Er isst und isst und isst..

    • (1) 13.09.18 - 18:23

      Hallo!

      Ich weiß gar nicht, wie ich das erzählen soll, ohne als oberflächliches Miststück rüberzukommen. Ich liebe meinen Partner sehr und lernte ihn mit ca 95-100kg kennen und lieben. Ich mag keine schlanken Männer, also war alles super! Nun aber, 1 1/5 Jahre später, ist er bereits bei 130kg angelangt.. er wird so 1,85cm groß sein. Das Problem ist, es wird immer mehr und er ist nur am Essen.. vorallem, seit er nicht mehr raucht, schaufelt er die Süßigkeiten nur wahrlos in sich hinein. Wenn ich mal was sage, interessiert ihn das nicht, er findet alles halb so schlimm und ich soll nicht rumjammern, wenn ich ihn so liebe, wie er ist.. Ich bin auch nicht die schlankste, aber ich würde mich freuen, wenn er mal auf die Bremse gehen würde.. wir sind heute von der Arbeit gekommen und zu Hause gab es erstmal 2 Pizze , eine ganze Tüte Bonbons und eine Tüte Chips.. das ist doch nicht normal?

      Am Ende ist er aber ein erwachsener Mann und ich kann ihm nicht vorschreiben, wie er zu leben hat.. soll ich es einfach ignorieren und ihn lieben, wie er ist? Oh man.. ich weiß nicht genau, was ich mir für Antworten erwarte.. aber ich wollte es mir mal von der Seele geschrieben haben.. 😢

      • (2) 13.09.18 - 19:29

        Als erstes Mal finde ich nicht, dass du ein oberflächliches Miststück bist. Und Nein, es ist nicht normal, was dein Partner da in sich hinein schaufelt.
        Mein Mann kann sich auch öfter mal nicht zügeln und dann ist eben eine Packung Süßes verschwunden. Da er aber sein Gewicht hält, es die Ausnahme ist und er körperlich viel arbeitet, ist alles in Ordnung.

        Ich würde neben den körperlich nicht mehr so anziehenden Tributen, aber als allererstes an seine Gesundheit denken. Ungesunde Sachen in sich hinein zu stopfen macht eben nicht nur dick, sondern auch krank. Vielleicht geht er darauf mehr ein? Wenn du ihm sagst, dass du dir Sorgen um seine Gesundheit machst. Manchmal steckt ja hinter so einem unstillbaren Appetit schon eine Krankheit.

        Wenn er deine Sorge weiterhin nicht ernst nehmen sollte, kann ich dir leider auch keinen Rat geben. Wenn er so weiter macht, wird es wahrscheinlich irgendwann soweit kommen, dass du ihn unattraktiv finden wirst.

        Wer kauft denn die Pizza, die Chips und die Bonbons?

        Esst ihr zusammen? Isst du das gleiche?

        • Wir gehen zusammen einkaufen und jeder kauft sich das, was er gern essen möchte. Bei mir ist das zur Zeit nicht viel, da ich schwanger bin und noch sehr stark an Übelkeit leide.

          • Wie wäre es denn, wenn ihr zusammen etwas frisches, gesundes kocht?

            Dann macht es auch nicht mehr so viel aus, wenn zwischendurch mal eine Tüte Chips wegkommt.

            Oder ihr kauft erst gar nicht so Zeugs, bzw. nur zu besonderen Anlässen.

            • So machen wir es auch.
              Am Wochenende wird für die ganze Woche eingekauft und halt ein bisschen geplant, was es so unter der Woche an Mahlzeiten geben wird. Natürlich landet auch für jeden etwas Süßes im Korb, zum Beispiel eine Tüte gummibären für mich, eine Schachtel Duplo für meinen Mann. Wenn das dann aber alle ist, ist es alle. Es wird erst wieder das nächste Wochenende eingekauft (außer natürlich Obst und Gemüse oder Brot)
              Zwischendurch wird nichts nachgekauft, vor allem kein Süßkram. Und wenn eben am ersten Abend die Tüte komplett drauf geht, hat man Pech.
              Funktioniert sehr gut.
              Es ist nun mal so, dass gegessen wird was da ist. Gibt es nichts oder nur wenig Süßes im Haushalt, kann man es auch nicht essen.

