Mache mir Sorgen um meinen Ex

    • (1) 12.09.18 - 10:59
      11092018

      Guten Morgen,

      eigentlich geht es hier nicht um meine Partnerschaft, aber ich weiß nicht wo ich sonst schreiben sollte. Es geht um meinen Ex von dem ich seit 8 Jahren getrennt lebe. Wir haben einen gemeinsamen Sohn, der regelmäßig Kontakt zu seinem Vater hat und das macht mir ebenfalls Sorgen. Ich muss dazu sagen, dass mein Ex an einer Bipolare Störung leidet, was er, wie ich dachte, durch Therapie und Medikamente, im Griff hatte.

      Trotz unserer gescheiterten Beziehung hatten und haben wir noch immer ein recht freundschaftliches Verhältnis, auch wenn es immer mal wieder Streit gab, haben wir uns am Ende doch irgendwie wieder zusammengerauft. Vor einigen Jahren, wann genau kann ich nicht mehr sagen, fing er an sich mit Verschwörungstheorien zu befassen. Es fing ganz harmlos an. Er schimpfte auf die Politik, sagte alle Politiker seien Korrupt usw. Damals hat er zwar hin und wieder seine Ansichten kundgetan, aber alles noch in einem erträglichen Maß. Seit einiger Zeit ist er ganz verändert. Ich vermute er hat mal wieder eine längere depressive Phase. Er schick allen Freunden und Bekannten über WhatsApp irgendwelche Youtube-Videos über irgendwelche Verschwörungstheorien. Teileweise wirklich sehr kurriose Sachen, die kein normaler Mensch glauben würde. Er schickt das auch seinen Arbeitskollegen und er spricht davon, dass es in Europa bald einen Bürgerkrieg geben würde usw. Er kennt wirklich anscheinend kein anderes Thema mehr. Er befasst sich nur noch damit. Es ist zu eine Obsession geworden. Unser Sohn ist jetzt 12 und sehr beeinflussbar. Seit etwa 2 Jahren gibt es keine festen Besuchszeiten mehr. Mein Sohn besucht seinen Vater, wann immer er will. Wir wohnen in der selben Gegend. Mein Sohn muss nur eine Station mit dem Bus fahren. Übernachten möchte er bei seinem Vater nicht mehr. Manchmal fährt er drei Mal pro Woche hin und manchmal vier Wochen überhaupt nicht. Ich weiß aber dass sie sich per WhatsApp schreiben. Letztens sagte mir mein Sohn, dass es Papa nicht gut gehen würde. Ich habe schon oft Gespräche mit meinem Sohn über seinen Vater gehabt. Ich habe ihm davon erzählt, dass sein Vater krank ist und dass es Phasen gibt, in denen es seinem Vater nicht gut geht. Mein Sohn sagte mir damals, dass er weiß, dass sein Vater etwas "crasy" ist, wie er es ausdrückte, aber ich hatte immer das Gefühl, dass er gut damit umgehen kann. Seit einiger Zeit macht sich mein Sohn ebenfalls Sorgen. Er sagt, so wie jetzt war es noch nie. Vor einigen Wochen traf ich einen Arbeitskollegen von meinem Ex, mit dem er schon befreundet war, als wir noch zusammen waren und auch er fragte mich besorgt, was mit meinem Ex los sei. Er würde sich bei seinen Freunden nicht mehr melden, in der Arbeit wäre er sehr zurückgezogen und pflegte keinen Kontakt mehr zu anderen. Er hat sich völlig eingeigelt.

      Ich habe versucht mit meinem Ex darüber zu sprechen, wollte wissen ob er noch in Therapie ist, aber er meint das ginge mich nichts an. Ich weiß nicht was ich tun kann um ihm zu helfen und vor allem meinem Sohn, weil ihn das sehr belastet. Ich möchte und kann ihm den Kontakt nicht verbieten. Mein Sohn liebt seinen Vater und ich glaube wenn mein Sohn nicht wäre, ginge es meinem Ex noch viel schlechter. Er ist nur noch mit irgendwelchen Weltuntergangstheorien beschäftig und ich fürchte, dass er sich vielleicht etwas antun könnte. Ich weiß leider nicht was ich machen soll oder kann.

