Partner wohnt 2 Monate fast durchgehend bei mir, lässt sich bedienen, da er ja selbst einen Wohnsitz habe. Ist das normal?

    • (1) 13.09.18 - 13:57
      Inaktiv

      Hallo Ihr Lieben,

      im Frühjahr bin ich mit einem Mann zusammen gekommen, den ich schon sehr lange kenne, sein Wohnsitz liegt allerdings seit meinem Umzug (gleich nach der Schulzeit) in einem anderen Bundesland. Seinen Job fand ich toll, da er im Sommer nur einmal wöchentlich arbeitet, sodass wir uns richtig gut kennen lernen konnten, er war fast ständig bei mir.

      Als er das erste Mal bei mir war, war noch nicht klar, dass er den ganzen Sommer hier ein uns aus gehen würde, ich lehnte sein Hilfsangebot ab (ich räumte gerade den Geschirrspüler aus und zu dem Zeitpunkt wusste er ohnehin noch nicht, wohin mit den Sachen), er habe sehr viel gearbeitet (er ist selbstständig, muss die restlichen Monate umso mehr Geld reinbringen), solle doch jetzt erst einmal mal seinen Urlaub genießen.

      Ich arbeite nur 4 Stunden täglich, mit dem Aufstocken hält mich mein Dienstgeber noch hin. Doch in diesem Sommer kam mir das recht, wir wollten natürlich die zeit miteinander verbringen, so dies möglich war. Er lud mich häufig zum Essen ein, doch auch ich zahlte gar nicht so selten. Und er lebte großteils auf meine Kosten, brachte sich zwar seinen Orangensaft selbst mit, bestellte aber sogar noch den Kuchen, den er gerne mag, wenn ich ihm am Telefon erzählte, dass ich gerade beim Einkaufen sei. Ich koche gern mal, und da ist er auch unkompliziert, isst alles, aber ich backe nichts außer Weihnachtskeksen, so bin ich im Grunde froh, dass es auch ein gekaufter Kuchen tut. Doch er nimmt vieles als selbstverständlich, hat mir mal anfangs einen Blumenstrauß (außer jenem zu meinem Geburtstag damals, d.h. ich bekam einen weiteren etwas danach) und dazu Gutscheine im Wert von € 30,- für einen Lebensmitteldiskonter gegeben, bei dem ich nicht mal allzu gerne einkaufe. Naja, ich fand da schon was, aber er hätte ich wenigstens erkundigen können, wo ich bevorzugt einkaufe.

      Gut, er verwendet sein eigenes Duschdas, aber ich schaffe es nicht, mit 30,- so lange für eine Person auszukommen, obwohl wir zu dritt (bzw. über den Sommer zu viert) ja in der Relation günstiger dran sind, wenn wir gemeinsam essen usw.

      Auch am Haushalt beteiligt er sich kaum, meinte bei unserem Gespräch vor ein paar Tagen, er habe ja seinen eigenen. Stattdessen sieht er mir zu, findet, ich sollte mir mehr Ruhe gönnen und sieht sich irgendwelche Serien an oder spielt auf seinem Tablet. Man kann viel mit ihm unternehmen, aber er hält es auch gut zu Hause aus und manchmal mag er auch nur zu hause sein, obwohl er vormittags (während ich arbeitete) ohnehin genug Zeit für seine Spiele und Serien gehabt hätte. Ich finde, zwei Kinder sind super, ich liebe meine beiden, aber möchte ich ein drittes?

      Dazu kommt, dass, nachdem die Kids in kennen gelernt haben, sie finden, dass nicht nur sie, sondern auch er was angreifen sollte. Er ist ihnen da ja kein Vorbild. Er hat schon in meiner Wohnung gelegentlich was gerichtet, aber von selbst sieht er auch handwerklich erst einmal gar nichts, ist da sehr tolerant. Ich finde selbst, ich sollte manchmal gelassener sein, möchte aber auch nicht im Schmutz ersticken. Dazu kommt, dass mein PC Schwierigkeiten macht, was mich bei meiner "Arbeit" (was z.B. Überweisungen angeht, oder etwas, das die Kids für die Schule brauchen), behindert. Er bat mich, regelmäßig Termine für ihn auszumachen (weil er zur selben Zeit am meisten verkauft und deshalb die Zeit nicht gut aufwenden kann) und ich mache das gern. jedoch bot er an, dafür meinen Boden wöchentlich zu wischen. Das sollte er ohnehin tun, finde ich, wenn er ständig da ist. Er machte das kürzlich sogar, allerdings nicht einmal die halbe Wohnung. Kochen kann er fast gar nicht, und stellt sich auch sonst seltsam an für Mitte 40. Ich denke, er hat in seinen langjährigen Beziehungen auch nicht viel gemacht im Haushalt, was mir egal sein könnte, aber vermutlich hat er kauch ekien Ambitionen. Er spricht auch immer davon, mir zu helfen, von Zusammenarbeit ist da keine Rede. Er will aber beruflich etwas ändern, sodass er dann fix bei uns wohnen würde.