      (7) 13.09.18 - 19:32

      Ich würde mir bei so einem Gewicht ehrlich gesagt weniger über die Optik Sorgen machen (obwohl ich das auch nicht mehr chic fänd, ich steh zwar auf kräftige Männer und gut verteilt darf es auch King-of-Queens-Optik sein ;-) ), aber ich hätte Bedenken wegen der Gesundheit. So ein Gewicht geht auf Gelenke, Herz, Lunge, Bluthochdruck, Blutzucker, da kann er sich aber ruck-zuck einige chronische Erkrankungen anfressen, wenn er so weitermacht, dann braucht er Medikamente dagegen, und deren Nebenwirkungen haben es so in sich, dass man DAGEGEN weitere Medikamente braucht, und das ist eigentlich dann schon der Anfang vom Ende.

      Ein Bekannter meiner Eltern ist schon immer "mehr" gewesen, immer gern gegessen, der Mann ist heute durch seine ständige Völlerei ein Pflegefall. Gicht, Zucker, künstlicher Darmausgang, und immer noch fresssüchtig. Inzwischen bettlägerig, da wuchte mal so einen Koloss in seinem spezialabgefertigtem Bett, damit er sich nicht wund liegt. Aber den Weg vom Bett zum Kühlschrank schafft er immer noch. Ab und zu platzt der Beutel vom Darmausgang und die Scheixxe spritzt durchs ganze Schlafzimmer, gern mal nachts, weil er so viel frisst, dass dieser Beutel, das gar nicht halten kann, wenn man ihn nicht alle 4 Stunden wechselt. Tja, da liegt er nun in seiner eigenen Scheixxe, und seine Frau darf es wegputzen. Und während die Altersgenossen gerade erst anfangen, das Rentenleben zu genießen, zu reisen und den Ruhestand auszukosten, können die nicht mal mehr zusammen einen Spaziergang machen, an Urlaub oder Ausflüge gar nicht zu denken.

      Tja, warum erzähle ich dir das? Weil das Eure Zukunft sein könnte, wenn Dein Mann nicht aufhört damit.#zitter

      Hi,
      du klingst nicht oberflächlich.
      Du machst dir ja Sorgen... und das völlig zu recht. Ein Mensch isst nicht in solch einem Übermaß, wenn es ihm psychisch gut ginge...

      Hat er irgendwelche Sorgen oder Ängste?

      LG

      (9) 13.09.18 - 20:06

      Hallo,
      ach herrje, Du Arme!

      Kann es sein, dass Dein Freund das alles gar nicht will, sich überfordert fühlt, aber nicht das Arschloch sein will? Stört es ihn wirklich alles nicht? Wie war sein Essverhalten vorher?

      Bei uns ist es ähnlich: ich bin vor zweieinhalb Jahren ungeplant schwanger geworden und wir sind deswegen schneller als gedacht zusammengezogen. Mein Freund war auch nie schlank, was mich auch nicht gestört hat. In der ersten Zeit des Zusammenwohnens war das Essverhalten noch normal, er hatte jedoch sonst überhaupt keinen Antrieb, irgendetwas vorzubereiten, aufzuräumen usw.. Seit der Geburt unseres Kindes vor 20 Monaten rührt er im Haushalt keinen Finger und frisst ohne Sinn und Verstand und hat bestimmt 50kg zugenommen! Zwei Ernährungsumstellungen hat er dieses Jahr bereits erfolglos abgebrochen. Süßigkeiten verstecke ich mittlerweile vor ihm oder schließe sie weg. Wir essen beide gerne Burger, er bestellt bei Burger King dann sogar absichtlich mehr, um am nächsten Tag noch etwas zu haben. Wenn er zwei Tage gesund und normal zuhause gegessen hat, isst er am nächsten Tag mittags einen riesigen Grillteller wenn er arbeiten geht. Ich sage immer, er begeht Selbstmord mit Messer und Gabel, und ich fürchte, das trifft das Problem in der Tat. Aus Pflichtgefühl und sozialem Druck bleibt er, in Wirklichkeit flüchtet man aber auf diese Weise. Es ist nicht einfach, ihm Ratschläge zu geben, da fühlt er sich schnell bedrängt und isst dann erstrecht wieder heimlich.