      Danke fürs Lesen

      • (2) 12.09.18 - 13:28
        DieLeidensgenossin

        Witzig..... Und ich dachte, ich bin beinahe die einzige, die es geschafft hat so eine Konstellation zu haben. Bei mir das selbe in grün. Ex teilweise stark depressiv, teilweise manisch, teilweise psychotisch und redet eigentlich egal in welchem Zustand mehr Unsinn als Sinn. Jeder Job, den er mal hatte, konnte er spätestens in so einer Phase wieder vergessen. Seid Jahren ist es ein auf und ab. Dazwischen aber auch gute Monate, wo er sogar zuverlässig wird. Dennoch: kein Geld. Kein Unterhalt. Aber Interesse am Kind hat er. Und so er nicht total unten ist, besucht er sie mehrmals jede Woche.

        Wie Du....habe ich ein eher freundschaftliches Verhältnis zu ihm, wobei ich mich oft Frage, wie ich das geschafft habe. Ich habe viel Kummer wegen ihm.

        Er war schon mehrfach so runter und hatte sein Leben so schlecht im Griff, dass auch ich mir Gedanken machen musste wie ich z.b. drohende Obdachlosigkeit oder Suizid meinem Kind beibringen würde.

        Meine Tochter ist jetzt 10 Jahre alt, 5 Klasse. Egal was ist, sie liebt ihren Vater, lässt nichts auf ihn kommen und möchte unbedingt Kontakt. Er halt auch. Auch ich fühle ein Kontaktabbruch wäre keine Lösung für meine Tochter und der Kontakt ist für ihn im wahrsten Sinne lebenserhaltend. Dazwischen immer die Wut und Ratlosigkeit. Wie kann ich mein Kind schützen? Wie ermögliche ich den Kontakt sinnvoll?

        Wenn ich das und das unterbinde, bringt er sich dann vielleicht um und sie verzeiht es mir nie?? Wenn ich es zulasse, wie und in welchem Umfang ist es dann vertretbar und wenn er es dann trotzdem nicht packt, wäre es dann nicht besser vorher die Reißleine gezogen zu haben?

        Früher war ich mir immer sicher, dass der Kontakt zum Vater wichtig ist zur Identitätsbildung. Jetzt weiß ich es manchmal nicht....

        Als Rat kann ich dir nur geben, beim Jugendamt vorzusprechen und dir so viel Unterstützung wie möglich zu holen und die alleine Sorge solltest Du diese noch nicht haben. Ich war auch nicht scharf darauf zum JA zugehen, bin aber dadurch dass er auffällig wurde und ich die Sorge bereits alleine hatte, mal zum Gespräch vorgeladen worden. Es ging zwar um einen Sachverhalt mit ihm der so nicht bestätigt werden konnte, aber wir haben uns dann auch über das Vater-Kind-Verhältnis unterhalten. Über seine Depression..... Zudem waren wir in einer Mediation und in einer Hilfesprechstunde.

        Zusammenfassend habe den Rat bekommen, dass ich nie vergessen darf, dass ich in aller erster Linie Sorge und schutzberechtigt gegenüber meinem Kind bin. Sobald die Gefahr besteht, dass sie in existenzgefährdende Situationen durch ihn gezogen wird, bin ich in der Pflicht sie zu schützen, egal, was bei ihm gerade Phase ist. Auf der einen Seite, ist das natürlich sonnenklar.
        Ich habe nie was anderes versucht zu machen.

        Auf der anderen Seite, hilft mir dieses Mantra tatsächlich mein Mitleid, meine Freundschaft gegenüber ihm unterzuordnen und selbstbewusst zu sagen. Das geht so nicht. Das schaffst du nicht. Und das werdet ihr so nicht tun.