      So will ich das aber nicht. Er meint, das sei dann natürlich anders. Ist das was anderes, was meint Ihr? Wie seht Ihr das, wenn er seinen eigenen Haushalt hat, den er aber jetzt, wo die Schule wieder begonnen hat, nur von Dienstag Abend bis Donnerstag Morgen "schmutzig" machen kann ... Er teilt es sich schon jetzt so ein, dass er viel bei mir sein kann. Geht er dann noch als Gast/Besucher durch oder meint Ihr auch, dass da eigenen Regeln gelten müssen, ähnlich als würden wir bereits zusammen wohnen?

      Danke für Eure Meinungen im Voraus, ich bin gespannt!
      Liebe Grüße, s-coast

      • Selbst ein Gast bietet im Regelfall an, sein Geschirr wegzuräumen, räumt schnell den Geschirrspüler mit ein oder saugt nach der Party noch mal eben fix mit durch. Hier geht es doch gar nicht darum, ob er noch Gastrecht besitzt oder ob er faktisch bei dir wohnt. Es geht darum, dass du einen unwilligen, faulen Mittvierziger als Partner hast, der nur ja keinen Finger krumm machen will und den du praktischerweise auch noch durchfüttern darfst.

        Im Prinzip hat er einen den Haushalt erledigenden Goldesel gefunden, der auch noch die Beine für ihn breit macht. Praktisch.

        Die Frage ist, ob du dir das unter einer Beziehung vorstellst...

        >> Er meint, das sei dann natürlich anders. <<

        Ja, das wird vielleicht anders, aber sicher nicht besser!

      (4) 13.09.18 - 14:14

      Hallo!

      Ich lese hier eine ganze List von Sachen die ER Deienr Meinung nach nicht tut, sich nicht beteiligt, ungenügend erfüllt, ....
      Im Grunde ist es eine chaotische Liste : Termine gemacht, Boden nur zur Hälfte geputzt, sitzt zu hause aber spielt nicht, nur 2x Blumensträße gebracht, 2 Gutscheine vom falschen Diskonter, keine Ahnung was das evtl. 3. Kind damit zu tun hat ....?????

      Hast Du jemals mit ihm über Deine Erwartungen gesprochen? Erwartest Du wirklich, dass er Deine Gedanken von den Augen abliest?

      Entweder er lebt jetzt bei Euch in der Familie, dann ist er eben ein Familienmitglied und ihr teilt Euch (wie auch immer) die Hausarbeit - wenn das Dein Wunsch ist! Oder er ist nicht willkommen als Familienmitglied, dann aber als Gast und Gäste haben es so an sich, dass sie auch mal zu sich nach hause gehen .... -> Kläre den Status!

      LG, I.

    • Ehrlich, bleib lieber bei deinen beiden Kindern. Ein drittes musst du nicht durchfüttern etc.

      Ich muss lachen.. der ist ganz schön clever. Er dreht alles so hin, dass er am Ende gar nichts mehr machen muss, wenn er bei Dir eingezogen ist. Machst ja alles Du.

      Da beschleicht einen doch gleich so eine Ahnung, an welchem Problem seine vorherigen Beziehungen gescheitert sind. ;-)

    • Ich würde sagen das Zauberwort heißt: miteinander reden. Es liest sich, als wärst du da noch nicht besonders konkret geworden. Ich kann deine Erwartungen aber gut nachvollziehen.

      Sag ihm was genau du von ihm erwartest, im Haushalt und beim Einkaufen. Z.B. einmal die Woche den Einkauf zahlen oder 50€ Haushaltsgeld im Monat oder was weiß ich, dazu Geschirrspüler, Müll runterbringen und Staub saugen oder was auch immer bei euch Sinn macht.

      Männer brauchen da häufig ganz konkrete Vorgaben, an die sie sich halten können.

      • (8) 13.09.18 - 14:53

        >>Männer brauchen da häufig ganz konkrete Vorgaben, an die sie sich halten können.<<

        Also entweder dem Kerl mangelt es an Erziehung oder, was ich vermute, er ist stinkfaul.

        Mir ist es übrigens völlig schleierhaft, warum Frauen nach passenden Ausreden für Männer suchen.

