bad wischen mit Kleinkind am Bein ist nicht so einfach und erledige einen Teil dann am Wochenende.

      Mein Mann ist manchmal übers Wochenende weg und geht seinen Hobbys nach oder trifft sich mit alten Freunden auf ein gemeinsames Wochenende. Dieses Jahr war er im Januar drei Tage unterwegs und fährt jetzt im September ein Wochenende weg und im November drei Tage. Nun fragt noch jemand an ob mein Mann im September noch ein Wochenende zu Besuch kommt, das Wochenende nach der geplanten Herrentour. Das wird mir zuviel, und darum geht es auch. Mein Mann findet er ist sehr viel zuhause. Ich sehe das anders- er ist nur am Wochenende und im Urlaub wirklich im Familienleben involviert und daher erwarte ich das er diese Zeit mit uns- insbesondere mit den Kindern- verbringt.

      Natürlich ist es ok wenn er ab und zu mal ein Wochenende ohne uns verbringt- aber vier pro Jahr finde ich schon fast grenzwertig.

      Wie seht ihr das? Übertreibe ich? Ich fühle mich etwas übervorteilt. Mag auch an der Elternzeit liegen, ich bin eh schon immer den ganzen Tag mit Baby/ Kleinkind zuhause. Wir haben dieses Jahr einen einwöchigen Urlaub als Familie unternommen, er ist dann mehr Tage ohne uns "unterwegs" wie mit uns.

      Lg und danke für eure Meinung

      • Ob das zuviel ist oder nicht finde ich schwer zu beurteilen.

        Vielleicht könnte man an einer anderen Stelle ansetzen und schauen, dass Du auch mal ein bisschen vor die Tür kommst! Ich kann gut verstehen, dass Du Dich nach einer Woche allein mit den Kindern auf das Wochenende freust und darauf, dass Du mit Deinem Mann einen erwachsenen Ansprechpartner hast. Ich hatte dieses Gefühl n meiner Elternzeit jedenfalls extrem - mir ist da oft die Decke auf den Kopf gefallen, und mein Mann war da am Wochenende eine willkommene Abwechslung.

        Vielleicht könntest Du ja auch mal mit Freundinnen raus, am Wochenende wandern gehen, abends zum Yoga oder auf ein Glas Wein, ins Kino, auf ein Konzert etc. Mir bringt das immer unheimlich viel, und ich bin entspannter im Alltag. Vielleicht kannst Du dann auch mal eher auf Deinen Mann verzichten. :-)

        Naja, 4 Wochenenden von insgesamt 52 pro Jahr finde ich jetzt nicht wirklich viel.
        Ob andere das zu viel oder zu wenig finden, nützt Dir doch aber auch nichts.
        DU findest es zu viel. Dann musst Du ihm das auch so sagen.
        Wichtig finde ich vor allem, dass es ausgeglichen ist. Natürlich kümmerst Du Dich zur Zeit mehr um die Kinder und den Haushalt, da Du ja in Elternzeit bist. Aber ich denke, ein Ende ist ja abzusehen, da das jüngste Kind schon 1 Jahr alt ist und sicherlich nicht mehr ewig gestillt wird, oder?
        Gehst Du denn als Ausgleich für die Abwesenheiten Deines Mannes auch mal unter der Woche oder am Wochenende mit Freundinnen aus? Denn Dein Posting liest sich ja schon so, dass Du Deinem Mann vorwirfst, er würde sich zu wenig kümmern.
        Daher solltet ihr mal gemeinsam darüber reden, wie Du etwas mehr entlastet werden kannst.

        Stelle einfach sicher, dass auch Du 4 Wochenende ohne die Kinder hast. Entweder fährst du allein oder mit einer Freundin. Muss ja nicht teuer sein.
        Außerdem darf dein Mann ruhig mal am Wochenende auch Dich unterstützen.
        Da er bis 19:30 arbeitet - was sicher auch vor den Kindern so war - finde ich es normal das du dich um die Kinder kümmerst.

      • Das Kindergartenkind würde ich ihm auf seine Herrenausflüge schon mitgeben.

        Und auch das Stillkind überlebt mal ein Wochenende ohne Mama (spreche aus Erfahrung!!!) und du kannst mal zum Wellness fahren. Eine Nacht geht das auf jeden Fall.

        An deiner Stelle würde ich ausflippen!

        • "Das Kindergartenkind würde ich ihm auf seine Herrenausflüge schon mitgeben."
          Hab ich an irgendeiner Stelle die Ironie überlesen? #kratz
          Falls das Dein Ernst ist, wundert mich die hohe Scheidungs- und Fremdgehrate in Deutschland echt gar nicht...

        • (7) 12.09.18 - 11:07

          Die "Herren" sind alte Schulfreunde, alle schon Väter und keiner schleppt seine Kinder zum jährlichen Ausflug mit. Besonders spaßig wäre das wohl auch kaum für das große Kind.

          Zu seinem Hobby kann mein Mann die Kinder auch nicht mitnehmen, das wäre zu gefährlich.

          Tatsächlich war ich auch schon mal ein Wochenende mit meiner Freundin zur Wellness. Eins in fünf Jahren. Es ist nicht die Tatsache das er mal ein Wochenende ohne uns verbringt die mich stört- sondern das es in meinen Augen nicht gerade wenige Auszeiten sind die er sich nimmt. Und mir kaum Zeit bleibt selbst mal etwas ohne die Kinder zu unternehmen.

          Aber da sind die Auffassungen wohl ziemlich unterschiedlich.