        Ich weiß, dass es ein herber Rückschlag ist für ihn, aber ich begründe das immer mit dem Gespräch beim Jugendamt und dass er selbst zeigt, dass er nicht dazu in der Lage ist. Das ich es nicht tue um ihn zu ärgern, aber das wir garantiert unser Kind verlieren, wenn er krank ist und sich um seine Gesundheit nicht kümmert und ich sie nicht vor seiner Krankheit schütze. Das sieht er meist ein. Gott sei Dank.

        Zurzeit findet der Umgang ausschließlich durch mich oder meinen Mann begleitet bei uns Zuhause statt oder unbegleitet an einem genau festgelegten Ort im Umkreis meiner Wohnung, den ich wenigstens in 10 Minuten erreichen könnte. Meine Tochter hat immer ihr Handy mit dabei. Sie dürfen, je nach seiner Tageslage, HA machen in der Stadtbibliothek, in den Stadtpark, zum Eisladen, ins Freizeitzentrum, in die Einkaufspassage oder ins Kino an unserem Wohnort. Ansonsten spielen sie in ihrem Zimmer und ich halte mich zuruck. Darüber ist zur Zeit für ihn nichts drin bis er mir nachweist, dass er seine Therapie macht, regelmäßig Arztbesuche wahrnimmt und seine Wohnsituation sicher ist. Da das zur Zeit nicht eindeutig ist, ist es jetzt eben so wie es ist.

        Außerdem habe ich mit meiner Tochter gesprochen, was im Fall sämtlicher Fälle zu tun ist. Sie weiß dass er krank ist, was seine Krankheit macht, auch wenn sie es im alltäglichen Umgang mit ihm eher ausblendet. Alle Verwandten und Freunde sind ebenfalls im Bild. Die Reaktionen sehr gemischt.

        Ich mache mir keine Illusionen mehr, dass er jemals ein guter verlässlicher Vater wird.... aber immerhin akzeptiert er zunehmend meine "Vormachtstellung" als sinnvoll. Er hat nach etlichen Jahren derzeit Einsichten, dass er tatsächlich zu krank ist .... ich denke, dass wäre nie so gekommen, hätte ich nicht das JA im Rücken und meine Grenzen gezogen. Er kennt seine Auflagen. Will er ein Papa-We bei sich, muss er sich und sein Leben in den vereinbarten Punkten im Griff haben, ansonsten bedeutet Umgang Besuch bei uns oder in unmittelbarer Nähe zu uns.

        Letzter Rat. Mach dich frei von Ratschlägen und Vergleichen mit anderen Männern. Viele verwechseln normale Trennungsturbulenzen ums Kind mit dieser Situation. Aber eine psychische Erkrankung steht nun mal auf einem ganz anderen Blatt. Er wird es nicht freiwillig sein um euch zu ärgern und du musst viel mehr abwägen, was du beiden wirklich zumuten kannst. Das können die meisten von außen gar nicht verstehen können. Wenn du kein gutes Gefühl hast, hör darauf, und grenze den Umgang ein. Du kennst beide am besten. Spürst du, dass es ein guter Tag ist, gesteh ihnen eine schöne Zeit zu.

        Sei wachsam bei Suizidgedanken. Lass ihn nicht aus den Augen mit deinem Kind, wenn er wirklich Äußerungen in diese Richtung trifft. Jedes JA wird dich bei akkuter Suizidgefahr unterstützen. Schließlich besteht auch erweiterte Suizidgefahr. Und dann geht das Kindeswohl definitiv vor dem Umgang. Und wenn es mal gar nicht geht, setz auch mal aus mit dem Umgang. Manchmal muss das sein. Es muss ja nicht so bleiben. Für meinen Ex war das immer ein wach-werde-Signal, dass er sie verlieren wird, wenn er so weiter macht.

        Die Situation ist immer ein Grenzgang für einen als Ex. Die Kinder bekommen ja Gott sei Dank gar nicht alles mit.