        (9) 13.09.18 - 14:53

        Mit dem regelmäßigen Wocheneinkauf in deiner Aussage kann man sich evtl. anfreunden. Aber "oder nur 50 Euro Haushaltsgeld"? Ich musste lachen. Für einen Erwachsenen, der ständig mitisst, duscht, Strom/Wasserverbrauch etc. Welch naive Vorstellungen manche von Kosten haben.. Gut, ich lerne viel hier..

    (10) 13.09.18 - 15:15

    Ach so, was ich noch erwähnen wollte, er räumt inzwischen schon mal des Geschirrspüler aus, weiß zwar noch immer nicht, wohin auch höufig benutzte Dinge gehören (ich vermute aus Interessemangel), betont aber, dass er das gemacht hat, wenn ich von der Arbeit komme, als hätte er was Großartiges geleistet. Es ist für ihn jedenfalls nicht selbstverständlich, so viel ist klar.
    Es stimmt, wir haben lange nicht darüber gesprochen, in bisherigen Beziehungen war Partnerschaft Zusammenhalt, haben aber auch entweder zusammen gewohnt oder uns nur sporadisch gesehen bzw. wr ixh sonst eher bei ihm, ich greife lieber an als zuzusehen, dann bleibt mehr Zeit, die man gemeinsam genießen kann ...
    Danke für Eure Beiträge! 🌞

Hallo!

Der ALG2 -Satz für einen Erwachsenen liegt um die 400€ im Monat. Da wären also abzüglich Hygieneartikel und Kleidung locker 300+50 Anteil an den Nebenkosten pro Monat das absolute Minimum, was du VERLANGEN solltest.

Und das entbindet ihn noch nicht von Mitarbeit und Geburtstagsgeschenken.

Setz ihn ganz deutlich auf den Pott. Du kannst es dir nicht leisten ihn monatelang durchzufüttern.

(13) 13.09.18 - 16:24

Und genau, ich arbeite vormittags und wenn ich heim kam, war kaum was gemacht, häufig hat er tatsächlich keinen Finger gerührt. Eine Woche jatte ich da auch Ur und machte den Haushalt wie üblich. Er hat gewartet bis ixh komme und uns was zu essen richte, damit wir dann losfahren können zum See ...
Ja, wenn ich das so schreibe, frage ich mich, was es da eigentlich noch zu überlegen gibt ...

Also ich war am Anfang meiner beziehung meist 4 Tage alle 2 wochen bei meinem mann. Wenn ich donnerstagnacht ankam, war freitags die Wohnung geputzt und sauber. Wenn er dann Feierabend hatte könnten wir so die Zeit nutzen.
Kann man jetzt nicht hundert pro vergleichen, aber mal so als Input.
Er hat mich nie drum gebeten, fand es aber natürlich sehr lieb.

  • So hat er sich wunderbar die Putzfrau gespart.
    Er hätte doch reichlich Zeit gehabt, selber zu putzen, wenn du nur alle zwei Wochen bei ihm warst. Du hast also deine freie Zeit dafür genutzt, seine Bude zu putzen?

    Manche Frauen sind eben so. Erst überschlagen sie sich, dem Mann alles abzunehmen und ein paar Jahre später beschweren sie sich, dass er nichts macht zuhause.

    • Ja manche Frauen sind halt so. Lesen etwas ohne eigenen bezug dazu und schmettern ihre Weisheit raus, die sie scheinbar mit Esslöffeln gefressen haben.;-)

      Spaß beiseite. Natürlich hätte er das tun können. Aber ich habe es von mir aus gemacht. Und er war bzw ist sehr ordentlich. Das war also für mich 1 Brett+Tasse abwaschen vom Frühstück, saugen und wischen und wenn ich Lust hatte noch die anderen Kleinigkeiten. Also in 1std auf 30m2. Kein Akt sondern einfach ne nette Geste der Zuneigung. Und er hatte sonst keineswegs ne Putzfrau sondern hat alles selber ordentlich gehalten.

      Und ich kann dir auch zustimmen, dass es sicher bei einigen so läuft wie du es bei mir jetzt abstempelst. Aber ich muss dich enttäuschen. Ich glaub ich hab seit 5 Jahren die bäder+Toilette nicht mehr gemacht. Macht er. Zudem kocht er auch und räumt mit auf. Also in den letzten 8 Jahren.
      Dafür hat er anderweitig seine macken;-)

      Sorry, aber deine verallgemeinerung trifft auf uns so gar nicht zu.
      Und mir nimmt so schnell eh keiner die Butter vom brot:-) schon gar nicht mein mann;-)

      LG

Ich habe zu Studienzeiten faktisch bei meinem jetzt Mann gewohnt, obwohl ich noch eine eigene Wohnung hatte (WG).

Natürlich haben wir dort dann auch zusammen geputzt und aufgeräumt (bzw. ich alleine, wenn ich mehr Zeit hatte).