          • Hast Du denn Deinem Mann das auch mal so gesagt? Wenn Du einforderst, das er mehr Zeit mit der Familie verbringen soll, ist das ja noch mal was ganz anderes als "ich brauche mehr Auszeiten, in denen Du Dich alleine um die Kinder kümmern müsstest."

            • (9) 12.09.18 - 12:02

              Es kommt alles ein bisschen kurz durch das sportliche Arbeitspensum- ist vermutlich in vielen Familien so.

              Ich komme persönlich zu kurz weil ich kaum Auszeiten ohne die Kinder habe, die Kinder haben wenig Zeit mit ihrem Vater und sind sehr auf mich fixiert. Das schränkt mich dann wieder mehr ein. Es kommen auch Aufgaben zu kurz die man als Erwachsener nicht mit Kleinkindern im Schlepptau erledigen kann.

              Natürlich kommt irgendwie auch er zu kurz- er hat ja auch nicht super viel freie Zeit. Ich finde eben gerade das Alter des Jüngsten (12 Monate) ziemlich anstrengend. Ich würde ihm so gerne seine Auszeit gönnen- kann das aber gerade einfach nicht.

          Ja, aber wenn du nur 1 we in 5 Jahren hattest und er jedes Jahr4 WE dann bist du doch selbst schuld! Mach was aus deinem Leben, oder bist Du einfach jemand der nur gerne Jammert?

          • (11) 12.09.18 - 13:25

            Ich habe in den fünf Jahren zwei Babys gestillt, hatte eine schwierige Schwangerschaft mit Krankenhausaufenthalt dazwischen und war arbeiten.

            Am Wochenende war ich froh nach einer Arbeitswoche endlich viel Zeit für mein Kind zu haben. Das geht ihm offensichtlich nicht so, das wurmt mich.

            Das Problem ist eher das ich finde alles hat seine Zeit im Leben- wir sind durch mit Kindern, in wenigen Jahren ist wieder alles einfacher. Aber jetzt könnte man ja mal etwas seine eigenen Interessen zurück stellen und sich gemeinsam um die Kinder kümmern.

            • Aber nur weil DU jede Sekunde Deiner Freizeit am liebsten nur mit Deinen Kindern verbringen willst, muss er das doch nicht genauso machen?#kratz
              Ich finde es total nachvollziehbar, dass man auch MAL was ohne Familie und Kinder macht - er ist doch nicht jedes Wochenende mit den Kumpels unterwegs, sondern eben nur 3-4 mal pro Jahr! Das ist ja nun nicht die Welt. Bleiben immer noch 48 (!!!) Wochenenden, wo er bei seiner Familie ist!

              Wenn Dich wurmt, dass er auch noch ein Leben außerhalb des Vater-seins hat, dann kannst Du entweder:
              - akzeptieren, dass ihr da unterschiedlicher Meinung seid
              oder
              - selbst etwas an Deinem Leben ändern und auch mal was machen, was nicht nur mit Kinderbetüdeln zu tun hat.

              Du nimmst Deinem Mann also übel, dass er andere Bedürfnisse hat, als Du. Für Dich istm klar, dass man in den ersten Jahren die Backen zusammenkneifen und alle eigenen Interessen zurückstellen muss, weil man sich ja nun mal für eine Familie entschieden hat. Wenn das beide Partner so sehen, ist das toll. Ebenso toll ist, wenn beide Partner erkannt haben, dass sie auch Zeiten brauchen, in denen sie etwas nur für sich machen können und dürfen. Wenn das nämlich beide Partner ähnlich sehen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man sich gegenseitg den Rücken freihält für kleinere oder größere Auszeiten. Wenn nun aber beide unterschiedliche Bedürfnisse haben, wird es schwer. Dann hält der eine dem anderen vielleicht anfangs noch gern den Rücken frei, fordert aber für sich keinen Ausgleich ein. Und irgendwann gibts dann einen, der sein Leben "vor der Familie" weiterlebt, und einen, auf dessen Rücken das ausgetragen wird.

              Da muss man dann halt rechtzeitig drüber reden. Und zwar nicht nur über Wochenenden, sondern vor allem über die eigenen Bedürfnisse und die Erwartungen an den anderen. Aber man sollte eben auch respektieren, wenn der Partner andere Bedürfnisse hat, als man selbst. Im besten Fall findet man eine gemeinsame Lösung, im schlimmsten Fall stellt man fest, dass eine Trennung unumgänglich ist.

              Sorry.. aber das sind alles Ausreden! Ich verstehe deinen Mann total! Man nimmt sich als Eltern eh schon total zurück! Da ist es legitim, sich auch mal rauszuziehen . Dann hat man wieder mehr Energie! Ich hatte extrem schwierige SS...unser 1.Kind verstarb als Extremfrühchen, bei meiner Tochter lag ich 6 Monate, davon 3 in der Klinik. Auch ich habe sie 1 Jahr gestillt. Mein Mann arbeitet als Selbständiger bis zu 80 Std. Ich 30 Std. Trotzdem schaffen wir es, etwas für uns zu machen, ohne, dass unser Kind vernachlässigt wird oder der Haushalt wie Sau aussieht. Ähnlich wie dein Mann verbringen wir beide 3 bis 4 Wochenenden alleine bei Wellness und Co. im Jahr.
              Du bist einfach nur stinkig, dass dein Mann es schafft, auch an sich zu denken und du lieber die "Gluckennummer "fährst und motzt.

        Warum bleibt dir kaum Zeit was zu machen? Dein Mann ist doch überwiegend am WE daheim!!!???

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