        Da Du davon sprichst, dass Du fürchtest, er könne sich etwas antun, solltest Du eventuell Maßnahmen ergreifen, die ihn und auch Deinen Sohn schützen. Wenn er nämlich glaubt, dass euer Sohn bald sowieso sterben wird, könnte es zu einem erweiterten Suizid kommen.

        Nimm Kontakt mit dem Kinderschutzbund auf, schildere die Situation und frag, wie man Dir helfen kann. An der Stelle würde ich nicht zum Jugendamt gehen, da ich denke, die sind auf solche Situationen nicht ausreichend geschult.

        Wenn Du mich fragst braucht Dein Ex dringend Hilfe in Form einer (Zwangs)Einweisung in die Psychiatrie.

        • (4) 12.09.18 - 17:04
          DieLeidensgenossin

          Also, jeder der einem depressiven Menschen Nahe steht, befürchtet untergründig dass dieser sich etwas antun könnte. Dass die Krankheit über den Menschen siegt. Das allein rechtfertigt keine Zwangseinweisung. Und, glauben Sie mir, ich hätte es für meinen Fall öfter super gefunden, wenn es so wäre.

          Die Realität ist anders. Da müssen schon konkrete am besten schriftl. Ankündigungen und Indizien vorliegen, die auch halbwegs belastbar sind.

          Das Bauchgefühl der Ex ist jedenfalls nicht ausreichend, kann ich dazu nur sagen ;). Dann würden sehr viele Expartner in der Psychiatrie landen.

          Kinderschutzbund ist ein guter Hinweis. Bei uns gibt es auch einen sozialpsychiatrischen Dienst und ein städtisches Krisentelefon.

          Und meine Erfahrung mit dem Jugendamt ist eine ganz andere. Kommt aber sicher auf die Mitarbeiter an. Ich muss sagen, ich hatte tolle. Natürlich nicht in der Funktion meinen Ex wieder auf die Reihe zu bekommen, aber doch darin, mich zu bestärken und sinnvoll zu beraten z.b. als er auf dem....ich-hole-mir-das-Sorgerecht-mit-50/50-Sorge-Dampfer war, was in seinem Fall tatsächlich eine Gefahr fürs Kind gewesen wäre.

          Und da haben die mich ganz gut gefestigt, dass ich mich nicht einschüchtern lassen soll....weil sein aktuelles Leben auch in ihren Augen nicht den Anforderungen einer gemeinsamen Sorge entspricht gemessen am Wohl des Kindes. Da war die Dame von der Mediation auch einsame Spitze. Die hat ihn mit eingeladen, ganz nüchtern aufgedröselt, was wir denn alle brauchen würden, damit man ihm frohen Mutes diese Sorge überlassen könnte und eine Art Zielvereinbarung aufgesetzt, die sehr klar umrissen hat, was unumgänglich nötig ist von seiner Seite aus. Er dampfte dann voller Tatendrang aus dem Gespräch mit dem Gefühl ernst genommen worden zu sein und dass ja alles erfüllen zu können. Uns war aber natürlich klar, dass da vermutlich wenig passieren würde.

          Letztens habe ich das Schriftstück wieder beim Aufräumen gefunden. Das ist jetzt 7 Jahre her und er hat bisher nicht mal die simpelsten Punkte, wie ein Bett anschaffen für einen festen Schlafplatz für das Kind erfüllt. Mit dem Thema war dann auch ganz schnell Ruhe... Und inzwischen kam auch die Einsicht, dass es schon alles besser so für unsere Tochter ist, wenn alles so ist wie es bleibt. Und dass er erstmal dies und das auch ändern muss... Alleine hätte ich da noch ewig und viel reden können.... Ich denke über solche Sachen hat er sich leider auch erst eingestehen können, dass eben nicht alles gut ist und er wirklich Hilfe braucht. Und uns wurde auch immer gesagt wohin und an wen wir uns noch wenden können. Ich fand das immer sehr differenziert und auf das Kind ausgerichtet.

          • (5) 12.09.18 - 17:46

            "" Das Bauchgefühl der Ex ist jedenfalls nicht ausreichend, kann ich dazu nur sagen ;). Dann würden sehr viele Expartner in der Psychiatrie landen."