      Leider habe ich nicht wirklich einen Rat. Ich wünsche Dir, dass es bei Euch nach der Geburt nicht auch so wird.
      Und nein, Du bist kein oberflächliches Miststück, sondern Du hast eine Verantwortung für Dich und Dein Kind und damit hast Du genug zu tun.

      • (10) 13.09.18 - 20:16

        Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie sein Essverhalten vorhei war. Die Geschichte unseres Zusammenkommens war sehr halsbrecherich und wir sind sehr schnell zusammen gezogen.. das Schlimme ist aber, dass wir beide gelernte Köche sind, aber nach 9 Stunden Arbeit zu Hause eben nicht auch noch Kochen wollen..

        • (11) 13.09.18 - 20:27

          Siehst Du, ähnlich wie bei uns.
          Ich bin übrigens gelernte Restaurantfachfrau, was aber nicht heißt, dass ich nur gut und gesund esse. Daher: auch Köche dürfen mal schnell essen und in der Gastronomie ist ungesunder Lebenswandel nichts besonderes, ich sage nur "Spaghetti oder halbes Hühnchen zum Frühstück". OK, und ich verstehe auch, dass man nach Feierabend keinen Marathon mehr laufen möchte, sondern sich vor den Fernseher oder PC hockt.
          Ich glaube aber nicht, dass das der Grund für sein Problem ist.

          Ich denke weiterhin, dass er sich schon jetzt überfordert fühlt und Angst vor der Zukunft hat. Anfangs habe ich noch Verständnis für für meinen Freund gehabt und ihn diesbezüglich bei Freunden und Familie verteidigt, mittlerweile ist es mir eher egal, sie sollen ihn gleich direkt ansprechen, ich bin nicht für ihn verantwortlich.

          • (12) 13.09.18 - 20:33

            Eigentlich ist er da aber gar nicht der Typ für. Er hat bereits eine 14-jährige Tochter aus einer anderen Beziehung und wir wollten definitiv auch Kinder. Ich denke wirklich, dass er nur wahnsinnig gerne isst und einfach sehr faul ist..

            • (13) 13.09.18 - 20:42

              Wie redet er denn über euer Kind, macht er Pläne, will er ihm etwas bieten?

              Einfach nichts einzukaufen, bringt meiner Meinung nach wenig, dann würde Dein Freund vielleicht unterwegs essen oder etwas bestellen, ausserdem musst Du Dich ja auch versorgen. Ich würde auch eher versuchen, eine Art Wochenplan zu erstellen und entsprechend nur mit Liste einzukaufen.
              Mir hilft es bei Heißhunger oft, kleine Portionen zu essen und relativ schnell danach die Zähne zu putzen. Als ich noch allein gewohnt habe, bin ich manchmal eine Woche mit einer Tüte Chips ausgekommen. Ich esse für mein Leben gerne Chips und habe mir abends nur eine kleine Schale gegönnt, mein Freund würde wieder eine ganze Tüte killen.

              • (14) 13.09.18 - 20:46

                Wir freuen uns beide sehr und wollen und werden ihm natürlich etwas bieten.

                Richtig, er ist ein erwachsener Mann, er geht dann einfach los und holt sich eben, was er will.. und dann eben nicht in Maßen sondern eben auch leider Tütenweise..

                • Wie stellt er sich das denn vor, wenn das Baby da ist bzw. wenn es ins Kleinkindaltee kommt? Da ist man doch dauernd am Hinterherrennen, egal ob aus Spaß oder auch, um das Kind aus einer Gefahrensituation zu holen. Kinder wollen doch auch mit den Eltern toben, herumtollen, klettern oder mal Fußballspielen. Will er dann nur zuschauen? Und er möchte doch bestimmt auch lange Papa sein. Wenn man adipös ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, diverse Krankheiten zu bekommen, die auch lebensverkürzend sein können. Ich glaube, ich würde ihn bei Kind und Gesundheit packen, nicht bei der Optik.
                  War er schon mal beim Arzt und hat sich durchchecken lassen? Vielleicht wacht er auf, wenn die Werte evtl. nichts toll sind?!

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