Mein Mann hatte etwas mehr Geld zur Verfügung als ich, aber Einkäufe haben wir abwechselnd bezahlt.

War für mich selbstverständlich.

Vielleicht redest du mal in einer ruhigen Minute mit ihm.

LG

(19) 13.09.18 - 20:15

Stell Dir das doch einfach mal umgekehrt vor, DU wärst bei ihm eingezogen, er arbeitet halbtags, Du hockst in der Zeit in seiner Bude. Was würdest Du tun in der Zeit, wo er weg ist? Ich wette, dasselbe wie ich: Aufräumen, putzen, wischen, waschen, einkaufen und was kochen.

So, und genau dasselbe sollte man eigentlich auch umgekehrt erwarten können, oder? Und nicht ein faules Alphamännchen, das sich stolz auf die Brust klopft bei deiner Heimkehr "Tarzan hat Spülmaschine ausgeräumt". Gut, ich würde von einem Mann noch nicht mal erwarten, dass er dasselbe macht, was ich täte, aber vielleicht statt waschen dass er mal ein loses Brett anschraubt oder so.

Ich könnte mit so einem Typen, der scheinbar auch die Arbeit gar nicht sieht, nicht zusammen sein. Das ist wirklich wie ein drittes Kind, das Du da hast, und damit macht er Dir rein faktisch mehr Arbeit und Kosten, als er Dir nutzt. Ich würde ihn vor die Tür setzen. :-p

  • "Tarzan hat Spülmaschine ausgeräumt". #rofl#rofl#rofl#rofl

    Ich hau mich weg.....stelle mir gerade vor, mein Mann hätte mir das mal so präsentiert - er machte das immer (und etliches mehr), weil ich noch arbeitete und er schon lange in Rente war.
    Herrlich :-p
    LG Moni

Erinnert mich ein bisschen an eine Katze. Geht ab und zu vor die Tür, hängt aber auch gerne auf dem Sofa rum, bringt gelegentlich mal "Geschenke" von draussen mit, lässt sich aber am liebsten bedienen.

Für mich wäre das inakzeptabel. Wischen kann jeder Idiot, dafür braucht's keinerlei Grundkenntnisse, die man sich nicht in zehn Minuten Praxis aneignen könnte. Kochen, ok, kann beliebig kompliziert werden. Er soll halt für den Anfang einfache Gerichte machen, Rezepte gibt's genügend im Internet. Wenn er die befolgt, wird's vielleicht nicht perfekt, aber das Verhältnis der verschiedenen Zutaten wird in etwa richtig.

(23) 22.09.18 - 10:07

Vielen Dank für Eure Beiträge!
Seltsam, ich überlegte noch, ob ich ihn drauf ansprechen soll, da ich finde, es sollte schon von ihm selbst kommen. Vor ein paar Tagen sprach er genau das an, wie ich mir das mit den Kosten vorstelle, wenn er bald 5 Tage die Woche bei mir sein wird. Und greift auch plötzlich von selbst was an, schaut, was zu tun ist.

Leider ist mir das jetzt aber doch etwas spät. Und immer wieder kommt der Gedanke an mein Bett bei mir hoch. Ich hatte ein altes Bett meines Sohnes in meinem Zimmer, Standardbreite, also nur 90 cm. Anfangs haben er und ich deshalb nachts die Couch ausgezogen, das passte gut, während meine Kinder mit ihrem Vater im Urlaub waren, aber im Wohn-Esszimmer zu schlafen funktionierte nicht mehr so gut, als sie wieder da waren, da er gerne länger schläft oder zumindest noch im Bett rumliegt und sie wollten dann auch nicht stören, auch wenn ich ihnen sagte, sie könnten morgens ruhig reinkommen. Das ständige Ausziehen der Couch ist natürlich auch nicht so witzig. Er meinte, dass ihm schon klar sei, dass ich das breitere Bett wegen ihm kaufe, leider könne er mir da nichts dazugeben, da er selbst gerade umzieht, und da neu ein paar Investitionen habe.
Bis daher war das ja noch okay, aber dann bekam ich in meinem Ort ein 2. Wasserbettenleintuch (weil die Matratze so hoch ist) nicht in der gewünschten Farbe, bat ihn, in seinem Ort zu schauen. Er hat es besorgt und mir den Beleg hingelegt, sich die 29,- zahlen lassen.
Vielleicht hat er schlechte Erfahrungen gemacht, fürchtet daher, dass er zu viel investieren könnte, aber er wirkt irgendwo geizig auf mich, ich kann da nicht mehr mitmachen, würde mich damit nicht wohlfühlen.

Danke, Ihr habt mir sehr geholfen!
Euch alles Liebe, s-coast

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