            Genauso ist es. Ich habe nicht mehr als eine Befürchtung. Damit kann ich weder beim Jugenamt noch sonstwo irgendwas ausrichten. Mein Ex hat zwar Schulden, ist oder war spielsüchtig , aber er hat auch ein geregeltes Einkommen. Er ist seit 15 Jahren in der gleichen Firma tätig. Er ist sehr intelligent, hochqualifiziert und verdient gut. Er hat eine Eigentumswohnung und unser Sohn bekommt von ihm, was immer er sich wünscht. Ich bin mir auch sehr sehr sicher, dass er unserem Sohn nie etwas antun würde. Er war noch nie gewalttätig gegenüber anderen.

            • "Genauso ist es. Ich habe nicht mehr als eine Befürchtung. Damit kann ich weder beim Jugenamt noch sonstwo irgendwas ausrichten."

              Deswegen der DKSB, die nehmen das auch ernst, wenn keine Suizidankündigung stattfindet. Diejenigen, die es ernst meinen, reden nämlich nicht vorher darüber, sondern tun es meist einfach. Das weiss ich leider sogar aus erster und zweiter Hand.

            • (7) 12.09.18 - 18:51
              DieLeidensgenossin

              Vielleicht kannst du stichpunktartig ein Tagebuch führen, wo Du Äußerungen aufschreibst oder Dinge die deutlich krankhaft waren. Ganz nüchtern. Sachen die die Alarm Glocken ausgelöst haben und da noch mal mit jemandem sprechen ...JA, Kinderschutzbund, Beratungsstellen des sozialpsychiatrischen Dienstes. Die können das schon ein bisschen einschätzen, wie brisant die Lage ist. Du kannst ihn zwar wahrscheilich nicht einweisen, aber die können dir viele Tipps geben wie Du Grenzen ziehst und welche Möglichkeiten du hast dich gegenüber ihm auch zu behaupten und dein Kind zu schützen. Umgang kann ja auch begleitet sein. Wir machen es halt ohne das JA, aber wenn genügend Hinweise vorliegen, dann sind die schon interessiert den sich auch mal näher anzuschauen.

          "Das allein rechtfertigt keine Zwangseinweisung. Und, glauben Sie mir, ich hätte es für meinen Fall öfter super gefunden, wenn es so wäre."

          Ich schrieb nicht, dass sie ihn einweisen lassen soll, sondern dass sie ihr Kind schützen soll. Dass es ihm wohl sehr schlecht geht und eine Einweisung in die Psychiatrie, um ihn medikamentös ordentlich einzustellen, gut wäre ist unstrittig. Das "Zwangs" habe ich bewusst in Klammern gesetzt, das war kein Versehen. Denn sollte er Suizidabsichten äußern kann man dann wirklich schnell handeln.

          "Kinderschutzbund ist ein guter Hinweis. Bei uns gibt es auch einen sozialpsychiatrischen Dienst und ein städtisches Krisentelefon."

          Das hat miteinander gar nichts zu tun, das Krisentelefon ist für Betroffene, Angehörige bekommen hier maximal eine Anlaufstelle genannt und sollten die Leitung nicht blockieren. Denn die ist für Krisenfälle, nicht für Expartnerinnen.

          "ich-hole-mir-das-Sorgerecht-mit-50/50-Sorge-Dampfer war, was in seinem Fall tatsächlich eine Gefahr fürs Kind gewesen wäre."

          Das Sorgerecht ist in diesem Fall überhaupt keine Gefahr für das Kind, aber das Umgangsrecht. Und das darf man als Mutter eben nicht einfach aushebeln.

          • (9) 12.09.18 - 18:43
            DieLeidensgenossin

            50/50 Sorge kein Problem bei einem Menschen mit Depressionen, Manie und Psychose??? Ich glaube an dieser Stelle, muss ich nicht weiter diskutieren.

            Und ich bin mir durchaus bewusst, dass das Krisentelefon nichts mit dem Kinderschutzbund zu tun hat. Es ging um Anlaufstellen mit denen ich positive Erfahrungen gemacht habe. Und sei es nun ein Rat oder die Einschätzung einer psychologisch geschulten Person. Das haben sicher die meisten hier auch verstanden.

    (11) 12.09.18 - 19:21
    Schlossallee_16

    Das es in Europa bald einen Bürgerkrieg gäbe. Der ist doch schon da, ansatzweise.
    Schau nach Frankreich, da brennen Autos in Vorstädten. Schau nach Berlin Kreuzberg und ins Ruhrgebiet und in viele andere Städte: no-go-Areas, Schießereien, Gewalt. Wenn ich die Zeitungsmeldungen lese, kann ich an vielen Stellen die Entwicklung sehen. Es geht in diese Richtung. In Schweden gibt es Stadtteile mit fast nur Migranten, Gangs, no-go-Areas, Malmö.
    Schlimmer, wenn man die Reden im Bundestag hört, dann wird einem schlecht. Es fehlt nur noch, dass sie sich prügeln wie auch in anderen Parlamenten in Osteuropa schon öfters passiert. So viel Respektlosigkeit, so viel Verurteilungen, Abwertungen, Vorwürfe, Unsachlichkeit, Willkür, Verdrehen und Vertuschen. Das hat es meiner Meinung nach noch nie zuvor so gegeben.
    Ich sehe das nicht als eine Verschwörungstheorie an. Es gibt dazu einen Bestseller, ein Buch, bereits seit 10 Jahren. Was in dem Buch angekündigt worden ist, das ist eingetreten und wird wohl auch weiter eintreten.

    Menschen, die Zeichen der Zeit erkennen und aussprechen, sind keine psychisch Kranken. Und das kann einen schon runterziehen.

    Es hat 1933 auch Menschen gegeben, die das Unheil aufkommen sahen, und keine 6 Jahre später versank Europa in einem Weltkrieg. Auch damals wollte man ungern Warnrufe hören und lieber das Leben weiter genießen.

    Eigentlich geht es dich ja nix an, was dein Exmann politisch-weltanschaulich so denkt, sagt, etc. Das ist seine Privatsache. Ich würde seine Bedenken ernst nehmen und mich ansonsten raus halten.

    • (12) 13.09.18 - 09:20

      Oh Gott ernsthaft.... ein Beitrag den die Welt an dieser Stelle dringend gebraucht hat.

      Ich hab in Stockholm gelebt und in Berlin. Und ich bin überall lang gelatscht. Viele Zeitungen schreiben profitgesteuerten Schlagzeilenmüll. Es gibt keine No Go Areas. Es gibt soziale und konservativ fanatisch religiös motivierte sowie rassistische Probleme mit Einzelnen und bestimmten Gruppen, die in bestimmten Regionen sich leider mehr sammeln als in anderen und gewisse Motive oder Probleme haben. Das sind Aufgaben der Gegenwart die langfristig gelöst werden mussen.

      Bekloppte gibt es überall zu jeder Zeit. Und Krieg kann immer ausbrechen, wenn die richtigen Leute es drauf anlegen. Dazu brauche ich keine Wahrsagekugel. Mit jemandem wie Trump im Weißen Haus allein haben die sicher da viel Spaß.

      Und trotzdem rennt keiner der noch alle Tassen im Schrank hat und verkündet Bürgerkrieg und Weltuntergang in Deutschland. Die Spinner hat's auch schon immer gegeben... auch in friedlicheren Zeiten als diesen... die fokussieren sich am Ende doch immer auf große kommende Katastrophen in der Welt und erklären sich zum Alleinallwissenden um davon abzulenken, dass sie die Kontrolle über ihr kleines eigenes Leben schon lange vorher verloren haben und ausgerechnet da nicht wissen, wie es weiter geht.

      Hier in diesem Beitrag ging es um das Kindeswohl, um Umgang und Begleitung eines Menschen von dem bekannt ist, dass er psychische Probleme hat. Darum und um nichts anderes.

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